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Meldung des Tages: Billigdrohnen verändern Kriege – startet hier der nächste Milliarden-Profiteur?

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Libuda:

schuldenkrise-melvyn-kraus-wann-begreift-weidmann

 
04.11.12 23:37
www.ftd.de/politik/konjunktur/...greift-weidmann/70113128.html
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Libuda:

Tomaten auf den Augen, Bohnen in den Ohren

 
04.11.12 23:39
und ein Brett vorm Kopf:

"Es ist mehr als beunruhigend, dass der Chef von Deutschlands angesehenster Finanzinstitution nicht verstehen kann, dass das Programm, gegen das er so vehement opponiert, eindeutig im Interesse der Deutschen ist."
Antworten
Caliban:

Was willst Du uns nun genau damit sagen?

 
05.11.12 00:00
Was ist richtig und was ist falsch?
Ziemlich sicher ist, dass die Rettung des Euro Milliarden kostete und weitere Milliarden kosten wird.
Wer wird dies am Ende bezahlen? Die EZB ??
Wenn niemand mehr zahlen kann, d.h. wenn die Bürger, egal in welchem Land, ihre Steuern und Abgaben zur Eurorettung nicht mehr zahlen können, was wird dann passieren?
Bitte keine verklausulierten Schlaumeiersprüche antworten, sondern Tacheles.
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Libuda:

Gerhard Illing kann das in der nachstehenden

 
05.11.12 00:09
Adresse mit seinem Artikel "Kommunikationsprobleme unkonventioneller Geldpolitik", den Du Dir unter mehreren Artikeln heraussuchen müsstest, wesentlich besser als ich - ohne Schlau- und Dümmsprüche wie Sinn, Polleit und andere ideologische Chaoten, indem er Fakten heranzieht und Tacheles redet:

ftdwirtschaftswunder.files.wordpress.com/2012/09/attachment.pdf
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Libuda:

Besonders gut hat Illing den entscheidenden

 
05.11.12 00:18
Knackpunkt beschrieben:

"Es wäre naiv, zu glauben, Geldpolitik könne unter solchen Bedingungen verteilungsneutral agieren. Zwar liegt es gesamtwirtschaftlich durchaus auch im Interesse der Gläubiger, die reale Schuldenbelastung zu mildern, wenn damit stabile Wachstumsbedingungen geschaffen werden. Die Frage aber, wie die Anpassungslasten
auf die Beteiligten verteilt werden, birgt heftige Interessenkonflikte. Solche Kontroversen lähmen die Politik und verhindern entschiedene Schritte. Die aus solchen
Konflikten folgende Lähmung erklärt zu einem wesentlichen Teil, warum die Erholung in Finanzkrisen nach einem anhaltenden Kreditboom weit länger auf sich warten lässt als in Zeiten normaler Rezessionen."
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Libuda:

Dass momentan die Zinsen nicht mehr

 
05.11.12 00:44
ausreichen, um die Inflation auszugleichen und seine Steuern auf die Zinsen zu bezahlen, ist nun einmal Fakt - und dies bringt ein besonders einflussreiche Interessengruppe in Rage. Das muss aber jeder "Zinsschneider" bei einer Anlage vorher wissen und berücksichtigen. Statt auf den Staat zu schimpfen, sollte aber diese Klientel auf die Finanzterroristen schimpfen, die den Staat und andere Schuldner in ihre Lage hingezockt haben - seltsamerweise habe ich noch nie aus dieser Klientel darüber ein Wort gehört.

Vom Prinzip gibt es nur drei Wege um aus einer Krise wie der von den Finanzterroristen herbeigezockten herauszukommen.

1. Man macht nichts oder spart sogar noch wie Brüning, der das noch nicht besser wusste, oder der Chaot Sinn und andere Chaoten fordern, und fährt die Wirtschaft gegen die Wand. Und der nächsten Generation geht es dann wieder besser. Dann da alle Gläubiger (Banken logischerweise auch) der Zinsschneider pleite sind, haben sie davon auch nichts.

2. Die Notenbanken produzieren soviel Geld, dass die Schulden entwertet werden. Dann können die Zinsschneider sich mit ihren Guthaben auch nur den Hintern putzen.  Auch hier kracht die Wirtschaft wegen der Verwerfungen zusammen.

3.  Am besten ist da noch der dritte Weg: Über einen gewissen Zeitraum schafft die Notenbank Bedingungen, die den Realzins unter die Inflationsrate absinken lassen. Die "Zinsschneider" erhalten damit zwar nicht ihr Kapital, aber es ist nach dieser für sie schmerzlichen Periode noch viel von ihrem Kapital da, denn die Wirtschaft ist bei dieser Vorgehensweise nicht abgestürzt und ihre Schuldner sind über die Runden gekommen.

4. Einen vierten oder fünften oder sechsten usw. Weg gibt es nicht.
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Libuda:

Selbst Milton Friedman ist auf Bernanke und

 
05.11.12 09:27
Draghi's Seite:
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Libuda:

zu #7

 
05.11.12 09:28
Zehn Jahre später – nach der
ersten „verlorenen Dekade“ – kritisierte Milton Friedman
die Politik der japanischen Notenbank auf einem Festvortrag
der Bank of Canada scharf: „Das Beispiel Japans
zeigt, wie unzuverlässig Zinsen als Indikator für eine angemessene
Geldpolitik sind. Die japanische Zentralbank
betrieb eine Nullzinspolitik. Aber diese Nullzinspolitik
ist Zeichen einer extrem restriktiven Geldpolitik. Japan
steckte effektiv in einer Phase der Defl ation. Der Realzins
war positiv, nicht negativ. Was Japan brauchte war zusätzliche
Liquidität… 1989 geriet Japan in eine Rezession
und verharrt seitdem darin. Das Wachstum der Geldmenge
war zu niedrig. Das Argument der japanischen Zentralbank
ist: ‚Nun, wir haben die Zinsen ja schon auf Null
gesenkt – was sollen wir denn noch tun?‘ Die Antwort
ist ganz einfach: Sie können langfristige Staatsanleihen
kaufen, und sie können dies so lange fortsetzen, bis die
steigende Geldbasis die Wirtschaft wieder in Schwung
bringt. Was Japan braucht ist eine expansivere Geldpolitik.“
Die Entwicklung in Japan führte eindringlich die Grenz
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Libuda:

Und im ersten Aufsatz bringt es Straubhaar

 
05.11.12 11:33
sehr gut auf den Punkt:

"Es bleibt aber die Frage, ob „ein wenig mehr“ Inflation
nicht dennoch dazu beitragen kann, die Krise zu lösen.
Offenbar hat es bislang wenig gebracht, die Kosten der
Krise von den Banken und privaten Gläubigern auf die
Staaten abzuwälzen, letztlich eine Bankenkrise nur durch
eine Staatsschuldenkrise zu ersetzen. Am Ende müssen
die Kosten der Krise so oder so getragen werden. Entscheidend
ist wohl, wie diese Kosten tragfähig für alle zu
verteilen sind. Ein historisch gut belegter Ansatz, Kosten
gleichmäßiger und – so womöglich die Hoffnung – schleichender
und deshalb unbemerkt zu verteilen, ist die Erzeugung
höherer Inflation."

Solange das "bei ein wenig mehr" bleibt, stimme ich dem zu - denn das ist die einzige Möglichkeit ohne große Schäden anzurichten ein Deleveraging durchzuführen.
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Libuda:

Und noch eine Präzisierung

 
05.11.12 12:45
Wenn ich nur dem "Ein-Wenig-Mehr" zustimme sollte das aber für eine begrenzte Zeit kombiniert werden mit einem von den Zentralbanken nach unten geschleusten Kapitalmarktzins, der für eine ebenfalls begrenzte Zeit zu einem negativen realen Zins führt.

Denn diese Kombination erhält meines Erachtens die Geldillusion am längsten, Konsumausgaben und Investittionsausgaben werden dann am ehesten aufrechterhalten.
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Libuda:

Von meiner Seite noch ein Kompliement für Angi

 
05.11.12 20:20
und ihren Finanzminister Schäubele, die einen verdammt guten Job machen. Und bei Angi muss man hervorheben, dass sie als einzige Regierungschefin eines großen Industrielandes schon vor dem Ausbruch der Finanzkrise den Finanzterroristen auf die Finger hauen wollte - leider haben da nicht genügend mitgemacht. Und auch Schäubele macht das in seiner Funktion wesentlich besser als der Steinbrück, der den deutschen Finanzterroristen permanant in den Ar....... kroch, weil sie sein Opa oder Onkel oder wer auch immer angeblich einer der Gründungsväter der Deutschen Bank war. Dadurch haben wir jetzt das Dilemma, dass die deutschen Banken im Vergleich etwa zu den US-Banken zu wenig Eigenkapital haben, weil statt Steinbrück zeitweilig der Ackermann der deutsche Finanzminister war, der die Richtung in der Krise in katastrophaler Weise vorgab.

"Kompliment an Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat endlich erkannt, dass das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) im Interesse Deutschlands ist. Sie schlägt sich auf die Seite von EZB-Chef Mario Draghi, statt weiter Bundesbankpräsident Jens Weidmann zu unterstützen. Denn sie weiß, Deutschland braucht die durch das Kaufprogramm entstehende Ruhe an den Märkten, um die sich neu entwickelnde politische Landschaft der Euro-Zone im eigenen Interesse prägen zu können."

Quelle: Ausgangsposting
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Libuda:

Draghi hiflt deutschen Sparern und Steuerzahlern

 
05.11.12 22:04
Und Merkel weiß, dass die deutschen Sparer von dem Anleiheprogramm der EZB enorm profitieren können. Es wird häufig übersehen, dass die deutschen Anleger durch die außergewöhnlich niedrigen Zinsen geprellt worden sind. Zustande gekommen sind die niedrigen Renditen, weil Deutschland während der Krise zu einem sicheren Anlegerhafen wurde: Auf der Suche nach möglichst risikolosen Anlageprodukten haben Investoren aus allen Teilen der Euro-Zone ihr Geld nach Deutschland gebracht, das hat die Zinsen gedrückt - auch für deutsche Anleger. Und als wäre das noch nicht genug, erhöhen die außergewöhnlich niedrigen Zinssätze gleichzeitig die Inflationsgefahr, indem sie Deutschlands Wirtschaftsaktivität ankurbeln und den Euro gegenüber anderen Währungen drücken. Für Deutschlands Exporte ist das zwar positiv, doch zum einen haben diese keine zusätzliche Unterstützung nötig, und zum anderen senkt der schwache Euro die Realzinsen für die Sparer noch weiter.
Draghi hat ein Gegenmittel parat. Durch das Anleihekaufprogramm senkt die Zentralbank den Risikoaufschlag auf Vermögenswerte der Peripherieländer, im Gegenzug schwindet Deutschlands Bedeutung als sicheres Anlageziel. Auf diese Weise werden Deutschlands Sparer entlastet. Zudem sinkt die potenzielle Belastung für die deutschen Steuerzahler, die sich aus den Rettungsprogrammen ergibt, wenn die Anleihen der Peripherieländer durch das Kaufprogramm der EZB sicherer werden. Der Italiener hat also eine geniale Möglichkeit gefunden, den deutschen Sparern und Steuerzahlern die Last von den Schultern zu nehmen, die sich aus Deutschlands Status als besonders sicherer Anlagestandort ergibt.
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Libuda:

Das kam im Soziologie-Studium vom Dobrindt nicht

 
06.11.12 13:09
dran:

"Geringe Kreditschöpfung der Geschäftsbanken

Und selbst ein Anstieg der Geldbasis führt nicht notwendigerweise
zu Infl ation. Das Geldangebot weitet sich endogen
durch Kreditschöpfung der Geschäftsbanken aus.
Voraussetzung für eine steigende Geldmenge ist daher
neben einer entsprechenden Kreditnachfrage die Bereitschaft
der Banken, Kredite zu vergeben.13 Entscheidend
ist daher, mit welchem Multiplikator der Finanzsektor auf
die zusätzlich von der EZB bereit gestellte Liquidität reagiert.
Und hier zeigt sich momentan keine Gefahr. Die
Geldmenge M3 ist im Sommer 2012 gegenüber dem Vorjahr
weniger als 3% gewachsen."

Quelle: 1. Text unter '5
Antworten
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