Remimazolam Induction in a Patient with Super-Super Obesity and Obstructive Sleep Apnea: A Case Report
Published: 5 July 2023
www.mdpi.com/1648-9144/59/7/1247
Department of Anesthesiology and Pain Medicine, Dongsan Medical Center, Keimyung University School of Medicine, Daegu 42601, Republic of Korea
Zusammenfassung
Hintergrund: Angesichts der steigenden Prävalenz von Fettleibigkeit werden Anästhesisten voraussichtlich zunehmend mit fettleibigen Patienten zu tun haben, was eine Herausforderung für das Anästhesiemanagement darstellt. Die Verwendung von Remimazolam, einem im Jahr 2020 zugelassenen intravenösen Anästhetikum, kann bei diesen Patienten von Vorteil sein. Sein Einsatz bei Patienten mit Super-Superfettleibigkeit ist jedoch noch wenig erforscht. Fallbeschreibung: Eine 55-jährige Frau mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 60,6 kg/m2 und mäßiger obstruktiver Schlafapnoe (OSA) unterzog sich einer laparoskopischen Sleeve-Gastrektomie in Vollnarkose. Es wurde die Technik des transnasalen befeuchteten Beatmungsaustauschs mit schneller Insufflation (THRIVE) angewandt und Remimazolam in einer Dosierung von 6 mg/kg/h, bezogen auf das Gesamtkörpergewicht, verabreicht. Der Patient wurde innerhalb von 125 Sekunden ohne Anzeichen einer hämodynamischen Instabilität sediert, und die Operation wurde erfolgreich abgeschlossen. Schlussfolgerungen: Diese Fallstudie zeigt die potenzielle Wirksamkeit der Remimazolam-Infusion zur Einleitung einer Allgemeinanästhesie bei Patienten mit Super-Super-Adipositas. Die vom Gesamtkörpergewicht abgeleitete Infusionsrate führte zu einem Ergebnis, das mit dem bei Personen ohne Adipositas beobachteten vergleichbar war. Weitere Studien mit größeren Kohorten sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
3. Diskussion
Da verschiedene klinische Studien mit kontinuierlicher Infusion durchgeführt wurden [13,14,15], empfiehlt der aktuelle Medikationsleitfaden die Gabe von Remimazolam als Infusion zur Einleitung einer Vollnarkose [16].....
Im Gegensatz zur Infusion von Propofol und Midazolam, von denen bekannt ist, dass sie den Blutdruck dosisabhängig senken [23,24], zeigte die kontinuierliche Infusion von Remimazolam im vorliegenden Fall keine dosiskumulative Wirkung auf den Blutdruck. Diese Beobachtung deckt sich mit den Ergebnissen früherer Studien mit Patienten ohne Adipositas, die eine Remimazolam-Infusion erhielten, bei denen die Veränderungen des Blutdrucks und der Herzfrequenz während der Anästhesieeinleitung innerhalb von 20 % der Ausgangswerte gehalten wurden [25,26].....
4. Schlussfolgerungen
Vor dem Hintergrund, dass ein ideales Anästhetikum häufig durch seine minimale hämodynamische und atemdämpfende Wirkung gekennzeichnet ist [32], beschreibt dieser Fallbericht die effektive Anwendung von Remimazolam zur Einleitung einer Vollnarkose bei einem Patienten mit Super-Super-Adipositas. Eine Infusionsrate von 6 mg/kg/h, abgeleitet vom gesamten Körpergewicht, ergab ein Ergebnis, das mit dem bei Personen ohne Adipositas vergleichbar ist.