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NEL, der Wasserstoffplayer aus Norwegen


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Nel ASA 0,1944 € -1,12% Perf. seit Threadbeginn:   -74,39%
 
newson:

das ist mit das beste in den letzen Jahren

 
28.07.26 21:01
" Nicht zuletzt: durch den niedrigen Preis kann man eine große Zahl von Aktien erwerben, und für kleines Geld am großen Spiel teilnehmen.  "   #57296

**********

Absolut, kann ich mit 8 Jahren  Volksschule nur bestätigen,  das kann bei 10 % ne Menge ausmachen an Geld unterm Strich , Wahnsinn was man hier alles so lernt, Topp !!!
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newson:

entecheidend ist nicht die Summe

 
28.07.26 21:02
des Wertes sondern einzig und allein die Menge oder Liter oder Kilo  
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51Mio:

Nel und Nachrichten

 
29.07.26 10:00
Die Vergangenheit belastet die Aktie. Was bei anderen Werten zu Phantasien führen kann, wird hier nicht zur Kenntnis genommen. Es berichtet auch kein Börsenblatt.
Ceres ist stark abgegangen anhand von Ankündigungen. Der Partner fängt mit der Produktion an, was an Lizenzgebühren rüberkommt eher vage.
Die Meldung mit der Offshore Wasseestoffproduktion würde bei jedem anderen Titel den Kurs um x% erhöhen.
Wie auch bei anderen Meldungen.
Hier zählen ZDF, diese sind Bestellungen in hohen MW Bereich sowie daraus resultierende hohen Umsätze, die den Break Even Point erreichen.
Antworten
opcpower:

Funkstille

 
29.07.26 10:26
Das nervt mich auch,  finde absolut nichts neues.  
Antworten
Grish:

.

 
29.07.26 10:38
Hier passiert ja auch mal wieder nichts. Entgegen der Meinung der üblichen Euphoriker gibt es keine weltbewegenden Auftragseingänge. So wie ich das verstanden habe dauert es üblicherweise auch 1-2 Jahre bis ein Auftrag wirklich spruchreif ist. Die neue Technik (falls sie den wirklich so spektakulär ist wie Nel behauptet) dürfte also noch einige Zeit brauchen bevor sie sich in neuen Aufträgen niederschlägt. Bis dahin würde ich eher mit einer neuen KE rechnen als mit einem neuen Auftragseingang ;-)
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#57306

DerCEO:

Eine interessante These

 
29.07.26 12:09
Nel und Nachrichten
Die Vergangenheit belastet die Aktie. Was bei anderen Werten zu Phantasien führen kann, wird hier nicht zur Kenntnis genommen. Es berichtet auch kein Börsenblatt.
Ceres ist stark abgegangen anhand von Ankündigungen. Der Partner fängt mit der Produktion an, was an Lizenzgebühren rüberkommt eher vage.
Die Meldung mit der Offshore Wasseestoffproduktion würde bei jedem anderen Titel den Kurs um x% erhöhen.
Wie auch bei anderen Meldungen.
Hier zählen ZDF, diese sind Bestellungen in hohen MW Bereich sowie daraus resultierende hohen Umsätze, die den Break Even Point erreichen.
51Mio, 29.07.26 10:00
Mit welchen konkreten Zahlen würdest du einen xprozentigen Kursanstieg dann rechtfertigen?
"Bauchgefühl" oder "Fantasie" wird hier zurecht nichts bringen.
Weisst du denn wieviel diese "Offshore Produktion" denn konkret bringt?
Wie sind denn nels Margen in diesem Bereich?
Und mit welchen Volumen sind die genau beteiligt?
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51Mio:

Aufträge 1-2 Jahre

 
29.07.26 12:36
Die haben ja auch was laufen, Projekte im Feed Status. Ist halt Anlagenbau und nicht Konsumgut, welches mit etwas Werbung sich schnell abverkauft.
Ich habe in der Vergangenheit die potentiellen Aufträge oftmals benannt. An dem Potential hat sich nichts geändert, keine Absagen, deswegen halte ich die Stellung.
Antworten
Berliner_:

#57308

 
29.07.26 13:58
Das Wort "Potenzial" liest man bei nel seit Jahren.

Potenzial hier, Pipeline dort, Feed-Status da...

Nur leider ist an Potenzial noch kein Unternehmen reich geworden ;-)
Entscheidend sind unterschriebene Aufträge, steigende Umsätze und am Ende Gewinne.

Und "keine Absagen" als Argument überzeugt auch niemanden. Das bedeutet lediglich, dass Projekte nicht offiziell gestrichen wurden, es bedeutet aber genauso wenig, dass daraus tatsächlich Aufträge entstehen. Währenddessen wächst die internationale Konkurrenz rasant und liefert bereits aus, während nel immer wieder auf das nächste große Potenzial verweist. An der Börse werden am Ende Ergebnisse bezahlt, nicht Hoffnungen, und genau deshalb sollte sich niemand mehr wundern, warum die Aktie dort steht, wo sie steht. Ich persönlich finde sie sogar jetzt noch zu teuer. Denn Potenzial zahlt weder Rechnungen noch schafft es Gewinne. Im letzten Quartal standen rund 153Mio. NOK Umsatz einem Nettoverlust von 189Mio. NOK gegenüber. Der Auftragsbestand liegt weiterhin unter dem Vorjahresniveau und die Liquidität nimmt ebenfalls ab. Für mich ist das momentan keine faire Bewertung, sondern eine Bewertung, die immer noch sehr viel ungewisse Zukunft einpreist.  
Antworten
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#57311

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#57312

DerCEO:

Mal ein paar harte Fakten statt Fantasie

 
29.07.26 14:34
nel hat 2021 jede Menge Potential versprochen.
Ich habe die bloß allgemein optimistischen Aussagen von damals weggelassen und mich auf Prognosen konzentriert, deren Ergebnis heute ziemlich eindeutig beurteilt werden kann. Dabei ergibt sich ein erstaunlich geschlossenes Bild: Fast die gesamte kaufmännische Wirkungskette, die Nel 2021 beschrieben hat, funktionierte nicht.

1. Grüner Wasserstoff sollte 2025 fossilen Wasserstoff unterbieten

Aussage 2021
Der damalige CEO erklärte, Nel wolle bereits 2025 Technologie anbieten, mit der grüner Wasserstoff für 1,50 US-Dollar je Kilogramm hergestellt werden könne. Damit sollte erneuerbarer Wasserstoff günstiger werden als fossil erzeugter Wasserstoff. Das war ausdrücklich als konkreter Meilenstein für 2025 formuliert.

Realität 2026
Nel hat bis heute keine kommerzielle Kundenanlage veröffentlicht, die nachweislich grünen Wasserstoff für 1,50 US-Dollar je Kilogramm produziert. Stattdessen führte das Unternehmen erst im Mai 2026 seine neue druckbasierte Alkaline-Plattform kommerziell vor, die zukünftig die Investitionskosten senken soll. Das spricht nicht dafür, dass das Kostenziel bereits 2025 mit der bisherigen Technik erreicht worden wäre.

Auch der Gesamtmarkt liegt weit daneben: Die Internationale Energieagentur stellte 2026 fest, dass erneuerbarer Wasserstoff in den meisten Regionen weiterhin teurer ist als Wasserstoff aus fossilen Energieträgern. Ohne staatliche Unterstützung liegt der wirtschaftlich akzeptable Wasserstoffpreis für die meisten Anwendungen unter zwei US-Dollar je Kilogramm – ein Niveau, das erneuerbarer Wasserstoff überwiegend nicht erreicht.

Urteil: Das wichtigste und konkreteste Ziel des Berichts wurde nicht nur verfehlt, sondern von Nel anschließend praktisch stillschweigend aufgegeben.

2. Innerhalb weniger Jahre sollten 200- bis 800-MW-Projekte zum Normalfall werden

Aussage 2021
Nel erwartete für die erste Hälfte des Jahrzehnts Anlagen mit 200 bis 800 MW und darüber hinaus. Das Unternehmen erklärte, bereits Konzepte für 20, 50, 100 und 200 MW anbieten zu können und sogar eine vollständige 800-MW-Anlage für einen Kunden entworfen zu haben.
Realität 2026

Der gesamte feste Auftragsbestand von Nel liegt heute bei 1,213 Milliarden NOK. Im besonders für große Projekte vorgesehenen Alkaline-Geschäft beträgt der Auftragsbestand aber nur noch 224 Millionen NOK und liegt damit 73 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang des Bereichs belief sich im zweiten Quartal 2026 auf gerade einmal 8 Millionen NOK.
Bei Projekten oberhalb von 100 MW berichtet Nel derzeit lediglich über bezahlte Machbarkeits- und Entwicklungsstudien. Das Unternehmen schreibt ausdrücklich, dass diese Studien erst die Grundlage für mögliche spätere feste Anlagenaufträge bilden sollen. Ein 800-MW-Festauftrag ist daraus bisher nicht entstanden.
Zum Vergleich: Bereits Ende 2021 betrug der Auftragsbestand des Elektrolyseurgeschäfts 937 Millionen NOK. Viereinhalb Jahre später liegt der gesamte Elektrolyseur-Auftragsbestand nominal nur rund 29 Prozent darüber – trotz der damals angekündigten Vervielfachung der Projektgrößen.

Urteil: Die groß angekündigte 800-MW-Zukunft ist für Nel bis heute überwiegend eine Planungs- und Studienzukunft geblieben.

3. Die Herøya-Fabrik sollte die „beschleunigte Nachfrage“ bedienen

Aussage 2021
Nel baute in Heroya eine vollautomatisierte 500-MW-Fertigung auf. Im Ausblick hieß es, man wolle genügend flexible Kapazität schaffen, um Aufträge im Umfang von mehreren Milliarden NOK abzuwickeln und die beschleunigte weltweite Nachfrage zu bedienen.

Realität 2025/2026
Die Nachfrage beschleunigte sich nicht ausreichend. Nel musste die Herøya-Produktion 2025 zeitweise stilllegen, die Belegschaft reduzieren und die Kapazität an die schwächeren Marktbedingungen anpassen.

Ende 2025 schrieb Nel 361 Millionen NOK auf Teile der Alkaline-Produktionsanlagen ab. Das Unternehmen erklärte selbst, dass ungenutzte Produktionskapazität weiterhin Fixkosten verursacht und die Ergebnisse belastet.
Im zweiten Quartal 2026 wiederholte Nel, dass nicht ausgelastete Produktions- und Organisationskapazitäten das Ergebnis weiter negativ beeinflussen werden, bis mehr Aufträge gewonnen werden. Gleichzeitig lag der Alkaline-Auftragsbestand bei lediglich 224 Millionen NOK – gegenüber einer aufgebauten beziehungsweise erneut geplanten Gigawattkapazität.

Urteil: Man baute die Fabrik für die erwarteten Milliardenaufträge. Stattdessen kamen Unterauslastung, Stillstand, Personalabbau und Abschreibungen.

4. Technologieführerschaft sollte automatisch mehr Aufträge bringen

Aussage 2021
Nel argumentierte, seine Produkt- und Technologieführerschaft werde dazu führen, dass das Unternehmen zusätzliche Verträge sowohl in bestehenden als auch in neuen Märkten gewinnt. Die Projektpipeline sei stark gewachsen und solle in neue Aufträge umgewandelt werden.

Realität 2025/2026
Der Umsatz fiel 2025 um 31 Prozent von 1,390 Milliarden auf 963 Millionen NOK. Im ersten Halbjahr 2026 sank er nochmals um 8 Prozent. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026 lag 18 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Im Alkaline-Bereich war die Entwicklung noch deutlicher:

Umsatz 2025: minus 44 Prozent
Auftragseingang 2025: minus 83 Prozent
Auftragsbestand Ende 2025: minus 66 Prozent
Auftragsbestand Q2 2026: nochmals minus 73 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im aktuellen Ausblick spricht Nel nicht mehr von beschleunigter Nachfrage. Das Unternehmen berichtet stattdessen von verzögerten und gestrichenen Förderprogrammen, höheren Projektkosten, verschobenen Investitionsentscheidungen und stornierten Projekten. Man wolle zur Wachstumsstrategie zurückkehren, „wenn der Markt zurückkehrt“.

Urteil: Aus der angeblich rasch wachsenden Pipeline wurde kein entsprechend wachsendes Geschäft. Nel wartet heute darauf, dass der Markt zurückkommt, der laut Bericht 2021 bereits unmittelbar vor dem Durchbruch stand.

5. Steigende Umsätze und Skaleneffekte sollten zur Profitabilität führen

Aussage 2021
Nel erklärte, steigende Umsätze sollten Kostensenkungen und Skaleneffekte ermöglichen und damit letztlich zur Profitabilität führen. Die Logik war einfach:
mehr Aufträge  höhere Auslastung niedrigere Stückkosten  Gewinne.

Realität 2025/2026
Im Jahr 2025 erzielte Nel:

Umsatz: 963 Millionen NOK
EBITDA: minus 275 Millionen NOK
Nettoverlust: minus 1,265 Milliarden NOK
operativer Cashflow: minus 253 Millionen NOK.

Im ersten Halbjahr 2026 folgten:

Umsatz: 302 Millionen NOK
EBITDA: minus 255 Millionen NOK
Nettoverlust: minus 332 Millionen NOK
operativer Cashflow: minus 164 Millionen NOK.

Der heutige Ausblick enthält keinen konkreten Break-even-Termin mehr. Nel erwartet Profitabilität erst, wenn sich der Markt zu einem „robusten Wachstum“ entwickelt. Damit hängt die Profitabilität nun von einem zukünftigen Marktaufschwung ab, für den weder ein Zeitpunkt noch eine notwendige Umsatzhöhe genannt wird.

Urteil: Die angekündigte Wirkungskette lief rückwärts: sinkende Umsätze, schlechte Auslastung, Abschreibungen und weiterhin hohe Verluste.

6. Das Tankstellengeschäft sollte vom schnellen Durchbruch schwerer Nutzfahrzeuge profitieren

Aussage 2021
Nel erklärte, der Markt für schwere Nutzfahrzeuge bewege sich schnell in Richtung Wasserstoff. Deshalb sollte erheblich in neue Tankstellentechnik für Lastwagen investiert und die Stellung als weltweit führender beziehungsweise bevorzugter Lieferant ausgebaut werden.

Realität 2024–2026
Nel gliederte das gesamte Tankstellengeschäft 2024 als Cavendish Hydrogen aus. Aus einem der beiden strategischen Kernbereiche von Nel wurde damit ein eigenständiges Unternehmen.

Cavendish erzielte 2025 nur 15,3 Millionen Euro Umsatz, nach 31 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBITDA lag bei minus 19,9 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2026 erzielte Cavendish 2,8 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA von minus 4 Millionen Euro. Die liquiden Mittel hatten sich gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als halbiert.

Zusätzlich kostete der Vergleich mit dem ehemaligen Tankstellenkunden Iwatani Nel im zweiten Quartal 2026 noch einmal 70 Millionen NOK.

Urteil: Der erwartete schnell wachsende strategische Kernbereich wurde aus Nel herausgelöst, blieb massiv verlustreich und verursachte später noch zusätzliche Vergleichskosten.

Gesamtfazit

Die Geschichte von 2021 lautete:

billiger Wasserstoff  riesige Projekte  Milliardenaufträge  volle Gigawattfabriken  Skaleneffekte Profitabilität.

Die Realität bis Mitte 2026 lautet:

Wasserstoff weiterhin zu teuer  Projekte verzögert oder gestrichen  schwacher Auftragseingang  ungenutzte Fabriken  Abschreibungen und Personalabbau  anhaltende Verluste.

Einzelne technische Leistungen wurden durchaus erbracht: automatisierte Fertigung, größere Elektrolyseurkonzepte und neue Produktgenerationen. Aber die kaufmännische Gesamterzählung des Geschäftsberichts 2021 ist nahezu vollständig gescheitert. Besonders bemerkenswert ist, dass Nel 2026 mit der neuen druckbasierten Alkaline-Technologie im Grunde erneut jene Kosten-, Größen- und Skalierungsversprechen abgibt, die mit der vorherigen Plattform bereits hätten erfüllt werden sollen.

Quellen zu diesen Aussagen: mb.cision.com/Public/115/4374557/96afc9701633c3dd.pdf
nelhydrogen.com/wp-content/uploads/2022/...nnual-Report-1.pdf
Antworten
Berliner_:

#57313

 
29.07.26 14:52
Danke, ein sehr informativer vor/nach Vergleich!!
Der Vergleich zwischen den damaligen Versprechen und der heutigen Realität spricht eigentlich für sich. Für mich, und bestimmt für viele anderen nel Kritiker, die schon damals ganz skeptisch waren, waren das keine belastbaren Prognosen, sondern überzogene Zukunftsversprechen, denen die wirtschaftliche Grundlage fehlte. Viele Privatanleger haben darauf vertraut und teuer bezahlt. Wer von dieser Entwicklung am Ende profitiert hat, darüber darf sich jeder seine eigene Meinung bilden!  
Antworten
DerCEO:

Ceo volldal im Jahresreport 2025

 
29.07.26 15:13

Mit Blick auf das Jahr 2026 verbessert und konkretisiert sich unsere Projektpipeline weiterhin. Hochwertige Unternehmen und engagierte Teams arbeiten kontinuierlich daran, Projekte voranzubringen, auch wenn der genaue Zeitpunkt der Anlagenbestellungen weiterhin ungewiss ist. Besonders wichtig ist, dass wir nun kurz davorstehen, eine Technologie einzuführen, welche die Wirtschaftlichkeit der nachhaltigen Wasserstoffproduktion erheblich verbessern kann. Dies stellt sowohl für Nel als auch für die gesamte Branche einen bedeutenden Wandel dar.
Wir gehen mit Disziplin, Begeisterung, Dynamik und Entschlossenheit in das kommende Jahr. Unsere Mission bleibt unverändert: einen kostengünstigen Übergang zu erneuerbarem Wasserstoff im großen Maßstab zu ermöglichen. Mit soliden finanziellen Ressourcen, wegweisender Technologie und einem engagierten globalen Team sind wir gut aufgestellt, um die vor uns liegenden Chancen zu nutzen. Das ist es, was wir als „den Weg nach vorn“ bezeichnen.
Vielen Dank an alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden, Partner und Aktionäre für Ihr anhaltendes Vertrauen und Ihre Unterstützung.

Håkon Volldal
Präsident und CEO, Nel ASA


Zur Erinnerung: Ein paar Monate später hat er seine Kündigung eingereicht.

Quelle: nelhydrogen.com/wp-content/uploads/2026/...l-Report-2025.pdf, Seite 6

Antworten
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#57316

Investor Global:

NEL

2
29.07.26 15:42
Habe mich erstmal von meine NEL Aktien getrennt und stehe auf der Seitenlinie.

Der alte Wolf kennt das Spiel.
Antworten
Berliner_:

IG #57317

 
29.07.26 15:51
Das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht gehörst du ja zu den Glücklichen, die ihre Aktien nicht für 3€, 2€ oder selbst noch für 0,30€ gekauft haben. Ob die Aktie nächste Woche oder nächsten Monat noch einmal 10 oder 20 Cent steigt, kann niemand seriös vorhersagen.

Für mich ist aber etwas anderes entscheidend, nachhaltig und über Jahre wird eine Aktie erst dann steigen, wenn das Unternehmen mehrere Quartale hintereinander profitabel arbeitet, steigende Umsätze erzielt und echten freien Cashflow erwirtschaftet. Genau das sehe ich bei nel derzeit nicht.

Hinzu kommt der enorme Wettbewerb. Heute konkurriert nel nicht nur mit europäischen Anbietern, sondern auch mit finanzstarken US-Unternehmen und vor allem mit chinesischen Herstellern, die teilweise deutlich günstiger produzieren können. Das macht ein Investment für mich aktuell schlicht zu riskant.

Deshalb investiere ich mein Geld lieber in solide Unternehmen mit bewährten Geschäftsmodellen, stabilen Gewinnen und idealerweise einer verlässlichen Dividende. Davon gibt es an der Börse mehr als genug. Da muss man sich den Stress mit einer hochspekulativen Aktie wie nel nicht antun. Nur meine Meinung!  
Antworten
Licht313:

@lucien Vance

 
29.07.26 15:54
@ Lucien Vance danke.
Deine Beiträge an das Nel-ASA Forum treffen den Nagel auf den Kopf. Du bist seit kurzem hier als Investor eingestiegen und wirst von nicht investierte Forum Teilnehmer angegriffen. Du hast, seit du hier deine Beiträge postest den Eindruck, dieses ist ein Anti-NEL Forum. --Ja auch ich stimme dir zu. --Am 24.07.26 um 16:31Uhr wird vom CEO sein Beitrag ins Forum gestellt: Lautet : So geht Bergholden.
Dieser Beitrag ist die klare Aussage der Shortis: Allem kritischen Beitrage und Stimmen müssen ausgeblendet werden, das schreibt der CEO wortwörtlich, dass wird hier täglich und ständig seit Jahren von den Shortis praktiziert, du brauchst nur zurück gehen und nachlesen. Deine weitere Aussage und Feststellung sind, wenn positive Beiträge oder Meinungen von Investierten ins Netz gestellt werden, dann werden sie gelöscht. Auch das ist Richtig und ich stimme dir zu. Es ist die Strategie der Shortis und man braucht ein sehr dickes Fell um den standzuhalten.
Die Schuld hierfür, gebe ich auch der Moderation im Forum die dieses alles zulasst. Ich warte ab, wie lange es dauert bis auch dieser Beitrag und Meinung gelöscht, oder durch seitenlange Berichterstattung mit Frage und Antwortspiele der Shortis ausgeblendet- verdrängt werden. Für uns Long -Investierte ist der jetzige Kurs der Richtige einstieg.  Vor der letzten Rally war der tiefste Einstiegs Kurs bei 0,18 € und dann ging die Rally -Post ab. Auf 0,35€
Licht313.
Antworten
51Mio:

Hydepoint Offshore

 
29.07.26 16:22
Eine andere Initiative für Offshore Wasserstoffproduktion. Hydepoint hat ein MoU mit Nel.
In dem Konsortoum ist EnBW, was gut für eine spätere Abnahme des Wasserstoffs ist. Zudem ist Subsea7 dabei, die sind von Saipem aufgekauft worden.
Nel hat ja bewiesen, dass ihre Elektrolyzeure auf hoher See produzieren können.
www.offshore-energy.biz/...e-and-nearshore-hydrogen-projects/

Antworten
Berliner_:

#57320

 
29.07.26 16:35

Das ist doch keine neue Nachricht. Der verlinkte Artikel stammt vom 9. April 2025, also von vor über einem Jahr. Ein altes MoU jetzt als aktuelle Erfolgsmeldung zu präsentieren, halte ich für ziemlich irreführend ;-)

Außerdem sollte man den Unterschied zwischen einem MoU (Memorandum of Understanding) und einem verbindlichen Auftrag kennen. Das ist zunächst nichts weiter als eine Absichtserklärung, gemeinsam Möglichkeiten zu prüfen oder zusammenzuarbeiten. Es garantiert weder einen Auftrag noch einen Umsatz und schon gar keinen Gewinn.

Die entscheidende Frage lautet deshalb, qas ist aus diesem MoU inzwischen geworden? Gibt es heute einen verbindlichen Liefervertrag, einen Festauftrag oder nennenswerte Umsätze daraus? ich weiß von nichts neues!

Also zwischen einer unverbindlichen Absichtserklärung aus dem Jahr 2025 und einem profitablen Auftrag im Jahr 2026 liegen Welten, und nicht vergessen, seitdem ist der CEO abgehauen!!

Antworten
DerCEO:

In erster Linie...

 
29.07.26 16:40
Hydepoint Offshore
Eine andere Initiative für Offshore Wasserstoffproduktion. Hydepoint hat ein MoU mit Nel.
In dem Konsortoum ist EnBW, was gut für eine spätere Abnahme des Wasserstoffs ist. Zudem ist Subsea7 dabei, die sind von Saipem aufgekauft worden.
Nel hat ja bewiesen, dass ihre Elektrolyzeure auf hoher See produzieren können.
https://www.offshore-energy.biz/...e-and-nearshore-hydrogen-projects/

51Mio, 29.07.26 16:22
...hat nel bewiesen, dass auch eine 100 Jahre alte Firma nicht zwingend finanziell erfolgreich sein muss, wenn sich nur genug blöde finden denen man das Geld aus der Tasche ziehen kann.
Antworten
RichiRich1:

Danke CEO

 
29.07.26 17:07
Mal ein paar harte Fakten statt Fantasie
nel hat 2021 jede Menge Potential versprochen.
Ich habe die bloß allgemein optimistischen Aussagen von damals weggelassen und mich auf Prognosen konzentriert, deren Ergebnis heute ziemlich eindeutig beurteilt werden kann. Dabei ergibt sich ein erstaunlich geschlossenes Bild: Fast die gesamte kaufmännische Wirkungskette, die Nel 2021 beschrieben hat, funktionierte nicht.

1. Grüner Wasserstoff sollte 2025 fossilen Wasserstoff unterbieten

Aussage 2021
Der damalige CEO erklärte, Nel wolle bereits 2025 Technologie anbieten, mit der grüner Wasserstoff für 1,50 US-Dollar je Kilogramm hergestellt werden könne. Damit sollte erneuerbarer Wasserstoff günstiger werden als fossil erzeugter Wasserstoff. Das war ausdrücklich als konkreter Meilenstein für 2025 formuliert.

Realität 2026
Nel hat bis heute keine kommerzielle Kundenanlage veröffentlicht, die nachweislich grünen Wasserstoff für 1,50 US-Dollar je Kilogramm produziert. Stattdessen führte das Unternehmen erst im Mai 2026 seine neue druckbasierte Alkaline-Plattform kommerziell vor, die zukünftig die Investitionskosten senken soll. Das spricht nicht dafür, dass das Kostenziel bereits 2025 mit der bisherigen Technik erreicht worden wäre.

Auch der Gesamtmarkt liegt weit daneben: Die Internationale Energieagentur stellte 2026 fest, dass erneuerbarer Wasserstoff in den meisten Regionen weiterhin teurer ist als Wasserstoff aus fossilen Energieträgern. Ohne staatliche Unterstützung liegt der wirtschaftlich akzeptable Wasserstoffpreis für die meisten Anwendungen unter zwei US-Dollar je Kilogramm – ein Niveau, das erneuerbarer Wasserstoff überwiegend nicht erreicht.

Urteil: Das wichtigste und konkreteste Ziel des Berichts wurde nicht nur verfehlt, sondern von Nel anschließend praktisch stillschweigend aufgegeben.

2. Innerhalb weniger Jahre sollten 200- bis 800-MW-Projekte zum Normalfall werden

Aussage 2021
Nel erwartete für die erste Hälfte des Jahrzehnts Anlagen mit 200 bis 800 MW und darüber hinaus. Das Unternehmen erklärte, bereits Konzepte für 20, 50, 100 und 200 MW anbieten zu können und sogar eine vollständige 800-MW-Anlage für einen Kunden entworfen zu haben.
Realität 2026

Der gesamte feste Auftragsbestand von Nel liegt heute bei 1,213 Milliarden NOK. Im besonders für große Projekte vorgesehenen Alkaline-Geschäft beträgt der Auftragsbestand aber nur noch 224 Millionen NOK und liegt damit 73 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang des Bereichs belief sich im zweiten Quartal 2026 auf gerade einmal 8 Millionen NOK.
Bei Projekten oberhalb von 100 MW berichtet Nel derzeit lediglich über bezahlte Machbarkeits- und Entwicklungsstudien. Das Unternehmen schreibt ausdrücklich, dass diese Studien erst die Grundlage für mögliche spätere feste Anlagenaufträge bilden sollen. Ein 800-MW-Festauftrag ist daraus bisher nicht entstanden.
Zum Vergleich: Bereits Ende 2021 betrug der Auftragsbestand des Elektrolyseurgeschäfts 937 Millionen NOK. Viereinhalb Jahre später liegt der gesamte Elektrolyseur-Auftragsbestand nominal nur rund 29 Prozent darüber – trotz der damals angekündigten Vervielfachung der Projektgrößen.

Urteil: Die groß angekündigte 800-MW-Zukunft ist für Nel bis heute überwiegend eine Planungs- und Studienzukunft geblieben.

3. Die Herøya-Fabrik sollte die „beschleunigte Nachfrage“ bedienen

Aussage 2021
Nel baute in Heroya eine vollautomatisierte 500-MW-Fertigung auf. Im Ausblick hieß es, man wolle genügend flexible Kapazität schaffen, um Aufträge im Umfang von mehreren Milliarden NOK abzuwickeln und die beschleunigte weltweite Nachfrage zu bedienen.

Realität 2025/2026
Die Nachfrage beschleunigte sich nicht ausreichend. Nel musste die Herøya-Produktion 2025 zeitweise stilllegen, die Belegschaft reduzieren und die Kapazität an die schwächeren Marktbedingungen anpassen.

Ende 2025 schrieb Nel 361 Millionen NOK auf Teile der Alkaline-Produktionsanlagen ab. Das Unternehmen erklärte selbst, dass ungenutzte Produktionskapazität weiterhin Fixkosten verursacht und die Ergebnisse belastet.
Im zweiten Quartal 2026 wiederholte Nel, dass nicht ausgelastete Produktions- und Organisationskapazitäten das Ergebnis weiter negativ beeinflussen werden, bis mehr Aufträge gewonnen werden. Gleichzeitig lag der Alkaline-Auftragsbestand bei lediglich 224 Millionen NOK – gegenüber einer aufgebauten beziehungsweise erneut geplanten Gigawattkapazität.

Urteil: Man baute die Fabrik für die erwarteten Milliardenaufträge. Stattdessen kamen Unterauslastung, Stillstand, Personalabbau und Abschreibungen.

4. Technologieführerschaft sollte automatisch mehr Aufträge bringen

Aussage 2021
Nel argumentierte, seine Produkt- und Technologieführerschaft werde dazu führen, dass das Unternehmen zusätzliche Verträge sowohl in bestehenden als auch in neuen Märkten gewinnt. Die Projektpipeline sei stark gewachsen und solle in neue Aufträge umgewandelt werden.

Realität 2025/2026
Der Umsatz fiel 2025 um 31 Prozent von 1,390 Milliarden auf 963 Millionen NOK. Im ersten Halbjahr 2026 sank er nochmals um 8 Prozent. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026 lag 18 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Im Alkaline-Bereich war die Entwicklung noch deutlicher:

Umsatz 2025: minus 44 Prozent
Auftragseingang 2025: minus 83 Prozent
Auftragsbestand Ende 2025: minus 66 Prozent
Auftragsbestand Q2 2026: nochmals minus 73 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im aktuellen Ausblick spricht Nel nicht mehr von beschleunigter Nachfrage. Das Unternehmen berichtet stattdessen von verzögerten und gestrichenen Förderprogrammen, höheren Projektkosten, verschobenen Investitionsentscheidungen und stornierten Projekten. Man wolle zur Wachstumsstrategie zurückkehren, „wenn der Markt zurückkehrt“.

Urteil: Aus der angeblich rasch wachsenden Pipeline wurde kein entsprechend wachsendes Geschäft. Nel wartet heute darauf, dass der Markt zurückkommt, der laut Bericht 2021 bereits unmittelbar vor dem Durchbruch stand.

5. Steigende Umsätze und Skaleneffekte sollten zur Profitabilität führen

Aussage 2021
Nel erklärte, steigende Umsätze sollten Kostensenkungen und Skaleneffekte ermöglichen und damit letztlich zur Profitabilität führen. Die Logik war einfach:
mehr Aufträge  höhere Auslastung niedrigere Stückkosten  Gewinne.

Realität 2025/2026
Im Jahr 2025 erzielte Nel:

Umsatz: 963 Millionen NOK
EBITDA: minus 275 Millionen NOK
Nettoverlust: minus 1,265 Milliarden NOK
operativer Cashflow: minus 253 Millionen NOK.

Im ersten Halbjahr 2026 folgten:

Umsatz: 302 Millionen NOK
EBITDA: minus 255 Millionen NOK
Nettoverlust: minus 332 Millionen NOK
operativer Cashflow: minus 164 Millionen NOK.

Der heutige Ausblick enthält keinen konkreten Break-even-Termin mehr. Nel erwartet Profitabilität erst, wenn sich der Markt zu einem „robusten Wachstum“ entwickelt. Damit hängt die Profitabilität nun von einem zukünftigen Marktaufschwung ab, für den weder ein Zeitpunkt noch eine notwendige Umsatzhöhe genannt wird.

Urteil: Die angekündigte Wirkungskette lief rückwärts: sinkende Umsätze, schlechte Auslastung, Abschreibungen und weiterhin hohe Verluste.

6. Das Tankstellengeschäft sollte vom schnellen Durchbruch schwerer Nutzfahrzeuge profitieren

Aussage 2021
Nel erklärte, der Markt für schwere Nutzfahrzeuge bewege sich schnell in Richtung Wasserstoff. Deshalb sollte erheblich in neue Tankstellentechnik für Lastwagen investiert und die Stellung als weltweit führender beziehungsweise bevorzugter Lieferant ausgebaut werden.

Realität 2024–2026
Nel gliederte das gesamte Tankstellengeschäft 2024 als Cavendish Hydrogen aus. Aus einem der beiden strategischen Kernbereiche von Nel wurde damit ein eigenständiges Unternehmen.

Cavendish erzielte 2025 nur 15,3 Millionen Euro Umsatz, nach 31 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBITDA lag bei minus 19,9 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2026 erzielte Cavendish 2,8 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA von minus 4 Millionen Euro. Die liquiden Mittel hatten sich gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als halbiert.

Zusätzlich kostete der Vergleich mit dem ehemaligen Tankstellenkunden Iwatani Nel im zweiten Quartal 2026 noch einmal 70 Millionen NOK.

Urteil: Der erwartete schnell wachsende strategische Kernbereich wurde aus Nel herausgelöst, blieb massiv verlustreich und verursachte später noch zusätzliche Vergleichskosten.

Gesamtfazit

Die Geschichte von 2021 lautete:

billiger Wasserstoff  riesige Projekte  Milliardenaufträge  volle Gigawattfabriken  Skaleneffekte Profitabilität.

Die Realität bis Mitte 2026 lautet:

Wasserstoff weiterhin zu teuer  Projekte verzögert oder gestrichen  schwacher Auftragseingang  ungenutzte Fabriken  Abschreibungen und Personalabbau  anhaltende Verluste.

Einzelne technische Leistungen wurden durchaus erbracht: automatisierte Fertigung, größere Elektrolyseurkonzepte und neue Produktgenerationen. Aber die kaufmännische Gesamterzählung des Geschäftsberichts 2021 ist nahezu vollständig gescheitert. Besonders bemerkenswert ist, dass Nel 2026 mit der neuen druckbasierten Alkaline-Technologie im Grunde erneut jene Kosten-, Größen- und Skalierungsversprechen abgibt, die mit der vorherigen Plattform bereits hätten erfüllt werden sollen.

Quellen zu diesen Aussagen: https://mb.cision.com/Public/115/4374557/96afc9701633c3dd.pdf
https://nelhydrogen.com/wp-content/uploads/2022/...nnual-Report-1.pdf
DerCEO, 29.07.26 14:34
Für diesen wertvollen Beitrag.

Wenn du ihn nicht geschrieben hättest dann könnte der glatt von mir kommen. *kicher*

Rette sich wer kann!!!

Ende der Durchsage!!!
Antworten
Berliner_:

"#57303"

 
29.07.26 18:19
"Die Vergangenheit belastet die Aktie. Was bei anderen Werten zu Phantasien führen kann, wird hier nicht zur Kenntnis genommen. Es berichtet auch kein Börsenblatt."

Und NOCH MAL; MIT BELEGUNG:

"Der Wasserstoffmarkt ist heute extrem wettbewerbsintensiv. Laut der International Energy Agency (IEA) verfügt China inzwischen über nahezu 60% der weltweiten Elektrolyseur-Produktionskapazität, während Hersteller außerhalb Chinas unter Umsatzrückgängen, Verlusten und einer beginnenden Konsolidierung leiden."

www.iea.org/reports/...hydrogen-review-2025/executive-summary

Und zurück zu der oberen Aussage von #57303, genau deshalb konzentrieren sich viele Anleger inzwischen auf ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) und nicht mehr auf Ankündigungen oder Zukunftsphantasien. Die Vergangenheit belastet die Aktie nicht grundlos, sondern weil viele Hoffnungen bislang nicht in entsprechend steigende Umsätze, positiven Cashflow und nachhaltige Gewinne umgewandelt wurden. Hinzu kamen wiederholte Kapitalerhöhungen, durch die bestehende Aktionäre verwässert wurden. Gleichzeitig profitierte nel über Jahre von erheblichen staatlichen Fördergeldern, letztlich also Steuergeldern, ohne bislang den Nachweis zu erbringen, dass daraus ein dauerhaft profitables Geschäftsmodell entstanden ist.

Und selbst wenn interessante Meldungen veröffentlicht werden, sollte man nel nicht isoliert betrachten, sondern den gesamten Wasserstoffmarkt. nel ist heute nur ein vergleichsweise kleiner Anbieter in einem extrem hart umkämpften globalen Markt:

In den USA konkurrieren unter anderem Plug Power, Bloom Energy, Cummins (Accelera) und Air Products. In China drängen LONGi Hydrogen, Sungrow Hydrogen, PERIC Hydrogen Technologies, Hygreen Energy, Sinopec und Trina Green Hydrogen mit riesigen Produktionskapazitäten und oft deutlich niedrigeren Kosten auf den Markt. Hinzu kommen Unternehmen wie thyssenkrupp nucera, Siemens Energy, ITM Power, John Cockerill Hydrogen, Sunfire, Topsoe, McPhy, Enapter, Asahi Kasei und De Nora. Und im Nahen Osten investieren finanzstarke Konzerne wie Saudi Aramco, ACWA Power, NEOM, Masdar und ADNOC Milliarden in Wasserstoff- und Ammoniakprojekte.

Vor diesem Hintergrund reicht es eben nicht, immer wieder auf mögliche Projekte oder interessante Ankündigungen zu verweisen. Entscheidend ist, wer am Ende die Großaufträge gewinnt, profitabel produziert und dauerhaft Geld verdient. Genau deshalb sollte man sich auch nicht ständig fragen, warum die Aktie dort steht, wo sie steht. Ich persönlich halte sie selbst auf dem heutigen Kursniveau noch für deutlich zu teuer. Solange die Geschäftszahlen nicht nachhaltig zeigen, dass nel profitabel wachsen und sich gegen diese weltweite Konkurrenz behaupten kann, bleibt für mich vieles eher Hoffnung als belastbarer Investment-Case.
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