Ich verstehe das. Ich verstehe aber auch, dass das System ein SYSTEM ist; also mehrere Bausteine zusammenpassen und -wirken müssen.
Dazu gehören (stark vereinfacht) Stromerzeugung, -verbrauch und -verteilung.
Wenn nur eine Komponente dabei den Flaschenhals/Schwachpunkt darstellt, gefährdet man das ganze System, also die Netzstabilität.
Heißt also, man muss äußert exakt wissen, wer wann wo wieviel Strom erzeugt und verbraucht, plus bei den erneuerbaren auch wissen, wann die in welchen Umfang (in der Zukunft) erzeugt werden.
Bei AKW und fossilen kann ich sehr genau planen, weil ich weiß, dass der Grundstoff zu Erzeugung vorhanden ist und nur genutzt werden muss.
Bei den erneuerbaren geht das nicht. Scheint morgen die Sonne? Weht morgen der Wind? Wenn ja, wo und wieviel. Wieviel davon darf ins Netz? Wieviel in einen Speicher?
Nur geringe Abweichungen gefährden... die Netzstabilität.
Ergo: Selbst wenn man es schafft, überschüssigen Strom irgendwie zu speichern, ist immer noch die Frage, wann speise ich diesen in welcher Menge wo wieder ein.
Und genau all diese fehlenden Informationen machen es so unheimlich schwierig, mal eben zu sagen: Hey, lass' mal 'n Elektrolyseure hinkloppen und alles ist tutti.
"Für Verteilnetzbetreiber wie EWE NETZ sind die Systeme inzwischen unverzichtbar geworden. "Nicht nur die Masse von Anlagen ist eine Herausforderung", sagt Torsten Maus, Geschäftsführer von EWE NETZ. "Sondern Wind und Sonne sind immer zu unterschiedlichen Zeiten da - mal mehr Wind, mal weniger Sonne. Und diese Schwankungen, die wir damit haben, sind für uns eine enorme Herausforderung, das ins Gleichgewicht zu bringen."
www.tagesschau.de/wirtschaft/...nenstrom-smart-meter-100.html
Ist das zu verstehen?