KI-Hype am Limit: UBS warnt Anleger vor der Tech-Falle

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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Visuelle Darstellung von künstlicher Intelligenz.(Symbolbild)
©unsplash.com
Halbleiter waren der Turbo der Börsenrallye. Doch ausgerechnet die Analysten der UBS sehen den KI-Trade jetzt als gefährlich einseitig an. Sie empfehlen Anlegern, ihre Tech-Positionen deutlich zu reduzieren.
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Hinweis

Der Tech-Trade, der viele Depots über Jahre hinweg nach oben gezogen hat, bekommt nun Gegenwind von prominenter Stelle. Laut CNBC raten Analysten der UBS dazu, die Positionen im Technologiesektor deutlich zu reduzieren. Grund dafür sei, dass sich die KI-Rallye inzwischen extrem auf wenige Gewinner, vor allem auf Halbleiterwerte, konzentriere.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum diese Warnung ernst zu nehmen ist. So hat der PHLX Semiconductor Index seit Anfang 2023 um 67 Prozent zugelegt. Micron Technology, Credo und Nvidia schossen im selben Zeitraum jeweils um mehr als 1.000 Prozent nach oben. Für viele Anleger war genau das in den vergangenen Jahren die Erfolgsformel: KI, Chips, Rechenzentren – kaufen und liegen lassen.

Doch die UBS sieht genau darin nun die Gefahr. Der Markt habe eine immer binärere Logik aus Gewinnern und Verlierern entwickelt. Dazwischen bleibe kaum noch Raum für nüchterne Abwägung. Gleichzeitig seien Anleger nach der langen Rallye womöglich zu sorglos geworden.

Laut UBS spielt auch die politische Lage eine Rolle. Nach dem US-Iran-Abkommen könnten die Märkte sich wieder breiter aufstellen und nicht mehr täglich von politischen Schlagzeilen getrieben werden. Das heißt, Kapital könnte aus den überlaufenen KI-Gewinnern in andere Marktbereiche rotieren.

Werte aus dem Artikel:
Micron Technology Aktie 1.163,12 $ -4,16%
Nasdaq 100 29.258,36 -0,62%
Nvidia Aktie 193,35 $ -1,22%

Besonders heikel ist: Die Erwartungen an KI-Gewinne könnten zu hoch sein. Zwar stützt die Nachfrage nach Rechenzentren diese Story. Doch die UBS warnt, dass der Ausbau langsamer als erhofft laufen könnte – etwa wegen Engpässen bei Engineering-Kapazitäten und Chips.

Für Tech-Anleger ist die Botschaft unbequem: Die KI-Story muss nicht vorbei sein. Wenn jedoch Zuflüsse gering, die Marktbreite schwach, der Hebel hoch und die Stimmung einseitig ist, ist laut UBS eher Vorsicht als noch mehr Risiko angesagt.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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