Da wird der Gewinn ja demnächst explodieren.
News - 01.03.07 11:00
Telekom erschafft Billigmarke
Das abgelaufene Jahr ist desaströs für die Telekom verlaufen: Der Gewinn brach wegen Kundenschwund, Preisnachlässen und Personalabbau ein. Konzernchef René Obermann glaubt, einen Weg aus der Krise gefunden zu haben: mit einer Billigmarke für Internet und Mobilfunk. Es ist nicht die einzige Veränderung im Konzern.
HB BONN. Die Billigoffensive kündigte Obermann am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Bonn an, wo er auch seine Strategie vorstellte, mit der er den millionenfachen Kundenschwund bei der Telekom stoppen will. Die "unabhängige Zweitmarke" solle "mit einem eigenen Auftritt, einfachen Angeboten beziehungsweise Festnetz- und Mobilfunk-Bündeln zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen sehr preisbewusste Kundengruppen ansprechen". Die Telekom will noch vor diesem Sommer mit der Zweitmarke starten. Bis 2010 soll sie einen Umsatz von 1 Mrd. Euro erzielen. Der Name ist noch unbekannt.
Im Internet-Geschäft haben Reseller, die die Leitungen der Telekom anmieten, dem Branchenprimus viele Kunden abgejagt. Hinzu kommt, dass die Kabelgesellschaften verstärkt Internet-Zugänge über ihre eigenen Netze anbieten. Auch Telefonieren übers TV-Kabel ist inzwischen möglich.
Im Mobilfunk-Geschäft hatte E-Plus mit seiner Billigmarke Simyo den Preiskampf Mitte 2005 eingeläutet. Seit dem Simyo-Start sind die durchschnittlichen Handy-Tarife um rund ein Fünftel gefallen; Ende vergangenen Jahres brachte E-Plus den Preis bis auf 10 Cent pro Minute runter.
Marken-Wirrwarr entwirren
Die Marke Telekom will Konzernchef Obermann aufpolieren. Kernpunkt der neuen Strategie ist eine Reduktion auf nur noch zwei Marken. T-Home wird dabei künftig für Angebote zu Hause stehen und T-Mobile für Angebote unterwegs. Bislang waren im Festnetzgeschäft die Telekom-Produkte unter T-Com geführt worden. "Die Tatsache, dass das Internet mobil wird, wird dem Internet noch eine viel, viel größere Bedeutung als bisher geben", sagte Konzernchef Obermann am Donnerstag. 40 Prozent der neuen Kunden am Markt wolle die Telekom dieses Jahr für sich gewinnen.
50 Städte werden an das neue Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) der Telekom angeschlossen oder sind es schon. Zusätzlich werden 750 weitere Städte mit einer aufgerüsteten DSL-Technologie (ADSL2+) erschlossen. Auch in letztgenannten Orten soll damit Internetfernsehen möglich werden. Unterschied ist im Wesentlichen, dass bei ADSL2+ wegen der geringeren Übertragungsbandbreite kein hochauflösendes Fernsehen möglich ist. Die grundsätzlich Absicht, auch Kunden mit normalem Breitband-Anschluss am Internet-TV teilhaben lassen zu wollen, hatte die Telekom schon vor Monaten geäußert. Im Privatkundenmarkt sollen bis Ende 2010 rund 1,5 Mill. Kunden für internetbasiertes Fernsehen gewonnen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt zur Stärkung der Position auf dem deutschen Markt sei die Verbesserung des Kundenservices, sagte Obermann. Die Bündelung der Call-Center, der technischen Infrastruktur und des technischen Kundendienstes in eigenständige Einheiten des Konzerns (T-Service) diene der Verbesserung der Dienste. Hierdurch sollen möglichst viele Arbeitsplätze im Konzern erhalten werden.
Die Deutsche Telekom will 49 000 bis 50 000 Mitarbeiter in konzerneigene Gesellschaften ausgliedern. Bislang hatte Obermann von mindestens 45 000 betroffenen Mitarbeitern gesprochen. Die Beschäftigten protestieren heftig dagegen, denn damit verbunden sind Lohneinbußen und Mehrarbeit. Die Telekom erwartet nicht zuletzt durch die Ausgliederung der Beschäftigten in T-Service im laufenden Jahr Einsparungen von 2 Mrd. Euro. Bis 2010 sollen die Kosten um 4,2 bis 4,7 Mrd. Euro sinken.
Im Ausland will der Konzern im Mobilfunk wachsen. Auch Zukäufe und eine Expansion in neue Märkte und Regionen seien möglich. Denn für die ausländischen Mobilfunk-Töchter rechnet Obermann mit einem weiteren Kundenzuwachs. Zulegen soll vor allem die amerikanische Mobilfunktochter, deren Nutzerbasis bis 2008 um 5 Mill. auf über 30 Mill. klettern soll.
Geld für Zukäufe soll unter anderem aus dem Verkauf von Randbereichen kommen. Geprüft werde die Veräußerung des Internet-Geschäfts in Frankreich und Spanien, der Funkturm-Gesellschaften in Deutschland und den USA, der DeTeImmobilien sowie der verbleibenden Anteile an der Immobiliengesellschaft Sireo. Auch der Verkauf des Mediendienstleisters Media & Broadcast werde geprüft. Für die Geschäftskundensparte T-Systems strebt die Telekom eine strategische Partnerschaft an, um das Geschäft mit internationalen Großkunden weiterzuentwickeln.
Grund für die Umbauten ist der scharfe Wettbewerb im Heimatmarkt, der der Deutschen Telekom im abgelaufenen Jahr deutlich zugesetzt hat. Alle drei Sparten büßten sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis im inländischen Geschäft ein. Der Anteil des Auslandsumsatzes von Europas größtem Telekommunikationskonzern stieg hingegen von 42,7 auf 47,1 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Unter dem Strich sank der Konzerngewinn von 5,6 auf 3,2 Mrd. Euro, was ein Telekom-Sprecher mit Aufwendungen für den laufenden Personalabbau begründete. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,72 Euro erhalten.
Nur dank des US-Geschäfts und des Erlösbeitrags der erstmals konsolidierten Töchter Telering, Gedas und PTC stieg der Konzernumsatz 2006 um 2,9 Prozent auf 61,3 Mrd. Euro und lag damit leicht unter der Prognose des Unternehmens. Kundenverluste und der Preisverfall im deutschen Markt drückten die Erlöse im Inland um 5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Konzern ging um 6,2 Prozent auf 19,4 Mrd. Euro zurück und lag damit innerhalb der prognostizierten Spanne von 19,2 bis 19,7 Mrd. Euro. Die frei verfügbaren Mittel (Free Cash-Flow) sanken um 58,3 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro, belastet von den Kosten für den Erwerb von zusätzlichen Mobilfunkfrequenzen in den USA für 3,3 Mrd. Euro.
Die Telekom hatte erst im Januar wegen der Probleme im Inland zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres ihre Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Der Konzern rechnet nun noch mit einem bereinigten Ebitda von rund 19 Mrd. Euro nach bislang bis zu 20,2 Mrd. Euro.
Im herkömmlichen Festnetzgeschäft verlor die Telekom gut 2 Mill. Kunden an Wettbewerber, was neben dem Preisverfall den Außenumsatz der gesamten Sparte 2006 um 5 Prozent drückte. Das operative Ergebnis sank sogar um 11,2 Prozent, wozu auch Kosten für die Kundenakquise beitrugen. Wegen Preisrückgängen büßte die Mobilfunktochter am Heimatmarkt ein. Das Auslandsgeschäft konnte die Entwicklung jedoch kompensieren, wodurch die Sparte insgesamt ein Plus beim bereinigten Ebitda von 1,3 Prozent verzeichnete. Der Wettbewerbsdruck belastete auch die Geschäftskundensparte, deren operativer Gewinn um 22,4 Prozent einbrach.
Quelle: Handelsblatt.com
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DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N. 13,25 -2,29% XETRA
News - 01.03.07 11:15
T-Aktie bricht nach schwacher Bilanz ein
Der Wettbewerb im Inland hat der Deutschen Telekom 2006 deutlich zugesetzt. Die Kosten für den Jobabbau schlugen zusätzlich auf das Betriebsergebnis durch - und auch für die Besitzer der T-Aktie gab es wieder schlechte Nachrichten.
Europas größter Telekommunikationskonzern musste 2006 einen Gewinneinbruch von rund 43 Prozent hinnehmen. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Überschuss von knapp 3,2 Mrd. Euro. 2007 waren es noch 5,6 Mrd. Euro. Wie die Telekom am Donnerstag in Bonn bekannt gab, stieg der Konzernumsatz um 2,9 Prozent auf 61,3 Mrd. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (
Ebitda
) sank jedoch im Gesamtjahr um 6,2 Prozent auf 19,4 Mrd. Euro und traf damit die Erwartungen der Analysten, die 19,2 bis 19,7 Mrd. Euro vorausgesagt hatten.
Im vierten Quartal 2006 rutschte die Telekom wegen der Belastungen durch den Personalabbau in die Verlustzone. Der Fehlbetrag belief sich auf 898 Mio. Euro nach einem Überschuss von 991 Mio. Euro ein Jahr zuvor.
Dividende wird nicht erhöht
Enttäuschend für die Anleger war vor allem die Ankündigung einer Dividende in Vorjahreshöhe von 0,72 Euro je Aktie. Noch Ende Januar hatte der Telekom-Vorstand den Anlegern eine Dividende "mindestens in Vorjahreshöhe von 0,72 Euro je Aktie" in Aussicht gestellt und damit Hoffnungen auf eine Ausschüttung in neuer Rekordhöhe genährt.
"Bei der Dividende gab es noch geringe Hoffnungen auf eine leichte positive Überraschung, die haben sich nicht erfüllt", sagte Thomas Friedrich, Analyst bei der Hypovereinsbank. Die T-Aktien brachen am Donnerstagmorgen um 2,5 Prozent ein.
Die Gewerkschaft Verdi, mit der die Konzernführung in Kürze Verhandlungen über geringere Löhne und Mehrarbeit für Zehntausende Mitarbeiter verhandeln will, hatte eine mögliche Dividendenerhöhung kritisiert. Konzernchef Rene Obermann will mindestens 45.000 Service-Mitarbeiter der Festnetzsparte T-Com in konzerneigene Gesellschaften ausgliedern, wo andere Tarifbedingungen gelten sollen. Die Gewerkschaft hat dagegen mit Streik gedroht. Der Aufsichtsrat hatte Obermanns Personalpläne am Mittwoch gegen die Stimmen der Arbeitnehmervertreter gebilligt.
Durch die anhaltende Abwanderung von Kunden aus dem T-Com-Netz zur Konkurrenz beziehungsweise in den Mobilfunk verringerten sich die Umsatzerlöse in der Sparte Breitband/Festnetz im Inland um 1,1 Mrd. Euro beziehungsweise um 9 Prozent. Auch im Mobilfunk verzeichnete die Telekom in Deutschland eine Schlappe: Das gesunkene Preisniveau drückte die Umsätze der Sparte um 4,7 Prozent auf 8,2 Mrd. Euro.
Quelle: Financial Times Deutschland
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DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N. 13,26 -2,21% XETRA
Das Dicke Ende kommt hier noch,
wartet mal ab bis heute Lieschen + Manfred Müller von der Arbeit kommen und dann die News von ihrer tollen Aktie sehen.
Und all jene,
die es morgen in ihrer Tageszeitung lesen.
Kurse unter 13 € werden wir jetzt noch recht schnell sehen,
darauf verwette ich meinen Namen.