Aus dem LWS-Untersuchungsausschuss-Bericht:
"Der Vorsitzende des LWS-Untersuchungsausschusses und CSU-Fraktionsvize Otmar Bernhard hob vor dem Plenum hervor, dass die grundsätzliche Entscheidung Anfang der 90er-Jahre, die Bautätigkeit der LWS auszuweiten, auch nach dem Urteil des Obersten Rechnungshofs ergebnisoffen gewesen sei. Für die Fehlleistungen von Geschäftsführung und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des neuen Unternehmenskonzepts könne Stoiber nicht verantwortlich gemacht werden. Stoiber sei auch weder als Innenminister noch als Ministerpräsident in konkrete Einzelprojekte der LWS eingebunden gewesen und erst in den Jahren 1997 und 1998 durch Schreiben des Aufsichtsratsvorsitzenden über die Verluste informiert worden - mit dem Fazit, dass eine "schwarze Null" bei der LWS wieder erreichbar sei.
Als Ursachen der Millionenverluste, die 1990/91 nicht vorhersehbar gewesen seien, nannte Bernhard insbesondere das Missmanagement in der LWS, den Zusammenbruch des Immobilienmarktes in Ostdeutschland sowie die Abschwächung des Marktes im Westen. Die Geschäftsführung habe es insbesondere vor dem Hintergrund auflaufender Verluste versäumt, Kontrolldefizite im Bauträgergeschäft zu beseitigen, die Aufsichtsgremien zeitnah und realistisch zu informieren und die sich anbahnende Entwicklung frühzeitig offen zu legen."
Als Manager und Ökonom müsstest Du eigentlich wissen, worum es hier ging.
Natürlich ist das nicht Konkret-like.
Viele Grüße