So jetzt der versprochene 2. Teil:
Ich will noch mal auf das Volumen zurückkommen. Wie bereits beschrieben, ist die Größe des Volumens keine wirklich feste Größe. Das Volumen wird von vielen Einflüssen, vielleicht vergleichbar mit dem Wetter, bestimmt. Es gibt unterschiedliche temporäre Einflüsse, die auf die gesamt verfügbare Geldmenge und natürlich auf das für den Kauf von Aktien verfügbare Kapital, somit auf das Volumen wirken. (z.B. Zins der Zentralbanken, Wirtschaftswachstum, Weihnachtsgratifikation, Steuerzahlungstermine, u.s.w.)
Folgendes Beispiel mit einfachen Zahlen als Szenario für den weiteren Erklärungsweg:
Umsätze z.B. im Juni 100, im Dez. 120, im März 110 bestimmt durch die o.g. Einflüsse.
Ich finde man sieht ganz gut, dass zum Ende des Jahres die Umsätze steigen. Ganz egal, was der Kurs macht, denn der wird nur zum Teil durch die Umsätze bestimmt.
Womit ich beim 2. Punkt bin. Optimismus oder Pessimismus:
Erst einmal aber muss man diesen „Zustand“ etwas strukturieren. Nie wird man genau sagen können, wie viele Menschen optimistisch oder pessimistisch eingestellt sind, auch wenn jeden Monat eine Menge Statistiken dazu veröffentlicht werden. (Ich glaube nicht an Statistiken!) Dieser Wert ändert sich von Minute zu Minute, ganz bestimmt durch die Einflüsse der Massenpsychologie (Hysterie könnte man auch sagen). Die Grafik des Markt gibt ein Bild des „Jetztzustandes“ und ein Bild der Vergangenheit, doch sagen alle Charts eben nicht, und doch ein wenig etwas, über den Markt von morgen aus.
Ich helfe mir folgendermaßen:
Gesamteinflüsse zur Bestimmung der Psychologie des Börsenpublikum
(Versuch der Strukturierung):
Weltpolitik also Krieg oder Frieden
An- oder Entspannung
Lokalpolitik
Daten aus der Weltwirtschaft
Lokale Wirtschaftsdaten (bei den US Märkten gleich)
u.s.w. in der Liste bis zu den eineinzelnen Unternehmensmeldungen
Jeder wird verstehen, dass ein sich ankündigender Golfkrieg mehr Auswirkungen auf den Markt hat als z.B. eine Gewinnwarnung von Cisco oder die irgend eines anderen Unternehmens. Man muss seine ganz eigenen Weg der „Einordnung“ dieser Aspekte für sich finden. Je besser das Verständnis dieser Faktoren auf die Psychologie, desto besser die Vorhersage. Diese Nachrichten unterscheiden sich in einem grundlegendem Punkt:
Sie sind vorhersehbar oder brechen plötzlich auf den Markt herein. Ein für das Volumen und die Marktentwicklung sehr wichtiger Punkt.
Am Beispiel des 3.Golfkriegs:
Siehe:
http://www.ariva.de/board/189535/thread.m?a=Das war der 2. Teil und der 3. folgt auch bald.
Viel Grüße
Abenteurer