FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 22. Dezember. Russische Aktien stehen heute
einmal mehr im Blickpunkt der Smart Trader an der Börse Frankfurt. Einige
Fonds-Investoren gehen anscheinend von Kursverlusten aus, denn sie verkaufen
mehrheitlich den DWS Russia (WKN 939855), einen aktiv verwalteten Fonds. Gestern
noch waren mehr Käufer für den Fonds tätig.
Der Fonds verteuerte sich seit Jahresbeginn um gut dreieinhalb Prozent, befand
sich im Verlauf des Jahres allerdings schon einmal mit fast 40 Prozent im Plus.
Unter den zehn größten Positionen im Fonds befinden sich alleine acht
Unternehmen des Rohstoffsektors (Lukoil, Sibneft, Transneft) oder des
Energiesektors (Unified Energy, Gazprom). Wegen der hohen Nachfrage nach
Rohstoff- und Energietiteln konnte der Fonds seit Montag wieder kräftige
Kursgewinne verbuchen. Ähnlich volatil sieht es bei dem russischen Leitindex RDX
aus. Die Jahresperformance ist mit knapp minus zwei Prozent jedoch negativ.
Sascha Stöhr von Aton International sieht vor allem die hohen Rohstoffpreise als
Grund für den Kursanstieg. "Die hohe Nachfrage nach Öl aus China und die
Inlandsnachfrage werden auch das nächste Jahr nicht abflachen. Davon profitieren
natürlich Unternehmen wie Lukoil oder Sibneft." Ausserden hätte die Äußerung von
Sergei Shatalov, dem stellvertretenden Finanzminister Russlands, die
Steuernachforderung bei Vimpelcom stark nach unten zu korrigieren dazu
beigetragen, dass etwas Ruhe in den Markt gekommen ist.
Trotz der hohen Ölförderung Russlands sieht Stöhr Schwierigkeiten auf die
Wirtschaft des Landes zukommen, insbesondere wegen der noch nicht
abgeschlossenen Zerschlagung des Yukos-Konzerns. " Es ist durchaus möglich, dass
eine Welle von Rechtsstreitigkeiten den Markt belasten wird. Dann schwindet das
Vertrauen der Investoren in den russischen Markt noch weiter."
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Gruß Pichel
