Polytec-Lage angespannt - Bis Ende der Woche Finanzierungskonzept
Der schuldenbeladene börsenotierte Autozulieferer Polytec braucht eine Umschuldung seines Kredits, mit dem die vorjährige Übernahme der fast dreimal größeren Peguform-Gruppe finanziert wurde. Außerdem benötigt der Konzern dringend frische Liquidität. Die Verhandlungen mit den Gläubigerbanken laufen auf Hochtouren. Bis Ende der Woche soll eine Lösung stehen. Voraussetzung für ein größeres Entgegenkommen der Banken ist ein Konzept, wie die Zukunft bewältigt werden kann.
In Finanzkreisen war man heute, Dienstag, vorsichtig optimistisch, dass diese Woche die erforderliche Einigung über das Finanzierungskonzept zustande kommt. Zuletzt hatte es sich unter den Banken gespießt.
Offen ist, welche Teile des Unternehmens (Zentrale: Hörsching bei Linz) fortfinanziert werden, heißt es. Alle Werke werden sicher nicht überleben.
Polytec, von der Autokrise als Zulieferer massiv getroffen, hat selber hat Anfang April ankündigen müssen, dass voraussichtlich weitere 2.000 Leute aus dem Stammgeschäft ihren Job verlieren werden und Fabriksschließungen bevor stehen. Schon jetzt arbeiten praktisch alle der 12.000 Polytec-Mitarbeiter in der einen oder anderen Form kurz. Die überwiegende Zahl der Mitarbeiter sind im Ausland. In Österreich werken etwas mehr als 300 Leute.
Hauptinvolvierte Banken sind Bank Austria, Raiffeisen, Oberbank, Investkredit und deutsche Banken, darunter die WestLB. (Schluss) rf/mer
