Olympia kostet zehn Mal mehr als Atlanta 1996


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sir charles:

Olympia kostet zehn Mal mehr als Atlanta 1996

 
29.01.02 13:49
 




Olympia: Salt Lake City kostet zehn Mal mehr als Atlanta 1996

Mit fast zwei Milliarden Dollar kosten die Spiele von Salt Lake City mehr als alle sieben bisherigen Olympischen Spiele in den USA zusammen. Das Organisationskomitee erhofft sich dennoch einen Gewinn



 

 
Olympische Ringe an der Zuschauertribüne des "Olympic Medal Placa" in Salt Lake City. | (c) epa


SALT LAKE CITY (ag.). Mit fast zwei Milliarden Dollar (2,28 Mrd. Euro/31,4 Mrd. S) Gesamtkosten erlebt Salt Lake City die aufwändigsten Winterspiele der Geschichte. Die Steuerbelastung wird für die US-Bürger zehn Mal höher sein als bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta, wie das Magazin Sports Illustrated berichtet.

Die Spiele von Salt Lake City kosten mehr als alle sieben bisherigen Olympischen Spiele in den USA zusammen. Das Budget des Organisationskomitees (SLOC) beläuft sich auf 1,3 Mrd. Dollar (1,48 Mrd. Euro/20,4 Mrd. S). Die US-Regierung trägt weitere 392 Mio. Dollar (447 Mill. Euro/6,15 Mrd. S) bei. Dazu kommen rund 200 Mio. (228 Mill. Euro/3,14 Mrd. S) vom Staat Utah und den beteiligten Gemeinden.

"Der Trend, daß alles immer größer und besser zu sein hat, muß gestoppt werden", sagte kürzlich Mitt Romney, der als Präsident des Organisationskomitees die Spiele quasi gerettet hat. Als Nachfolger des am Bestechungsskandal gescheiterten Frank Joklik stopfte er von Anfang 1999 an das Budgetloch von 379 Mio. Dollar (432 Mill. Euro/5,95 Mrd. S).

Finanzchef Bullock erhofft sich Gewinn

Romney konnte 869 Mio. Dollar (991 Mill. Euro/13,64 Mrd. S) Sponsorengelder auftreiben, von denen das Nationale Olympische Komitee (USOC) 357 Mio. (407 Mill. Euro/5,60 Mrd. S) kassierte. Auch senkte er die Ausgaben seit seinem Amtsantritt um 200 Mio. Dollar (228 Mill. Euro/3,14 Mrd. S). Finanzchef Frazier Bullock geht inzwischen sogar von einem Gewinn aus. Im schlechtesten Falle sei das Budget ausgeglichen.

Mit 247,4 Mio. Dollar (282 Mill. Euro/3,88 Mrd. S) schlägt der Bau neuer Sportstätten im Budget weniger stark zu Buche als die Bereiche Information (310 Mio./354 Mill. Euro/4,87 Mrd. S) oder Sicherheit (320 Mio./365 Mill. Euro/5,02 Mrd. S). Für den Schutz der Athleten wurden nach den Terroranschlägen vom 11. September in New York und Washington zwar 50 Mio. Dollar (57,0 Mill. Euro/785 Mill. S) mehr investiert, doch diese Kosten hat die US- Regierung übernommen.

Rekord im Ticketverkauf

Im Ticketverkauf schlägt Salt Lake City alle Rekorde bei Winterspielen. Von 1,65 Millionen Tickets waren schon vor wenigen Wochen nur noch 250.000 verfügbar. Das Ziel von 180 Mio. Dollar (205 Mill. Euro/2,83 Mrd. S) Einnahmen in diesem Bereich war Ende 2001 erreicht. Gehofft wird auf den Absatz praktisch aller Tickets. 1998 in Nagano waren 89 Prozent und 1994 in Lillehammer 87 Prozent der Karten verkauft worden.

Auch im Fernsehbereich erlebt Salt Lake City Rekordspiele. SLC ist der letzte Olympia-Gastgeber, der vom IOC noch 60 Prozent der Fernseh-Erlöse erhält. Athen 2004 wird laut einer 1995 getroffenen Entscheidung nur noch 49 Prozent bekommen.

Entmutigendes Beispiel Nagano

Eher entmutigend im Zusammenhang mit den Finanzen ist das Beispiel Nagano 1998: Vier Jahre später drückt die Japaner ein gewaltiger Schuldenberg, an dem die Bürger vermutlich noch 25 Jahre lang abzuzahlen haben. Sechs wunderschöne, aber defizitäre Anlagen, mit riesigem Aufwand für die Spiele gebaut, reißen jährlich große Löcher in die Rechnung der Stadt. Während sich die Kosten für den Unterhalt 2001 auf rund 340 Mio. Euro (4,68 Mrd. S) beliefen, warfen die Sportstätten nur 68 Mio. Euro (937 Mill. S) Ertrag ab. Dazu sind die für Olympia aus dem Boden gestampften Hotels schlecht frequentiert. Das "Nagano City", damals IOC-Herberge, muß als "Millionen-Grab" wohl abgerissen werden.


 
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05.02.02 14:05
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Die 17 deutschen Sieger laut "Sport Illustrated"

Super G: Hilde Gerg

Biathlon: Herrenstaffel

Biathlon: Damenstaffel

Zweierbob (Herren): Langen/Zimmermann

Viererbob: Andre Lange

Zweierbob (Damen): Prokoff/Holzner

Rodeln (Herren): Georg Hackl

Rodeln (Doppel): Skel/Wöller

Rodeln (Damen): Silke Kraushaar

Nordische Kombination (Sprint): Ronny Ackermann

Skispringen (große Schanze): Sven Hannawald

Skispringen (Team): Deutschland

Eisschnelllauf (10.000 Meter Herren): Frank Diettrich

Eisschnelllauf (1000 Meter Damen): Sandra Völker

Eisschnelllauf (1500 Meter Damen): Anni Friesinger

Eisschnelllauf (3000 Meter Damen): Anni Friesinger

Eisschnelllauf (5000 Meter Damen): Claudia Pechstein

www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,druck-180857,00.html
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