Die Verluste der letzten Tage haben das technische Bild des EuroStoxx 50 einschneidend verändert. Dabei fällt in erster Linie die Dynamik auf, mit der die Indizes (grundlos?) Verluste einfahren.
Im Rahmen der charttechnischen Analyse sind nun auch fallende Kursspitzen zu erkennen, so dass die Anzeichen einer (kurzfristigen) Korrekturphase nicht mehr wegzudiskutieren sind.
Daneben fällt die heutige Kurslücke auf (die im Laufe des Tages allerdings noch geschlossen werden kann), die als Breakaway-Gap die Gefahren einer übergeordneten Abw ärtsbewegung in sich birgt.
Auch das elliott-technische Bild muss verändert werden. Die "5" scheint abgeschlossen zu sein, so dass nun eine a-b-c- Bewegung folgt. Das mit Hilfe der Fibonacci-Relationen berechnete Ziel bei 5.435 Punkten kommt nun nicht mehr in Betracht. Sollte der erste (aktuelle) Teil vielmehr eine fünfteilige Struktur zeigen, spricht die Theorie für eine übergeordnete und damit für eine deutliche Korrektur.
Auch die Konstellation des DSS überrascht uns. Normalerweise gibt der Oszillator nur kurz ab, um erst nach dem nächsten Hochpunkt eine Korrektur einzuleiten. Noch wichtiger erscheint uns in diesem Zusammenhang aber der MACD, dessen Linien eine negative Divergenz auszuprägen drohen, die dann für eine mittelfristige Trendwende sprechen würde. Nur durch dynamisch steigende Kurse wäre diese Gefahr nochmals abzuwenden.
Fazit: Sollte der EuroStoxx 50 in den nächsten Tagen bei 4.300 Punkten einen Boden finden können, bleibt das mittelfristige Szenario verhalten positiv - eine Seitwärtsbewegung wäre am wahrscheinlichsten. Mit Unterschreiten dieser Marke steht allerdings eine mehrwöchige Korrektur an, die für Verluste von über 10% sorgen könnte.
Quelle: WGZ-Bank
Servus, J.B.