Neues zur Abgeltungssteuer !


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Waleshark:

Neues zur Abgeltungssteuer !

10
19.01.07 10:32
News - 19.01.07 10:17
Abgeltungsteuer gilt nicht für alte Aktienbestände

Die neue Abgeltungsteuer wird nicht für alte Aktienbestände gelten. Darauf haben sich nach Informationen aus Koalitionskreisen die Finanzministerien von Bund und Ländern endgültig verständigt. Kursgewinne von Aktien, für die bis zum 31.12.2008 die Spekulationsfrist abläuft, bleiben damit steuerfrei.



BERLIN. Für Wertpapiere und Fondsanteile, die ab 1. Januar 2009 gekauft werden, gilt dann sofort die Abgeltungsteuer von 25 Prozent. Damit würde die Regierung die Eckpunkte von Anfang November in dieser Sache exakt umsetzen.

Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge ist Bestandteil der geplanten Unternehmensteuerreform. Ihr Kernstück ist eine Senkung der Steuerbelastung für Unternehmen um ein Viertel auf knapp 30 Prozent. Die Reform soll den Standort Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Sie soll mit der geplanten Gegenfinanzierung am 1. Januar 2008 in Kraft treten. Darauf hatten sich die Finanzpolitiker von Bund und Ländern unter Leitung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch geeinigt. Die Bausteine der Reform werden zur Zeit im Finanzministerium in die Form eines Gesetzes gebracht. Der Referentenentwurf soll Anfang Februar vorliegen.

Zu den vier Punkten der Reform, die den stärksten Widerstand der Wirtschaft hervorrufen oder schwer umsetzbar sind, beraten sich Steinbrücks Beamte mit ihren Kollegen aus den Länderfinanzministerien von Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz in Arbeitsgruppen. Geeinigt haben sich die Arbeitsgruppen bei den Details zur Abgeltungsteuer. Auch bei den geplanten Steuervorteilen für einbehaltene Gewinne im Mittelstand gibt es eine Verständigung: Personengesellschafter, die für einbehaltene Gewinne den künftig auf 30 Prozent begrenzten Satz nutzen wollen, müssen in Zukunft ein zweites "Thesaurierungskonto" führen.

Kritik aus den Bundesländern und der Wirtschaft gibt es bei der geplanten Besteuerung auf den Wert von Betriebsteilen, die ins Ausland verlagert werden (Funktionsverlagerung). Sie soll auch zur Gegenfinanzierung der Steuerreform dienen. Die Wirtschaft befürchtet einen Exodus von Betrieben und eine Verlagerung von Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ins Ausland: "Der Forschungsstandort Deutschland ist ernsthaft gefährdet, wenn ohne Rücksicht auf die betrieblichen Realitäten eine Besteuerung von Funktionsverlagerungen erfolgt", sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun dem Handelsblatt. Firmen verlagern seit Jahren Teile ihrer Produktion an billigere ausländische Standorte. Bei der Forschung ist dieser Trend schwächer ausgeprägt.

Bei der "Zinsschranke", mit der die Koalition Gewinnverlagerungen ins Ausland erschweren will, stünden die Beamten aber noch vor großen Umsetzungsschwierigkeiten, hieß es in Koalitionskreisen.

Bei der Abgeltungsteuer fand die Arbeitsgruppe neben der endgültigen Festlegung auf den Stichtag für Kursgewinne einen Kompromiss zur Kirchensteuer. Das Problem: Die Abgeltungsteuer wird von den Banken sofort an das Finanzamt pauschal abgeführt. Dem Betrag ist nicht anzusehen, ob zusätzlich noch Kirchensteuer anfällt. Nur Bürger, deren Einkommensteuersatz unter 25 Prozent liegt, werden künftig Kapitalerträge beim Finanzamt erklären. Damit die Kirchen keine Einbußen erleiden, sollen Anleger künftig bei der Bank angeben, ob sie katholisch oder evangelisch sind. Die Bank führt dann die Kirchensteuer an das Finanzamt ab, das sie an die Kirchen weiterleitet.

Quelle: Handelsblatt.com

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biergott:

Wat ein Glück!!

 
19.01.07 10:35
Na dann sollte es ja bis Ende 2008 noch nen Boom geben...
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MarkusSchmi.:

Abgeltungssteuer bei Verlusten ? ?

 
19.01.07 10:40
Hi,

und wie werden Verluste bei den Banken behandelt ?
Werden die verrechnet oder wie soll das gehen ?!?

Tschau
Markus
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Ommea:

Dann machen Sie einen Denkfehler: 01.01.2008

 
19.01.07 10:43
müsste es demnach heissen:


"...Kursgewinne von Aktien, für die bis zum 31.12.2008 die Spekulationsfrist abläuft, bleiben damit steuerfrei..."

Nachdem die Spekufrist ! Jahr ist, sind demnach alle Aktien, die ab 01.01.2008 gekauft werden abgeltungssteuerpflichtig, da deren Spekulationsfrist nicht mehr VOR dem 31.12.2008 abläuft ...

___________________________________________


:-))

Ommea

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biergott:

gut gesehen. MaMoe... o. T.

 
19.01.07 10:46
Antworten
popelfuchs:

eine Auswanderung

 
19.01.07 10:48
von vielen deutschen Aktien-Depot´s ins Ausland wird dann ab 2008 bevorstehen ! Mein Aktien-Depot wird ab 2009 auch im Ausland sein :o),Abgeltungssteuer wat für ein Schwachsinn ! nur noch abzocken ! das kennt diese Land hier !
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pepepe:

Änderungen

 
19.01.07 10:56
werden kommen !
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hoetti:

@ all

 
19.01.07 15:49
ich weiss ja nicht was für volumina ihr so bewegt, dass ihr der abgeltung negativ gegenübersteht, aber jeder der heute größere geschäfte an börse oder terminmarkt macht, kommt am finanzamt eh nicht vorbei...da halte ich 25% ohne weitere mühe der erklärung für sehr angenehm...kommt mich nämlich einfacher, und bei dem steuersatz auch günstiger als bisher.

nur die banktechnische abwicklung und vorallem die angesprochene verlustausgleichsmöglichkeit müssen noch konkretisiert werden.

ist natürlich nix für hartz 4 zertizocker mit 500 ocken

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Katjuscha:

Genau das ist das Problem hoetti

 
19.01.07 16:02
Als Kleinanleger ist man wieder der Depp. Von wegen Altersvorsorge etc. was uns die Politiker immer predigen. das ich nicht lache.

Bisher hab ich meine Aktien zu 70% länger als 12 Monate gehalten, um auch fürs Alter von der Spekufrist zu profitieren. Ab 2009 muss ich alles zu 25% versteuern, und wie es bisher aussieht, ist es ja schwierig Verluste gegenzurechnen. Zumindest weiß ich nicht wie das gehen soll.

Und die Großen des Geschäfts, die eh bisher spekuliert haben, werden dann auch weiter spekulieren, und profitieren noch von einem nedrigeren Steuersatz.

Tolle Reform!



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mecano:

die Großen machen die Gesetze für sich

2
19.01.07 16:06
und nicht für das Volk, das war schon immer so

die Ministerpräsidenten werden zwar gewählt (natürlich nicht direkt vom Volk) und nennen sich dann dem entsprechend auch "Landesfürsten" ich mein, das sagt doch alles !!




________

Angst frisst Gier
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hoetti:

@katjuscha

 
19.01.07 16:16
da geb ich dir recht, auch ich habe viele investments, die ich aus steuerlichen gründen länger als 12 monate halte. nur ist es bei zinsen ja auch schon so, dass diese versteuert werden müssen (bis auf den mittlerweile lächerlichen freibetrag von 801 p.P.). eine subvention von wertpapieren und derivaten im vergleich zu kap-einkünften ist aber meiner meinung nach nicht gerecht sondern, so wie alle subventionen reiner lobbyismus zu gunsten der aktionärsvereinigungen.

schau dir nur mal die ganzen anleger an, die nur aufgrund dieser gesetzgebung vom sparbuchsparer zum derivatebesitzer geworden sind (bonuszertis, discounter, andere strukt.papiere).

subventionen jeglicher art sind meiner meinung nach staatliche eingriffe in den normalen mechanismus der freien marktwirtschaft und gehören abgeschafft...lobbyismus hin oder her

das der sparer immer der idiot ist (und besonders der kleine) da gebe ich dir recht und dies ist absolut nicht ok. auch ich ärgere mich scharz, daß geld, welches ich bereits einmal versteuert habe wieder der steuer unterworfen wird.
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Katjuscha:

Also wenn du mehr als 800 € Zinseinkünfte

 
19.01.07 16:27
hast, gehts dir ja nicht schlecht.

Mir reicht ein Freibetrag von 300 €.



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Radelfan:

Kirchensteuer

 
19.01.07 16:28
Zitat aus #1: "Bei der Abgeltungsteuer fand die Arbeitsgruppe neben der endgültigen Festlegung auf den Stichtag für Kursgewinne einen Kompromiss zur Kirchensteuer. .... Damit die Kirchen keine Einbußen erleiden, sollen Anleger künftig bei der Bank angeben, ob sie katholisch oder evangelisch sind. Die Bank führt dann die Kirchensteuer an das Finanzamt ab, das sie an die Kirchen weiterleitet."
Soll das nach Treu und Glauben gehen? Wer wird denn bei der Bank angeben, dass er in der Kirche ist? Da werden wohl noch weitere direkte Zugriffe/Querverbindungen zwischen Banken und Finanzämtern notwendig sein, um eine massenhafte Kirchensteuerverweigerung zu vermeiden! Bei 9%iger KiSt macht diese Besteuerung immerhin 2,25% des Gewinns aus!
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doden:

Ich finde es widersprüchlich,

2
19.01.07 16:29
daß der Staat einerseits die private Altersvorsorge anmahnt, dann aber hingeht und die langfristigen Anlagen besteuert! Eine Abgeltungssteuer auf Zinsen und Dividenden finde ich ok, da einfach einziehbar. Eine Abgeltungssteuer auf Veräußerungsgewinne ohne die Möglichkeit, Verluste zeitnah (nicht erst mit dem Jahresausgleich) zu verrechnen, wird dazu führen, daß viele Depots ins Ausland wandern. Meins wird auch dazu gehören, bin doch nicht blöd!
Ich tue mir lieber einmal im Jahr ein bißchen Arbeit an (bzw. lasse es von Excel erledigen), bevor ich dem Staat einen zinslosen Kredit gewähre, der mich dazu auch noch meines Kapitals beraubt!
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pornstar:

#11, momentmal @Hoetti, der Sparer

 
19.01.07 16:40
geht keine Beteiligung ein. Aktieninvestments (ob direkt, Fonds oder Derivate) sind immer beteiligungen an einen Unternehmen. Der Unternehmer geht ein Risiko ein.
Der Sparer nicht. Der Sparer erhält Stückzinsen - jeden Tag -
der Aktionär muss manchmal durchhalten.

Also beide Anlageformen gleich zu stellen, geht ja wohl nicht !!

Das ist keine Subvention !!



________
Alles was ich hier poste, ist eine Satire.
Nichts ist wahr, Alles ist nur eine Geschichte.
Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Ähnlichkeit mit Tatsachen sind reiner Zufall.
Charts oder andere Meinungen sind keine Kaufempfehlungen.
Alles was ich hier schreibe sind reine Fiktionen.
Ein Bezug aus dieser virtuellen Welt zur realen Welt ist rein zufällig, nie intendiert und unterliegt der Täuschung des Lesers.
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Kritiker:

Zuerst muß die Frage geklärt

 
19.01.07 16:41
werden: Was sind besteuerungsfähige KURS-Gewinne?? Und WAS ist mit den Kurs-Verlusten? Alles ist doch NUR Papier!!!
Leider kümmern sich diese sozialistischen Gesetze-Macher überhaupt nicht um den Inhalt dieser Sache.

Und wie versteuert der Antiquitätenhändler? - und der Mode-Händler?
Im Prinzip ist jeder Handel Spekulation!
so sieht es - Kritiker.
Antworten
Katjuscha:

Geht das mit dem Depot/Konto im Ausland

 
19.01.07 16:50
eigentlich so einfach?

Kenn mich da überhaupt nicht aus. Könnte ich einfach bei einer schweizer Onlinebank ein Depot eröffnen und dort handeln, und muss dann hier keine Abgaben leisten? oder wie sieht das au`s?

Danke!

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hoetti:

@katjuscha

 
19.01.07 16:51
ich habe nie behauptet, dass es mir schlecht geht. ich habe zudem sogar 1602 frei, da vermählt ;-)) aber auch dies ist recht wenig meiner meinung.

überleg mal: 40 TEUR konservativ zu 4%, da bist du bereits dabei. kann nicht sagen dass 40 TEUR die welt sind, besonders nicht als altersvorsorge auch für den "kleinen mann"

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pornstar:

da mir ja beim Gewinn sofort 25% einbehalten werde

 
19.01.07 16:56
n, müssten die mir dann nicht bei einem Verlust, nach Gegenrechnung, die sofort wieder zurückzahlen
das tun die nie !!!!!!

und was ist wenn ich nur Verlust mache, krieg ich dann 25% von dem Verlust ??
das tun die nie !!!!!!



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Malko07:

#11 pornstar: Derivate sind

2
19.01.07 16:56
keine Beteiligungen an Firmen. Sie sind einfach nur nicht abgesicherte Wetten mit dem Herausgeber. Viel Spaß, wenn dieser in eine Pleite schlittert.

Man kann zukünftig auch weiterhin einen Steuerausgleich fahren (Verluste, Steuersatz, ...). Mit dem Depot im Ausland wird nicht so einfach werden. Ein Land in der EU oder Westeuropa würde ich da nicht empfehlen. Da steigen laufend die gegenseitigen Infos und mittelfristig wird man mit einer Abgeltungssteuer von 35% rechnen müssen.
Antworten
hoetti:

@pornstar

 
19.01.07 16:57
zinsanlagen sind auch (finanz)beteiligungen, nur nicht eigenkapital sondern fremdkapital. du bist gläubiger des anleiheemittenten und somit dessen bilanzaktiva. dies kann ein unternehmen (corporatebond) oder auch deine sparkasse sein, die du mit kapital unterstützt, wie risikoreich dein investment ist, klären dann ratingagenturen.

nur so zum nachdenken
Antworten
hkpb:

Am 31.12.2008

 
19.01.07 17:52
Wird Kassensturz gemacht. Das wars dann.
Antworten
Parocorp:

@katjuscha

 
22.01.07 13:36
wenn du das bei einem broker wie oanda (usa), interactivebrokers (usa) oder sonst einem broker (bermudas etc.) kannst, warum dann nicht in der schweiz?

alles online. brauchst nichts schriftlich, ausser evtl. ne passkopie reinfaxen...

gruss
Antworten
daxo:

fondssparpläne

 
22.01.07 13:52
wie sieht es dann eigentlich mit den fondssparplänen aus?
ich habe im letzten Jahr einen Fondssparplan abgeschlossen, der über 35 Jahre läuft.
Muss der dann auch versteuert werden?
Antworten
Kritiker:

Äpfel & Birnen

 
22.01.07 14:02
Eine Diskussion über Jahres-Veranlagung von realisierten Gewinnen aus Kapital ist doch überflüssig, natürlich muß dafür Steuer gezahlt werden.
Doch die "Abgeltungs-Steuer" soll auf trades erhoben werden.
Der momentane Papier-Gewinn wird besteuert!!!
Sowas gibt es sonst in keiner Branche.
Der Mode-Händler zahlt doch auch keine Steuer auf Stückgewinn beim Verkauf eines Kleides!
Und die kurze Freude beim Gewinn im Casino wird auch nicht besteuert.

Nur weil diese Sozialisten gegen Unternehmer sind, werden die Teilhaber = Aktionäre in die Pfanne gehauen.
Evtl. um sie in die "Riester"-Rente zu zwingen.

Meine Meinung hierzu fiele wohl unter *Streichung*?
Aber klar - Kritiker.
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