Pornos statt Nachrichten: Israelis besetzen lokale


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ecki:

Krieg ist schmutzig und da läuft ein Krieg.

 
02.04.02 10:20
Wie sollten sich Palästineser "angemessen" wehren, deiner Meinung nach?

Gehirnwäsche wird auch leichtgemacht, wenn man ins Lager reingeboren wird, für sich keine Chance sieht und in beinahe jeder Familie ältere Verwandte von Israelis erschossen wurden.

Die Situation dort ist krank, und ich habe auch keine Lösung. Aber immer neue Siedlungen in Palästinesergebiete bauen und regelmäßig mit Panzern, Bodentruppen und Hubschraubern deren Gebiete zusammenzubomben, wird den Frieden nicht näherbringen.

Ali26, wenn du jetzt ein 16-jähriger Palästineser wärst, würdest du bestimmt auch Sharon lieben und deine toten Brüder verachten? Sei ehrlich.

Grüße
ecki
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Pieter:

Ali, gab es da nicht einen Israelischen Regierungs

 
02.04.02 10:23
chef, der sich vom Armeegeneral und Kriegsheld zu einem Politiker wandelte, der tatsächlich auf dem Weg war, den Frieden mit den Palästinesern und den übrigen Nachbarstaaten zu schliessen. Und der Frieden war greifbar nahe, bis dann ein jüdischer Arzt den eigenen Ministerpräsidenten ermordete.
Der Mörder war ein jüdischer Fundamentalist, nicht ein palästinesischer.
Ich behaupt, das die jüdischen Langbärte dort überhaupt keinen Frieden wollten und auch heute nicht wollen. Und wenn man ihn nur durch Ermordung eigener Mitbürger verhindern kann, dann morden diese "Gläubigen" eben.
Und das Sharon ebenfalls niemals Frieden wollte, hat er doch mit seinem Tempelbergbesuch bewiesen. Der wuste ganz genau, was sein öffentliches Auftreten dort bewirken würde.

Nein, Ali, es sind die Israelis, die mit der Wahl von Sharon und seinem Vorgänger Barak ganz klar den Weg des friedlichen Ausgleichs verlassen haben und den Krieg gewählt haben. Und nun erntet Israel den Sturm, den es gesäät hat. Braucht doch wohl keiner zu glauben, das Israel mit militärischen Mitteln zum Frieden kommt. Es isoliert sich nur selber weiter von der restlichen Welt und wird nichts erreichen, ausser noch mehr Hass.
Und Bush kann jetzt seine Pläne, irgentwo in der arabischen Welt Bomben auf "Terroristen" zu werfen, vergessen. Wenn der Dummkopf das tut, dann haben wir dort einen großen Krieg, der sich ganz schnell zum Weltkrieg entwickeln könnte.

Und da hoffe ich mal, das Europa sich tunlichst neutral verhält und die Amis in dem Falle nicht unterstützt.

Pieter  
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Reila:

Es gibt nur eine Lösung:

 
02.04.02 10:25
Die Palästinenser erhalten ihren souveränen Staat inklusive der besetzten Gebiete und Jerusalem wird geteilt. Jeder weiss das. Wer etwas anderes will, nimmt die Toten in Kauf. Die Araber sind ja inzwischen bereit, Israel anzuerkennen. Die Ablehnung des saudischen Friedensplanes durch weitere Angriffe Israels destabilisiert aber nur Saudi Arabien sowie Ägypten und Jordanien und eint die Araber in wütendem Haß gegen Israel. Wer denkt, er könne andere Länder dauerhaft besetzen und "befrieden", hat aus der Geschichte nichts gelernt. Das Dritte Reich und die Sowjetunion lassen grüßen. Wer Völker mit Regierungen gleichsetzt, hat allerdings aus der Geschichte auch wenig gelernt. Und wer wissen möchte, was aus friedlichen Nachbarn - auch im engeren Sinne - wird, wenn man eine Volksgruppe oder Nationalität schlechter behandelt, kann sich die Ergebnisse mal auf dem Balkan ansehen... Gute Zeiten für Rüstungsaktien.

R.
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ali26:

ecki, wenn ich palästinenser wäre,

 
02.04.02 10:26
würde ich mir überlegen, wie ich für mein volk was tun kann. ich würde versuchen, die leute davon zu überzeugen, dass es nichts bringt, die eigenen kinder in den tod zu schicken. für jeden toten israeli müssen 10 palästinenser sterben. man schadet also nur. vor allem würde ich versuchen, zu erreichen, dass man nicht aus religiösen gründen kämpft, (das machen nämlich die palästinenser). die palästinenser hätte nur ein bisschen geduld gebraucht. es ist ja nuneimal so, dass die palästinensische bevölkerung viel stärker zunimmt. irgendwann wäre es sowieso so gekommen, dass in diesen gebieten fast nur noch palästinenser wären...
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Apfelbaumpfla.:

@Pieter: Tempelberg...

 
02.04.02 10:28
Sorry, aber durch Wiederholung wird diese Tempelbergeschichte nicht wahrer.

Sowohl hochrangige *PA-Vertreter*, als auch der Mitchell-Bericht sagen ganz klar, dass die Intifada *nicht* durch diesen Besuch ausgelöst wurde, sondern von langer Hand geplant wurde.



Grüße

Apfelbaumpflanzer
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ali26:

pieter, ich bin auch der meinung

 
02.04.02 10:29
,das man gegen die jüdischen extremisten (die langbärte) vorgehen muss. man muss sie auch ganz einfach bekämpfen. aber es ist nun eimal tatsache, dass das in israel ganz wenige sind(an einer hand abzuzählen).die palästinenser dagegen bestehen aus fast 99% extremisten.....
deswegen werden die immer verlieren. auch wenn sie irgendwann ihr land bekommen werden...
die werden einfach zu blöd sein, irgendwas aufzubauen.  
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wonda:

habe leider nicht soviel Zeit

 
02.04.02 10:30

habe leider nicht soviel Zeit wie Du ali26 ich muß arbeiten bekomme nicht wie Du das Geld auch noch von einer Deutschen Behörde verlasse bitte das Board und komm wieder wen du aus der Abendschule kommst finanziert bestimmt ne Deutsche Behörde
Tschüß
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Wikinger:

wer opfert seine kinder?

 
02.04.02 10:31
wer stellt sich hinter seine eigene kinder?



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Maramures:

Deutschland respektiert auch nicht .....

 
02.04.02 10:32
die Menschenrechte !!
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Reila:

ali26,

 
02.04.02 10:34
in spätestens 20 Jahren ist die Mehrheit der Israelis sowieso arabischer Abkunft. Was dann folgt, wissen nur die Götter.

Wenn Du Palästinenser wärst, würdest Du ständig an das denken, was Dir angetan wurde. Ich kenne Vertriebene, die ihr Leben lang nicht vergessen konnten, wie sie im Sudetenland aus ihren Häusern gezerrt wurden. Aber im Nahen Osten leben Menschen seit Jahrzehnten in Lagern, ihre Gebiete sind z.T. besetzt, sie haben keine wirkliche Hoheit über ihr Land und öfter mal kommen ein paar Panzer oder schießen Flugzeuge Raketen ab. Geld verdienen kann man nur in Israel. Aber da werden regelmäßig die Grenzen geschlossen. In dem Klima wächst nicht Vernunft sondern Extremismus.

R.  
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ecki:

Aha, äußerst rational und abgeklärt

 
02.04.02 10:36
Für diese Situation: "für jeden toten israeli müssen 10 palästinenser sterben"
Die meisten jungen Menschen bringen das nicht so cool, im staatsterroristischen Bombenhagel echte Freidensarbeit zu leisten.

Das die Selbstmordbomben keine Lösung bringen, sehe ich auch.

Und ali26 eines verkennst Du völlig: Die Palästineser sind keinesfalls alles islamische Fundamentalisten. Sie haben auch einen deutlichen christlichen Bevölkerungsanteil, dem auch alle Perspektiven genommen sind.

Grüße
ecki
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ali26:

wonda, lerne erst einmal

 
02.04.02 10:42
die deutsche sprache, bevor du hier lächerliche dinge behauptest. du hast zu viele fehler in deinen texten. das ist ziemlich assozial.
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Maramures:

Ali the Best !! Willst du nicht mein Freund werden o.T.

 
02.04.02 10:45
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ali26:

ihr seid doch alle verrückt.

 
02.04.02 10:46
ihr wollt die selbstmordattentate damit entschuldigen, dass israel die palästinensischen gebiete besetzt. ich versuche mich einmal in diese lage zu versetzen. egal, wer meine gebiete besetzt oder versucht, mich zu unterdrücken. ich würde nie mein kind in den tod schicken. das wird aber bei den palästinensern gemacht. in den moscheen wird mit den kindern gehirnwäsche betrieben. die glauben zum schluss wirklich, dass sie in den himmel kommen danach....
wie gesagt, mir fehlt bei solchen radikalen menschen einfach der mitleid.  
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Reila:

ali, Du reagierst wie ein Politiker.

 
02.04.02 10:58
Die hören auch immer nur, was sie hören wollen.
Kein Mensch entschuldigt Terrorismus. Aber z.B. das gute Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich ist nicht durch Verdun entstanden, auch nicht durch Hitlers Fußaufstampfen nach der Kapitulation Frankreichs oder durch das Aufknüpfen einiger Partisanen. Deutschland und Frankreich haben einige hundert Jahre gebraucht, herauszufinden, wie man friedlich miteinander umgehen kann. Und wer jetzt für eine harte Lösung im Nahen Osten ist, der kann sich schon mal damit vertraut machen, was in den arabischen Ländern sich gerade entwickelt. Das Problem läßt sich dauerhaft nur mit vielen Atombomben lösen oder in dem man endlich anfängt, die Rechte des jeweils anderen auch zu akzeptieren. Und die Politik der isralischen Regierung schwächt moderate und verständigungsbereite Araber und Palästinenser.

R.
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ali26:

reila, das gute

 
02.04.02 11:03
bei frankreich und deutschland war: es gab keine islamisten...
die sind eine gruppe für sich. es ist überhaupt keine diskussionsbasis da.
das ziel von arafat und den palästinensern ist (steht schriftlich in der plo-charta): die "auslöschung" israels von der landkarte.
die radikalen moslems denken nicht vernünftig nach, sondern nur religiös.
ich kenne mich mit dieser gruppe ein bisschen aus.
es gibt für israel nur eine lösung, frieden zu erreichen: arafat töten und nach der eskalation auf einen friedensvertrag hoffen (da bin ich sehr pessimistisch). die islamisten werden immer terroristen bleiben...
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ecki:

So ist es reila!

 
02.04.02 11:04
Das unterschreibe ich.

Erbfeinde muss man versuchen zu Freunden machen, wenn man den Frieden wirklich will. Der Respekt für die Rechte des anderen ist dazu absolut die Voraussetzung.
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Apfelbaumpfla.:

@Reila:

 
02.04.02 11:04
Wer schwächt denn verhandlungsbereite Palästinenser?

Sowas gibt's dort nicht. In Israel gibt's eine Opposition, freie Rede, Wahlrecht auch für arabisch-israelische Bürger.
In den PA-Gebieten:

Selbstjustiz: Palästinenser lynchen elf mutmaßliche Kollaborateure

TULKARM (inn) - In den Autonomiestädten Tulkarm, Bethlehem und Kalkilya haben Palästinenser am Montag elf mutmaßliche Kollaborateure Israels ermordet - das meldet die Tageszeitung "Jerusalem Post".

Bewaffnete Palästinenser drangen in ein Gebäude des palästinensischen Geheimdienstes in Tulkarm in Samaria ein und erschossen dort acht angebliche Kollaborateure in ihren Zellen. Anschließend schleiften sie die Leichen durch die Stadt und ließen sie am Straßenrand liegen.

Offenbar wollten die Palästinenser eine Befreiung der Männer durch Israels Armee verhindern.

In Kalkilya in Samaria erschossen Palästinenser zwei mutmaßliche Kollaborateure auf offener Straße. Nahe des Manger-Platzes in Bethlehem in Judäa lynchten zwei Palästinenser einen Mann, der im Verdacht stand, wichtige Informationen an Israel weitergegeben zu haben. Wie die "Jerusalem Post" meldet, hatten die beiden Palästinenser einem Kamerateam der Nachrichtenagentur Reuters erlaubt, die Leiche zu filmen. Später konfiszierten sie jedoch die Kassette und warnten die Agentur davor, Bilder zu veröffentlichen.

Auf Kollaboration mit Israel steht die Todesstrafe. Allein während der sogenannten "ersten Intifada" von 1987 bis 1993, waren nach israelischen Schätzungen mehr als 800 mutmaßliche Kollaborateure von Palästinensern getötet worden. (dk)



Grüße

Apfelbaumpflanzer
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prom:

Infos

 
02.04.02 11:04
Landesüberblick Israel

Zahlen und Fakten Israel wurde am 14. Mai 1948 gegründet. Zuvor war der Teilungsplan der UNO 1947 gescheitert. Im Anschluss erklärten die Juden ihre Unabhängigkeit. Seit der Staatsgründung verdreifachte sich die Bevölkerung nahezu. Israel hat heute rund 6.300 000 Einwohner. Erste Amtssprache ist Hebräisch, zweite Arabisch.

Bevölkerungsstruktur:

o 80, 5 % Juden

o 14,6 % Moslems

o 3,2 % Christen (überwiegend arabischer Herkunft)

o 1,7 % Drusen

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei Frauen bei 79,5 Jahre, bei Männern 75,5 Jahre. Auffällig ist, dass in Israel die meisten Bewohner in Städten leben, gut 81%.

Israel weist eine Größe von knapp 21.000 km² auf, in etwa die Größe von Hessen. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt rund 470 km, an der breitesten Stelle beträgt die Ost-West Ausdehnung 135 km.

Die gut sechs Millionen Einwohner erwirtschaften ein Bruttosozialprodukt von rund 93 Milliarden US $ (entspricht 16.785 US $ / pro Kopf). Wichtigster Handelspartner Israels ist die EU. Rund 50% des Imports sowie 35% des Exports wird mit der EU abgewickelt.

Politik:

Das oberste gesetzgebende Organ ist die Knesset, die sich aus 120 Abgeordneten zusammensetzt. Die Sperrklausel liegt bei lediglich 1,5%. Dies führt zu einer unübersichtlichen Parteienlandschaft. So wollten 1999 mehr als 50 Parteien an den Parlamentswahlen teilnehmen. In die Knesset gelangten nach den Wahlen zwölf Parteien. Grob lässt sich die Parteienausrichtung in drei Spektren gliedern:

- national-konservativer Likudblock und kleinere rechtsnationale Parteien

- Arbeiterpartei und Meretz-Gruppe - religiöse Parteien

Die Wahlbeteiligung ist seit der Gründung Israels konstant hoch, sie lag zwischen 77 und 87%.

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prom:

Stellt Euch vor, Ihr

 
02.04.02 11:08
geht in einen Supermarkt

und eine Bombe geht hoch.
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prom:

Palästina - Was ist das?

 
02.04.02 11:15
Palästina - Gaza und Westjordanland

Fakten und Zahlen zu den Autonomiegebieten und daraus resultierende Probleme.
Rund 2,5 Mio. Palästinenser leben in den Autonomiegebieten Gaza-Streifen und Westjordanland, die Gesamtfläche beträgt gut 6.200 km². Das Bruttosozialprodukt liegt im Westjordanland deutlich höher als in Gaza. Insgesamt ergibt sich ein Bruttosozialprodukt / pro Kopf von 1.600 US $ (Vergleich Israel: rund 17.000 US $).

Von 1948 bis 1967 stand Gaza unter ägyptischen Einfluss, Jordanien annektierte das Westjordanland. 1967 besetzte Israel die Gebiete als Folge des Sechs-Tage-Kriegs.

Durch den einsetzenden Friedensprozess in den 90er Jahren bekamen die Palästinenser allmählich mehr Rechte zuerkannt. Heute ist die Zivilverwaltung zum größten Teil in ihrer Hand. Im Januar 1996 fanden erstmals freie Parlaments - und Präsidentschaftswahlen statt. 17 Parteien bewarben sich um die 88 Sitze im Palästinensischen Legislativrat (PLC). Die Wahlbeteiligung war ähnlich hoch wie in Israel, sie lag bei rund 77 Prozent.

Allerdings wird das Leben der Palästinenser in den Autonomiegebieten, trotz eigenen Präsidenten und Parlament, nach wie vor stark beeinflusst. Da Israel die Gebiete teilweise noch militärisch kontrolliert, kann von einer tatsächlichen Autonomie nur bedingt die Rede sein.

Wirtschaftlich sind die Palästinenser nicht autark, sondern extrem von Israel abhängig. Deutlich wird dies bei einer temporären Verschärfung des Konflikts. In Folge der Absperrungen ist es Palästinensern dann unmöglich, ihre zahlreichen Arbeitsplätze in Israel zu erreichen. Somit steigt die Zahl der Arbeitslosen im Westjordanland spontan stark an.

In Gaza und Westjordanland sind Infrastruktur und produzierende Industrie nur schwach entwickelt. Der Haupterwerb liegt in der Landwirtschaft.

Mittlerweile gehen bis zu 40 Prozent der im Westjordanland lebenden Erwerbstätigen einer Beschäftigung in Israel nach. Trotzdem liegt die Arbeitslosenzahl im Westjordanland bei 25-30 Prozent. In Gaza, deren Einwohnern kaum die Möglichkeit der Erwerbstätigkeit in Israel offen steht, liegt sie noch höher und variiert zwischen 35-45 Prozent.
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prom:

Die Flüchtlinge

 
02.04.02 11:17
Die Flüchtlinge

Von Israel und dem Westen vernachlässigt. Aber ursprünglich das entscheidende Problem des Nahost-Konflikts.

In den Kriegsjahren 1948 und 1967 wurden Großteile der arabischen Bevölkerung Palästinas vertrieben oder flüchteten.

Durch den ersten israelisch-arabischen Krieg 1948/49 verloren rund 800.000 bis 900.000 Muslime ihre Heimat und damit auch Grund und Boden. Sie flüchteten nach Jordanien, Syrien oder in den Libanon, sowie nach Gaza und in das Westjordanland. Eine Volkszählung der britischen Mandatsmacht 1947 zählte rund 1,16 Mio. Muslime, 580.000 Juden und 146.000 Christen in Palästina. Nach dem ersten Krieg lebten auf dem selben Gebiet noch 200.000 Palästinenser.

1946 verfügten die Juden über Gebiete, die 12 Prozent des heutigen Staates Israels ausmachten. 1949 waren diese auf 77 Prozent angewachsen, und waren damit rund ein Drittel größer, als im UN-Teilungsplan von 1947 für die Juden vorgesehen. Die Resolution 194 der UNO forderte 1948 die Rückführung und Entschädigung der Flüchtlinge.

Die heutige Größe Israels kam schließlich durch den Sechs-Tage-Krieg 1967 zustande, der weitere Annektierungen verursachte (Golanhöhen und Ostjerusalem). Die Gesamtzahl der Flüchtlinge schätzen die Vereinten Nationen auf 3,5 Millionen.

Ähnlich wie in der Frage um den Status Jerusalems, lehnt die israelische Regierung bisher jeglichen Kompromiss ab. Vor seiner Abreise nach Camp David zu Verhandlungen mit Palästinenser-Präsident Yasser Arafat unter der Leitung von US-Präsident Bill Clinton im Sommer 2000, machte der damalige Ministerpräsident Ehud Barak deutlich, dass Israel niemals das Recht auf Rückkehr oder die Resolution 194 anerkennen werde. Auch wenn die beiden großen Streitpunkte, nämlich der Status von Jerusalem und die Siedlerfrage aktuell verstärkt diskutiert werden, ist die Frage der Flüchtlinge das ursprüngliche Problem des Konflikts.

Als Reaktion auf die Massenflucht und Vertreibung gründeten die Araber 1964 die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). Neutrale Beobachter, aber auch israelische Friedensaktivisten wie der Publizist Uri Avnery favorisieren eine Art "Goodwill"-Aktion der Israelis, welche die Rückkehr einer begrenzten Anzahl von Flüchtlingen ermöglichen soll.

Antworten
prom:

9,6 Mio Flüchtlinge bis

 
02.04.02 11:23
bis 1946 im Westen.

Haben wir deswegen gebombt?
Selbstmordattentäter.

Verfolgen wir die Polen, Russen und Tschechen deswegen mit Gewalt?

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Immer mehr Menschen strömen in das Gebiet der vier Besatzungszonen. Bei der ersten auf Anordnung des Alliierten Kontrollrats durchgeführten Volkszählung im Oktober 1946 werden 9,6 Millionen Flüchtlinge gezählt.
www.dhm.de/lemo/html/Nachkriegsjahre/...ndVertreibungBody.html
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Reila:

Liberale Stimmen in diktatorischen Ländern?

 
02.04.02 11:38
Zwischen 1933 und 1945 gab es aus Deutschland sowenig kritische Stimmen zu hören wie heute aus dem Irak. Auch im Palästinensergebiet ist es heute gesundheitsschädlich, sich für die Rechte Israels einzusetzen. Liberale (und gleichzeitig meist gebildete) Menschen trifft man trotzdem überall, vorzugsweise im Exil. Wenn aber ein arabischer Gipfel ausdrücklich anbietet, Israel anzuerkennen, wenn die besetzten Gebiete geräumt und ein palästinensischer Staat geschaffen werden sowie Jerusalem geteilt wird, und die einzige Antwort darauf Intensivierung der Angriffe ist, muß man sich über Blut und Leid nicht mehr wundern. Auch die Saudis werden sich trotz amerkanischen Drucks wohl kaum schnell noch einmal zu so einer Initiative hinreißen lassen. Nach der Reaktion Israels besteht die Gefahr, daß dieses pro-westliche Regime demnächst einfach vom Thron gefegt wird. Die Alternative heißt dort Gottesstaat. Ich war vor einigen Wochen in einem arabischen Land und war entsetzt über den Haß auf Israel und die USA. Westlichen Fernseh- und Rundfunknachrichten wird grundsätzlich nicht mehr vertraut. Aber wundert das noch irgendjemanden? Wenn uns die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus gefällt, sind wir auf dem richtigen Weg.

R.
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Depothalbierer:

April, April !!

 
02.04.02 11:40
Oder nicht?
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