Robinhood könnte jetzt die nächste Rallye lostreten
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Bernstein bleibt bullish bei Robinhood und sieht den Online-Broker an der Schwelle zu einer neuen Wachstumsphase. Nach Einschätzung der Analysten entwickelt sich das Krypto-Geschäft zunehmend von einem klassischen Handelsmodell hin zu einer Infrastrukturplattform für tokenisierte Vermögenswerte und Prognosemärkte.
Die Analysten des Research- und Brokerage-Hauses Bernstein haben ihre Einstufung für Robinhood Markets mit "Outperform" bestätigt und das Kursziel unverändert bei 160 US-Dollar belassen. Ausgehend von einem Kurs von 87 US-Dollar entspricht dies einem Kurspotenzial von 83 Prozent.
Tokenisierung wird zum zentralen Wachstumstreiber
In Mitteilung betonten die Bernstein-Analysten, dass Robinhoods Krypto-Sparte inzwischen weit über den klassischen Handel mit digitalen Vermögenswerten hinausgeht. Stattdessen entwickle sich das Unternehmen zunehmend zu einer Infrastrukturplattform, die von mehreren neuen Geschäftsfeldern profitieren könne.
Vor allem die Tokenisierung von Vermögenswerten dürfte nach Ansicht der Analysten künftig eine entscheidende Rolle spielen. Robinhood positioniere sich damit in einem Markt, der langfristig deutlich größer werden könnte als der reine Handel mit Kryptowährungen.
Robinhood Chain erreicht Milliardenvolumen
Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Einschätzung der Analysten leistet auch die Entwicklung der hauseigenen Blockchain Robinhood Chain. Die Plattform hat seit ihrem Start bereits ein Handelsvolumen von mehr als 12 Milliarden US-Dollar auf dezentralen Börsen (DEX) abgewickelt. Gleichzeitig wurden über 150 Millionen Transaktionen verarbeitet.
Prognosemärkte entwickeln sich zum Wachstumsmotor
Auch das Geschäft mit Prognosemärkten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bernstein verweist insbesondere auf die Handelsplattform Rothera, die im Juni gestartet wurde. Seit ihrer Einführung wurden dort bereits mehr als 3,5 Milliarden Kontrakte abgewickelt. Allein im zweiten Quartal belief sich das Handelsvolumen auf 2,1 Milliarden Kontrakte.
Im gleichen Zeitraum erwirtschaftete die Plattform 17 Millionen US-Dollar Umsatz. Nach Angaben der Analysten hat sich Rothera inzwischen zur drittgrößten Plattform für Prognosemärkte in den USA entwickelt.
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