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Polytec Holding Aktie

Aktie
3,83 €
+0,03 €
+0,79%
22:14:13 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
73,48 Mio. €
Streubesitz
59,77%
KGV
-9,71
Dividende
0,30 EUR
Dividendenrendite
4,38%
Nachhaltigkeits-Score
43 %
Index-Zuordnung
-
Polytec Holding Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Polytec Holding AG ist ein österreichischer Automobilzulieferer mit Spezialisierung auf Kunststoff- und Leichtbaukomponenten. Das Unternehmen positioniert sich als integrierter Entwicklungspartner für OEMs und Tier-1-Zulieferer entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen kundenindividuelle Systemlösungen aus Kunststoff, Hybrid- und Composite-Materialien, die auf gewichtskritische Anwendungen, Akustikoptimierung und Oberflächenfunktionalität zielen. Polytec adressiert primär europäische Fahrzeughersteller und Nutzfahrzeugproduzenten und verbindet Werkzeugbau, Serienfertigung und Montage unter einem Dach. Für Investoren ist Polytec ein fokussiertes, mittelständisches Industrieunternehmen mit starker operativer Ausrichtung, hoher Kundennähe und exponierter Stellung im zyklischen Automobilsektor.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Polytec agiert als vollintegrierter Systemanbieter für Kunststofflösungen, der den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis zur Serienproduktion abdeckt. Das Geschäftsmodell beruht auf langfristigen Lieferverträgen für fahrzeugspezifische Komponenten mit hohen Anlaufkosten und langen Produktlaufzeiten. Wesentliche Elemente der Wertschöpfung sind:
  • Kundenspezifische Co-Entwicklung von Bauteilen in enger Kooperation mit den Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller
  • Inhouse-Werkzeugbau zur Absicherung von Qualität, Lieferfähigkeit und Serienreife
  • Serienfertigung mittels Spritzguss, Press- und Formtechnologien, unter Einbindung von Lackier- und Montageprozessen
  • Supply-Chain-Management und Just-in-Sequence- beziehungsweise Just-in-Time-Lieferungen
Das Unternehmen erwirtschaftet seine Erträge überwiegend über wiederkehrende Produktionsumsätze in laufenden Fahrzeugplattformen. Entwicklungsleistungen und Werkzeugbau fungieren als vorgelagerte Erlösquellen, dienen aber vor allem der Sicherung nachgelagerter Serienvolumina. Der Kapitaleinsatz ist stark an Produktionsanlagen gekoppelt, während die Margen maßgeblich von Auslastung, Materialpreisen und vertraglichen Weitergabeklauseln abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Polytec zielt auf technologisch anspruchsvolle Kunststofflösungen, die Gewicht, Kosten und Funktionalität in Einklang bringen. Das Unternehmen positioniert sich als verlässlicher Partner für OEMs, der Komplexität reduziert und durch vertikale Integration Prozessrisiken abfedert. Strategisch verfolgt Polytec drei Stoßrichtungen:
  • Stärkung der Marktposition im europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugsektor mit Fokus auf anspruchsvolle Leichtbau- und Akustikkomponenten
  • Weiterentwicklung von Material- und Prozesstechnologien, insbesondere im Bereich Faserverbundwerkstoffe, Hybridbauteile und Oberflächentechnik
  • Schrittweise Diversifikation in angrenzende Industrieanwendungen zur Reduktion der Abhängigkeit vom Pkw-Zyklus
Im Zentrum steht der Anspruch, durch Effizienz, technisches Know-how und Liefertreue als bevorzugter Lieferant in Schlüsselsegmenten des Kunststoffkomponentenmarktes wahrgenommen zu werden.

Produkte und Dienstleistungen

Polytec deckt ein breites Spektrum an Kunststoffprodukten für Fahrzeugexterieur, -interieur und strukturelle Anwendungen ab. Dazu zählen unter anderem:
  • Exterieurkomponenten wie Stoßfänger, Spoiler, Schwellerverkleidungen und Karosserieanbauteile
  • Unterboden- und Motorraumverkleidungen mit Fokus auf Aerodynamik, Geräuschreduktion und Bauraumoptimierung
  • Interieurbauteile und funktionale Kunststoffkomponenten, die mechanische, akustische und designbezogene Anforderungen kombinieren
  • Nutzfahrzeug- und Lkw-Komponenten, einschließlich großvolumiger Außen- und Strukturteile
  • Technische Formteile und Systembaugruppen für industrielle Anwendungen außerhalb der Automobilbranche
Neben der Serienfertigung bietet Polytec Engineering-Dienstleistungen, Prototypenbau, Werkzeugkonstruktion und Qualitätssicherungsleistungen an. Diese Services unterstützen OEMs bei der Plattformentwicklung und ermöglichen eine frühe Integration von Leichtbau-, Akustik- und Funktionsanforderungen in die Bauteilkonzeption.

Business Units und Segmentstruktur

Die Konzernstruktur von Polytec orientiert sich an kundenspezifischen Produktgruppen und Endmärkten. Übergeordnete Geschäftsfelder bilden Exterieur- und Interieurkomponenten, Strukturteile sowie industrielle Kunststoffanwendungen. Innerhalb der Automobilsparte unterscheidet Polytec zwischen Pkw- und Nutzfahrzeugkunden, um unterschiedlichen Anforderungsprofilen, Stückzahlen und Lebenszyklen gerecht zu werden. Ergänzend dazu bildet der Bereich für Nicht-Automotive-Anwendungen ein Diversifikationsstandbein, das vor allem technische Kunststoffteile und Spezialanwendungen abdeckt. Diese Segmentierung erlaubt eine differenzierte Kapazitätsplanung, Risikosteuerung und Preisgestaltung.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Kompetenzen

Polytec profiliert sich durch die Kombination von Entwicklungskompetenz, vertikaler Integration und breiter Fertigungstechnologie. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Umfassende Kunststoff- und Verbundwerkstoffexpertise entlang der gesamten Prozesskette
  • Integrierter Werkzeugbau als Kernkompetenz zur Sicherung von Qualität, Zykluszeit und Serienfähigkeit
  • Erfahrung in Gewichtseinsparung und Leichtbauarchitekturen für Pkw und Nutzfahrzeuge
  • Kombination von Struktur-, Akustik- und Designanforderungen in einem Bauteilportfolio
  • Langjährige OEM-Beziehungen mit Plattform- und Modellgenerationen übergreifenden Projekten
Diese Eigenschaften verschaffen Polytec eine differenzierte Position gegenüber reinen Lohnfertigern oder spezialisierten Nischenanbietern, da das Unternehmen als Engineering-Partner mit Systemverantwortung auftreten kann.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Die Burggräben von Polytec resultieren primär aus technologischer und prozessualer Verankerung in den Entwicklungs- und Lieferketten der Automobilhersteller. Wesentliche Moats sind:
  • Hohe Wechselkosten für OEMs aufgrund von Werkzeugbindung, Homologation, Qualitätsfreigaben und Logistikanbindung
  • Lange Produktlebenszyklen von Fahrzeugplattformen, die über mehrere Jahre stabile Abrufe sichern
  • Spezifisches Prozess- und Material-Know-how in Leichtbau- und Verbundtechnologien
  • Integration von Werkzeugbau und Serienproduktion, die Reaktionsgeschwindigkeit und Prozesssicherheit erhöht
  • Etablierter Track Record bei Liefertreue und Qualitätskennzahlen im OEM-Umfeld
Diese Wettbewerbsvorteile sind jedoch im stark kostengetriebenen Automobilsektor nicht absolut, sondern werden kontinuierlich durch Preisdruck, Plattformwechsel und Kapazitätsanforderungen getestet.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Polytec agiert in einem fragmentierten, intensiv umkämpften Markt für Kunststoffkomponenten und Systemmodule. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Kunststoffspezialisten und breit aufgestellte Automobilzulieferer, darunter:
  • Große globale Systemlieferanten mit breiter Produktpalette im Bereich Exterieur- und Interieurmodule
  • Mittelständische, auf Kunststoff- und Verbundtechnik fokussierte Zulieferer in Europa
  • Regionale Tier-2- und Tier-3-Lieferanten mit kostenfokussierter Fertigung
Der Wettbewerb erfolgt vor allem über Kostenstruktur, Lieferperformance, Engineering-Kompetenz und die Fähigkeit, Kapazitäten flexibel an OEM-Produktionspläne anzupassen. Differenzierungspotenziale liegen in innovationsgetriebener Leichtbaukompetenz, konsequenter Prozessoptimierung und verlässlichem Programm-Management.

Management und Unternehmensführung

Die Polytec Holding AG wird von einem erfahrenen Managementteam mit stark industrieller Prägung geführt. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie, die operative Exzellenz, Kostenführerschaft in ausgewählten Segmenten und kontrolliertes Wachstum kombiniert. Zentrale Steuerungsgrößen sind Kapazitätsauslastung, produktionsnahe Effizienzkennzahlen und Cashflow-Stabilität. Die Eigentümerstruktur weist einen signifikanten Kernaktionärsanteil auf, was auf eine langfristig orientierte Governance und strategische Kontinuität hindeutet. Das Management setzt auf schrittweise Portfolioanpassungen, Standortoptimierungen und eine selektive Erweiterung des Kunden- und Anwendungsportfolios, ohne die Balance zwischen Investitionsvolumen und Bilanzstabilität zu überdehnen.

Branchen- und Regionenfokus

Polytec ist signifikant im europäischen Automobilcluster verankert, mit einer starken Präsenz in Zentraleuropa und wichtigen Standorten in der Nähe großer OEM-Werke. Der Kernmarkt ist die europäische Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, die von hoher Plattformdichte, regulativen Emissions- und Sicherheitsanforderungen sowie zunehmendem Kostendruck geprägt ist. Die Branche befindet sich im Strukturwandel: elektrifizierte Antriebe, strengere CO2-Vorgaben und verschärfte Lieferkettenanforderungen verändern die Stücklistenstrukturen und Materialanforderungen. Für Kunststoff- und Verbundkomponenten eröffnet die Elektrifizierung einerseits zusätzliche Leichtbaupotenziale, andererseits entsteht Substitutionswettbewerb durch alternative Materialien und Funktionsintegration. Polytec reagiert darauf mit Fokus auf Leichtbau, Akustiklösungen und funktionsintegrierte Kunststoffarchitekturen. Regionale Diversifikation außerhalb Europas spielt bisher eine untergeordnete Rolle und begrenzt die geografische Risikostreuung.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Polytec entwickelte sich aus einem österreichischen Kunststoffverarbeiter zu einer international tätigen Holdinggesellschaft im Automobilzuliefersektor. Das Wachstum erfolgte über einen Mix aus organischer Expansion, Kapazitätsaufbau nahe OEM-Standorten und selektiven Akquisitionen von spezialisierten Kunststoffwerken. Mit dem Börsengang professionalisierte das Unternehmen seine Kapitalmarktausrichtung und schuf Zugang zu Eigenkapital für weitere Investitionen in Technologie und Standorte. Die Historie ist durch die typische Zyklik der Automobilindustrie gekennzeichnet, einschließlich Phasen hoher Auslastung, aber auch Perioden mit Nachfrageeinbrüchen, in denen Restrukturierungen, Standortanpassungen und Effizienzprogramme umgesetzt wurden. Polytec nutzte diese Zyklen, um Prozesse zu straffen, das Produktportfolio zu fokussieren und den Werkzeugbau als Kernkompetenz zu stärken.

Sonstige Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Kunststoff- und Automobilzulieferer steht Polytec verstärkt im Fokus von Nachhaltigkeits- und ESG-Diskussionen. Wesentliche Themen sind:
  • Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit der eingesetzten Kunststoffe
  • Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsprozesse
  • Emissionen in der Lieferkette und Einhaltung von OEM-Nachhaltigkeitsanforderungen
  • Arbeits- und Sicherheitsstandards an europäischen und internationalen Standorten
Polytec reagiert mit Initiativen zur Prozessoptimierung, dem verstärkten Einsatz effizienter Fertigungstechnologien und der Ausrichtung auf leichtere, energieeffizienzfördernde Bauteile. Für institutionelle und konservative Anleger sind die Fortschritte bei Transparenz, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferketten-Compliance zunehmend relevant, da sie direkten Einfluss auf die langfristige Akzeptanz als OEM-Lieferant haben.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Investors bietet Polytec mehrere potenzielle Chancen:
  • Verankerung in etablierten europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugplattformen mit langfristigen Lieferverträgen
  • Technologie- und Prozesskompetenz im Leichtbau, die im Kontext strenger CO2-Regulierung an Bedeutung gewinnt
  • Vertikale Integration inklusive Werkzeugbau, die operative Steuerbarkeit und Qualitätssicherung verbessert
  • Potenzial zur Margensteigerung bei anziehender Fahrzeugnachfrage durch bessere Kapazitätsauslastung
  • Optionale Wachstumschancen in angrenzenden Industrieanwendungen und bei selektiver Diversifikation
Für Anleger mit langfristigem Horizont kann Polytec als gezieltes Engagement im europäischen Automobilzuliefersektor dienen, sofern die unternehmens- und branchenspezifischen Risiken bewusst in die Portfoliokonstruktion integriert werden.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für konservative Investoren besonders zu beachten sind:
  • Hohe Zyklizität der Automobilbranche mit potenziell abrupten Nachfrageschwankungen
  • Konzentrationsrisiken bei OEM-Kunden und Plattformabhängigkeit einzelner Werke
  • Anhaltender Preis- und Kostendruck seitens der Hersteller, der Margen nachhaltig begrenzen kann
  • Transformationsrisiken durch Elektrifizierung, neue Fahrzeugarchitekturen und geänderte Materialanforderungen
  • Inputkostenvolatilität bei Rohstoffen und Energie, die trotz vertraglicher Mechanismen nicht vollständig kompensiert werden kann
  • Begrenzte geografische Diversifikation mit Fokus auf Europa und damit Exponierung gegenüber regionalen Konjunktur- und Regulierungsrisiken
Konservative Anleger sollten diese Faktoren gegen die technologischen Stärken und die etablierte Position im OEM-Lieferantennetzwerk abwägen. Eine sorgfältige Beobachtung der Kapazitätsauslastung, des Auftragsbestands, der Kundenstruktur und der strategischen Anpassungsfähigkeit bleibt für eine risikobewusste Einschätzung zentral, ohne dass daraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden kann.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 3,78 € / 3,89 €
Spread +2,91%
Schluss Vortag 3,80 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag 15,20 €
Tagestief 3,79 €
Tageshoch 3,83 €
52W-Tief 2,25 €
52W-Hoch 4,26 €
Jahrestief 3,27 €
Jahreshoch 4,26 €

Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Polytec Holding Aktie heute gestiegen?

  • Polytec Holding AG hat kürzlich ihre Quartalszahlen veröffentlicht und konnte dabei ein solides Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.
  • Das Unternehmen plant, in den kommenden Monaten in neue Technologien und Produkte zu investieren, um seine Marktposition weiter zu stärken.
  • Analysten zeigen sich optimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens und heben die positive Marktreaktion auf die Berufung eines neuen CEO hervor.
Hinweis

Community: Diskussion zu Polytec Holding AG

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Polytec kommuniziert operative Zielpräzisierungen und Investorentermine (u. a. Roadshow in Madrid, Hauptversammlung am 2. Juni) sowie strategische Schritte wie die Übernahme des Composites‑Geschäfts von Profol; CFO‑Aussagen und Präsentationen betonen eine operative Erholung 2025, eine solide Bilanz und die mögliche Wiederaufnahme der Dividende.
  • Eine von der Baader Bank vorgenommene Abstufung mit stark reduzierten Gewinn‑ und Dividendenschätzungen löste eine deutliche Marktreaktion und erhöhtes Handelsvolumen aus; Forumsteilnehmer kritisieren die Modellannahmen und Fehler der Analyse scharf, sehen aber zugleich charttechnisch eine Bereinigung (Unterstützung bei €3,65 getestet, anschließende Erholung).
  • Die Stimmung im Forum ist vorsichtig optimistisch: Einige Teilnehmer halten die Aktie weiterhin für unterbewertet gegenüber dem Buchwert und setzen auf Restrukturierungen, Kostensenkungen und neue Geschäftsfelder (z. B. Smart Plastics) zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung, während andere auf weitere Belege für den Turnaround warten.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 677,83 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 5,19 €
Jahresüberschuss in Mio. -6,45 €
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -0,21 €
Gewinnrendite -3,07%
Umsatzrendite -
Return on Investment -1,27%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -9,71
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +41,35%

Derivate

Anlageprodukte (13)
Aktienanleihen 5
Discount-Zertifikate 4
Bonus-Zertifikate 4
Hebelprodukte (19)
Optionsscheine 12
Faktor-Zertifikate 4
Knock-Outs 3

Dividenden Historie

Datum Dividende
14.07.2021 0,30 €
15.05.2019 0,40 €
22.05.2018 0,45 €
29.05.2017 0,40 €
24.05.2016 0,30 €
18.05.2015 0,25 €
19.05.2014 0,25 €
27.05.2013 0,35 €
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 3,79 +0,53%
3,77 € 16:30
Frankfurt 3,79 +0,26%
3,78 € 08:11
Hamburg 3,83 +1,06%
3,79 € 08:04
München 3,89 0 %
3,89 € 08:19
Stuttgart 3,80 +0,26%
3,79 € 21:56
L&S RT 3,84 0 %
3,84 € 22:34
Wien 3,84 -1,03%
3,88 € 17:35
Tradegate 3,80 -1,04%
3,84 € 15:24
Quotrix 3,84 +1,32%
3,79 € 07:27
Gettex 3,83 +0,79%
3,80 € 22:14
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
25.02.26 3,79 0
24.02.26 3,80 15
23.02.26 3,80 20
20.02.26 3,92 59
19.02.26 3,93 5.973
18.02.26 3,93 44
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 3,93 € -3,56%
1 Monat 3,88 € -2,32%
6 Monate 3,25 € +16,62%
1 Jahr 2,44 € +55,33%
5 Jahre 8,83 € -57,08%

Unternehmensprofil Polytec Holding AG

Die Polytec Holding AG ist ein österreichischer Automobilzulieferer mit Spezialisierung auf Kunststoff- und Leichtbaukomponenten. Das Unternehmen positioniert sich als integrierter Entwicklungspartner für OEMs und Tier-1-Zulieferer entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen kundenindividuelle Systemlösungen aus Kunststoff, Hybrid- und Composite-Materialien, die auf gewichtskritische Anwendungen, Akustikoptimierung und Oberflächenfunktionalität zielen. Polytec adressiert primär europäische Fahrzeughersteller und Nutzfahrzeugproduzenten und verbindet Werkzeugbau, Serienfertigung und Montage unter einem Dach. Für Investoren ist Polytec ein fokussiertes, mittelständisches Industrieunternehmen mit starker operativer Ausrichtung, hoher Kundennähe und exponierter Stellung im zyklischen Automobilsektor.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Polytec agiert als vollintegrierter Systemanbieter für Kunststofflösungen, der den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis zur Serienproduktion abdeckt. Das Geschäftsmodell beruht auf langfristigen Lieferverträgen für fahrzeugspezifische Komponenten mit hohen Anlaufkosten und langen Produktlaufzeiten. Wesentliche Elemente der Wertschöpfung sind:
  • Kundenspezifische Co-Entwicklung von Bauteilen in enger Kooperation mit den Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller
  • Inhouse-Werkzeugbau zur Absicherung von Qualität, Lieferfähigkeit und Serienreife
  • Serienfertigung mittels Spritzguss, Press- und Formtechnologien, unter Einbindung von Lackier- und Montageprozessen
  • Supply-Chain-Management und Just-in-Sequence- beziehungsweise Just-in-Time-Lieferungen
Das Unternehmen erwirtschaftet seine Erträge überwiegend über wiederkehrende Produktionsumsätze in laufenden Fahrzeugplattformen. Entwicklungsleistungen und Werkzeugbau fungieren als vorgelagerte Erlösquellen, dienen aber vor allem der Sicherung nachgelagerter Serienvolumina. Der Kapitaleinsatz ist stark an Produktionsanlagen gekoppelt, während die Margen maßgeblich von Auslastung, Materialpreisen und vertraglichen Weitergabeklauseln abhängen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Polytec zielt auf technologisch anspruchsvolle Kunststofflösungen, die Gewicht, Kosten und Funktionalität in Einklang bringen. Das Unternehmen positioniert sich als verlässlicher Partner für OEMs, der Komplexität reduziert und durch vertikale Integration Prozessrisiken abfedert. Strategisch verfolgt Polytec drei Stoßrichtungen:
  • Stärkung der Marktposition im europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugsektor mit Fokus auf anspruchsvolle Leichtbau- und Akustikkomponenten
  • Weiterentwicklung von Material- und Prozesstechnologien, insbesondere im Bereich Faserverbundwerkstoffe, Hybridbauteile und Oberflächentechnik
  • Schrittweise Diversifikation in angrenzende Industrieanwendungen zur Reduktion der Abhängigkeit vom Pkw-Zyklus
Im Zentrum steht der Anspruch, durch Effizienz, technisches Know-how und Liefertreue als bevorzugter Lieferant in Schlüsselsegmenten des Kunststoffkomponentenmarktes wahrgenommen zu werden.

Produkte und Dienstleistungen

Polytec deckt ein breites Spektrum an Kunststoffprodukten für Fahrzeugexterieur, -interieur und strukturelle Anwendungen ab. Dazu zählen unter anderem:
  • Exterieurkomponenten wie Stoßfänger, Spoiler, Schwellerverkleidungen und Karosserieanbauteile
  • Unterboden- und Motorraumverkleidungen mit Fokus auf Aerodynamik, Geräuschreduktion und Bauraumoptimierung
  • Interieurbauteile und funktionale Kunststoffkomponenten, die mechanische, akustische und designbezogene Anforderungen kombinieren
  • Nutzfahrzeug- und Lkw-Komponenten, einschließlich großvolumiger Außen- und Strukturteile
  • Technische Formteile und Systembaugruppen für industrielle Anwendungen außerhalb der Automobilbranche
Neben der Serienfertigung bietet Polytec Engineering-Dienstleistungen, Prototypenbau, Werkzeugkonstruktion und Qualitätssicherungsleistungen an. Diese Services unterstützen OEMs bei der Plattformentwicklung und ermöglichen eine frühe Integration von Leichtbau-, Akustik- und Funktionsanforderungen in die Bauteilkonzeption.

Business Units und Segmentstruktur

Die Konzernstruktur von Polytec orientiert sich an kundenspezifischen Produktgruppen und Endmärkten. Übergeordnete Geschäftsfelder bilden Exterieur- und Interieurkomponenten, Strukturteile sowie industrielle Kunststoffanwendungen. Innerhalb der Automobilsparte unterscheidet Polytec zwischen Pkw- und Nutzfahrzeugkunden, um unterschiedlichen Anforderungsprofilen, Stückzahlen und Lebenszyklen gerecht zu werden. Ergänzend dazu bildet der Bereich für Nicht-Automotive-Anwendungen ein Diversifikationsstandbein, das vor allem technische Kunststoffteile und Spezialanwendungen abdeckt. Diese Segmentierung erlaubt eine differenzierte Kapazitätsplanung, Risikosteuerung und Preisgestaltung.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Kompetenzen

Polytec profiliert sich durch die Kombination von Entwicklungskompetenz, vertikaler Integration und breiter Fertigungstechnologie. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Umfassende Kunststoff- und Verbundwerkstoffexpertise entlang der gesamten Prozesskette
  • Integrierter Werkzeugbau als Kernkompetenz zur Sicherung von Qualität, Zykluszeit und Serienfähigkeit
  • Erfahrung in Gewichtseinsparung und Leichtbauarchitekturen für Pkw und Nutzfahrzeuge
  • Kombination von Struktur-, Akustik- und Designanforderungen in einem Bauteilportfolio
  • Langjährige OEM-Beziehungen mit Plattform- und Modellgenerationen übergreifenden Projekten
Diese Eigenschaften verschaffen Polytec eine differenzierte Position gegenüber reinen Lohnfertigern oder spezialisierten Nischenanbietern, da das Unternehmen als Engineering-Partner mit Systemverantwortung auftreten kann.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Die Burggräben von Polytec resultieren primär aus technologischer und prozessualer Verankerung in den Entwicklungs- und Lieferketten der Automobilhersteller. Wesentliche Moats sind:
  • Hohe Wechselkosten für OEMs aufgrund von Werkzeugbindung, Homologation, Qualitätsfreigaben und Logistikanbindung
  • Lange Produktlebenszyklen von Fahrzeugplattformen, die über mehrere Jahre stabile Abrufe sichern
  • Spezifisches Prozess- und Material-Know-how in Leichtbau- und Verbundtechnologien
  • Integration von Werkzeugbau und Serienproduktion, die Reaktionsgeschwindigkeit und Prozesssicherheit erhöht
  • Etablierter Track Record bei Liefertreue und Qualitätskennzahlen im OEM-Umfeld
Diese Wettbewerbsvorteile sind jedoch im stark kostengetriebenen Automobilsektor nicht absolut, sondern werden kontinuierlich durch Preisdruck, Plattformwechsel und Kapazitätsanforderungen getestet.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Polytec agiert in einem fragmentierten, intensiv umkämpften Markt für Kunststoffkomponenten und Systemmodule. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen internationale Kunststoffspezialisten und breit aufgestellte Automobilzulieferer, darunter:
  • Große globale Systemlieferanten mit breiter Produktpalette im Bereich Exterieur- und Interieurmodule
  • Mittelständische, auf Kunststoff- und Verbundtechnik fokussierte Zulieferer in Europa
  • Regionale Tier-2- und Tier-3-Lieferanten mit kostenfokussierter Fertigung
Der Wettbewerb erfolgt vor allem über Kostenstruktur, Lieferperformance, Engineering-Kompetenz und die Fähigkeit, Kapazitäten flexibel an OEM-Produktionspläne anzupassen. Differenzierungspotenziale liegen in innovationsgetriebener Leichtbaukompetenz, konsequenter Prozessoptimierung und verlässlichem Programm-Management.

Management und Unternehmensführung

Die Polytec Holding AG wird von einem erfahrenen Managementteam mit stark industrieller Prägung geführt. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie, die operative Exzellenz, Kostenführerschaft in ausgewählten Segmenten und kontrolliertes Wachstum kombiniert. Zentrale Steuerungsgrößen sind Kapazitätsauslastung, produktionsnahe Effizienzkennzahlen und Cashflow-Stabilität. Die Eigentümerstruktur weist einen signifikanten Kernaktionärsanteil auf, was auf eine langfristig orientierte Governance und strategische Kontinuität hindeutet. Das Management setzt auf schrittweise Portfolioanpassungen, Standortoptimierungen und eine selektive Erweiterung des Kunden- und Anwendungsportfolios, ohne die Balance zwischen Investitionsvolumen und Bilanzstabilität zu überdehnen.

Branchen- und Regionenfokus

Polytec ist signifikant im europäischen Automobilcluster verankert, mit einer starken Präsenz in Zentraleuropa und wichtigen Standorten in der Nähe großer OEM-Werke. Der Kernmarkt ist die europäische Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, die von hoher Plattformdichte, regulativen Emissions- und Sicherheitsanforderungen sowie zunehmendem Kostendruck geprägt ist. Die Branche befindet sich im Strukturwandel: elektrifizierte Antriebe, strengere CO2-Vorgaben und verschärfte Lieferkettenanforderungen verändern die Stücklistenstrukturen und Materialanforderungen. Für Kunststoff- und Verbundkomponenten eröffnet die Elektrifizierung einerseits zusätzliche Leichtbaupotenziale, andererseits entsteht Substitutionswettbewerb durch alternative Materialien und Funktionsintegration. Polytec reagiert darauf mit Fokus auf Leichtbau, Akustiklösungen und funktionsintegrierte Kunststoffarchitekturen. Regionale Diversifikation außerhalb Europas spielt bisher eine untergeordnete Rolle und begrenzt die geografische Risikostreuung.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Polytec entwickelte sich aus einem österreichischen Kunststoffverarbeiter zu einer international tätigen Holdinggesellschaft im Automobilzuliefersektor. Das Wachstum erfolgte über einen Mix aus organischer Expansion, Kapazitätsaufbau nahe OEM-Standorten und selektiven Akquisitionen von spezialisierten Kunststoffwerken. Mit dem Börsengang professionalisierte das Unternehmen seine Kapitalmarktausrichtung und schuf Zugang zu Eigenkapital für weitere Investitionen in Technologie und Standorte. Die Historie ist durch die typische Zyklik der Automobilindustrie gekennzeichnet, einschließlich Phasen hoher Auslastung, aber auch Perioden mit Nachfrageeinbrüchen, in denen Restrukturierungen, Standortanpassungen und Effizienzprogramme umgesetzt wurden. Polytec nutzte diese Zyklen, um Prozesse zu straffen, das Produktportfolio zu fokussieren und den Werkzeugbau als Kernkompetenz zu stärken.

Sonstige Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Kunststoff- und Automobilzulieferer steht Polytec verstärkt im Fokus von Nachhaltigkeits- und ESG-Diskussionen. Wesentliche Themen sind:
  • Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit der eingesetzten Kunststoffe
  • Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsprozesse
  • Emissionen in der Lieferkette und Einhaltung von OEM-Nachhaltigkeitsanforderungen
  • Arbeits- und Sicherheitsstandards an europäischen und internationalen Standorten
Polytec reagiert mit Initiativen zur Prozessoptimierung, dem verstärkten Einsatz effizienter Fertigungstechnologien und der Ausrichtung auf leichtere, energieeffizienzfördernde Bauteile. Für institutionelle und konservative Anleger sind die Fortschritte bei Transparenz, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferketten-Compliance zunehmend relevant, da sie direkten Einfluss auf die langfristige Akzeptanz als OEM-Lieferant haben.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Investors bietet Polytec mehrere potenzielle Chancen:
  • Verankerung in etablierten europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugplattformen mit langfristigen Lieferverträgen
  • Technologie- und Prozesskompetenz im Leichtbau, die im Kontext strenger CO2-Regulierung an Bedeutung gewinnt
  • Vertikale Integration inklusive Werkzeugbau, die operative Steuerbarkeit und Qualitätssicherung verbessert
  • Potenzial zur Margensteigerung bei anziehender Fahrzeugnachfrage durch bessere Kapazitätsauslastung
  • Optionale Wachstumschancen in angrenzenden Industrieanwendungen und bei selektiver Diversifikation
Für Anleger mit langfristigem Horizont kann Polytec als gezieltes Engagement im europäischen Automobilzuliefersektor dienen, sofern die unternehmens- und branchenspezifischen Risiken bewusst in die Portfoliokonstruktion integriert werden.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für konservative Investoren besonders zu beachten sind:
  • Hohe Zyklizität der Automobilbranche mit potenziell abrupten Nachfrageschwankungen
  • Konzentrationsrisiken bei OEM-Kunden und Plattformabhängigkeit einzelner Werke
  • Anhaltender Preis- und Kostendruck seitens der Hersteller, der Margen nachhaltig begrenzen kann
  • Transformationsrisiken durch Elektrifizierung, neue Fahrzeugarchitekturen und geänderte Materialanforderungen
  • Inputkostenvolatilität bei Rohstoffen und Energie, die trotz vertraglicher Mechanismen nicht vollständig kompensiert werden kann
  • Begrenzte geografische Diversifikation mit Fokus auf Europa und damit Exponierung gegenüber regionalen Konjunktur- und Regulierungsrisiken
Konservative Anleger sollten diese Faktoren gegen die technologischen Stärken und die etablierte Position im OEM-Lieferantennetzwerk abwägen. Eine sorgfältige Beobachtung der Kapazitätsauslastung, des Auftragsbestands, der Kundenstruktur und der strategischen Anpassungsfähigkeit bleibt für eine risikobewusste Einschätzung zentral, ohne dass daraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden kann.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 73,48 Mio. €
Aktienanzahl 22,00 Mio.
Streubesitz 59,77%
Währung EUR
Land Österreich
Sektor zyklischer Konsum
Branche Kraftfahrzeugkomponenten
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+40,23% Weitere
+59,77% Streubesitz

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Baura
@juche
Danke für deine regelmäßig hier eingestellten Charts, die mittlerweile auch wesentlich ansehnlicher und optimistischer sind, als beispielsweise der grausame 3,5-Jahres-Chart von 06/2021 bis 12/2024. Da ich nicht möchte, dass du hier im Forum den Alleinunterhalter spielen musst, melde ich mich auch wieder mal zu Wort. Ich bin persönlich froh, dass ich hier geduldig geblieben bin und einen langen Atem bewiesen habe. Der beschriebene Zeitraum 06/2021 bis 12/2024 war eine unglaubliche Geduldsprobe und Herausforderung. Das Kursbild war eine Folge von nicht enden wollenden Nackenschlägen, falschen Managemententscheidungen , schwierigen Marktbedingungen und massivem Vertrauensverlust. Letzteres ist sehr mühsam wieder herzustellen, aber ich attestiere dem Polytec-Management hier durchaus guten Willen und Bestreben, das Vertrauen der Investoren wieder teilweise zurück zu gewinnen. Vielmehr zeigen schön langsam mutige Entscheidungen und harte Einschnitte mit Personalkürzungen, Werkschließungen und Downsizing gepaart mit der gestarteten Diversifizierung der Produktpalette Wirkung. Der Wegfall von rund 100 Mio. Euro Umsatz ab 2026 (ca. 60 Mio. GB + ca. 40 Mio. Car Styling Weierbach) kann vorerst sicher nur teilweise kompensiert werden, beispielsweise durch erhöhte Abrufe im Automobilsektor - eine Erholung ist hier meiner Meinung nach in Sicht. Smart Plastics wird wahrscheinlich erst 2027 wesentlich zur Umsatzerholung beitragen, die Kooperation mit BOOXit ist für mich noch sehr schwer greifbar und daher ohne Bewertung. Ich bin gespannt auf die finalen 2025er-Zahlen und den Ausblick 2026. Dieser ist wesentlich entscheidender für den weiteren Kursverlauf als die finalen Zahlen 2025. Der fortgesetzte positive Trend der letzten Quartale sollte allerdings auch mit einem starken 4. Quartal 2025 seine Fortsetzung finden. Das Zahlenwerk 2025 erwarte ich mir daher in etwa so: 660 Mio. € Umsatz, 16,5 Mio. € EBIT (2,5%) und 6,5 Mio. € Konzernergebnis nach Steuern - das wären rund 0,30 € Gewinn je Aktie und eine daraus folgende Dividende von 0,10 €. Für 2026 erwarte ich dann einen moderaten Umsatz-Ausblick von 600 Mio. € mit deutlich anziehender EBIT-Marge von 4%. Diese Marge sehe ich aufgrund des auf ca. 3.000 Beschäftigte deutlich sinkenden Personalstands mit massiver Personalkosten-Reduktion und Wegfall des Verlustbringers Weierbach durchaus realistisch. Ein Konzernergebnis 2026 in Höhe von 12 Mio. € und somit 0,55 € Gewinn je Aktie wird für genug Momentum im Aktienkurs sorgen. Wenn dann 2027 der geplante 30%ige Umsatzanteil mit Smart Plastics gelingen sollte, ist wieder einiges an Fantasie drinnen und vieles möglich. Bessere Zeiten liegen eindeutig vor uns - das jedenfalls ist meine bescheidene Überzeugung!
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Baura
Conference Call Q3 mit CFO
Die Q3-Zahlen finde ich gut und kamen auch bei den Analysten und Matejka im Call mit CFO Mühlböck durchaus gut an. Es ist mit 1,7% EBIT noch keine überragende Ertragskraft zurückgekehrt, aber meiner Meinung nach unter den aktuell vorherrschenden Rahmenbedingungen und nach 3 Verlustjahren durchaus beachtlich - die Richtung stimmt jedenfalls, was auch die vier positiven Quartale in Folge untermauern. Kostendisziplin steht vor Umsatzwachstum und die exekutierten Personalkürzungen werden nächstes Jahr voll wirksam werden. Das Werk Weierbach in Idar-Oberstein wird per April 2026 geschlossen, 3 Mio. Einmalkosten stecken im 1. Halbjahr 2025 schon drinnen. Etwas Umsatz fällt weg, dafür sind die ertragsseitigen Verwerfungen Geschichte. Das Ziel des 30%igen mittelfristigen Umsatzanteil mit Smart Plastic war großes Thema und von hohem Interesse. Entsprechende Produkte und ein großer Kunde (in USA) konkretisieren sich, wird aber erst 2027 so richtig anlaufen. CFO erwartet ca. 3,5-4,0% EBIT in 2026 und bis zu 6% in späteren Jahren. 8% wie in den besten Jahren vor Corona sieht Mühlböck derzeit als nicht umsetzbar. Bei positivem Jahresergebnis 2025 (wovon auszugehen ist) gibt's auch wieder Dividende. Ich erwarte nach den Ausfällen in den letzten beiden Jahren 0,10 € Dividende für 2025, in etwa ein Pay-out-ratio von 50%. Der schwächelnde Quartalsumsatz in Q3 lag an deutlicher Delle bei Smart Plastic (auch noch in Q4 zu erwarten) und dem Stillstand nach Cyber-Attacke bei Jaguar LandRover in GB im kompletten September und halbem Oktober. Ich hatte große Sorge, dass dieser Ausfall beim drittgrößten Kunden in Q3 ein positives Ergebnis zunichte machen würde - Polytec scheint aber seine Kosten mittlerweile gut im Griff zu haben und auch derartige Verwerfungen abfedern zu können. Ein sehr gutes Zeichen, wie ich finde! Bessere Zeiten liegen vor uns - der Aktienkurs wird über kurz oder lang auch die positiven Entwicklungen entsprechend widerspiegeln.
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juche
Die aktuellen Analysteneinschätzungen:
BAADER-Helvea Equity Research, München (Peter Rothenaicher) 14. August 2025 Buy EUR 4,00 M.M.Warburg Research, Hamburg (Marc-Rene Tonn) 14. August 2025 Buy EUR 4,90 ODDO BHF SCA Research, Wien (Markus Remis) 19. August 2025 Outperform EUR 4,00 Durchschnitt Kursziel EUR 4,30 https://www.polytec-group.com/investor-relations/aktie/kursinformationen/analysen
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juche
Zahlen 1. Halbjahr
Umsatz, EBITDA, EBIT und Ergebnis sind gestiegen, geplante Jahreszahlen wurden bestätigt. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-08/66176083-pta-news-polytec-holding-ag-positives-nettoergebnis-im-1-halbjahr-bestaetigt-trotz-herausforderndem-umfeld-015.htm Hier der CEO im Börsenradio: https://www.brn-ag.de/44666-Schwieriges-Marktumfeld-Markt-ruecklaeufig-Polytec Läuft lt. CEO "nach Plan", gibt somit keinen Grund mehr für die massive Unterbewertung. Buchwert 9,40 Euro - Kurs 3,26
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economist
#juche
Danke fürs erneute Zusammenfassen. ich denke, dass die Zahlen sich auf den ersten Blick kaum verbessert haben werden. Auf den zweiten Blick könnte das ganz anders aussehen. Zum Umsatz habe ich wenige Ansatzpunkte. Hier könnten Überraschungen schlummern. Auf der Kostenseite erwarte ich schon jetzt eine deutliche Entlastung der Run Rate. Diese wird aber sicher von Restrukturierungsaufwänden verdeckt sein. Hier gilt es deutlich zum machen, welche positiven Entwicklungen in den Folgequartalen zu erwarten sind. Sollte dies gelingen hätten wir wieder einen soliden mittelständigen Zulieferer, der dann nicht mehr notwendigerweise als drohender Insolvenzfall bewertet werden sollte. Ich bin sehr gespannt und gehe nicht davon aus, dass wir das Ende der Kurserholung gesehen haben.
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juche
Polytec schließt Werk in Idar-Oberstein
https://www.nachrichten.at/wirtschaft/polytec-schliesst-deutsches-werk-einigung-in-ebensee;art15,4066880
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juche
Es geht steil nach oben
Gestern wurde das Jahreshoch bei 3,65 Euro eingestellt; Anstieg seit 1.1. schon über 80 %. Mittlerweile ist die Aktie überkauft und eine Korrektur Richtung 3 Euro ist zu erwarten.
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ThomasReiter
Kennzahlen 1. Quartal 2025
* Konzernumsatz betrug EUR 181,4 Mio. (Q1 2024: EUR 172,3 Mio.) * EBITDA belief sich auf EUR 10,8 Mio. (Q1 2024: EUR 9,2 Mio.) * EBITDA-Marge 6,0% (Q1 2024: 5,3%) * EBIT betrug EUR 3,2 Mio. (Q1 2024: EUR 1,4 Mio.) * EBIT-Marge 1,8% (Q1 2024: 0,8%) * Ergebnis nach Steuern EUR 1,0 Mio. (Q1 2024: EUR –1,4 Mio.) * Ergebnis je Aktie EUR 0,04 (Q1 2024: EUR –0,07) * Eigenkapitalquote bei 41,8% (31.12.2024: 41,7%) * Beschäftigte (inkl. Leihpersonal, FTE-Vollzeitäquivalente) per 31.03.2025: 3.709 (3.968)
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Versucher1
@juche
danke für die Infos ... Sagte ich es nicht ... bevor Polytec an neue Zukäufe ( immer ein Wagnis ....) denken sollte, sollten die Hausaufgaben intern gemacht werden und die Kapazitätsvollauslastung per 'optimalem Betriebsablauf' in klingende Münze umgesetzt werden ... dort liegt oft das meiste Geld und man ist dort am wenigsten abhängig von äusseren Einflüssen. Wünsche Dir und allen Threadteilnehmern ein gutes 2012.
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juche
Polytec:
Mit dem Verkauf des bisherigen Kerngeschäftes Interieur hat sich die börsennotierte Polytec-Gruppe im Sommer von gut der Hälfte ihres Umsatzes getrennt. Ein hoher Margendruck und eine zu geringe globale Aufstellung der Polytec wurden als Gründe für den Verkauf genannt. Käufer Toyota Boshoku hat alle Interieur-Werke bis auf den spanischen Standort in Zaragoza übernommen. Als schlechtes Werk der Sparte (zwischenzeitlich sieben Millionen Euro Verlust bei einem Umsatz von 25 Millionen Euro) wurde Zaragoza aus dem Verkaufspaket genommen, um einen schnelleren Abschluss zu ermöglichen. „Wir hatten hier den größten Restrukturierungsaufwand. Die Mitarbeiterzahl wurde bei steigendem Umsatz von 270 auf 140 reduziert. 2011 erzielen wir ein leicht positives Ergebnis“, sagt Huemer. Am Tag vor Weihnachten wurde wie berichtet nach zähen Verhandlungen der Verkauf des Standorts Zaragoza besiegelt. Käufer ist die spanische Celulosa Fabril. Sie gehört zu 50 Prozent zur Peguform, die 2008/09 kurzzeitig selbst Teil der Polytec-Gruppe war. Mit dem nunmehr vollständigen Verkauf des Interieurgeschäfts ist Huemer seine Sorgenkinder los: „Ab der zweiten Jahreshälfte 2010 musste der Vorstand 90 Prozent seiner Zeit für diesen Geschäftsbereich aufwenden. Finanziell und managementmäßig können wir uns jetzt auf anderes konzentrieren.“ Langweilig wird den Polytec-Managern aber sicher nicht. Denn während der größte Geschäftsbereich „Automotive Systems“ – nicht zuletzt dank des Verkaufes des Interieurgeschäfts – im laufenden Geschäftsjahr einen Ergebnissprung gemacht hat, ist die Ergebnisqualität der Sparte „Car Styling“ schlechter geworden. Das operative Ergebnis (Ebit) war im dritten Quartal um 18 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Zu dieser Sparte gehört das Stammhaus in Oberösterreich. „Auch wenn die Ertragssituation in Hörsching nach wie vor gut ist, liegen wir hier derzeit deutlich hinter Budget“, sagt Huemer. Ursache seien zwei verspätete Produktanläufe und damit fehlende Umsätze. Im zu Ende gehenden Geschäftsjahr rechnet Huemer mit einem Umsatz von 650 Millionen Euro. Auch für 2012 ist der Vorstandschef zuversichtlich. „Wir verbuchen derzeit eine gleichbleibend gute Auslastung.“ Huemers Vorstandsvertrag, der Ende 2011 ausgelaufen wäre, wurde um fünf Jahre verlängert. http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/art467,788328
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juche
Daimler:
Der Lastwagenbauer Daimler hat von Januar bis November mit 420.000 Neubestellungen den stärksten Auftragseingang seit 2007 verzeichnet, wie das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Bis 2013 plant die LKW-Sparte von Daimler nun ein Absatzwachstum auf 500.000 Einheiten, bis Ende des Jahrzehnts sogar auf 700.000 Stück. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchs der Bestelleingang um 26 Prozent, wie es hieß. Der Absatz stieg um 15 Prozent auf 371.400 Fahrzeuge. Das Wachstum komme vor allem aus Nordamerika, wo die Verkäufe um 47 Prozent zugelegt hätten. In Westeuropa lag das Plus laut Daimler bei 11 Prozent, in Asien jedoch wurde Nullwachstum verzeichnet. (dapd)
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juche
Hallo,
die Reihenfolge der Top 5: 1. Kapsch TrafficCom 2. Immofinanz (hab ich auch ) 3. OMV 4. Lenzing 5. Polytec
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Häufig gestellte Fragen zur Polytec Holding Aktie und zum Polytec Holding Kurs

Der aktuelle Kurs der Polytec Holding Aktie liegt bei 3,83 €.

Für 1.000€ kann man sich 261,10 Polytec Holding Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Polytec Holding Aktie beträgt aktuell -2,32%.

Die 1 Jahres-Performance der Polytec Holding Aktie beträgt aktuell 55,33%.

Der Aktienkurs der Polytec Holding Aktie liegt aktuell bei 3,83 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -2,32% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Polytec Holding eine Wertentwicklung von 20,32% aus und über 6 Monate sind es 16,62%.

Das 52-Wochen-Hoch der Polytec Holding Aktie liegt bei 4,26 €.

Das 52-Wochen-Tief der Polytec Holding Aktie liegt bei 2,25 €.

Das Allzeithoch von Polytec Holding liegt bei 12,70 €.

Das Allzeittief von Polytec Holding liegt bei 1,99 €.

Die Volatilität der Polytec Holding Aktie liegt derzeit bei 36,25%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Polytec Holding in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 73,48 Mio. €

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Polytec Holding bei 43%. Erfahre hier mehr

Polytec Holding hat seinen Hauptsitz in Österreich.

Polytec Holding gehört zum Sektor Kraftfahrzeugkomponenten.

Das KGV der Polytec Holding Aktie beträgt -9,71.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Polytec Holding betrug 677.831.000 €.

Die nächsten Termine von Polytec Holding sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Polytec Holding zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 14.07.2021 eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.

Zuletzt hat Polytec Holding am 14.07.2021 eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 7,92%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Polytec Holding wurde am 14.07.2021 in Höhe von 0,30 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 7,92%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 14.07.2021. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,30 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.