63 Milliarden Dollar für 30 Tage Kampf
Am Montagabend hat US-Präsident George Bush Jr. einer Delegation führender Kongressabgeordneter im Weißen Haus eine erste Rechnung für den Irak-Krieg vorgelegt. Die direkten militärischen Kosten des Krieges werden darin mit etwa 63 Milliarden Dollar aufgelistet.
Diese Zahl basiert auf einer Schätzung des Pentagon, dass dabei eine 30tägige Kampfdauer zugrunde legt. Einige Experten zweifeln diese Prognose jetzt schon an und verweisen auf den hartnäckigen Widerstand der Iraker. Nach 6 Tagen Krieg ist es von außen freilich schwer zu beurteilen, wie viel Optimismus in der Berechnung des Pentagon steckt.
Der Wiederaufbau des Irak nimmt mit 2,5 Milliarden Dollar einen auffällig bescheidenen Betrag in der Planung des Präsidenten ein. Das ist ungefähr die Summe, die Amerikaner und Briten in zwei Tagen mit Bomben und Marschflugkörpern verschießen, um Militäreinrichtungen und Infrastruktur im Irak in Schutt und Asche zu bomben.
Sehr knapp kalkuliert
Jordanien, Türkei, Israel, Ägypten und weitere indirekt betroffene Länder dürfen sich Hoffnung auf 5,5 Milliarden Dollar Unterstützung machen, um die Folgen des Krieges zu bewältigen. 4,2 Milliarden Dollar hat George Bush für die innere Sicherheit der Vereinigten Staaten vorgesehen.
Das "Irak-Paket" enthält zudem noch Folgekosten für die Sicherung des Friedens im Irak nach einem siegreichen Krieg. Alles in allem beläuft sich die Rechnung auf 75 Milliarden Dollar. Bis zum 11. April soll der Kongress diese Summe bewilligen.
Wie die "New York Times" berichtet, handelt ist bei diesem Betrag sehr knapp kalkuliert worden. Das Pentagon alleine soll 90 Milliarden Dollar gefordert haben, so die Zeitung. 75 Milliarden Dollar ist aber trotzdem schon mehr Geld als ursprünglich berechnet wurde. Anfang Februar kalkulierte der Finanzchef des Weißen Hauses, Mitchell Daniels, noch mit Gesamtkosten von 50 bis 60 Milliarden Dollar.
Alternative Szenarien
Läuft der Feldzug nicht wie erwartet, könnten die Kriegskosten explodieren. Für den Fall der Fälle hat das Congressional Budget Office bereits Kosten von 270 Milliarden Dollar veranschlagt. Bei diesem Szenario würde sich der Krieg über drei Monate hinziehen und eine anschließende Besatzungsdauer von fünf Jahren erfordern.
Und selbst diese Aufstellung ist nur "Peanuts", verglichen mit der Rechnung, die William Nordhaus von der renommierten Universität Yale der US-Regierung aufmacht. Unter Berücksichtigung verschiedener negativer Einflussfaktoren kommt der Experten zu dem Ergebnis, dass ein Krieg Kosten von bis zu 1,9 Billionen Dollar verursachen könnte.
Nordhaus setzt alleine die Kosten für die Besetzung des Landes und friedenserhalten Maßnahmen auf 75 bis 500 Milliarden Dollar an. Wiederaufbau und humanitäre Hilfeleistungen könnten weitere 110 Milliarden Dollar verschlingen. Im günstigsten Fall, so ist sich Nordhaus sicher, wird der Krieg 99 Milliarden Dollar kosten.
Gegenwärtig sieht es so aus, als seien die Chancen auf eine kurze Kriegsdauer nach wie vor hoch. Am Dienstagnachmittag stehen die Truppen der Alliierten schon 100 Kilometer vor Bagdad. Der Worst-Case mit monatelangen Bombardements erscheint deshalb eher unwahrscheinlich.
Am Montagabend hat US-Präsident George Bush Jr. einer Delegation führender Kongressabgeordneter im Weißen Haus eine erste Rechnung für den Irak-Krieg vorgelegt. Die direkten militärischen Kosten des Krieges werden darin mit etwa 63 Milliarden Dollar aufgelistet.
Diese Zahl basiert auf einer Schätzung des Pentagon, dass dabei eine 30tägige Kampfdauer zugrunde legt. Einige Experten zweifeln diese Prognose jetzt schon an und verweisen auf den hartnäckigen Widerstand der Iraker. Nach 6 Tagen Krieg ist es von außen freilich schwer zu beurteilen, wie viel Optimismus in der Berechnung des Pentagon steckt.
Der Wiederaufbau des Irak nimmt mit 2,5 Milliarden Dollar einen auffällig bescheidenen Betrag in der Planung des Präsidenten ein. Das ist ungefähr die Summe, die Amerikaner und Briten in zwei Tagen mit Bomben und Marschflugkörpern verschießen, um Militäreinrichtungen und Infrastruktur im Irak in Schutt und Asche zu bomben.
Sehr knapp kalkuliert
Jordanien, Türkei, Israel, Ägypten und weitere indirekt betroffene Länder dürfen sich Hoffnung auf 5,5 Milliarden Dollar Unterstützung machen, um die Folgen des Krieges zu bewältigen. 4,2 Milliarden Dollar hat George Bush für die innere Sicherheit der Vereinigten Staaten vorgesehen.
Das "Irak-Paket" enthält zudem noch Folgekosten für die Sicherung des Friedens im Irak nach einem siegreichen Krieg. Alles in allem beläuft sich die Rechnung auf 75 Milliarden Dollar. Bis zum 11. April soll der Kongress diese Summe bewilligen.
Wie die "New York Times" berichtet, handelt ist bei diesem Betrag sehr knapp kalkuliert worden. Das Pentagon alleine soll 90 Milliarden Dollar gefordert haben, so die Zeitung. 75 Milliarden Dollar ist aber trotzdem schon mehr Geld als ursprünglich berechnet wurde. Anfang Februar kalkulierte der Finanzchef des Weißen Hauses, Mitchell Daniels, noch mit Gesamtkosten von 50 bis 60 Milliarden Dollar.
Alternative Szenarien
Läuft der Feldzug nicht wie erwartet, könnten die Kriegskosten explodieren. Für den Fall der Fälle hat das Congressional Budget Office bereits Kosten von 270 Milliarden Dollar veranschlagt. Bei diesem Szenario würde sich der Krieg über drei Monate hinziehen und eine anschließende Besatzungsdauer von fünf Jahren erfordern.
Und selbst diese Aufstellung ist nur "Peanuts", verglichen mit der Rechnung, die William Nordhaus von der renommierten Universität Yale der US-Regierung aufmacht. Unter Berücksichtigung verschiedener negativer Einflussfaktoren kommt der Experten zu dem Ergebnis, dass ein Krieg Kosten von bis zu 1,9 Billionen Dollar verursachen könnte.
Nordhaus setzt alleine die Kosten für die Besetzung des Landes und friedenserhalten Maßnahmen auf 75 bis 500 Milliarden Dollar an. Wiederaufbau und humanitäre Hilfeleistungen könnten weitere 110 Milliarden Dollar verschlingen. Im günstigsten Fall, so ist sich Nordhaus sicher, wird der Krieg 99 Milliarden Dollar kosten.
Gegenwärtig sieht es so aus, als seien die Chancen auf eine kurze Kriegsdauer nach wie vor hoch. Am Dienstagnachmittag stehen die Truppen der Alliierten schon 100 Kilometer vor Bagdad. Der Worst-Case mit monatelangen Bombardements erscheint deshalb eher unwahrscheinlich.