Irak will "Märtyrer" in den Kampf schicken
Der irakische Außenminister Nadschi Sabri sagte dem arabischen Fernsehsender El Arabija, Irak habe zehntausende "Märtyrer" ausgebildet, die die US-Soldaten im Falle einer Invasion bekämpfen würden. "Wir sind auf alle Arten des Krieges vorbereitet, auch auf Straßen- und Wüstenkämpfe", sagte er. Sabri fügte hinzu, die Behörden in Bagdad hätten in Erwartung eines Krieges Lebensmittelrationen an die Bevölkerung verteilt, die für mehr als fünf Monate ausreichten.
Irak bereitet sich auf den Krieg vor
Der Revolutionäre Kommandorat des Irak hatte das Land zuvor in Erwartung einer Invasion in vier Militärzonen eingeteilt. Die vier Zonen stehen unter dem Oberbefehl von Saddam Hussein, dem zugleich der Oberbefehl über die Luftwaffe, die Luftabwehr und den Einsatz von Boden-Boden-Raketen vorbehalten bleiben. Das Kommando über die Militärzonen wurde engen Vertrauten Saddam Husseins übertragen. Einem seiner Söhne wurde die Region um Bagdad und das Gebiet um die Heimat des Präsidenten, Tikrit, unterstellt.
Beweis für mobile Labors im Irak
Die irakische Regierung legte den UN-Waffeninspekteuren unterdessen Fotos und Videos vor, auf denen mobile Labors zu sehen sind. Wie der Sprecher der UN-Waffenkontrollkommission, Hiero Ueki, in Bagdad berichtete, wurde das Bildmaterial von den im Irak eingesetzten Labors am Samstag übergeben. Die US-Regierung hatte mehrfach erklärt, Bagdad verstecke in derartigen Labors verbotene Kampfstoffe. Ueki nahm keine Stellung dazu, ob die irakische Führung eine militärische Nutzung der Labors eingeräumt hat oder nicht.
UN-Beobachter gehen in Deckung
Auch die UN-Beobachter an der Grenze zwischen Kuwait und Irak stellten sich auf einen Krieg ein. UN-Sprecher Daljeet Bagga erklärte, alle rund 800 Mitarbeiter vor Ort seien in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Über einen vollständigen Rückzug sei noch nichts bekannt. Die UN hoben die Alarmstufe auf vier an, bei Alarmstufe fünf würden sie das Land verlassen. Alle Arbeiten vor Ort wurden eingestellt. "Wir überprüfen die Situation mit dem UN-Hauptquartier", sagte Bagga. Beobachter der Vereinten Nationen patrouillieren seit dem Ende des Golfkriegs 1991 die 25 Kilometer breite Zone zwischen Irak und Kuwait.
MfG
masteruz