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Der wichtigste Satz ist doch:
Die bilanziellen Wertkorrekturen sind nicht zahlungswirksam und haben keinen Einfluss auf die Liquidität der Gesellschaft.
Die "Insolvenz" - Wahrscheinlichkeit ist durch diese bilanziellen Massnahmen nicht gestiegen. Gem. Aktiengesetz muss Pfleiderer einen hohen Fehlbetrag ausweisen, andernfalls dürften sie keine Kapitalmaßnahmen durchführen. Mit Sicherheit sind die Szenarien mit den Banken und OEP abgesprochen. Irgendwo wird es auf einen Kompromiss zwischen Banken und Aktionären hinauslaufen.
So langsam passiert hier endlich etwas. Es ist schon amüsant, wie man eine Meldung interpretieren kann. Angefangen von den Insiderverkäufen bis zu der heutigen Ad-hoc.
Ein Overdiek wollte mit Sicherheit seine schmerzhaften Verluste nicht freiwillig realisieren . Der musste verkaufen, daran gibt es keinen Zweifel! Zu vermuten, dass er den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf gewählt hat, ist ebenfalls totaler Quatsch.Über Jahre hat er doch definitiv das Gegenteil mit Pfleiderer gezeigt. Also wirklich.
Jetzt wird aufgeräumt und noch hat alles seine Ordnung. Es wird schmerzhaft, aber in Wirklichkeit ist doch schon alles eingepreist! Oder hat hier wirklich jemand eine positive Meldung bzgl. des 4.Quartals erwartet???
Ich würde ganz entspannt die weitere Entwicklung abwarten. Ende März gibt es Infos - eventuell sogar bei der vorzeitigen Aktionärsversammlung. Und danach kann man dann investieren oder nicht. Und zwar auf lange Sicht. Das muss jeder für sich entscheiden. Es spielt dabei gar keine Rolle, ob der Kurs sich eventuell wieder erholt hat. Besser man trifft seine Entscheidungen auf Fakten, als irgendeinen Blödsinn zu vermuten.
Es wird ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals erwartet. Das Grundkapital beträgt 150 Mio EUR. D.h. Verlust für 2010 mindestens 75 Mio EUR.
Die Meldungen der Agenturen "300 Mio Verlust erwartet" sind falsch. Hier wurde stumpf das gesamte EK (600 Mio) durch 2 dividiert. Im §92 Aktiengesetz ist aber explizit das GRUNDKAPITAL genannt. Demnach wie gesagt, 150 Mio / 2 = 75 Mio Verlust erwartet.
dejure.org/gesetze/AktG/92.html
www.pfleiderer.com/de/investor-relations/aktienkennzahlen-341.html
Zum Grundkapital aus 2009 von 136 Mio EUR kommen noch 14 Mio EUR aus Februar 2010 per 10% Kapitalerhöhung hinzu. Ergo ist das Grundkapital bei derzeit 150 Mio EUR.
Völlige "EK-Aufzehrung" ist demnach Unsinn. Man sollte nur den Unterschied von Grundkapital und Eigenkapital kennen (Grundkapital ist nur ein TEIL des gesamten Eigenkapitals)...
...sagt eindeutig, Zitat:
(1) Ergibt sich bei Aufstellung der Jahresbilanz oder einer Zwischenbilanz oder ist bei pflichtmäßigem Ermessen anzunehmen, daß ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals besteht, so hat der Vorstand unverzüglich die Hauptversammlung einzuberufen und ihr dies anzuzeigen.
Ansonsten ist das was Du schreibst ja richtig, nur die ad hoc von heute bezieht sich eindeutig auf Paragraph 1. Demnach gilt was ich schon geschrieben habe, 150 Mio / 2 = 75 Mio. Gewinnrücklagen etc. sind in diesem Fall nicht von Interesse. Hier geht es nur um die Informationspflicht.
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