NPD-Verbot - Positiv oder negativ?


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Boersiator:

NPD-Verbot - Positiv oder negativ?

 
23.01.02 11:46
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jack303:

@all

 
23.01.02 11:54
Rechte Gruppierungen wird es immer geben. Die gibt es weltweit in jedem Land. Gerade im Moment ist die Diskussion Korea/Japan wieder in aller Munde. Und das bei der gemeinsamen Fußball-WM im Sommer. Würde diesen Pennern nicht ein so immenses Forum (alle TV-Anstalten, alle Zeitungen, öffentliche Diskussion) geboten, sondern aus dem Inneren still und leise gegen die Freaks viorgegeangen, fänden sich meiner Meinung nach auch nicht die Masse an NAchahmern wie es zur Zeit der Fall ist. Das gilt übrigens für die meistens Greueltaten auch(Vergew., Satanismus, Suizid-kommandos, Amokkläufer in der Schule).

Nur meine Meinung, gruss jack
Antworten
Fonso:

Die NPD mußverboten werden,

 
23.01.02 12:09
weil die Partei dann keine Mio € Zuschüsse für Ihre Wähler bekommt.
Wer wenig Geld hat kann auch nur wenig "Brandstiften/publizieren"!

Gruss

Fonso
Antworten
Hiob:

Knallharte Anwendung der bestehenden Gesetze

 
23.01.02 12:10

würde wahrscheinlich völlig ausreichen, um die Jungs von Dummheiten abzubringen. Was ich leider selbst feststellen mußte, ist da (insbesondere im Osten) zu wenig Verfolgungsdruck und zu viel Nachsicht aus dem sozialen Umfeld. Die Nazitypen selbst sind oft richtige Feiglinge und Angsthasen, überfallen in der Masse kleine kämpingplätze und verprügeln bevorzugst und in Überzahl Kinder, Behinderte, Obdachlose, Betrunkene.  
Antworten
Boersiator:

@Fonso

 
23.01.02 12:30
Ziemlich dummer Beitrag, sorry!

B.
Antworten
Fonso:

@Boersiator

 
23.01.02 13:18
ich bitte um sachliche Begründung.
Ich finde es richtig die NPD den "Geldhahn" zuzudrehen, und das geht nur mit
einem Verbot.
Die NPD als Partei bekommt ca 1 bis 3 mio € zuschüsse vom Staat!

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

@ Boersiator

 
23.01.02 15:57
ich warte immer noch auf Deine Begründung.
Du wirst Doch vor einer sachlichen Diskusion nicht kneifen, oder?

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

Hallo Boersiator

 
25.01.02 13:19
Du stellst hier eine Abstimmung ins Board, kommst dann mit einer unbegründeten
Meinung und verweigerst Dich dann einer sachlichen Diskusion.
Das ist wirklich ein sehr schlechter Stiel.

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

. o.T.

 
03.02.02 16:10
Antworten
Schnorrer:

Re Fonso: Tip für die nächste Abstimmungen:

 
03.02.02 16:13
1. Sollen Frauen das Wahlrecht behalten oder nicht?

2. Sollen Türken ins Gefängnis oder ins Irrenhaus?

3. Soll an deutschen Flughäfen eine Niggerkontrolllampe eingeführt werden?

Viel Spaß.
Antworten
Fonso:

Hallo Schnorrer Dein Sarkasmus ist kaum

 
03.02.02 16:49
auszuhalten, werde Dir aber trotzdem antworten.

zu Punkt 1. Selbstverständlich, weil ich für Gleichberechtigung bin.

zu Punkt 2 und 3 Ich war noch nie Ausländerfeindlich, und kann sowas auch nicht
                unterstützen und deshalb trete ich auch für ein Verbot
                der NPD ein.
                Ausländerfeindlichkeit kann ich mir schon garnicht leisten,
                weil ich einen Türkischen und Italiänischen Freund habe und
                meine Frau eine Philipinin ist.

Ich bitte Dich in Zukunft keinen solchen Schwachsinn mehr zu posten und
verbleibe mit freundlichen

Gruss

Fonso                    
Antworten
Schnorrer:

Re fonso: war nicht böse gemeint. Ganz im Gegentum

 
03.02.02 16:55
Im Prinzip vorauseilender Gehorsam gegenüber Boersiator Umfragen und 'Schliche und Wege', um den zukünftigen Herren dieses Reiches gefällig zu sein.

Bitte keine Kritik mehr an Deutschtum. Niggerkontrolllampen sind die Zukunft.
Antworten
FunMan2001:

@schnorrer

 
03.02.02 17:07
wie wäre es, wenn Du Deinen Nickname änderst
in "schmarrer" ?!!
Antworten
Fonso:

@ Schnorrer

 
03.02.02 17:27
eigentlich hatte ich von Dir eine richtige Entschuldigung erwartet, stattdesen
fährst Du mit Deinen unerträglichen Sarkasmus fort.
Denk mal genau nach was Du für einen Unsinn schreibst und überlege mal, ob man
nicht mit vernünftigen Argumenten weiterkommt.
Mit so ein Art zu Posten erreichst Du nur das Dich keiner mehr ernst nimmt.

mit gerade noch freundlichen

Gruss

Fonso
Antworten
Schnorrer:

Re fonso: das Wörtchen 'Argument' kann sich

 
03.02.02 17:45
leider nicht wehren.

Und wird deshalb immer genau von denen strapaziert, die sich in weiter Ferne desselben befinden.


Trotzdem, ich würde auch Dich anschnorren. Insofern: look at the sun and be happy.
Antworten
BizzBabe:

Parteienverbote soll man nicht

 
03.02.02 17:47
leichtfertig nehmen - eine Partei zu verbieten, ist immer - ob recht oder links - ein schwerwiegender Eingriff ins demokratische Grundsystem.  
Antworten
FunMan2001:

Ach was ?

 
03.02.02 17:53
Auch wenn eine Partei das demokratische Grundsystem
abschaffen möchte ?
Antworten
Fonso:

@ Schnorrer ich versteh Dich immer noch nicht,

 
03.02.02 17:56
aber wenigstens läßt Du den unerträglichen Sarkasmus weg.
Das ist schon mal ein guter Anfang.

@ bizzbabe da hast Du Recht, aber im Falle der NPD ist ein Verbot absolut
notwendig. Kein Ausländer kann verstehen das D mit der Nazi-Vergangenheit
die NPD gewähren läßt. Gibt einfach kein gutes Bild im Ausland.

Gruss

Fonso
Antworten
Schnorrer:

Re fonso: wenn ich sage, was ich wirklich denke,

 
03.02.02 18:01
werde ich wohl gesperrt.

Sachliche Diskussionen sind bei Fanatikern nicht möglich. Aus diesem Zusammenhang heraus verbleibe ich im Prinzip Deiner Meinung und empfehle mich forthin als Zuschauer in der sich nach rechts neigenden Bühne des öffentlichen Lebens.

Dem Himmel sei Dank, daß ich Russisch spreche. Vielleicht gehe ich bald in Moskau schnorren.
Antworten
Fonso:

Hallo Schnorrer ich denke trotzdem das man seine

 
04.02.02 05:49
eigene Meinung vertreten kann ohne jemanden zu beleidigen, und dafür wird man
nicht gesperrt.
Übrigens wird Deutschland auch unter Stoiber demokratisch bleiben und ist schon
aus diesen Grund dem diktatorischen Russland vorzuziehen.

Gruss

Fonso
Antworten
JOHN MILLNER:

... und was sich die rechten wieder ....

 
04.02.02 08:36
... geleistet haben, in münchen .... schlägereien, strassenschlachten etc .... (oder waren es die linken ???)...

je mehr ich darüber nachdenke .... die rechten sind das geringere übel ...


... so und jetzt beschimpft mich wieder als rechtsradikalen und ballert mich mit schwarzen sternen zu.
Antworten
Boersiator:

@Fonso

 
12.02.02 23:49
Hi, habe den Thread gerade eber erst wieder gesehen!
Werde mich morgen dazu äußern, bin gerade vom Kunden zurück und falle nun halbtot ins Bett!

B.
Antworten
Schnorrer:

um Gottes Willen? Was habe ich hier geschrieben?

 
12.02.02 23:59
Kann es sein daß ich genial bin oder mein Dealer gutes Zeug liefert?

Wie dem auch sei, ich liebe Euch alle.
Antworten
hjw2:

Wir l(i)eben die Ordnung...mit einem Verbot ist

 
13.02.02 00:46
halt geregelt.
Antworten
TK-ONE:

Die NPD....

 
13.02.02 01:06
richtet in Deutschland eher bedeutungslosen Schaden an.
Der Schaden den ROT-Grün verursacht hat ist grösser. Da wäre ein Verbot auch nicht die schlechteste Lösung.
Schillys handeln ist Pseudoaktivität. Schlecht recherchiert und schlecht vorbereitet. NPD Verbot wär ja schon gut aber bitte mit etwas mehr Professionalität.
Antworten
JOHN MILLNER:

@TK-ONE: ganz deiner meinung .... o.T.

 
13.02.02 09:10
Antworten
Rheumax:

"No Perros" steht auf den Verbotsschildern

 
13.02.02 12:38
auf dem Rasen mancher spanischer Ferienanlage - und dokumentiert, dass hier überwiegend Deutsche wohnen und das Sagen und Verbieten haben.
Gottlob hat unser Grundgesetz hohe Hürden für ein Parteienverbot errichtet.
Ist unsere "freiheitlich demokratische Grundordnung" von Parteien aboniert, die quer Beet miteinander koalieren können, sobals es rechnerisch zu einer Mehrheit reicht? Oder ist bei liberaler Auslegung nicht noch mehr Platz?
Antworten
Fonso:

@ Börsiator

 
16.02.02 14:07
hätte nicht gedacht, das Du Deinen eigenen Thread solange nicht beobachtest.
Ich warte immer noch auf Deine Äuserung.

@Rheumax Extremismus, ob rechts, links oder relegiös muß mit allen demokratischen Mittel bekämpft werden Geldstrafe, Gefängniss, Ausweisung und
wenn alles nichts hilft, muß man die Partei verbieten.
Viele sagen ein paar Prozent Extremisten können wir uns leisten.
Ich sage:
Auch Hitler war sehr weit entfernt, die Mehrheit des Volkes hinter sich zu haben
und kam trotzdem an die Macht.
Also wehret den Anfängen.

Gruss

Fonso
Antworten
DaSoundsear.:

Ich glaube,dass ein Verbot nichts bringt!

 
16.02.02 14:23
Die Glatzen behalten doch so oder so ihre fanatischen Ansichten.Und ein halbes Jahr später gründen sie eine neue Partei oder wechseln zur DVU!
Antworten
Fonso:

@ Da Soundsearcher

 
16.02.02 15:22
Alle Extremisten haben grundsätzlich das Ziel die Demokratie abzuschaffen.
Also müssen Sie auch mit allen demokratischen Mittel bekämpft werden.
Die Weimarer Repuplik tat dies nicht, und ermöglichte dadurch Hitlers
Machtergreifung.
Das man "braunes Gedankengut" auslöscht ist wohl nicht möglich, dessen
verbreitung muß aber verhindert werden.
Über ein Verbot der DVU ist auch nachzudenken.

Gruss

Fonso
 
Antworten
modeste:

In der FAZ wurde der Verdacht geäußert, die

 
16.02.02 16:03
SPD sei auch deshalb so sehr für das Verbot der NPD, um, wie Stigler (SPD) es tat, gleich in einem die CDU damit in Verbindung zu bringen als die Nachfolgerpartei, die die Nazis unterstützt habe...nach dem Motto: Historie - Verbieg Dich , oder ich Fress Dich...
Antworten
Boersiator:

Meinungsfreiheit

 
26.02.02 00:26
Artikel 5 Grundgesetz  
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.  
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.  

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.  

B.

Antworten
Hungerhahn:

NPD-Verbot, ein falsches Signal

 
26.02.02 01:14
Angesichts der V-Mann-Affären glaube ich nicht, daß die Beweismittel für ein Verbot reichen.
Indem man mit einem Schaden für die Demokratie argumentiert, versucht man zwar das Bundesverfassungsgericht zu erpressen.
Tatsache ist aber, daß bei dieser unklaren und teilweise maipulierten Beweislage der Schaden bereits mit der Stellung des Verbotsantrages eingetreten ist.
Ich denke, er würde durch ein übers Knie gebrochenes Verbot nur noch schlimmer werden. Solch ein Verbot würde zum einen mit dem Ruch bzw.Makel der Rechtsbeugung behaftet sein.
Zum anderen würde er viele Aktivisten in den viel schwerer zu überblickenden Untergrund treiben.
Wenn im übrigen die freiheitlich demokratische Grundordnung der von der NPD angebotenen völkisch-kollektivistischen Alternative wirklich überlegen ist, braucht sie die argumentative Auseinandersetzung nicht zu scheuen.
Falls sie nicht überlegen sein sollte, würde sie ihren Untergang auch nicht durch Verbot verhindern können.  
Ein Verbot ist entweder überflüssig oder unnütz.
Die NPD existiert seit dem 28.11.1964 - also seit über 37 Jahren. Sie ist damit die am längsten bestehende rechtsgerichtete Partei. Anders als der NSDAP, die nur 26 Jahre lang existierte, ist es der NPD nicht gelungen, in Deutschland sich zu einer bedeutenden Kraft zu entwickeln, geschweige denn die Macht zu ergreifen und die Demokratie zu beseitigen.
Ich verweise hier auf einen Auszug aus einem (parteiunabhängigen) Wahlführer 1969, in dem es über die zu dieser Zeit vergleichsweise starken NPD hieß:
"Ein freies Wählervotum, das der NPD den Einzug in den Bundestag verwehrt, ist für die Demokratie ein Gütesiegel von unvergleichlich höherem Wert als die Auslösung eines Verbostverfahrens."
In Wirklichkeit geht es der Regierung nur darum, hier irgendeinen Erfolg vorzuweisen, nachdem sie ansonsten recht wenig auf die Beine gebracht hat.
Sie versucht dies durch Ausschaltung eines mißliebigen Gegners.
Ehrlich gesagt würde ich gerne die SPD verbieten.
Aber dafür wird es auch keine stichhaltigen Beweise geben, so daß ich davon die Finger lassen würde.
Hungerhahn  
Antworten
Division:

Kein NPD Verbot

 
26.02.02 02:01
Demokratie verlangt Meinungsfreiheit! Das gilt auch für den Fall das uns diese Meinung nicht gefällt.
Antworten
Boersiator:

@division= Schwarze Division für Kreu**er*?

 
26.02.02 12:25
B.
Antworten
ReneWC:

Division hat da vollkommen Recht.

 
26.02.02 13:03
Unser System sieht nun einmal vor, dass Viele Vieles sagen dürfen.
Und wenn durch entsprechende Aktionen und Reaktionen tatsächlich gegen bestehendes Recht verstossen wird, kann, muss und sollen auch entsprechende Gruppierungen verboten werden.
Allerdings sollte das für ALLE gelten.
Es gibt auch Organisationen die sich im Schatten des Umweltschutzes und des Linksextremismus bewegen, wo ich einige Bedenken an der "Unbedenklichkeit" habe. Letztendlich spiegeln doch aber extreme Gruppen immer die Meinung einer gewissen "Minderheit" wieder.
Das gesellschaftliche und soziale Umfeld formt doch erst die Menschen, die sich dann in einen Extremismus begeben.

Eigentlich müsste man sagen : "Wir sind dran schuld !"

Und : die Abstimmung ist unvollständig.
Ein NPD-Verbot wäre negativ im Sinne der Meinungsfreiheit, obwohl diese, wie schon erläutert, Grenzen hat. Das heisst aber nicht, dass ich der Meinung bin, das die NPD bleiben muss. Und was dei Zecken damit zu tun haben versteh ich gleich gar nicht.

René Wiggle Christ

shock-web.de
Antworten
Kritiker:

"Und willst du nicht...

 
26.02.02 13:34
...mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein".
Das war ein bekannter kommunistischer Ausspruch.
Die NPD soll nicht verboten werden, weil sie Deutschland schaden könnte, sondern weil sie den Linksdenkern im Weg ist. Auch gibt es zuviele in der SPD, die immer so tun, als ob sie allein die Demokratie erfunden hätten.
Da vergleiche ich lieber mit einem CSU-Staat: Art 2 Bayer.Verfassung: Träger der Staatsgewalt ist das Volk!
Die NPD wird von einer sehr, sehr kleinen Minderheit regierungsfähig gehalten, aber hinter ihrem Nationalismus stehen sicher über 30% der Deutschen, die nur alle keinen Mut haben, dazu öffentlich zu stehen. Also dient ihnen die NPD als Ventil!
Doch hier sollte niemand den uns anerzogenen Fehler machen und Hitler mit Rechten gleichsetzen. Hitler war ein Ultralinker Kommunist und NIE ein Rechter!!
Aber hinter ihm stand damals wirklich eine große Mehrheit, was heute keiner mehr zugeben will. Es gab doch damals keinerlei Alternative. Die anderen waren doch alle Versager. Und das Ende konnte damals keiner ahnen, denn ihr wißt doch auch nicht, wo morgen doe Börse steht?? Oder sagt mir es doch! Also.
Und übrigens, wie es einige schon wissen, Ich war damals dabei! Jo werkli!!
Und deshalb bin ich heute - Kritiker.
Antworten
Fonso:

@ Börsiator

 
27.02.02 13:21
wie Du schon schreibst:
Diese Freiheiten entbinden aber nicht von der Treue zur Verfassung.
Von Treue zur Verfassung kann bei der NPD keine rede sein, also muß Sie
verboten werden.

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

@ Hungerhahn

 
27.02.02 13:34
Leider wird das Verbotsverfahren durch die laienhafte Vorbereitung gefährdet.
Ein Rückzug des Antrages wäre aber ein fatales Signal.

Eine argumentative Auseinandersetzung mit der NPD ist nicht möglich, weil sowas
mit Extremisten noch nie möglich war.

Du spielst die Gefahr durch die NPD herrunter, und das ist sehr gefährlich.
Das hatte man bei Hitler auch getan.
Am Anfang war die NPD eine Altherrenpartei. Mittlerweile sind es immer mehr
Jugendliche, Sozialschwache und Benachteiligte. Mit weiteren sozialkürzungen und
wirtschaftlichen Abschwung wird sich der Zulauf der Unzufriedenen stark erhöhen,
Wie in den 20ziger Jahren, und damit die Gefahr für unsere Demokratie.

Gruss

Fonso
Antworten
FunMan2001:

Gut analysiert , Fonso ! o.T.

 
27.02.02 13:37
Antworten
Fonso:

Danke FunMan2001

 
27.02.02 13:41
@ division Meinungen anderer sollte man akzeptieren, das gehöhrt schon zu den
demokratischen Grundregeln. Meinungen die aber das Ziel haben die Demokratie
abzuschaffen sind nicht akzeptabel, schon aus diesen Grund muß die NPD verboten
werden.

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

@ Kritiker

 
27.02.02 13:51
Du sagst Hitler sei ein ultralinker Komunist.
Das kann ich nicht nachvollziehen, da Hitler zuviele Komunisten getötet hat und
die gesamte recht Idiologie verkörperte.
Übrigens war nie eine Mehrheit für Hitler. Zur Machtergreifung genügten Ihn etwa
30% der Simmen.

Gruss

Fonso
Antworten
Kritiker:

@Fonso wg. Adolf H....

 
27.02.02 14:55
Das gefährlichste für einen Politiker ist die Konkurrenz, die muß weg!!
Hitler hatte Angst, daß die deutschen Kommunisten aus Rußland dirigiert werden.
Er war Führer der National-SOZIALISTISCHEN-deutschen-ARBEITER-Partei. Wenn das nicht links ist, gibt es keine LINKE.
Er verkörperte nicht die rechte Ideologie sondern bediente sich des deutschen Nationalbewußtseins aus der Kaiserzeit. Die deutschen waren seit 1000 Jahren gewohnt, hinter einem starken Führer herzurennen.
Heute ist das politische Denken völlig anders, sodaß sich junge Deutsche das damalige Gedankengut gar nicht vorstellen können.
So war ich mit 90% der Knaben mit Begeisterung im Jungvolk der HJ.
1937 hatte Hitler ein Wahlergebnis von über 90%, das sicher manipuliert war, jedoch kaum von unter 75%. Deutschland ging es damals wirklich gut.
Und gegen die Mehrheit des Volkes hätte sich dieser Krieg nicht führen lassen, auch nicht mit Diktatur.
Die Begeisterung der Massen zu seinem 50. Geburtstag mit Fackelzug und Marschmusik zwang niemand auf die Straßen, sie kamen alle von selber und
jubelten.
Bei seinem Antritt 1933 gab es 30% Arbeitslose!!!!! 6 Jahre später war die Wirtschaft in Deutschland top! Heute wartest Du solange auf eine Genehmigung zur Firmengründung - Demokratie ist eben nicht nur gut.
Doch die Heuchelei heute, daß damals niemand dabei gewesen sein will und angeblich alle dagegen waren, kotzt mich wirklich an.
Und das deutsche Volk durch die letzten Kriegsjahre zu bringen, war eine Leistung. Schaut Euch doch die Bilder der zerbombten Städte deutlich an.
Aus diesen Trümmern gingen die Deutschen täglich zur Arbeit, nicht um den Führer zustützen, sondern sich durchzubringen - gegen den Tod.
Daß der Krieg blödsinniger Scheiß war, zumindest ab 1941, das war mir längst klar und der Rssismus gefährlich und auch überflüssig - eben superblöde.
Doch am Ende schlugen die Mächtigen Parteiler wie angeschlagene Keiler um sich und man hielt besser den Mund, weil diese ihr Ende fühlten.
So jetzt langts für heute - Kritiker.
Antworten
Fonso:

@ Kritiker

 
27.02.02 16:03
1. Wahlergebnisse von Diktaturen sind unintressant. Siehe auch die DDR, durchweg
  über 90% zustimmung. Die letzten freien Wahlen von 1933 haben etwa 30% für
  die NSDAP gebracht.
2. Hitler stand im krassen Gegensatz zum Komunismus. Er war gegen
  Verstaatlichung und Sein Rassenwahn zeigte Eindeutig seine rechte Gesinnung.
  Die Komunisten sind für die Vereinigung der Völker (Arbeiter aller Länder
  vereinigt Euch). Hitler wollte die Völker nur versklaven.
3. Da Hitler alle Wiedersacher töten lies oder ins KZ steckte, muste Er bei
  Kriegseintritt keine öffentliche Empöhrung fürchten.
4. Wahrscheinlich hatte Hitler 1937 die Mehrheit des Volkes hinter sich. Diese
  Mehrheit verlor Er aber bei Kriegseintritt. Leider schwieg die Mehrheit aus
  Angst getötet zu werden.
5. Krieg ist immer Blödsinnig, auch schon vor 1941
6. Armut, Hoffnungslosigkeit und die hohe Arbeitslosigkeit trieb viele in
  Hitlers Arme. Leider sehe ich hier den gleichen Versuch der NPD sich als
  Sammelbecken der Unzufriedenen zu etablieren. Darum bin ich auch für ein
  Verbot der NPD ---  Wehret den Anfängen!

Gruss

Fonso

PS: Übrigends die Anmeldung meiner Firma dauerte nur 30 Minuten.
Antworten
Fonso:

Abschliesend möchte ich noch sagen:

 
27.02.02 19:32
Wie die meisten Deutschen bin ich auch für eine Begrenzung der Zuwanderung.
NDP - Parolen wie:
Ausländer raus - Deutschland den Deutschen
gehen aber entschieden zuweit. Bei der NPD tritt rassistisches Gedankengut
offen zu Tage, und das bekämpfe ich, schon deshalb weil meine Frau nicht
der "arischen Rasse" angehöhrt.

Gruss

Fonso
Antworten
Kritiker:

@Fonso - Nachtrag

 
27.02.02 20:37
Was zu Hitler geführt hat, u.s.w. sehe ich heute mehr psychologisch und weniger politisch, deshalb werden wir beide uns darüber schwer einigen.
Aber ich bin nicht für ein Verbot der NPD, weil eine gute Demokratie hält so was aus und um eine schlechte ist es bekanntlich nicht schad.
Ich bin absolut liberal und daher der Meinung, daß sogar Extreme ein Rederecht haben sollten. Außerdem vertritt eine Partei immer auch Wähler und diese verstecken sich dann anderswo, in der NPD sind sie sichtbar und das ist gut so.
Unser System ist so schwerfällig, daß solche Parteien eigentlich nichts bewegen.
Sie dienen nur zur Argumentation und z.Zt., um den Rechten zu schaden.
Guten Abend - Kritiker.
Antworten
Boersiator:

@Kritiker: Gute Wortwahl!

 
27.02.02 20:40
B.
Antworten
Division:

@ Börsiator

 
27.02.02 20:46
Um Gottes Willen, mein Nick hat mit keiner schwarzen Division zu tun und ich hoffe das hier keine dummen Mißverständnisse entstehen.

Der Name hat eine ganz andere Entstehungsgeschichte als Du jetzt vielleicht denkst und steht in keinster Weise in irgendeiner Verbindung mit dieser Diskussion.

Gruß
division
Antworten
Boersiator:

@division

 
28.02.02 13:46
Alles Klar, hätte aufgrund Deiner Postings leicht interpretieren können.

B.
Antworten
Fonso:

@ Kritiker

 
28.02.02 23:41
Dein Statement klinkt wie das Von Papen, ein paar Jahre vor Hitlers Machtergreifung!
Ich will und kann nicht verstehen, das soviele Menschen die Gefahr nicht sehen
wollen!
Kein Ausländer kann verstehen, das Deutschland die Nachfolgepartei der NSDAP
gewähren läst!
Die Ziele der NPD sind:
1. Abschaffung der Demokratie und errichtung einer Diktatur!
2. Alle Ausländer raus
3. Rassendenken Arische Rasse = Herrenrasse der Rest sind Untermenschen!
4. Heim ins Reich! polnische russische (ostpreusen) sudetendeutsche Gebiete
  Elsas Lotringen, Österreich und Teile Dänemarks auch!
Es ist pervers, wenn sich unsere Demokratie nicht wehrt, und diese NPD verbietet
Oberpervers ist es das die NPD noch mehrere Mio € vom Staat als Parteizuschuss
bekommt!
Warum soll unsere Demokratie so Dumm sein, und eine Partei zu finanzieren, die
die Demokratie abschaffen will!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

DIE NPD GEHÖHRT VERBOOOOOOOOOOOOTEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gruss

Fonso
Antworten
Boersiator:

@Fonso

 
01.03.02 00:14
mit Sicherheit kann man die NPD nicht mit der NSDAP vergleichen!

Heim ins Reich? Dann hast Du auch Frankreich und weitere zahlreiche Gebiete und Länder vergessen.

Diktatur? Die wird es in diesen Zeiten zum Glück nicht mehr geben.

B.
Antworten
Fonso:

@ Boersiator

 
01.03.02 23:43
Mit Heim ins Reich bezeichnete Hitler die Rückführung deutschstämmiger Gebiete
ins Deutsche Reich. Frankreich gehöhrt nicht dazu. Elsas Lotringen, das heute
zu Frankreich gehöhrt schon.
Die NPD sieht sich selber als Nachfolgepartei der NSDAP!
Wenn man bei mehreren NPD Versammlungen war wie ich, sellt man kein Unterschied
zur NSDAP fest. Die Töne sind nur etwas gedämpfter wenn eine Kammera da ist.
Die Ziele sind die gleichen wie bei der NSDAP.
Die Aussage, das es in diesen Zeiten keine Diktatur mehr geben wird, ist naiv und Dumm. Alleine in Europa gibt es 5 Diktaturen. Weltweit ca 60.
Mit unvermeidbaren Sozialkürzungen wird sich die Armut vergrößern, und damit der Zulauf der NPD erhöhen. Je mehr die Demokratie wirtschaftlich versagt, desto lauter der Ruf nach dem starken Mann.

Die NPD muß verboten werden, Sie ist eine viel zu große Gefahr!

Gruss

Fonso
Antworten
Hungerhahn:

@fonso

 
01.03.02 23:58
Was Du da sagst, ist alles zutreffend.
Ich wollte nur noch mal in Erinnerung rufen, daß auch die Weimarer Republik nicht tatenlos zugesehen hat, wie die NSDAP erstarkte.
Als Hitlers Putsch am 9.11.1923 in der Feldherrenhalle scheiterte, wurde damals auch die NSDAP verboten.
Ihr habt richtig gehört: DIE NSDAP WURDE 1923 VERBOTEN
Der Erfolg ist allen bekannt.
Freilich ist Dir zuzugeben, daß die NSDAP damals neu gergündet wurde.
Aber ob nun die NPD mit dem gleichen, oder mit einem anderen Namen sich wieder gründet, ob die Mitglieder zu den Republikanern, zur DVU übertreten oder was auch immer geschieht, die Meinung der Partei läßt sich nicht verbieten, auch wenn vielleicht die Volstreckung eines Verbotsurteils die Zerschlagung der Parteistrukturen ermöglichen sollte.
Es wird vielmehr Öl isn Feuer gegossen.
Wenn eine Demokratie wirtschaftlich versagen sollte, wird sie ihren Untergang auch nicht durch Aktionismus aufhalten.
Im übrigen glaube ich nicht, das die Sozialkürzungen zu derartigem Zulauf führen werden. Höchstens vielleicht mit einer Kriminalsierung der NPD und anderer rechter Parteien durch die etablierten Parteien.
 
Antworten
Boersiator:

@Fonso

 
02.03.02 00:00
Frankreich hat noch einige andere Gebiete, die früher offiziell zu Deutschland gehörten.

Mit Diktatur meine ich natürlich Deutschland!
Sicherlich gibt es weit mehr als 100 Diktaturen in aller Welt.

Wenn Du so von der NPD empört bist, frage ich mich, wieso Du dann die Verantstaltungen besuchst? Bei einem Besuch scheint es ja nicht geblieben zu sein.

Die NPD muss auf keinen Fall verboten werden, sie kann verboten werden, wenn berechtigte Gründe hierfür bestehen. Diese sind aktuell sicherlich nicht gegeben.

B.
Antworten
Hungerhahn:

@Boersiator

 
02.03.02 00:07
Dein Wort in Gottes Ohr.
Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinen Entscheidungen zum Verbot der SRP 1952 und der KPD 1956 das Verbot einer Partei vor dem Hintegrund des Parteienprivilegs des Art.21 GG an sehr strenge Voraussetzungen geknüpft.
Das Terrorisieren von Wählern u.A. gehörte dazu.
Die bloße Auffassung, daß Deutschland Zuwanderung braucht, wird entgegen der Ansicht von Herrn Schily wohl nicht reichen.
Antworten
Boersiator:

Thema Zuwanderung

 
02.03.02 00:21
Ein Thema für sich.
Schilys Ansicht der Sache halte ich für verbesserungswürdig.
Ich bin für eine stark begrenze und gut überwachte Zuwanderung, eine Zuwanderung die solidarisch und wirtschaftlich vertretbar ist.

B.
Antworten
FunMan2001:

@Boersiator

 
02.03.02 00:38
aha, du bist FÜR eine (begrenzte und gut überwachte) Zuwanderung.
Dann bist Du ja für den Gesetzesentwurf der Regierung.
Was willst Du dann noch von der NPD ?

so long,
FunMan
Antworten
Boersiator:

Naja

 
02.03.02 00:50
Der Gesetzesentwurf hatte gern noch etwas zurückhaltender ausfallen können.

Von der NPD will ich nichts, dieser Thread bezieht sich lediglich auf die Frage nach einem eventuellen Verbots.

Bin bin klar für die existenz der NPD, da sie auch ihre guten Seiten und Ansichten haben.
Damit meine ich keine hetzerischen und anderen Fehltritte, sondern diejenigen die sich mit dem Vaterland etc. beschäftigen.

Ich bin Deutsch und schäme mich nicht ein Deutscher zu sein - im Gegenteil.

B.

Antworten
FunMan2001:

hää ? wieso sollte man sich schämen ?

 
02.03.02 01:11
aber Vaterland ? ist das nicht ein bisschen zu kitschig ?
Wozu brauchst du ein Vaterland ? Was bringt Dir das ?
Klär mich auf !
Meine Meinung:
Wir brauchen ein starkes Europa im wirtschaftlichen, wie auch im
poitischen Bereich, um endlich mal den USA Kontra zu geben.
Oder willst Du ewig um 15:30 Uhr auf die NASDAQ schauen ?

so long
FunMan
Antworten
Boersiator:

Ganz so einfach ist das nicht! o.T.

 
02.03.02 01:25
Antworten
Fonso:

@ Hungerhahn

 
02.03.02 12:31
1. Hitler hatte zu große Unterstützung im Beamtenapparat und in der Justiz.
Sein Gefängnisaufenthalt in Landsberg war sehr kurz und mit Privilegien verbunden. Und keinesfalls wurden seine Parteistrukturen zerschlagen.

2. Es ist ein sehr schlechtes Argument, wenn man sagt:
Man soll die NPD nicht verbieten weil Sie könnte sich neu gründen, oder die Mitglieder könnten zur DVU oder Reps gehen.
Also soll die NPD ungestört braunes Gedankengut verbreiten und dafür noch vom
Staat finanziell unterstützt werden??????

3. DVU und Reps werden vom Verfassungsschutz beobachtet.
Falls Sie auch verfassungsfeindlich auftreten, sollte man Ihnen auch die
Partei-Privilegien nehmen.

4. Eine Neugründung der NPD ist sehr unwahrscheinlich, und auch sehr langwierig
Ehemalige Funktionäre, dürften in der Partei auch nicht mehr vertreten sein.

5. Ein wirtschaftliches versagen der Regierungsparteien, darf nicht in einen
Zustrom zu Extremisten führen, sondern zu einen Zustrom zu neuen demokratischen
Parteien (zB damals zu den Grünen) wie freie Bürgerunion, ÖDP, Freie Wähler usw.

6. Die Gefahr größeren Zulaufs in die NPD ist durch größere Armut sicherlich
gegeben.

Gruss

Fonso
Antworten
dcarlito:

wieso eine Partei verbieten, die gar nicht

 
02.03.02 12:38
existiert!?
Es war doch alles nur künstlich durch den Verfassungsschutz inszeniert!?

Ich denke mal, die Anhänger, die wirklich daran glaubten, haben spätestens jetzt alles verloren , woran sie glaubten. Es gibt also keine richtige organisierte rechte Szene (mehr) in D .


Oder was?
Antworten
FunMan2001:

@dcarlito: bist du stark kurzsichtig oder

 
02.03.02 12:58
gar blind ???
Antworten
Boersiator:

@dcarlito

 
02.03.02 13:13
Also sowas, meinst Du Deine Aussage wirklich ernst?

Noch nie war die rechte Szene so gut organisiert als heute, ausgenommen 1912-1950.

B.

Antworten
dcarlito:

warum? weil ich an so ein "böser mann"-trödel

 
02.03.02 13:19
nicht glaube?
Früher dachte ich auch, es gibt sowas wie eine rechte Szene (ist ja auch klar, wenn es die linke gibt, muss es die rechte auch geben, kann ja nicht die eine öffentlich gefördert werden, während die andere immer nur verteufelt wird [schliesslich gehören beide verteufelt!!!! :) ])...
Aber seitdem man weiss, dass sogar die Reden für die NPD vom Verfassungsschutz erstellt wurden, weiss man doch spätestens jetzt, dass hier von Staatsseite nur versucht wurde, einen Gegenpol zu den Linken zu schaffen (wg. Chaostage, AntiGlobalisierung etc. )...

Es ist sooo toll in Deutschland als Punk durch die Strassen zu betteln, dafür noch Beifall von Schwachmaten zu kassieren, weil die Leute tun ja was gegen die NAZI's! Sagt man einmal was schlechtes gegen diese Chaoten, steht man gleich selbst als Nazi da!

Das finde ich so zum Kotzen! Ein richtiger linker Chaot kümmert sich einen Scheissdreck um irgendwas, ich habe Punks Sprüche brüllen hören im Suff wie: Du bist wohl nicht ganz arisch!?
Sie sind nur auf Chaos aus und darauf, dass sie jemanden haben, gegen den sie sich wenden können ... Insofern nehmen sie sich nichts mit den Rechten...

Nur ich finde die einen hochjubeln für Sachen, wegen derer man die anderen verteufelt, ist nicht ganz korrekt. Scheinbar hat sich das auch der Verfassungsschutz so gedacht!

Wer es jetzt noch nicht richtig verstanden hat:
Ich finde es gehören beide Seiten verboten! Sowohl Links- als auch Rechtsradikale!

Leider bin ich nicht in dem Teil Deutschlands aufgewachsen, wo die RAF zig Politiker ermordet hat (das hat nichts mit den Attentaten selbst zu tun, aber sonst wüsste ich vielleicht noch mehr Details darüber!)... Aber aus heutiger Sicht könnte genau dies ein Motiv für den Verfassungsschutz gewesen sein, damals den o.g. Gegenpol selbst mitzugestalten...

Nur ein paar Gedanken (vielleicht zu verschwörungstheoretisch, ich weiss!)
Antworten
dcarlito:

@Boersiator: anders erklärt...

 
02.03.02 13:32
ich meinte das so, wenn ich ein Anhänger der NPD gewesen wäre, und plötzlich kommt raus, dass das woran ich geglaubt habe alles nur Lug und Betrug war und alles nur eine RiesenVerarschung vom Verfassungsschutz, dann würde ich doch auf der Stelle wissen: hier wurde ich verarscht und die Finger davon lassen, d.h. dann kann ich doch daran nicht mehr weiter glauben...

(Natürlich immer vorausgesetzt, es handelt sich um Leute, die in der Lage sind, normal zu denken, und erkennen, wann sie einen Fehler gemacht haben...)

ich meine wie viele politisch motivierte Extremisten über 35 Jahren gibt es denn wirklich?
Ich halte das immer für eine Phase des erwachsen werdens... früher oder später kommt jeder darauf, dass er sich hat von irgendwelchen anderen ausnutzen lassen und denkt an sein eigenes Vorankommen...

Die, die dann immer noch politisch motiviert sind, nennen sich dann später Politiker und das auch nur, weil sie mitbekommen haben, dass man da wunderbar alles abzocken kann, was geht...  
Antworten
Boersiator:

Radikal

 
02.03.02 13:34
ist niemals eine Lösung, egal auf welcher Seite diese stattfindet!

Links sowie Rechts haben eine Berechtigung.
Egal welche Seite die Grundrechte und Gesetzte übertritt, gehört verboten.
Meiner Meinung nach, gibt es für linksradikale wesentliche mehr Gründe für ein härteres durchgreifen.
Allein schon die Chaos-Tage in Hannover etc. zeigen doch, daß von Links ein hohes Potential an Gewalt und Terror ausgeht.
Jaja, die Rechten und Lübeck etc. Sicher auch ein aussagekräftiger Grund.

Idioten gibt es auf beiden Seiten genügend!

Ich fühle mich als Deutscher jedenfalls eindeutig auf der Rechten Seite wieder, egal ob ich hier nun boykottiert werde oder nicht.
Mit der NPD habe ich weniger am Hut.

B.

Antworten
dcarlito:

Hut ab Boersiator! So würde ich das schon

 
02.03.02 13:55
überhaupt nicht mehr sagen... Man kriegt einfach immer auf den Deckel, wenn man sowas sagt! Das habe ich mir abgewöhnt...

Nur denken darfst Du alles, aber längst nicht alles sagen...!

:)
Antworten
Fonso:

@ Börsiator

 
02.03.02 22:39
1. Welche Gebiete auser Elsas-Lotringen hatte Frankreich noch, die früher zu Deutschland gehörten?

2. So gefestigt ist Deutschland nicht, das man für immer eine Diktatur
ausschließen kann. Die Sraftaten der rechten Szene haben in den letzten
20 Jahren um mehrere 100% zugenommen.

3. Ich habe schon viele politische Veranschtaltungen besucht(z.B. CDU, SPD
ÖDP, Reps, Grüne). Bei der NPD war ich zweimal. Beim erstenmal konnte ich nicht
glauben, das sowas in Deutschland möglich ist. Ich höhrte jeweils einen "kleinen
Hitler" reden.

4. Es gibt viele Gründe die NPD zu verbieten. Geh mal zu einer NPD-Veranstaltung
wenn Du kein Nazi bist, schließt Du Dich dann sicherlich meiner Meinung an und
bist für ein NPD Verbot.

5. Die NPD ist eine Gefahr für die Demokratie. Zur Zeit ist die Gefahr zwar noch
relativ gering, aber wer kann das für die Zunkunft garantieren, das das so bleibt?

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

Hallo dcarlito

 
02.03.02 23:07
Das Posting Nr. 62 von Dir ist sehr naiv.
Die Postings Nr. 65 und 66 zeigen mir, das Du Dich nicht richtig mit den NPD
Verbotsverfahren auseinander gesetzt hast, und auser ein paar Zeitungszitaten
(Bild?) keine Hintergrundinfo hast.

Gruss

Fonso
Antworten
Hungerhahn:

@fonso

 
03.03.02 00:54
Zu 2)
Ich weiß nicht, wieso das Argument mit dem Überlaufen der NPD-Mitglieder zu anderen Parteien ein schlechtes sein soll.
Ich wäre Dir verbunden, wenn du deine recht apodiktisch klingende These etwas untermauerst.
Als die SRP und die KPD verboten wurden, sind deren Mitglieder in Nachfolgeorganisationen oder anderen Parteien wieder aufgetaucht.
Die DKP selbst wurde als modifizierte KPD neu gregründet. Der KPD-Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Bundestag Max Reimann war sogar Ehrenvorsitzender der DKP.
Das verdeutlicht sehr gut, was teilweise mit führenden Mitgliedern und erst recht mit einfachen Mitgliedern bei einem Verbot passiert.
Im übrigen verstehe ich nicht, weshalb du gegen die Wahlkampfkostenerstattung wetterst. Zum einen repäsentiert die NPD einen wenn auch geringen Teil der Wähler, und damit des Volkes. Diese Finanzierung ist damit Teil des Demokratieprinzips. Zum anderen sind gerade wegen der geringen Stimmenanteile der NPD die Gelder lächerlich.
Die Volksparteien kriegen im Schnitt das 80-100fache.
Zu 5)Der Zulauf zu anderen, neuen Parteien ist auch ohne NPD Verbot möglich. Du kannst ja gegen die Schill-Partei sagen, was Du willst, aber sie hat in Hamburg dafür gesorgt, daß die NPD 0,0% der Stimmen bekam. Ähnliche Ergebnisse sind in den neuen Bundesländern auch zu erwarten. Unterschätze nicht die Hemmschwelle der wenn auch unzufriedenen Bürger, eine extremistische Partei zu wählen.
Eine Partei, wie es die Schill-Partei nun mal ist, hat damit
die NPD in Hamburg völlig bedeutungslos gemacht, weil sie als alternatives Ventil für den Unmut der Bürger fungierte.
Man kann jedoch nicht sagen, daß die Angehörigen der NPD dadurch zu Märtyreren gemacht worden sind.
Diesen Effekt erreichst Du aber mit einem Verbotsverfahren.

Ich halte an meiner Auffassung fest, wonach das Verbotsverfahren reiner kontraproduktiver Aktionismus ist.

Irgendwie kann ich freilich Deinen Standpunkt verstehen. Du befürchtest schwerwiegende Konsequenzen für den Fall einer NPD-Machtergreifung, da Du mit einer Philipinin verheiratet bist. Im besten Falle würdest Du rechtzeitig auswandern. Im schlimmsten Falle würde man dich und deine Frau wegen "Rassenschande" liquidieren.
Da sind wir übrigens bei einem Punkt, wo diese Partei viel effizienter als mit einem Verbotsverfahren bekämpft werden kann.  
Die Masse der Bürger sieht ein, wie weltfremd der Rassismus ist.
Es gibt nun mal in Deutschland zu viele gemischtrassige Ehen und Freundschaften mit Nichtdeutschen, als daß so eine Partei mit ihren starren Vorstellungen von Rassenhygiene mehrheitsfähig werden könnte. (Anders wäre es nur, wenn sie ihr diesbezügliches Dogma lockern würde.)
Bei den Leuten, die an solch hehren Grundsätze glauben, gibt es andere Ansatzpunkte, die man wie einen ausgelutschten Kaugummi breitreten kann.
Diese Leute sehen es also als Rassenschande an, wenn sich ein Angehöriger der arischen Herrenrasse mit Untermenschen einläßt? Nun, das damalige NPD-Vorstandsmitglied und JN-Vorsitzender Sascha Roßmüller ließ sich von einer polnischen Dirne 1999 oral befriedigen. Nach seinen Angaben fühlte er sich dabei so richtig als Herrenmensch.
Noch offener kann man seine Verlogenheit nicht darstellen. Vielmehr führen solche Dinge diese ganze Ideologie ad absurdum. Es wundert mich nur, daß sich die Presse nicht auf diese Lachnummer gestürzt hat.
Viele Grüße,
Hungerhahn
Antworten
Hungerhahn:

@fonso

 
03.03.02 01:00
Ich beziehe mich in erster Linie auf dein Posting 61
Antworten
winnner:

NPD

 
03.03.02 10:47
Bitte die NPD soll bleiben!
Bitte ein PDS Verbot!
Antworten
Fonso:

Hallo Hungerhahn

 
03.03.02 22:57
Das ca die hälfte der NPD-Mitglieder nach einen Verbot zur DVU oder den Reps gehen, will ich nicht besteiten, dies aber als Grund zu nehmen die NPD nicht zu
verbieten, kann ich nicht nachvollziehen. Auserdem sind Sie bei der DVU und den
Reps besser aufgehoben, da die Parteien nicht so extrem sind wie die NPD. Mir
jedenfalls ist kein Überfall auf Ausländer von einen Mitglied der DVU oder den Reps bekannt. Im Gegensatz zur NPD, wo etliche Mitglieder schon Ausländer brutal
zusammengeschlagen haben. Auch hat die NPD eine sehr starke Bindung zur Skinhead
Szene, die Sie bewust zur Ausländerhetze einsetzt.

Meines Wissens ist die Zulassung zur Partei um etliches erschwert worden. So einfach wie bei der Neugründung der KPD geht es nicht mehr.

Ich bin nicht gegen Wahlkampfkostenerstattung. Das damit Ausländerhetze betrieben wird und Jugendliche zu Nazis erzogen werden, dagegen habe ich entschieden was. In den Neuen Bundesländern betreibt die NPD mit den Geld "rechte" Jugendzentren, wo Jugendliche gezielt angeworben werden.
Die Geldbeträge die die NPD bekommt, sind auch nicht lächerlich. Es handelt sich
um mehrere mio €
Das es Demokratiefeinde gibt kann man nicht verhindern, diese aber noch zu finanzieren und dadurch noch zu vermehren, das ist pervers.

Deine Meinung zur Schill-Partei teile ich. Das aber ersetzt noch kein NPD-Verbot
Die Schill-Partei kann genauso schnell verschwinden wie Sie gekommen ist, oder
wie die Repuplikaner in die rechte Szene abrutschen.

Wenn meine Frau im Fernsehen NPD-Demos sieht, wo Nazis mit Springerstiefel und
Bomberjacke Ausländer raus rufen, und die Reichskriegsflagge zeigen, fragt Sie
mich immer warum sowas geduldet wird. Solche Demos in Verbindung mit brennenden
Asylantenheimen kann man dann in den philipinischen (und anderen Länder)Nachrichten sehen, und das gibt ein sehr schlechtes Deutschlandbild im Ausland.
Weil die NPD eine Partei ist müssen solche Demos erlaubt werden.
Mit einen Verbot der NPD würde auch die "geistige Brandstiftung weniger werden.
Ich vermute, das dann auch die rechtextremistischen Gewalttaten zurückgehen.

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

Nachtrag

 
03.03.02 23:25
Übrigends die Neugründung der KPD führte zu deren Bedeutungslosigkeit. Sie konnte nie wieder auch nur annähernd die Mitgliederzahlen erreichen die Sie vorher hatte.

Ein Verbot der NPD kann garnicht zu Märtyrertum führen, da die NPD über keine
schillernde/bekannte Persöhnlichkeit verfügt. Sie wird genauso in Vergessenheit
geraten wie die verbotene -Wehrsportgruppe Hoffmann- die damals sehr bekannt war.

Gruss

Fonso
Antworten
Hungerhahn:

Grüß dich, Fonso

 
04.03.02 02:30
Mit den Übergriffen von NPD-Mitgliedern auf Ausländer und mit dem Kontakt der NPD zur Skinhead-Szene hast du natürlich einen Punkt, auch wenn seitens der NPD behauptet wird, es handele sich um VS-Provokateure.
Alternativ würden solche jedoch Leute die gleichen Straftaten aus dem Untegrund begehen, der wesentlich schwerer zu kontrollieren ist.
Im übrigen setzen derartige Vorfälle die Hemmschwelle zum wählen der Partei drastisch herauf, so daß die NPD eher noch als irgendeine Skinheadkameradschaft solche Vorfälle zu verhindern sucht.
Aber daß Demokratiefeinde von der Wahlkampfkostenerstattung und ähnlichen Zuwendungen profitieren, ist nichts Neues und auch nicht auf die rechte Szene beschränkt. Es ist einfach Ausdruck der Tatsache, daß es Wähler dieser Gruppierungen gibt. Es folgt aus dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung aus Art.5 GG und aus dem Parteienprivileg des Art. 21 GG sowie aus dem Prinzip der abgestuften Chancengleichheit aus Art.3 GG.
Man mag es als beklagenswert ansehen, daß es Wähler dieser Partei gibt, gleichwohl ist es nicht zu ändern.
Ich kann nachempfinden, daß Deine Frau so empfindet.
Mach Dir aber nichts vor.
In anderen Ländern würde sie wegen Rechtsextremisten oder Islamisten ähnlich mulmige Gefühle haben - daß heißt: Wenn die Presse überhaupt darüber berichtet.
Andere Länder mögen nicht so im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen. Es mag auch nicht so hip sein, über deratiges in anderen Ländern zu berichten.
Aber die Wahrscheinlichkeit, daß ihr in anderen Ländern etwas passiert, oder daß sie zumindest diskriminiert wird, dürfte dort deutlich höher sein.
Ich weiß, daß es kein Trost für sie ist.
Aber ich denke, daß man dieses Phänomenen nicht einfach von der Bühne schieben kann.

Zur NPD und anderen Parteien kann ich nur folgendes sagen.
Aufgrund der allgemeinen politischen Lage hätte die NPD eigentlich schon Ende der '80er Jahre wiedererstarken müssen.
Auch wenn Lantagswahlergebnisse wie in BAWÜ 1988 (2,1%), SH 1988 (1,2%) eine deutliche Sprache sprachen, blieb dieses Wiedererstarken im Ansatz stecken. DVU und Reps traten auf die Bildfläche und die NPD verschand wieder in der Bedeutungslosigkeit. Nun kam die Schill-Partei hinzu.
Daß sie verschwindet, oder in die rechte Szene abrutscht, will ich nicht in Abrede stellen. Aber das kann mit jeder anderen Partei auch passieren. Die Gefahr besteht hierbei in einer generellen Ablehnung des Systems, da es dem Bürger vewehrt bleibt, seinen Unmut über die politischen Verhältnisse dauerhaft zu artikulieren. Wenn er das System jedoch ablehnt, ist es auch egal, ob er NPD wählt, oder die Wahlen boykottiert und sich gleich der rechten Untergrundszene zuwendet.
Mich würde übrigens mal interessieren, wie viele Mitglieder die KPD vor ihrem Verbot in der BRD gehabt hat.

Grüsse, Hungerhahn
Antworten
Fonso:

Hallo Hungerhahn

 
04.03.02 20:05
Das VS-Leute auf Ausländer losgehen und Skinheads aufhetzen halte ich für eine
Schutzbehauptung der NPD und schließe das zu 100% aus. Auser unbegründete
Aussagen gibt es dazu keinen Hinweis.

Die Folge eines NPD-Verbotes wird nicht eine Zunahme rechter Gewalt sein, sondern eine Abnahme der rechten Gewalt. Die systematische "Rekrutierung" der
Jugendlichen (vor allem in Ostdeutschland) mit Jugendlagern und Jugendzentren
und die "Vergiftung" mit Broschüren und Internetseiten würde aufhören und tausende Jugendliche würden gar nicht mehr mit der braunen Pest angesteckt werden. Potenzielle Gewalttäter würden gar nicht mehr entstehen. Der harte Kern
wird sicherlich bleiben und sich neu organisieren. Aber das Sammelbecken (NPD)
wird stark fehlen und der Nachwuchs sich verringern.

Die Freiheiten (zB Meinungsfreiheit) unserer Verfassung entbinden aber nicht von
der Treue zur Verfassung. Schon aus dem Grund weil die NPD keine Treue zur Verfassung zeigt, die Freiheiten schamlos ausnützt und das Parteienprivileg
misbraucht gehört Sie verboten und nicht noch mit mehreren mio € unterstützt.
Alle demokratischen Parteien in Deutschland teilen diese Auffassung.

Wie Du schon schreibst ist das Ausland beim Thema Rechte Gewalt sehr sensibel.
Um so erstaunlicher ist es, das die NPD bis jetzt ungestört Ausländerhetze
betreiben konnte. Die NPD war der geistige Brandstifter von Hoyerswerda und den
brennenden Asylantenheimen. Auch der Slogan "Nationalbefreite Zone" kam im Ausland sehr schlecht an.

Es gibt vieleicht 3-6 mio Bürger die unser System ablehnen. Wenn Sie aber nicht
aufgehetzt werden, und Ihnen ein Sammelbecken (zB NPD) fehlt, sind Sie für unsere Demokratie harmlos, da 99,99% nicht bereit sind in den Untergrund zu gehen.

Gruss

Fonso

PS: Wieviel Mitglieder die KPD vor dem Verbot hatte, kann ich Dir nicht sagen.
   Bei meinen Posting NR 75 handelt es sich um ein Zitat aus einem
   Fernsehbericht über extremistische Gewalt in Deutschland.
Antworten
Hungerhahn:

Grüß Dich Fonso

 
04.03.02 22:01
Also, es ist erwiesen, daß VS-Leute maßgebliche Funktionen in der NPD innehatten.
Ich nenne hier nur mal den ehemaligen NPD-Generalsekretär und NRW-Landesvorsitzenden Udo Holtmann und seinen StellV Wolfgang Frenz. Völlig ausschließen mag ich deshalb nicht, daß diese Leute das Verhalten in der NPD mitgesteuert hatten.

Es kann sein, daß Du mit Deiner These recht hast, daß Verfassungsfeinde nicht mehr politisiert und aufgewiegelt werden, wenn die NPD verboten wird.
Die Folgen des 1994 ergangenen FAP-Verbotes sprechen jedoch eine andere Sprache. Wir werden u.U. sehen, wer von uns recht hat.

Mir ist jedoch nicht bekannt, daß es in dem Grundgesetz eine
Pflicht zur Verfassungstreue gibt. Das Grundgesetz regelt, anders als beispielsweise das Beamtenrecht (wo im übrigen eine Verfassungstreue vorgeschrieben ist) nur Rechte von Bürgern und Organisationen nebst staatsorganisationsrechtlichen Belangen.

Ohne jetzt die Vorfälle in Hoyerswerda bagetallisieren zu wollen, muß ich sagen, daß so etwas in anderen Ländern andauernd vorkommt. Es interessiert nur keinen.
So kam es in England in letzter Zeit zu regelrechten Rassenkrawallen. Ob und inwieweit die British National Party damit etwas zu tun hat, kann ich nicht sagen.
Falls dem so wäre, wäre das nicht weniger erstaunlich.
Falls dem jedoch nicht so ist, zeigen diese Krawalle, daß es auch ohne Partei geht.
Die sensibilität der ausländischen Presse ist in Wirklichkeit Hetze gegen uns.

Zu den 3-6 mio Bürgern kann ich nur folgendes sagen:
Ausgehend von Deiner Prognose, wonach unvermeidliche Kürzungen der Sozialleistungen eine Radikaliserung herbeiführen können, wird auch die Bereitschaft zu einer Unterstützung des Untergrundes zunehmen.

Also, ich kann sagen, daß die DKP in den '80er Jahren um die  50.000 Mitglieder hatte. Interessant wäre natürlich (rein hypothetisch) mal zu überlegen, wie sich die KPD mitgliedermäßig entwickelt hätte, wenn sie nicht verboten worden wäre. Ich gebe hier zu bedenken, daß die KPD in den frühen '50er Jahren bereits stark an Bedeutung verlor.
Grüße,
Hungerhahn
Antworten
Fonso:

Hallo Hungerhahn

 
05.03.02 12:09
Herr Frenz hat für den Verfassungsschutz gearbeitet, diese Tätigkeit war aber in
der NPD bekannt. Somit fungierte er als Doppelspion, auch arbeitete er zuletzt
nicht mehr für den VS. Soviel ich weis war in der NPD auch bekannt das Herr
Holtmann verbindung zum VS hatte. In meinen Augen ist Herr Frenz ein 100%iger
NPD-Mann der Versucht hat den VS auszuspionieren.

Was waren denn die Folgen des FAP-Verbotes? Die Wehrsportgruppe Hoffmann ging
jedenfalls nach dem Verbot total unter.

Im Artikel 18 des Grundgesetzes (Verwirkung von Grundrechten) ist die Treue zum
Grundgesetz geregelt. Auch im Artikel 21 (politische Parteien) wird die Treue
zur unsere freiheitliche demokratische Grundordnung verlangt. Insbesondere gegen
Absatz 1 und 2 versößt die NPD.

Übrigends die NPD wird schon lange als Verfassungswiedrig eingestuft. Es darf kein NPD-Mitglied Beamter werden.

In dem Du auf die Gewalt in anderen Ländern hinweist, tust Du indirekt die rechtsextreme Gewalt in D verhamlosen, die oft genug von der NPD (direkt und indirekt) ausgeht. Nach dem Motto: Wir können die NPD dulden, weil die anderen
Länder sind ja noch schlimmer. Das eigene Verhalten mit dem Verhalten der anderen zu rechtfertigen ist eine "billige" Art zu argumentieren. Ich bin mir aber sehr sicher, das Du es nicht so meinst. Es kommt aber leider so rüber.

Das die ausländische Presse gegen uns hetzt, würde ich nicht sagen, schon gar nicht von Ländern die nicht mit uns im Krieg waren. Das Ausland ist bei rechtsextremer Gewalt sensibilisiert wegen der Nazi-Zeit, und das auch zurecht.

Eine größere Armut in Deutschland, würde ich in 10 bis 20 Jahren nicht ausschließen. Schon deshalb nicht, wenn man den schnellen Schuldenanstieg(mehr als 2000 Miliarden DM) und die Altersstruktur der Bevölkerung (immer weniger Leistungsträger) ansieht. Dann sind mir jedenfalls 10000 Leute im Untergrund lieber, die die Demokratie nicht gefährden können. Als 3-6 mio Bürger die eine
Diktatur errichten (Hitler hatte bei seiner Machtergreifung auch keine Mehrheit).

Gruss

Fonso  
Antworten
Hungerhahn:

Hallo Fonso

 
05.03.02 16:56
Zunächst muß ich sagen, daß Du eine faire und sachliche Art der Argumentation an den Tag legst. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit, gerade nicht bei Ariva.

Als die FAP verboten wurde, stellte sich heraus, daß die rechtsextreme Szene nicht schwächer wurde, sondern nur schwerer zu kontrollieren.

Zur Frage der Art. 18, 21 GG muß das Bundesverfassungsgericht erst einmal Stellung nehmen. Ob die NPD im Sinne dieser Normen verfassungswidrig ist, muß es noch entscheiden. Daher halte ich es (bis zu dem entsprechenden Urteil) für einen Zirkelschluß, die Verfassungswidrigkeit der NPD an diesen Bestimmungen festzumachen.
Daß das Parteienprivileg des Art.21 GG etwa im Beamtenrecht nicht gilt, liegt auf der Hand, da Beamte gerade dem Staat dienen sollen, den die NPD beseitigen will.

Daß Fremdenfeindlichkeit in Deutschland verharmlost werden soll, möchte ich in der Tat nicht so verstanden wissen. Ich wollte nur sagen, daß Rassismus und Intoleranz immer eine häßliche Begleiterscheinung von kulturellen und ethnischen
Gemengelagen bleiben werden. Von Deiner Frau weißt Du sicherlich viel über die Muslimrebellen auf der Insel Mindanao zu berichten.
Es liegt in der Natur des Menschen, für seine Miseren Sündenböcke zu suchen, die sich vor allem durch abweichende äußere Erscheinungsmerkmale (Rassemerkmale, Bräuche) unterscheiden.

Die Frage ist nur, ob es Sinn macht, ein multikulturelles Toupee auf die Glatze zu setzen, indem man die NPD von der Bühne schiebt.

Ich denke, daß sich die Frage nach dem NPD-Verbot verengt sich auf die Frage, inwieweit der Untergrund von dem Verbot profitieren wird, beziehungsweise, was im Falle einer abschlägigen Entscheidung geschieht.

Es ist absolut richtig, daß Hitler keine Mehrheit bei der Machtergreifung hatte.
Vielmehr war er auf Stimmen der DNVP, der DDP und der Zentrumspartei angewiesen.
Aber die NSDAP hatte zu weimarer Zeiten bis zu 44% der Stimmen erhalten.

Laß mich nicht lügen, aber ich denke, daß 6 Millionen Wähler der Partei etwa 10-15% der Stimmen bescheren würden. Sie wäre freilich drittstärkste Kraft.
Die Frage ist nur zum einen, wie sie in Konkurrenz zu DVU, Republikanern und der Schill-Partei diese Wähler für sich mobilisieren will, und zum anderen, wie sie Mehrheiten organisieren möchte, um an den immer noch starken Volksparteien CDU und SPD vorbei die Macht ergreifen zu können.

Bisher hat hier der Grundsatz divide et impera recht gut funktioniert.
Reps, DVU und NPD hatten sich recht effizient gegenseitig Stimmen weggenommen und sich so z.B. den Einzug in den Mecklenburgischen Landtag oder die Hamburger Bürgerschaft versperrt.

Die Stieglersche Anschuldigung, daß die Zentrumspartei als Vorläuferin der CDU den Steigbügelhalter für Hitler gespielt hat, wäre hier nur gegeben, wenn die CDU Mehrheiten für die NPD beschaffen würde, nicht umgekehrt.

Viele Grüße,
Hungerhahn
Antworten
dcarlito:

@fonso: da kann man sich aber auch gewaltig

 
05.03.02 17:16
verrennen, sich einzubilden nur die einen wären schlecht und zugleich stark und gehören damit verboten (aus den Augen, aus dem Sinn).

Bildzeitung fasse ich als persönliche Beleidigung auf!
Sollte ich jetzt anfangen," Du bringst nur Argumente vom Spiegel " (absolut links, manchmal beinahe deutschfeindlich!)  ??





Antworten
Fonso:

@ dcarlito

 
05.03.02 22:57
Beleidigen wollte ich Dich nicht, darum auch das Fragezeichen. Aber Deine
Aussagen sind doch -----------Hmm wie soll ich mich jetzt ausdrücken----------
Hmm sagen wir es mal so --------sehr Theoretisch, für mich schlecht nachvollziehbar und meineserachtens nicht ausreichend begründet.
Mit dem ersten Absatz des letzten Posting von Dir kann ich auch wenig anfangen.

Es wird Dich vieleicht überraschen, meine politische Heimat ist die CSU, ab und
zu lese ich den Spiegel und manchmal die Bildzeitung (gute Sportberichte).

@ Hungerhahn ich werde Dir morgen Abend antworten, hatte einen stressigen Tag
 und bin jetzt sehr müde.

Gruss

Fonso
Antworten
Fonso:

Hallo Hungerhahn

 
06.03.02 21:23
Eine faire und sachliche Diskusion bedingt immer einen entsprechenden Gesprächspartner und somit gilt das Kompliment auch für Dich.

Da die FAP relativ klein war, konnte ein Verbot die rechtsextreme Szene nicht
entscheidend schwächen. Bei einen Verbot der NPD würde das sicherlich anders
sein. Meines Wissens gab es keine Neugründung. Einige FAP-Mitglieder sind sicherlich bei anderen Organisationen wieder aufgetaucht, das Sie dadurch schwerer kontrollierbar sind, würde ich nicht sagen.

Mit dem "Radikalenerlaß" hat die Politik schon vor Jahren festgestellt, daß die
NPD verfassungswiedrig ist. Deshalb auch das Beamtenverbot für die NPD-Mitglieder. Im Artikel 21 im Zusatz von Absatz 2 heißt es sinngemäß:
Die Bundesregierung sellt die Verfassungswiedrigkeit fest. Ein Verbot kann aber
nur das Verfassungsgericht aussprechen.

Die NSDAP konnte nie annähernd 44% der Stimmen erreichen. Die letzten freien
Wahlen 1932 am 6. NOV brachten 33,1% , dies genügte zur Machtergreifung. Wie schnell eine Partei an Stimmen gewinnen kann sieht man aktuell an der Schill-Partei und damals an der NSDAP. Bei den Reichstagswahlen 1928 hatte die NSDAP
nur 2,6% der Stimmen, bei der Wahl im Juli 1932 hatte Sie 37,4% der Stimmen.

Wenn die NPD wegen der amateurhaften Vorbereitung nicht verboten wird, hoffe ich
mal, das kein genialer Redner wie Gregor Gysi (Macht alleine ein paar mio Wählerstimmen) zur NPD kommt und es keine große Inflation und Weltwirtschaftskriese gibt. Dies in Verbindung mit unser extremen Verschuldung,
wäre wohl das Ende unserer Demokratie.

Die Gefahr für unsere Demokratie durch die NPD ist sicherlich noch gering, aber warum soll man sich überhaupt der Gefahr aussetzen, zumal dies noch ein Imageverlust im Ausland bringt.

Rechtsextremismus wird es immer geben. Wenn man den Rechtsextremen aber die Möglichkeit nimmt sich öffentlich darzustellen, bleibt Rechtsextremismus auch
beherrschbar. Durch weniger Öffentlichkeit wird sich der Zulauf auch verringern.

Gruss

Fonso

PS: Der Satz -divide et imera- klingt latainisch ich habe aber keine Ahnung was
   er bedeutet, ich bitte um Übersetzung.
 
Antworten
Hungerhahn:

@fonso

 
07.03.02 18:25
Danke Dir. Sachliche Diskussion hat im übrigen auch zur Folge, daß auf beiden Seiten wirksame und gewichtige Argumente zum Einsatz gebracht werden können.
Wechselseitige Polemik artet in Beleidigungen aus, die für Leute mit einer vernünftigen Allgemeinbildung unwürdig ist und ohnehin nur schwarze Sterne einbringen kann. Dies ist nicht unser Ding.

Bezüglich der FAP beziehe ich mich auf Verfassungsschutzberichte aus NRW, wo diese Partei hauptsächlich agierte. Ich mag nicht ausschließen, daß ein NPD-Verbot die rechte Szene schwächen würde. Die Frage ist nur, wie lange.
1952, als die SRP verboten wurde, zählte diese Partei 13.000 Mitglieder - tendenz fallend. Von den Verbot der SRP konnte die DRP nur geringfügig profitieren. Mir ist auch nicht bekannt, daß führende SRP-Mitglieder zu anderen Parteien wechseln.
Später jedoch - im November 1964 - schloß sich die DRP mit Splittergruppen und dem Rest der DP zur NPD zusammen. Fünf Jahre später war die NPD in sieben Landtagen vertreten und zählte 28.000 Mitglieder.
Verbotsverfahren haben aus meiner Sicht von daher etwas von einem Kampf gegen die Hydra. Man schlägt einen Kopf ab, und zwei weitere wachsen nach.

Der Radikalenerlaß der Regierung, der im übrigen so auch nicht aufrecht erhalten werden konnte, bezog sich aber gerade auf den öffentlichen Dienst, nicht jedoch auf die Öffentlichkeit.
Wenn ich die Demokratie richtig verstanden habe, dann unterscheidet sie sich von
der Diktatur unter anderem dadurch, daß sie systemalternative Bestrebungen nur bei militantem Auftreten bzw. bei Verwendung undemokratischer Methoden verbietet und ansonsten argumentativ sich der Auseinandersetzung stellt. Von daher wäre es systemwidrig, von dem Bürger eine Verfassunsgstreue zu verlangen.

Ein nur hierauf gestütztes Verbot läuft Gefahr, den Teufel mit Belzebub auszutreiben.  

Zu den Wahlergebnissen der NSDAP muß ich nochmal nachschauen. Tatsache ist aber, daß die NSDAP stärkste Partei geworden war.
Ich weiß nicht, ob das der NPD möglich sein wird.

Ein NPD-Gysi könnte zweifelsohne eine Menge bewirken. Aber zunächst einmal müßte die NPD politische Strukturen aufbauen, die denen der PDS entsprechen.
Sie wäre aufgrund ihrer guten Organisation (anders als REPS, DVU) in der Lage.
Aber es würde recht lange dauern, vor allem, an die finanziellen Mittel zu kommen, die der PDS aus SED-Zeiten schon besaß.
Außerdem glaube ich, daß ein derartiger Mann einer Nachfolgepartei eher beitreten würde, als der NPD selbst, die aufgrund negativer Berichterstattung in der Presse ein enstprechendes Image schon weg hat.
Auch die NPD profitierte in den 60'er Jahren davon, daß sie zumindest formal-juristisch eine Neugründung war, und daher von dem DRP-Mief befreit war.
Der erste Bundesvorsitzende der NPD - Fritz Thielen - war sogar mal CDU-Mitglied!

Das Negativimage im Ausland ist sicherlich gegeben. Gleichwohl wird man Deutschland niemals dauerhaft von einer rechtsextremen Partei freihalten können.
Was gestern die SRP war, ist heute die NPD. Frage ist, was morgen kommmt.
Außerdem glaube ich, das eine militante Untergrundbewegung ebefalls für eine Negativpresse sorgen wird, selbst wenn sie sich darauf beschränkt, Synagogen rosa anzumalen.
Das wird aber nicht der Fall sein. Die Rote Armee Fraktion z.B. hat es geschafft, bei weitaus schwierigeren Voraussetzungen (hohe Zufriedenheit der Bevölkerung, antikommunistische Grundeinstellung) die Republik in Atem zu halten.

Divide et impera heißt: Teile und herrsche.
Teile etwas, was eigentlich zusammengehört (Reps-DVU-NPD), sorge dafür, daß sie sich gegenseitig bekämpfen.
Herrsche, weil sie sich gegenseitig lähmen und Dir nicht gefährlich werden können.
Herrsche, weil sie sich gegenseitig Stimmen wegnehmen und daher alle nicht über 5% kommen.
Herrsche, weil der Hickhack potentielle Rechts-Wähler abschreckt, die zutreffenderweise sagen, daß es keinen Sinn macht, eine Partei zu wählen, deren Einzug ins Parlament wegen der 5%-Hürde sowieso ausgeschlossen ist.

Gruss

Hungerhahn
Antworten
Hungerhahn:

nachtrag

 
08.03.02 01:03
Die NSDAP erreichte ihre 43,9% der Stimmen erst bei der Reichstagswahl am 5.3.1933, also nach der Machtergreifung.
Antworten
Fonso:

Ave Hungerhahn

 
08.03.02 23:11
Zu Deinen 1. Absatz kann ich Dir 100% zustimmen. Hast Du schon gewußt, das laut
den Ariva-Nutzerdaten 61% der Arivianer Abiturabschluß haben?  lol

Wie Du schon sagst, die 43,9% für die NSDAP war nach der Machtergreifung und
somit unintressant. Am 1 Feb 1933 mit der Ausrufung des Ausnahmezustands wurde
die Presse gleichgeschaltet, Parteilokale und die Büros der Gewerkschaften überfallen  und deren Representanten verhaftet.

Die RAF hatte Ihre Unterstützung nur in der "68ziger Generation". Mit der
Ermordung von Schleyer, Ponto, der Flugzeugentführung und den Bombenanschlägen,
hatte Sie die auch noch verloren. Mit Null Rückhalt in der Bevölkerung war Ihre
Zerstörung/Selbstauflösung nur eine Frage der Zeit. Sollte die rechtsextremistische Szene auch so weit gehen, wie die RAF, würde Sie sicherlich
das gleiche Schicksal teilen.

Ich denke mal das unsere Standpunkte gar nicht soweit auseinander liegen. Du gibst mir ja in ein paar Punkten recht, und auch ich kann Deiner Argumentation
immer mehr abgewinnen (Besonders der letzte Absatz von Deinen Posting Nr. 84).
Unsere verschiedene Einschätzungen werden aber wohl bleiben.
Während ich mir von einen NPD-Verbot eine schwächung der rechtsextremistischen
Szene, und einen geringeren Zulauf durch weniger Öffentlichkeit und ausbleiben
der staatlichen Zuwendung erwarte, und auf einen Rückgang der Gewalt gegen Ausländer und auf einen Imagegewinn im Ausland und bei den hier lebenden Ausländern erhoffe und keine Neugründung befürchte, da die nicht mehr so leicht
ist wie früher,
befürchstest Du ein abrutschen der rechtsextremistischen Szene in den Untergrund, möglicherweise eine Terrororganisation wie die RAF und/oder eine
Neugründung, deren Image zumindest am Anfang besser wäre mit möglicherweise
größeren Zulauf, oder eine gestärkte DVU und Reps.
Sollte ein Verbot ausgesprochen werden, hoffe ich das ich recht habe.
Wenn kein Verbot ausgesprochen wird, wünsch ich Dir das Deine Einschätzung
Divide et impera dauerhaft zutrifft.

Gruss

Fonso
Antworten
b.onkelz:

Supergoil...

 
09.03.02 09:42
... aber leider habe ich diese Diskussion zu spät entdeckt. Mit einem Verbot der NPD wird sicher das Problem des Rechtsextremismus in keiner Weise gelöst. "FAP" und "Nationalistische Front" sind schließlich auch verboten worden, was letztlich nur für eine Neustrukturierung in bereits bzw. weiter bestehenden Parteien geführt hat, unter anderem in der NPD. Verbiete ich die NPD bleiben immer noch DVU und REPS sowie unzählige sog. "Kameradschaften". Fallen diese Parteien und Organisationen ebenfalls weg, bleiben ja noch Schill-Partei und CSU, nein, nein, das geht nun wirklich zu weit.

Was das "Aufrechnen" linker und rechter Straftaten anbelangt und die damit verbundene Diskussion, worin das kleinere Übel besteht, ist doch mehr als abartig und völlig am Thema vorbei (gerade bei den vielen Geminsamkeiten wie "Atomkraft, nein danke!". Schwachmaten aus beiden Lagern in den Knast und fertig aus - ganz einfach.

Zum wiederholten Male muß ich bei dieser und ähnlich gelagerten Diskussionen feststellen, dass äußerst mißbräuchlich mit der Bezeichnung "Skinhead" umgegangen wird. Es gibt keine rechten Skins, es gibt Nazis mit kurzen Haaren. Das wäre in etwa so, als ob ich von "jüdischen NSDAP-Mitgliedern" spreche.

Aber alles in allem supergoil hier ...    
Antworten
Hungerhahn:

@fonso

 
09.03.02 18:46
Ich denke, unter politischen Gesichtspunkten würde die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes eine Prognoseentscheidung sein. Sie wird letztendlich unter rechtlichen Gesichtspunkten entschieden werden.
Egal ob die Entscheidung ein Erstarken der NPD oder eine Stärkung der Untergrundbewegung bewirken sollte, in jedem Fall wird einer von uns beiden und mit ihm ein großer Teil der Republik aufjaulen und fragen: "Haben wir es nicht immer gesagt? Wenn das Bundesverfassungsgericht anders entschieden hätte, wäre das alles nicht passierrt!"
In einer derartigen Situation kann man nur die falsche Entscheidung treffen, egal wie sie ausgeht.
Das Beste ist, daß keiner der beiden Folgen eintritt, egal wie das Bundesverfassungsgericht über den Verbotsantrag entscheidet.

Gruß Hungerhahn

PS: Ich weiß, daß ich Gefahr laufe, mit folgendem sachfremden Argument meine ganzen Ausführungen zu entwerten, da es hier um höherliegende Prinzipien und Werte geht. Ich wollte es dennoch mal gesagt haben:
Ausgehend von meiner Prognose würde die Ablehnung des Antrags ein weiteres BonBon enthalten.
Schröder und vor allem Schily würden sich bis auf die Knochen blamieren. Ich würde nicht zuletzt wegen der dubiosen Machenschaften dieser beiden Herren das empfinden, was selbst die Briten mit dem deutschen Wort Schadenfreude umschreiben.  
Antworten
Boersiator:

Dieser Thread wird ja richtig spannend

 
11.03.02 11:50
zu beobachten.

B.
Antworten
Fonso:

@ b.onkelz

 
11.03.02 20:55
Mit einen Verbot der NPD kann das Problem des Rechtsextremismus gar nicht gelöst
werden, und das habe ich auch nie behauptet. Die Szene würde aber die Parteiprivilegien und die Öffentlichkeit verlieren und die Struktur der Szene
wäre sicherlich geschwächt, und deren Organisation nicht mehr so einfach.
Wie schon gesagt, Parteigründungen sind nicht mehr so leicht wie früher. Eine
weitere verschärfung des Parteiengesetzes währe sicherlich eine sinnvolle begleitende Maßnahme.

Zur DVU und den Reps bitte meine Postings Nr. 61 und 74 durchlesen.

Die CSU in Verbindung mit der NPD zu bringen ist lächerlich, und macht Dich wenig Glaubwürdig. Die Schill-Partei kann zum heutigen Zeitpunkt auch nicht zur
Rechten Szene gerechnet werden.

Die NPD ist eng mit der Skinheadszene verbunden, und diese ist zum größten Teil
Rechtsextrem (Darum auch die Überfälle von Skins auf Ausländer). Du kannst das
im Verfassungsschutzbericht nachlesen.

@ Hungerhahn leider blamiert sich mit der stümperhaften Vorbereitung des NPD
Verbots und der eventuellen Ablehnung des Antrages nicht nur Schröder und Schily, sondern vor allem unsere Demokratie.
Schon aus diesen Grund ist Schadenfreude hier nicht angebracht. Leider kann
man aber solche Gefühle nicht immer unterdrücken.
Ich zum Beispiel empfinde ein wenig Schadenfreude bei den Spenden und Korruptionsskandal der SPD. Vorallem gegenüber dem Müntefering, der sowas in der
SPD 100%tig ausschloß. Leider wird auch dieser Vorfall das Vertrauen der Bürger
in unsere Politiker/Demokratie weiter verringern.

Gruss

Fonso
Antworten
Boersiator:

@Fonso

 
11.03.02 21:05
Stimmt genau!

B.
Antworten
Hungerhahn:

@alle, betr. Parteispendenaffäre

 
12.03.02 10:11
Hoffen wir, daß irgendwann mal eine Partei auftaucht, die rechtsstaatliche Prinzipien achtet und zumindest mal ein paar Jahre moralisch integer ist (keine Skandale, usw.) und diesen politischen Augiasstall mal ausmistet.
Der eigentliche Schaden für die Demokratie aus den Parteispendenaffären droht meiner Ansicht nach aus der kartellartigen Herrschaft von CDU und SPD und der Suggestion, daß zwingend immer eine der beiden Parteien regieren soll. Falls diese Parteien mal beide auf der Oppositionsbank sitzen sollten, werden sie das Ende der Demokratie beschwören.
Aber da fällt mir von Herbert Frahm alias Willy Brandt das Zitat ein: "Wir sind nicht am Ende der Demokratie, wir stehen erst am Anfang."
Falls keine neue Partei auftauchen sollte, wünsche ich hilfsweise der FDP ein gutes Abschneiden bei den nächsten Wahlen (ohne daß ich mich dieser Partei verbunden fühle).
Grüße,
Hungerhahn
Antworten
Boersiator:

Ich bin ja mal gespannt,

 
12.03.02 23:48
wann die Grünen un ddie FDP dran sind?
Vertrauen in Politiker ist momentan auf dem Siedepunkt angelangt.

B.
Antworten
SchwarzerLor.:

Wie demokratisch ist Deutschland überhaupt?

 
13.03.02 08:28
Ich wage mal die zugegebenermaßen mutige Behauptung: Nicht so besonders.
Gründe dafür sind:
- Immer mehr Spendenskandale und Korruptionsfälle tauchen auf.
- Verfassungsschutz infiltriert NPD und baut rechtsradikale Personen auf. NPD  
 infiltriert Verfassungsschutz...?
- Politische Bildung wird immer weiter zurückgedrängt: In vielen Bundesländern
 verschwindet Sozialkunde immer mehr vom Stundenplan. So schafft man keine
 mündigen Bürger.
- Ein Staat, der Millionen von Wählern bei verschiedenen Wahlen aufgrund von
 Sperrklauseln einfach nicht wertet, ist der demokratisch? Neue Parteien, die
- die Macht der anderen gefährden können, gehen dadurch unter oder werden von
- den Medien zerschossen.
- Es gibt keine Steuergerechtigkeit: Wer mehr weiß, bekommt mehr zurück. Dies
 geht zu Lasten der ärmeren Bevölkerungsschichten. Dies wird bewußt
 beibehalten.
- Ist ein Altkanzler, der gegen Gesetze verstößt massiv verstößt und dafür
 nicht ins Gefängnis kommt, ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie?
- Bei ö-r und privaten Sendern wird durch Politiker um Posten geschachert wie
 auf einem Basar. Darunter leiden Meinungsvielfalt und neue Ideen.
- Immer noch drücken sich die etablierten Parteien um ein deutliches Mehr an
 direkter Bürgerbeteiligung.
Und es gäbe noch einiges mehr zu listen...
S.Lord

p.s.: Im übrigen bin ich gegen ein Verbot der NPD. Unser Staat sollte diese Spannung aushalten können, wenn er denn wirklich demokratisch ist. Lieber die Einzelpersonen verurteilen als eine Partei, die bei Wahlen in der Bedeutungslosigkeit agiert.
Antworten
Fonso:

Hallo Schwarzer Lord

 
13.03.02 20:28
Die Sperrklausel (5% Hürde) sind ein Schutz für unsere Demokratie. Sie verhindert, das sich vor allem undemokratische Parteien wie die NPD im Bundestag
tummeln. Auch wären es dann vieleicht 20zig oder mehr Parteien. Um eine Regierung zu bilden müsten dann vieleicht 4 oder mehr Parteien zusammengehen die
sich dann mehr oder weniger selbst blokieren. Ein erstarken der rechten und linken Parteienspektrums verbunden mit häufigen Regierungswechsel wäre die Folge. Siehe die Weimarer Republik und das heutige Italien.

Gruss

Fonso

Antworten
Hungerhahn:

@SchwarzerLord

 
19.03.02 18:24
Es herrscht in der BRD der Grundsatz "Wissen ist Macht"
Nachdem die SPD in den 70'er Jahren der Ansicht war, jeder Deutsche müßte Akademiker sein, stellt sie heute nicht nur fest, daß sie zur Eindämmung der von ihr selbst verursachten bildungspolitischen Flurschäden Zuwanderung braucht (Krankenschwestern, Maurer), da kaum noch Deutsche derartige Arbeiten verrichten wollen.
Es stellt sich auch heraus, daß viele Menschen vor allem mit der politischen Bildung (Sozialkunde) überfordert sind. Es entspricht auch nicht ihrem Bildungsinteresse.
Ich erlebe es bei Referendarskollegen, die "Big Brother Abende" veranstaltet haben und den Prager Frühling mit dem Ungarnaufstand verwechselt haben.
(Glaubt man ja nicht , daß diese Leute hier mitdiskutieren können.)
Auch die sozialdemokratische Bildungspolitik kann aus einem Schweineohr keine Seidentasche machen.
Ich sehe daher nur einen graduellen Unterschied zu den Zuständen der 50'er Jahre, als wir nur einen geringen Anteil von Akademikern hatten.
Die Anzahl der Menschen mit hoher Bildung hat aber nichts mit dem Grad der Demokratisierung zu tun.
Außerdem schließe ich mich Fonso's Ausführungen bezüglich der 5% Hürde an.
Angenommen, man könnte den Extremismus beider Seiten durch Parteiverbote kurz halten, was die faktische Nichtexistenz der extremistischen Parteien zur Folge hätte.
In diesem Fall wäre die Demokratie dennoch wie gelähmt, da jede kleine Partei eine Koalition zum Platzen bringen könnte. Diese Erfahrung der Weimarer Republik läßt sich auch auf die heutige Zeit übertragen. Man darf die handlungsfähigkeit von Regierungen nicht auf dem Altar der Interessen einer 0,2%-Kaninchenzüchterpartei opfern.
Das ist eine Frage von Prioriäten.
Gruß
Hungerhahn
Antworten
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