WD-40 überrascht die Wall Street – Aktie schießt nach Zahlen nach oben

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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picture alliance / Sipa USA | Michele Eve Sandberg
WD-40 on display at a hardware store, on Dec. 31, 2025 in North Miami, Florida. (Photo by Michele Eve Sandberg/Sipa USA)
WD-40 übertrifft die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich und hebt die Prognose an. Nach Börsenschluss stieg die Aktie um mehr als 15 Prozent. Eine Kennzahl trübt jedoch das starke Gesamtbild.
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Viele Verbraucher verbinden WD-40 vor allem mit Werkstätten, quietschenden Scharnieren und gut gefüllten Werkzeugkästen. Nun löste der bekannte Schmierstoffhersteller jedoch an der Börse eine Kursreaktion aus, die sonst eher bei Technologieaktien zu beobachten ist.

Die Aktie gewann im nachbörslichen Handel an der Nasdaq zeitweise bis zu 15,5 Prozent. Auslöser hierfür waren die überraschend starken Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal sowie die angehobene Jahresprognose.

Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,3 Prozent auf 195,1 Millionen US-Dollar. Damit übertraf WD-40 die durchschnittliche Analystenschätzung von 173 Millionen US-Dollar deutlich.

Auch beim Ergebnis je Aktie schnitt das Unternehmen wesentlich besser ab als erwartet. WD-40 verdiente 2,24 US-Dollar je Aktie. Die Wall Street hatte lediglich mit 1,57 US-Dollar gerechnet.

Werte aus dem Artikel:
WD-40 Aktie 197,80 € 0,00%

Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge von 17,4 auf 20,7 Prozent. Damit blieb von jedem erwirtschafteten Dollar (Dollarkurs) Umsatz ein größerer Anteil als operativer Gewinn übrig. Das Unternehmen führte diese positive Entwicklung vor allem auf eine höhere Nachfrage im Kerngeschäft mit Sprühschmierstoffen zurück.

Eine Kennzahl entwickelte sich allerdings schwächer. Die Free-Cashflow-Marge sank von 21,6 auf 15 Prozent. Damit lag sie zwar weiterhin über dem Durchschnitt der vergangenen zwei Jahre. Der Rückgang zeigt jedoch, dass das Quartal nicht in allen Bereichen gleichermaßen überzeugte.

Auch die weiteren Wachstumsaussichten fallen zurückhaltender aus. In den vergangenen drei Jahren ist der Umsatz von WD-40 im Durchschnitt um 8,6 Prozent pro Jahr gewachsen. Für die kommenden zwölf Monate rechnen Analysten dagegen nur noch mit einem Wachstum von rund drei Prozent. Eine Wiederholung des jüngsten Umsatzsprungs dürfte daher schwierig werden.

Für Anleger rückt WD-40 dennoch neu in den Fokus. Hinter dem Kurssprung stehen weder ein Hype um Künstliche Intelligenz noch ein Meme-Trade. Stattdessen hat ein traditionsreicher Markenhersteller Ergebnisse vorgelegt, mit denen die Wall Street in dieser Höhe nicht gerechnet hatte.

Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion


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