Leider kann ich den werten Herren mit "besten Kontakten" auch nicht mehr ernst nehmen. Während ich früher mit Interesse las, weil wenigstens nähere Kenntnisse geteasert wurden - letztlich auch nicht mitgeteilt, sondern leider stets nur angedeutet. Aber nach den vorigen Äußerungen, die nur noch unsachlich waren und nun gar die Behauptung, man müsse in Bälde Insovelnz anmelden, nimmt dich hier wohl niemand mehr ernst. Wie ich bereits einmal zuvor sagte (;)), setze ich darauf, dass hier zwar jemand aus dem Stuttgarter Raum kommt, aber einen Groll gegen das Unternehmen hegt.
Wie dem auch sei, dass man derzeit unter Transformationseffekten und - kosten enorm leidet, wird allseits gesehen. Dazu kommt eine schwer kalkulierbare Zollthematik im derzeit wichtigsten Markt. Das drückt den Kurs. In den USA sehe ich keine nachhaltige TRansformation zu E-Fahrzeugen, jedenfalls nicht im Luxussegment, in absehbarer Zeit. Bleibt abzuwarten, wie es in Europa aussehen wird. Ich sehe eine Korrektur des Fokus hin zu Verbrennerfahrzeugen als positiv für Porsche an, weil die technische Überlegenheit und Ausgefeiltheit genau das ist, worin Porsche glänzt und sich abheben kann. Das wird derzeit von den Kunden auch weit überwiegend nachgefragt. Early Adopter greift man mit dem Taycan ab, zukünftig auch mit Macan und E-Cayenne (wobei mir beide vorangehenden Generationen optisch deutlich mehr zusagen - designtechnisch war das beim Exterior leider nichts). Eine Verschiebung zu BEV dauert nun aufgrund der Kundenwünsche weitaus länger, als zuvor von vielen Herstellern angenommen.
Aus meiner Sicht bietet dies den Herstellern die Gelegenheit, mehr Zeit für die Herausarbeitung europäischer Vorzüge zu arbeiten. Jeder Hersteller kann 700PS aus E-Motoren zur Verfügung stellen. Und die Chinesen können viele schöne, bunte und billige Displays einbauen und sorgen für die Smartphonierung der Fahrzeuge. Persönlich ein Horror, müssen die legacy manufacturer zusehen, dass sie wieder Merkmale definieren, die Kundenverlangen erzeugen. Das ist bei BEV deutlich schwieriger, aber nicht unmöglich. Nur so kann man gegen die Konkurrenz aus China bestehen, die früh erkannt haben, dass Elektromotoren zum großen Gleimacher werden, die den weiten Rückstand in der Verbrennertechnologie nivellieren können.