08.11.2006 15:55
Plambeck Neue Energien AG: kaufen (M.M. Warburg)
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von M.M. Warburg&CO, Nils Machemehl, stuft die Aktie von Plambeck Neue Energien (ISIN
DE000A0JBPG2 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN
A0JBPG) unverändert mit "kaufen" ein.
Plambeck habe ein extrem schwaches 3. Quartal berichtet. Die Geschäftsaktivitäten seien nahezu zum Erliegen gekommen. Der Umsatz sei um 86% auf 2,8 Mio. EUR eingebrochen. Das EBIT und das Konzernergebnis seien mit -6,4 Mio. EUR (Q3 2005: +0,1 Mio. EUR) bzw. -7,5 Mio. EUR (Q3 2005: 0,0 Mio. EUR) deutlich negativ ausgefallen. Grund für die schlechte Entwicklung sei gewesen, dass Baugenehmigungen für Windparks später als erwartet erteilt worden seien. Insofern sei im 3. Quartal nur der Windpark Prötzel fertig gestellt worden, der aber bereits im 2. Quartal fast vollständig realisiert worden sei.
Inzwischen habe Plambeck aber Baugenehmigungen für die Windparks Wulkow und Kaarst erhalten (jeweils 10 MW). Insofern habe es sich bei der Entwicklung im 3. Quartal um eine Ausnahmeentwicklung gehandelt, die allerdings im Projektgeschäft immer wieder mal vorkommen könne. Plambeck erwarte in Kürze sogar noch zwei weitere Baugenehmigungen für die Windparks Niemegk II und Kruge-Gersdorf, so dass im 4. Quartal sogar bis zu 34 MW errichtet werden könnten. Nach den Berechnungen der Analysten entspreche dies einem Umsatzvolumen von rund 45 Mio. EUR.
Sollte Plambeck alle vier Windparks im 4. Quartal errichten, so dürfe das Unternehmen die Gewinnschwelle (auf Basis des EBIT) trotz eines Verlustes von 3,5 Mio. EUR nach 9 Monaten erreichen. Hinzu könnten zwei positive Sondereffekte kommen, die in der Summe schätzungsweise ca. 12 Mio. EUR ausmachen könnten. Vor diesem Hintergrund habe Plambeck auch den Ausblick für das EBIT (7 bis 12 Mio. EUR) trotz des sehr schwachen 3. Quartals unverändert belassen. Letztendlich hänge das Erreichen aber von der Realisierung der vier Windparkprojekte sowie von den beiden Sondereffekten ab. Insofern sei der Ausblick mit Unsicherheiten behaftet. Bei den zwei Sondereffekten handle es sich einerseits um eine Teilveräußerung des Offshore-Projekts Gode Wind sowie um einen positiven Ertrag aus der vorzeitigen Zurückführung von Krediten.
Insgesamt habe sich das Umfeld für Plambeck eher verbessert als verschlechtert. Das 3. Quartal sei somit als Ausnahmequartal anzusehen.
Die Analysten von M.M. Warburg&CO bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die Plambeck-Aktie. Das Kursziel reduziere man vor dem Hintergrund der starken Verwässerung durch die Kapitalerhöhung sowie auf Grund des zukünftig geringeren Leverage von 5,10 EUR auf 3,00 EUR. (08.11.2006/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 08.11.2006