Im Kampf um einen Milliarden-Auftrag zur Herstellung von 800 Millionen Chipkarten-Personalausweisen für China hat Infineon eine schwere Niederlage einstecken müssen. Der Münchner Halbleiterhersteller ging bei der Ausschreibung leer aus.
München - Trotz des von Infineon neu geplanten Design-Kompetenz-Zentrums für Kartenbauteile in Peking, hätten andere ausländische Firmen den Zuschlag erhalten, sich als Subunternehmer chinesischer Firmen an der Ausweisproduktion zu beteiligen, berichtet das Münchner Magazin "Focus". Zum Zuge gekommen seien der französische Technologiekonzern Thales, der US-Chipkartenhersteller Schlumberger und der israelische Kartenproduzent OTI. Die ersten neuen Personalausweise der Volksrepublik sollen bereits im Jahr 2004 ausgegeben werden.
Den Auftrag hätten die Münchner gut gebrauchen können. Denn bereits seit acht Quartale in Folge schreibt Infineon rote Zahlen. Auch die abgelaufenen drei Monate werden Verluste bringen. Infineon-Chef Ulrich Schumacher, der zwischenzeitlich als Telekom- oder Siemens-Chef im Gespräch war, steht deshalb enorm unter Druck. Immer lauter formulieren Analysten der Banken die Befürchtung, dass die Geduld der Anleger bald zu Ende gehen könnte. Auch Siemens, noch immer mit knapp 40 Prozent am sechstgrößten Chipkonzern der Welt beteiligt, will schwarze Zahlen sehen.
Schumacher verfolgte zuletzt einen knallharten Sparkurs, baute Tausende von Arbeitsplätzen ab oder verlagerte sie ins Ausland, nicht zuletzt nach China. Ende April äußerte er öffentlich die Überlegung, den Hauptsitz Infineons ins Ausland zu verlagern. Hinter vorgehaltener Hand stimmte ihm zwar mancher Kollege aus den Führungsetagen anderer Unternehmen zu, doch in der Öffentlichkeit hagelte es Kritik.
München - Trotz des von Infineon neu geplanten Design-Kompetenz-Zentrums für Kartenbauteile in Peking, hätten andere ausländische Firmen den Zuschlag erhalten, sich als Subunternehmer chinesischer Firmen an der Ausweisproduktion zu beteiligen, berichtet das Münchner Magazin "Focus". Zum Zuge gekommen seien der französische Technologiekonzern Thales, der US-Chipkartenhersteller Schlumberger und der israelische Kartenproduzent OTI. Die ersten neuen Personalausweise der Volksrepublik sollen bereits im Jahr 2004 ausgegeben werden.
Den Auftrag hätten die Münchner gut gebrauchen können. Denn bereits seit acht Quartale in Folge schreibt Infineon rote Zahlen. Auch die abgelaufenen drei Monate werden Verluste bringen. Infineon-Chef Ulrich Schumacher, der zwischenzeitlich als Telekom- oder Siemens-Chef im Gespräch war, steht deshalb enorm unter Druck. Immer lauter formulieren Analysten der Banken die Befürchtung, dass die Geduld der Anleger bald zu Ende gehen könnte. Auch Siemens, noch immer mit knapp 40 Prozent am sechstgrößten Chipkonzern der Welt beteiligt, will schwarze Zahlen sehen.
Schumacher verfolgte zuletzt einen knallharten Sparkurs, baute Tausende von Arbeitsplätzen ab oder verlagerte sie ins Ausland, nicht zuletzt nach China. Ende April äußerte er öffentlich die Überlegung, den Hauptsitz Infineons ins Ausland zu verlagern. Hinter vorgehaltener Hand stimmte ihm zwar mancher Kollege aus den Führungsetagen anderer Unternehmen zu, doch in der Öffentlichkeit hagelte es Kritik.