Nur 78 000 Jobs - US-Arbeitsmarkt wächst langsamer


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EinsamerSam.:

Nur 78 000 Jobs - US-Arbeitsmarkt wächst langsamer

 
03.06.05 15:11
Nur 78 000 Jobs

US-Arbeitsmarkt wächst langsamer

Der amerikanische Arbeitsmarkt hat sich im Mai im Gegensatz zum Vormonat nur leicht verbessert. Trotz anhaltend guter Wachstumsraten der Wirtschaft und steigender Zuversicht bei den Verbrauchern gab es im Mai nach Angaben des Arbeitsministeriums in Washington vom Freitag nur 78 000 neue Jobs.

Nur 78 000 Jobs - US-Arbeitsmarkt wächst langsamer 1965146HB FRANKFURT. Erwartet worden waren von Wirtschaftsexperten rund 180 000 neue Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote sank von 5,2 auf 5,1 Prozent, dem niedrigsten Wert seit September 2001.

Im April waren 274 000 neue Jobs gemeldet worden, im März 146 000. Die Zahl der Arbeitsplätze habe vor allem im Gesundheitswesen und auf dem Bausektor zugenommen, so das Ministerium. Seit August 2003 war die Zahl der US-Arbeitsplätze nicht mehr so schwach gestiegen wie jetzt, hieß es. Vor allem in der Industrie seien Arbeitsplätze verloren gegangen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne in den USA stiegen nach Angaben des Ministeriums im Mai wie erwartet um 0,2 Prozent auf 16,03 US- Dollar.

Der Dax reagierte zwar kaum auf die die schwachen US-Arbeitsmarktdaten, dafür geriet der Dollar vorübergehend spürbar unter Druck, so dass der Euro um einen halben US-Cent auf 1,2340 Dollar kletterte. Im Verlauf gab der durch die Diskussion um die Zukunft der EU angeschlagene Euro seine Gewinne aber wieder ab.

An den Rentenmärkten wurden die Daten als Signal für ein früheres Ende der Zinserhöhungsphase interpretiert. Somit stieg der Bund-Future in der Spitze um 40 Ticks auf 123,40 Punkte, ein Allzeithoch. Entsprechend gerieten die Renditen unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erreichte mit 3,17 Prozent ein historisches Tief.

„Die US-Arbeitsmarktdaten sind doch deutlich schlechter als erwartet ausgefallen. Allerdings hat man sich am Aktienmarkt bereits auf schwache Daten eingestellt“, sagte Jörg Treptow von MM Warburg. „Die Daten sind wieder ein Grund mehr für die Fed, den Zinsanhebungszyklus bald zu beenden.“

Der schwache US-Arbeitsmarktbericht stelle klar, dass die US-Fed ihren Zinserhöhungszyklus nicht aufrechterhalten kann, heißt es im Handel. Die bisher anvisierte US-Zinsmarke von 4% zum Jahresende sei wohl nicht mehr realistisch. Für Aktien sei dies keine schlechte Nachricht, da jetzt klar auf eine „Zinsbegrenzung nach oben“ gesetzt werden könne. “Damit könnte konjunkturzyklisch ein ganz neues Spiel beginnen“, sagt ein Händler. Frühzykliker dürften die ersten Profiteure sein. Kurzfristig könnte der Dax-Future mit Abschlägen bis 4.525 Punkten reagieren.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 03. Juni 2005, 14:42 Uhr

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Der Einsame Samariter

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