Iranische Atombehörde - Starten bald unterirdische Urananlage
Sonntag, 8. Januar 2012, 11:07 Uhr
Teheran (Reuters) - Teheran wird nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde demnächst mit der erweiterten Herstellung von angereichertem Uran beginnen.
Die unterirdische Anlage zur Urananreicherung werde schon bald in Betrieb gehen, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Fereydoun Abbasi Davani, nach Angaben der Zeitung Kaythan. "Die Anlage Fordow zur nuklearen Anreicherung wird in naher Zukunft betriebsbereit sein .... 20 Prozent, 3,5 Prozent und vier Prozent angereichertes Uran kann in diesem Werk dann produziert werden", zitiert die Zeitung den Behördenchef in ihrer Sonntagsausgabe. Dieser Schritt wird nach Ansicht von Experten voraussichtlich den seit Jahren schwelenden Atomstreit zwischen dem Westen und Iran weiter anheizen.
Iran hat bereits vor Monaten angekündigt, die Anreicherung von Uran in Fordow vorzubereiten. Die Anlage liegt im Zentrum des Landes unterirdisch in einem Berg. Früheren Angaben zufolge bereitet Teheran bereits auf einem anderen Gelände Uran auf mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent, was weit über den 3,5 Prozent liegt, die in der Regel für Kernkraftwerke gebraucht werden. Diplomaten zufolge verlagert Teheran die erweiterte Anreicherung nach Fordow, um sie besser vor eventuellen feindlichen Angriffen schützen zu können. Zudem solle so die Kapazität deutlich erweitert werden.
Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Teheraner Regierung weist die Anschuldigungen zurück und pocht auf ihr Recht einer friedlichen Nutzung der Kernenergie. Die Europäische Union will die Regierung in Teheran mit einem Ölembargo unter Druck setzen. Die Mitgliedsstaaten hatten sich am Mittwoch grundsätzlich auf ein Importverbot geeinigt. Der Iran hatte sich zunächst unbeeindruckt von der Ankündigung gezeigt. Die Einweihung der Anlage in Fordow könnte nun neue diplomatische Vorstöße zur Beilegung des Konflikts blockieren.
de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE80701420120108
Sonntag, 8. Januar 2012, 11:07 Uhr
Teheran (Reuters) - Teheran wird nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde demnächst mit der erweiterten Herstellung von angereichertem Uran beginnen.
Die unterirdische Anlage zur Urananreicherung werde schon bald in Betrieb gehen, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Fereydoun Abbasi Davani, nach Angaben der Zeitung Kaythan. "Die Anlage Fordow zur nuklearen Anreicherung wird in naher Zukunft betriebsbereit sein .... 20 Prozent, 3,5 Prozent und vier Prozent angereichertes Uran kann in diesem Werk dann produziert werden", zitiert die Zeitung den Behördenchef in ihrer Sonntagsausgabe. Dieser Schritt wird nach Ansicht von Experten voraussichtlich den seit Jahren schwelenden Atomstreit zwischen dem Westen und Iran weiter anheizen.
Iran hat bereits vor Monaten angekündigt, die Anreicherung von Uran in Fordow vorzubereiten. Die Anlage liegt im Zentrum des Landes unterirdisch in einem Berg. Früheren Angaben zufolge bereitet Teheran bereits auf einem anderen Gelände Uran auf mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent, was weit über den 3,5 Prozent liegt, die in der Regel für Kernkraftwerke gebraucht werden. Diplomaten zufolge verlagert Teheran die erweiterte Anreicherung nach Fordow, um sie besser vor eventuellen feindlichen Angriffen schützen zu können. Zudem solle so die Kapazität deutlich erweitert werden.
Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Teheraner Regierung weist die Anschuldigungen zurück und pocht auf ihr Recht einer friedlichen Nutzung der Kernenergie. Die Europäische Union will die Regierung in Teheran mit einem Ölembargo unter Druck setzen. Die Mitgliedsstaaten hatten sich am Mittwoch grundsätzlich auf ein Importverbot geeinigt. Der Iran hatte sich zunächst unbeeindruckt von der Ankündigung gezeigt. Die Einweihung der Anlage in Fordow könnte nun neue diplomatische Vorstöße zur Beilegung des Konflikts blockieren.
de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE80701420120108
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