Prognose für die Wochenrange der nächsten Woche
Zeitraum: 30. März bis 3. April 2026
Ausgangslage
Der DAX ist aktuell stark von geopolitischen Risiken, Ölpreisbewegungen, Inflationssorgen und erhöhter Volatilität geprägt. Das Marktumfeld ist schlagzeilengetrieben. Besonders relevant sind dabei die Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt, mögliche Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten sowie die daraus resultierenden Effekte auf Inflationserwartungen und Zinserwartungen.
Basisszenario
Die wahrscheinlichste Wochenrange für den DAX liegt im Basisszenario zwischen 21.800 und 22.900 Punkten.
Dieses Szenario setzt voraus, dass es keine massive weitere geopolitische Eskalation gibt, aber auch keine klare Entspannung. In diesem Fall ist mit einer volatilen Seitwärtsbewegung zu rechnen.
Einflussfaktoren
1. Geopolitische Risiken
- Der Markt reagiert sensibel auf neue Meldungen zum Nahostkonflikt.
- Steigende Ölpreise würden den DAX tendenziell belasten.
- Eine glaubwürdige Deeskalation könnte den DAX stützen.
2. Volatilität
- Die implizite Volatilität ist erhöht.
- Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit größerer täglicher Schwankungen.
- Das spricht für eine breite Wochenrange statt eines stabilen Trends.
3. Makroökonomische Risiken
- Schwächere Frühindikatoren in Deutschland und der Eurozone belasten das konjunkturelle Bild.
- Gleichzeitig erhöhen Inflationsrisiken die Unsicherheit über die weitere Zinspolitik.
4. Wichtige Termine in der nächsten Woche
- 30. März 2026: Flash-Inflation Eurozone
- 3. April 2026: US-Arbeitsmarktbericht
Diese Termine können die Zinserwartungen und damit auch die DAX-Entwicklung deutlich beeinflussen.
Szenarien
1. Basisszenario
Range: 21.800 bis 22.900 Punkte
Annahme:
- Keine starke weitere Eskalation
- Keine klare Deeskalation
- Volatile Seitwärtsbewegung
2. Bearishes Szenario
Range: 21.300 bis 22.400 Punkte
Annahme:
- Weitere geopolitische Eskalation
- Steigender Ölpreis
- Höhere Inflationserwartungen
- Belastung durch restriktivere Zinserwartungen
3. Bullishes Szenario
Range: 22.500 bis 23.300 Punkte
Annahme:
- Glaubwürdige Entspannung im geopolitischen Umfeld
- Rückgang des Ölpreises
- Keine zusätzliche Verschärfung der Zinserwartungen
Wichtige charttechnische Marken
- 23.150 bis 23.300 Punkte: Zielzone bei positivem Ausbruch
- 22.900 Punkte: obere Trigger-Marke / Ausbruch nach oben
- 22.500 bis 22.600 Punkte: zentrale Pivot-Zone
- 22.100 bis 22.200 Punkte: erste Auffangzone
- 21.800 Punkte: zentrale Unterstützungszone / Risk-Off-Trigger
- 21.500 Punkte: erstes Abwärtsziel bei Bruch der 21.800
- 21.300 Punkte: Stressszenario auf der Unterseite
Taktische Einordnung
Long-Szenario:
- Eher nur bei Stabilisierung über 22.500/22.600 Punkten
- Ein bestätigter Ausbruch über 22.900 Punkte würde das bullishe Szenario aktivieren
Short-Szenario:
- Wahrscheinlicher bei Scheitern im Bereich 22.500 bis 22.900 Punkte
- Klar negativ bei Bruch der 21.800 Punkte
Wahrscheinlichkeitseinschätzung
- Seitwärts/volatile Woche in der Basisrange 21.800–22.900: ca. 55 %
- Downside-Break unter 21.800: ca. 30 %
- Upside-Break über 22.900: ca. 15 %
Fazit
Für die nächste Woche ist beim DAX eher mit einer breiten, volatilen Wochenrange als mit einem sauberen Trend zu rechnen. Das Basisszenario bleibt eine Handelsspanne zwischen 21.800 und 22.900 Punkten. Das Abwärtsrisiko ist derzeit etwas größer als das Aufwärtspotenzial, solange geopolitische Risiken, Ölpreisbewegungen und Inflationssorgen den Markt dominieren.