Ja, Voltaren, das stimmt. Wobei ich es trotzdem schwierig finde – einmal hatte ich mit einem Short Glück, einmal Pech. Oft entwickelt sich alles genau wie erwartet, nur eben früher oder später, und dann liegt man am Ende trotzdem daneben.
Ich denke, die Umsätze werden sich in nächster Zeit durchaus dynamisieren. Das Problem bleiben aber die Erträge:
Im verschreibungspflichtigen Bereich (RX) liegen die Handelsspannen nur bei ca. 16 %, wenn man keine Boni gibt. Abgerechnet wird hier auf Basis von Festzuschlägen, die ursprünglich 2002 berechnet wurden – und seit 2004 praktisch unverändert gelten. Lediglich 2013 gab es einmalig einen Inflationsausgleich. Nimmt man also an, dass am Ende vielleicht 10 % des Rohertrags hängen bleiben, entspricht das effektiv weniger als 2 % des Umsatzes. Da braucht es schon gigantische Volumina, um Dividenden, Schuldentilgung und Investitionen überhaupt stemmen zu können.
Im OTC-Markt sind die Spannen zwar deutlich besser (über den gesamten Warenkorb ca. 45 %, im Versandhandel realistisch eher 25–30 %), aber die Umsätze sind dort eben deutlich kleiner.
Für Anleger stellt sich also die entscheidende Frage: Was zählt mehr – Umsatz oder Ertrag? In Zeiten höherer Zinsen und größerer Unsicherheit rückt ein zeitnah positives Ergebnis stärker in den Fokus. Und genau da sehe ich schwarz, denn das Geschäftsmodell liefert seit Jahren keine belastbaren Gewinne.
Zum Vergleich: meine Lieblingsfirma, die Jungfraubahn AG, erzielt seit Jahren eine EBITDA-rendite von 40-45%, weil den Kunden der Preis egal ist.
stationäre Apotheken aktuell 3,9% Gewinn vom Umsatz, wenig, trotz hoher Aufschläge bei OTC.
Im Versand wird insbesondere bei RX nichts hängen bleiben.