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Neuer Markt: Geldanlage: Wunder gibt es immer wied


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Neuer Markt: Geldanlage: Wunder gibt es immer wied

 
13.05.01 10:16
ftd.de, So, 13.5.2001, 8:00
Geldanlage: Wunder gibt es immer wieder
Von Torsten Engelbrecht

Kaum zu glauben: Selbst am Neuen Markt erleben Anleger noch positive Überraschungen. Die Entwicklung von Umweltkontor war nur eine davon.

Während der Berichtssaison der vergangenen Monate war am Neuen Markt vor allem auf eines Verlass: den Ausspruch "Das Unternehmen hat die Prognose verfehlt". Fast kein Tag verging, ohne dass wieder eine börsennotierte Firma Analysten und Anleger entsetzte.

Mehr als die Hälfte der am Neuen Markt gelisteten Unternehmen musste eingestehen, dass sie ihre selbst gesteckten Gewinnziele für 2000 nicht erreicht haben", sagt Ingo Wermann, Analyst bei der GZ-Bank . "Insbesondere in den Bereichen Internet und Software waren die Ergebnisse meist katastrophal", so Wermann. Zu den Super-Verfehlern zählten unter anderem Heyde , Amatech und CAA . Von den Großen des Marktes gehörten Intershop , Adva und EM.TV zum erlauchten Kreis.



Umweltkontor sieht gut aus


Im Hagel schlechter Unternehmensmeldungen sind die positiven Überraschungen regelrecht untergegangen. Wohl auch, weil es von ihnen nicht allzu viele gab. Nur wenige Firmen konnten gegen den Trend deutlich bessere als die erwarteten Zahlen vorlegen.

Für besonders großes Erstaunen sorgte der Projektdienstleister für erneuerbare Energien, Umweltkontor , der den prognostizierten Gewinn um stolze 55 Prozent übertraf. Der Überschuss des Unternehmens stieg um stattliche 1400 Prozent gegenüber 1999 auf fast vier Mio. Euro.


Die Aussichten bleiben gut. So gingen hier zu Lande in den ersten drei Monaten dieses Jahres 237 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von fast 300 Megawatt neu ans Netz. Das sind rund 50 Prozent mehr als im ersten Quartal 2000. Entsprechend prall ist die Projektpipeline des Unternehmens mit einem Volumen von 1500 MW gefüllt - davon 740 MW vor den Küsten.


"In diesem und im nächsten Jahr wird Umweltkontor voraussichtlich dreistellig wachsen", meint Maja Brauer von Hornblower Fischer. Die Aktie sei deshalb trotz des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von 30 für das Jahr 2002 unterbewertet. Zudem werde die am Dienstag bekannt gegebene Aufnahme in den Nemax 50 den Wert stärker ins Blickfeld der institutionellen Investoren rücken.



"Beeindruckende Erfolge"


Bereits Mitglied im Nemax 50 ist Kontron . Trotz der mehrfach angehobenen Planzahlen für das Jahr 2000 konnte der Spezialist für intelligente Mini-Computer die Schätzungen jedes Mal übertreffen. Nach einem Höhenflug auf 150 Euro ist die Aktie stark eingebrochen und notiert aktuell bei 54 Euro. Das geschätzte KGV für 2002 liegt bei 20, der Gewinn hingegen soll um 41 Prozent auf mehr als 17 Mio. Euro klettern.


"Die Münchener haben beeindruckende Erfolge aufzuweisen", sagt Niklas Amundsson, Analyst bei ABN Amro , der den Titel mit "Add" einstuft. "Kontron hat mehrmals neu erworbene, Verlust bringende Unternehmen in die Gewinnzone geführt." So habe die im Jahr 2000 gekaufte kanadische Tochterfirma Fieldworks im ersten Quartal dieses Jahres einen Nettogewinn von 0,6 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahresquartal war noch ein Netto-Fehlbetrag von 2,5 Mio. Euro ausgewiesen worden, so Amundsson.


Zudem habe sich Kontron mit der Übernahme des taiwanesischen Mini-Computer-Spezialisten ISPRO wichtige Vertriebskanäle im Fernen Osten gesichert. Kontron selbst sieht sich - realistisch - als zweitgrößter Anbieter von Embedded Computers in Asien. Auch Maja Brauer rät, sich von der Kontron-Aktie Stücke ins Depot zu legen. "Trotz einer relativ hohen Abhängigkeit von der kränkelnden Telekombranche waren die Ergebnisse für das erste Quartal mal wieder sehr erfreulich", so Brauer. Dies spreche für die hohe Professionalität des Managements und die sehr gute Qualität der Produkte.



Mühlbauer empfiehlt sich


Über eine ausgezeichnete Produktpalette verfügt auch Mühlbauer. Der Weltmarktführer bei Produktionsanlagen für Smart Cards wird von den Analysten mit Kaufempfehlungen überhäuft. Gleiches gilt für den TV-Rechtehändler TV-Loonland , einen der "Weißen Raben" der Medienbranche. Das Unternehmen schraubte seinen Umsatz im Jahr 2000 rasant um rund 300 Prozent nach oben.


Angetan sind Marktteilnehmer vom Geschäftsmodell des Logistik-Dienstleisters Thiel Logistik . "Die Luxemburger profitieren vor allem vom Trend zum Outsourcing und vom Wachstum des Marktes für Gesundheits-Logistik", so die Analysten des Teams Neuer Markt von Independent Research. Ihr Urteil: "Kaufen".


Darüber hinaus habe Thiel bereits die Sparte Reverse-Logistik (oder "Zurück-Logistik") als Unternehmensbereich definiert. "Nach einer EU-Richtlinie sind ab dem Jahr 2005 die Hersteller elektronischer Produkte dazu verpflichtet, die Waren nach deren Ableben wieder zurückzunehmen", so die Experten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden die Hersteller die Abwicklung der Rücknahme an Fremdfirmen vergeben ("outsourcen"). Thiel habe mit seiner vorausschauenden Positionierung in diesem Zukunftsmarkt die Chance, sich schnell als führendes Unternehmen (First Mover) aufzustellen.



D.Logistics wächst durch Zukäufe


Im Gegensatz dazu hat Konkurrent D. Logistics diesen Markt noch nicht im Blickfeld. Auch D. Logistics wächst stark, doch hauptsächlich durch Übernahmen. Sollte es den Hofheimern gelingen, die Zukäufe erfolgreich zu integrieren, dürfte einem weiterhin starken Wachstum aber nichts im Wege stehen.


Nicht alle Prognosen-Brecher sind freilich automatisch zum Kauf zu empfehlen. So ist beim Smart-Card-Hersteller Winter ein großer Teil des beachtlichen Gewinnanstiegs auf einmalige Synergieeffekte zurückzuführen - und zwar auf die Verschmelzung der Sparten Winter Druckerzeugnisse und Winter Wertdruck. Zudem lag der 2000er Umsatz unter Plan. Zu guter Letzt befindet sich die Aktie außerhalb des Radarschirms der institutionellen Investoren.


Aixtron gilt zwar als Weltmarktführer für Anlagen zur Fertigung von Verbindungshalbleitern und nicht zuletzt wegen der beständig hohen Wachstumsraten zu den Top-Werten am Neuen Markt. Das Problem: Aixtron ist ambitioniert bewertet. "Gut, aber teuer" lautet oft das Urteil über die Aachener. Allein in den vergangenen sieben Wochen ist die Aktie um 60 Prozent gestiegen, weshalb nach Meinung von Experten zunächst kaum Spielraum mehr für weitere Kurszuwächse besteht. Die am Mittwoch Abend bekannt gegebenen Zahlen für das erste Quartal lagen - mal wieder - über den Analysten-Schätzungen. Interessenten sollten aber, bevor sie zugreifen, besser auf einen Rücksetzer warten.
www.ftd.de/bm/ga/FTDCF0OELMC.html?nv=hpm

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malen:

auf ein paar mehr Wunder :-) o.T.

 
17.05.01 07:23
Antworten
Dixie:

Und drei von diesen Wundern hab ich im Depot!

 
17.05.01 08:06
:-)))
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