Seit über einem Jahr ist die Aktie in einer völlig intakten Abwärtsbewegung ohne überzeugende Umkehrzeichen. Der Vorgang war ja quasi immer gleich. Man krachte ins nächsttiefere Stockwerk und anschließend gab es einen Pullback an diesen zuvor durchbrochenen Bereich, wo man aber immer wieder nach unten dann abdrehte und damit die Verkaufssignale immer weiter bestätigte. Zuletzt gab es das Spielchen im Bereich um die 70er Marke, wo es auch nicht gelang sich wieder nachhaltig darüber zu etablieren. Solange das nicht passiert, besteht weiter ein hohes Risiko sich noch tiefer zu bewegen. Nächste tiefere horizontale Unterstützung liegt rund um die 52,46€ Marke. Auch denkbar man läuft an eine längerfristige Aufw.trendlinie zurück. Da wäre man aber nochmal ein Stück unter der Region von 52,46€.
Die Bewertung der Aktie (KGV), die seit Jahren bekanntlich nur Verluste macht, ist auch nach den Rücksetzern weiterhin sehr hoch. Parallel drängen immer mehr finanzkräftige große neue Player in den Non Rx Markt, und es gibt Aussagen wie von DM Chef, daß man perspektivisch sich auch einen zusätzlichen Einstieg in den Rx Markt offenläßt. ( =>www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/...fs-apothekensterben "... Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der dm-Drogeriemärkte, kann sich vorstellen zukünftig auch Beratung, Impfungen und den Verkauf von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln anzubieten..." ). Somit entwickelt sich also ein sich verschärfendes Wettbewerbsumfeld, wo gekämpft wird mit teuren Marketing-Kampanien und Preiskämpfen. Das kostet Marge. Von daher könnte man auch vielleicht die ganze Abwärtsbewegung des Aktienkurses als eine Art "Gesundung" ansehen, wo man von einem einst astronomischen Bewertungslevel wieder Stück für Stück runterkommt hin zu vernünftigeren Niveaus, die auch die geänderten Wettbewerbsbedingungen berücksichtigt. Ähnliches gilt ja auch für DocMorris.
Das die Leerverkäufer diese Dinge schon früh erkannt und genutzt haben kann man ihnen nicht vorwerfen. Eher müßte man mal fragen was eigentlich die Analysten der Deutschen Bank rauchen, wenn man deren seit einer Ewigkeit extrem verfehlte KZ anschaut, mit denen diese Typen naive Menschen ( = Leute die auf Analysten hören) in die Verluste getrieben haben mit KZ aus Wolkenkuckucksheim. Börse spielt man als stets mit beiden Seiten der Medaille. Erscheint die Long Seite attraktiver, dann spielt man diese. Und ist die Shortseite attraktiver, dann ist dort der Platz zum spekulieren. Und noch fehlen eben Signale, daß die ganze Konsolidierung schon abgeschlossen sein könnte. Von daher auch weiterhin eine hohe LV Quote zu sehen, da eben noch Luft nach unten wäre. (auch wenn die inzwischen schon deutlich weniger erscheint als z.B. noch vor 12 oder 6 Monaten)
(Verkleinert auf 28%)

