EZB verursacht Liquiditätsschwemme
Schatzbriefe mit zwei Jahren Laufzeit werfen 1,32 Prozent ab. Damit hat sich die Rendite dem im Februar markierten Jahrestief von 1,17 Prozent stark angenähert. Dies hat mit einer von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgelösten Liquiditätsschwemme zu tun. Die EZB teilte Geschäftsbanken in der vergangenen Woche erstmals Geld für 12 Monate zum Satz von nur einem Prozent zu. Die Nachfrage nach dem Tender, die voll befriedigt wurde, übertraf mit 442 Milliarden Euro die Erwartungen bei weitem. 143 Milliarden Euro parken Banken seither „über Nacht“ in der Einlagefazilität, für die ihnen die EZB nur 0,25 Prozent vergütet. Auch für Tagesgeld zahlen sich Banken untereinander nur 0,25 bis 0,55 Prozent Zins. Vor dem Tender waren 0,7 bis 0,8 Prozent unter Banken üblich, bei der EZB wurden nur 7 Milliarden Euro geparkt. Wollen die Banken nicht permanent Minus-Geschäfte machen, müssen sie Geld in längere Laufzeiten umschichten und werden tendenziell die Renditen drücken.
Dank der EZB haben Banken viel Liquidität. Erste Stimmen glauben, dass schon im Jahr 2010 keine Bankanleihen mit Staatsgarantien mehr begeben werden müssen und stattdessen wie vor der Krise Pfandbriefe reibungslos plaziert werden. Den Leitzins von einem Prozent wird die EZB an diesem Donnerstag, anders als etwa durch die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung (OECD) gefordert, nicht weiter senken. Die EZB wird aber Pläne zum Kauf von 60 Milliarden Euro gedeckter Schuldverschreibungen konkretisieren. Damit könnte sie tatsächlich den Pfandbriefmarkt beleben. An der Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe an Unternehmen aber dürfte es dennoch zunehmend fehlen, weil viele Banken wenig Eigenkapital als Puffer für künftige Kreditausfälle haben.
Erholung des Junk-Bond-Markts intakt
In Amerika sind mehr Unternehmen als in Europa gewohnt, zur Aufnahme von Fremdkapital die Börse statt den Bankkredit zu nutzen. Allerdings ist für Firmen schlechter Bonität („Junk“) der Kapitalmarkt erst seit April wieder offen. Trotz der an anderen Kreditmärkten seit drei Wochen laufenden Korrektur ist die Erholung des Junk-Bond-Markts intakt. Am Donnerstag gelang es XM Satellite und Univision, Unternehmen mit einem Rating von lediglich „B“ und „B-“, jeweils gut 500 Millionen Dollar gegen einen Renditeaufschlag zu Staatsanleihen von kaum mehr als 10 Prozentpunkten aufzunehmen. In Großbritannien plazierte der Einzelhändler Tesco vor kurzem das erste mit Hypotheken besicherte Wertpapier (CMBS) seit der Krise. Die 430 Millionen Pfund schwere Emission wurde mit einem Aufschlag von 3,3 Prozentpunkten zu Staatsanleihen untergebracht. Und im Euro-Raum gab es im Juni eine Flut neuer Wandelanleihen.
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@Die Streithähne von hier. Wer auch immer dem anderen unter die Gürtellinie geht, der bekommt an dem Tag keine Bewertung mehr von mir. Ich finde das ihr euch besser benehmen könnt.
Nimmt euch also ein Beispiel an Reinyboy der eben mit einem Chart eine Sachfrage stellt.
@Reinyboy: Die Kaufpanik ergab sich schon ab einen aggregierten Zustand - Dax von 2001 Dotcomcrash mit Zinseszinsen, ist also schon längst gewesen. Die nächste wird von Fundamentalen Daten getragen werden, die aber sich selber erstmal als harte Fakten unterlegen müssen.
Auslöser sind aber schon zu sehen. Siehe hierzu Einkommen, Ausgaben usw..
Gruß Marlboromann