Es ehrt mich, daß Du Dich für mich so ins Zeug legst.
Alleine: das überzeugt mich alles nicht so recht, jedenfalls nicht vor Deinem
speziellen "historischen" Hintergrund. Es ist mir alles zu janusköpfig. Einmal
baust Du Dich als Fels in der Brandung auf (Juni 2004), dann wieder als Tra-
der, das eine Mal als wagemutiger Gambler, dann wieder als solider Schach-
spieler; es gibt einfach kein abgerundetes Bild. Ein Kreuz ist das mit Dir ;-))
Aber zu Deinen Argumenten (musikalisch gesehen d.c.a.f - da capo al fine):
-Zürcher Kantonalbank: ich finde, Du solltest nicht anfangen, Geldhäuser zu "klassifizieren". Das kannst Du schlichtweg nicht. Du nicht, ich nicht, kei-
ner von uns. Niemand weiß, welche Ziele diese Leute verfolgen, welche Ver-
flechtungen und Interessen bestehen. Wer sich auch nur eine Sekunde lang
einredet, irgendeiner von ihnen spreche zu seinem Wohle, hat schon verlo-
ren.
Auch aus prinzipiellen Gründen solltest Du nicht klassifizieren: entweder Du
machst es bei allen -auch den unliebsamen- oder bei keinem. Es sollte vor
allem keine Rolle spielen, ob die Argumente der XY-Bank "nachvollziehbar und
plausibel" sind: das ist lediglich eine Sache der Wahrnehmung.
-PFIZER hat ein AAAAAA-Rating. Das ist sehr schön für PFIZER und bringt im
Ernstfall günstige Zinsen. Ein Zusammenhang mit einem (steigenden) Aktien-
kurs besteht indessen nicht. Und nur darum geht es ja. Ich verlange von einer
Aktie nicht viel - nur eines: sie muß steigen. Auf das Rating ist schlichtweg
gepfiffen. Ehrlich gesagt kenne ich das Rating der wenigsten meiner Papiere.
Du würdest das von PFIZER wohl auch nicht erwähnen, wenn es nicht zufällig
so schön in Dein Wunsch- und Vorstellungskonstrukt passen würde.
-Pharma ist bei Investoren derzeit unbeliebt: diese These kannst Du nicht auf-
rechthalten. Sie wird zwar fast täglich verbreitet; das macht sie aber nicht
wahrer. Tatsache ist, daß der Markt derzeit Value-Aktien liebt. Dazu gehören
auch Pharmawerte. Total "out" (megaout) sind derzeit Tech-Aktien. Die werden
höchstens noch mit der Kneifzange angefaßt. Wolltest Du ernsthaft kontraindi-
katorisch handeln, müßtest Du die kaufen. Jedenfalls stimmt Deine These nicht,
wonach eine Rotation von Tech in Pharma stattfinden wird: seit Wochen -genau
genommen seit Jahresanfang- geben die Fonds Techaktien ab. Es ist klar, daß
das nicht ewig so weitergehen wird. Und dann dreht sich der Spieß um.
-PFIZER-Investition "ein genau kalkuliertes Schachspiel". Tja, da kann ich
Dir nur wünschen, daß man Dich nicht matt setzt. Ich bilde mir -bei aller
Erfahrung und bei allem Wissen- nicht ein, daß ich das kann. Börse wie ein
Schachspiel kalkulieren. Das Schachspiel hat Regeln und kennt "zwingende"
Spielzüge. Beides gibt es an der Börse nicht. Hier sind ALLE Deine Gegner,
denn jeder kann nur und ausschließlich auf Kosten der anderen gewinnen. Feste
Regeln gibt es nicht. Allenfalls "Erfahrungsregeln", also Regeln mit empirischem Hintergrund; nenn sie meinetwegen Bauernregeln. Wer glaubt, er habe "alles im
Griff", hat -ebenfalls- schon verloren.
Daß die Aktie sich nicht an Deinen Fahrplan hält, hast Du ja immerhin schon
erfahren müssen: soweit ich mich erinnere war ein Hauptmotiv für Deinen Ein-
stieg die Spekulation auf die Wiederzulassung der o.g. 2 Medikamente. Gut,
diese Hoffnung ist aufgegangen; aber wo blieb der Effekt? er war nur kurz
und ist bereits wieder verpufft. Nun setzt Du als nächstes auf eine Analysten-
konferenz. Und was, wenn der Markt das einfach ignoriert? Was wird dann der
nächste Strohhalm sein? Vielleicht die einer Übernahme? Gott bewahre: wenn
PFIZER auf der Käuferseite steht -wovon Du ja ausgehst- wären sie die ersten,
deren Kurs davon profitiert. Dann würde es wohl erts mal eher in den Keller
gehen, sozusagen "back-to-the-roots".
Versteh mich bitte recht, Anti: ich will PFIZER als Langfristinvestment keines-
wegs in Frage stellen. Aber kurzfristig sehe ich woanders wesentlich attrakti-
vere Chancen. Ich will an der Börse Geld VERDIENEN. Nicht Sicher-Aufbewahren.
Das hat noch Zeit. - War es nicht bei Dir auch mal so?
Alleine: das überzeugt mich alles nicht so recht, jedenfalls nicht vor Deinem
speziellen "historischen" Hintergrund. Es ist mir alles zu janusköpfig. Einmal
baust Du Dich als Fels in der Brandung auf (Juni 2004), dann wieder als Tra-
der, das eine Mal als wagemutiger Gambler, dann wieder als solider Schach-
spieler; es gibt einfach kein abgerundetes Bild. Ein Kreuz ist das mit Dir ;-))
Aber zu Deinen Argumenten (musikalisch gesehen d.c.a.f - da capo al fine):
-Zürcher Kantonalbank: ich finde, Du solltest nicht anfangen, Geldhäuser zu "klassifizieren". Das kannst Du schlichtweg nicht. Du nicht, ich nicht, kei-
ner von uns. Niemand weiß, welche Ziele diese Leute verfolgen, welche Ver-
flechtungen und Interessen bestehen. Wer sich auch nur eine Sekunde lang
einredet, irgendeiner von ihnen spreche zu seinem Wohle, hat schon verlo-
ren.
Auch aus prinzipiellen Gründen solltest Du nicht klassifizieren: entweder Du
machst es bei allen -auch den unliebsamen- oder bei keinem. Es sollte vor
allem keine Rolle spielen, ob die Argumente der XY-Bank "nachvollziehbar und
plausibel" sind: das ist lediglich eine Sache der Wahrnehmung.
-PFIZER hat ein AAAAAA-Rating. Das ist sehr schön für PFIZER und bringt im
Ernstfall günstige Zinsen. Ein Zusammenhang mit einem (steigenden) Aktien-
kurs besteht indessen nicht. Und nur darum geht es ja. Ich verlange von einer
Aktie nicht viel - nur eines: sie muß steigen. Auf das Rating ist schlichtweg
gepfiffen. Ehrlich gesagt kenne ich das Rating der wenigsten meiner Papiere.
Du würdest das von PFIZER wohl auch nicht erwähnen, wenn es nicht zufällig
so schön in Dein Wunsch- und Vorstellungskonstrukt passen würde.
-Pharma ist bei Investoren derzeit unbeliebt: diese These kannst Du nicht auf-
rechthalten. Sie wird zwar fast täglich verbreitet; das macht sie aber nicht
wahrer. Tatsache ist, daß der Markt derzeit Value-Aktien liebt. Dazu gehören
auch Pharmawerte. Total "out" (megaout) sind derzeit Tech-Aktien. Die werden
höchstens noch mit der Kneifzange angefaßt. Wolltest Du ernsthaft kontraindi-
katorisch handeln, müßtest Du die kaufen. Jedenfalls stimmt Deine These nicht,
wonach eine Rotation von Tech in Pharma stattfinden wird: seit Wochen -genau
genommen seit Jahresanfang- geben die Fonds Techaktien ab. Es ist klar, daß
das nicht ewig so weitergehen wird. Und dann dreht sich der Spieß um.
-PFIZER-Investition "ein genau kalkuliertes Schachspiel". Tja, da kann ich
Dir nur wünschen, daß man Dich nicht matt setzt. Ich bilde mir -bei aller
Erfahrung und bei allem Wissen- nicht ein, daß ich das kann. Börse wie ein
Schachspiel kalkulieren. Das Schachspiel hat Regeln und kennt "zwingende"
Spielzüge. Beides gibt es an der Börse nicht. Hier sind ALLE Deine Gegner,
denn jeder kann nur und ausschließlich auf Kosten der anderen gewinnen. Feste
Regeln gibt es nicht. Allenfalls "Erfahrungsregeln", also Regeln mit empirischem Hintergrund; nenn sie meinetwegen Bauernregeln. Wer glaubt, er habe "alles im
Griff", hat -ebenfalls- schon verloren.
Daß die Aktie sich nicht an Deinen Fahrplan hält, hast Du ja immerhin schon
erfahren müssen: soweit ich mich erinnere war ein Hauptmotiv für Deinen Ein-
stieg die Spekulation auf die Wiederzulassung der o.g. 2 Medikamente. Gut,
diese Hoffnung ist aufgegangen; aber wo blieb der Effekt? er war nur kurz
und ist bereits wieder verpufft. Nun setzt Du als nächstes auf eine Analysten-
konferenz. Und was, wenn der Markt das einfach ignoriert? Was wird dann der
nächste Strohhalm sein? Vielleicht die einer Übernahme? Gott bewahre: wenn
PFIZER auf der Käuferseite steht -wovon Du ja ausgehst- wären sie die ersten,
deren Kurs davon profitiert. Dann würde es wohl erts mal eher in den Keller
gehen, sozusagen "back-to-the-roots".
Versteh mich bitte recht, Anti: ich will PFIZER als Langfristinvestment keines-
wegs in Frage stellen. Aber kurzfristig sehe ich woanders wesentlich attrakti-
vere Chancen. Ich will an der Börse Geld VERDIENEN. Nicht Sicher-Aufbewahren.
Das hat noch Zeit. - War es nicht bei Dir auch mal so?