Wurde die Mondlandung in der legendären Area 51 in Nevada inszeniert?
Alles Betrug? Die Mondlandung bleibt umstritten.
Hat das größte Abenteuer der Weltgeschichte nie stattgefunden? Die Landung von Apollo 11 und fünf weiteren Missionen auf dem Mond - nur erstunken und erlogen? Ein Mediencoup im Kalten Krieg, an dem die Nasa seit 32 Jahren festhält? Das jedenfalls behauptet eine Dokumentation, die morgen Abend um 22 Uhr bei Spiegel TV auf Vox gezeigt wird.
Verschwörungstheorien rund um die Mondlandung sind nicht neu. Tatsächlich war das problemlose Gelingen der Landung auf dem Erdtrabanten, rein technisch gesehen, höchst unwahrscheinlich. Im Internet kursieren Rechnungen, laut denen die Chance auf ein erfolgreiches Mondprogramm gerade einmal 0,0017 Prozent betragen haben soll. Wichtigstes Indiz für alle Zweifel an der Mondlandung sind Fotovergleiche. So wundern sich die Filmemacher und ihr Kronzeuge, ein ehemaliger US-Raketeningenieur, dass auf den Mondfotos von Apollo 11 unter dem Triebwerk des Landevehikels keine Verbrennungen auf der Mondoberfläche zu sehen sind. Immer wieder angeführt werden Fotos und 16-Millimeter-Filme, auf denen die US-Flagge scheinbar im Wind flattert. Beliebt sind ebenfalls Vergleiche von Aufnahmen verschiedener Apollo-Landungen, die angeblich alle vor denselben Kulissen aufgenommen wurden. Schließlich sollen Schatten beweisen, dass die Fotos der Astronauten mit mehr als einer Lichtquelle, nämlich der Sonne, entstanden. Weil an Bord der Apollo-Fähren aber nachweislich weder Blitzlichter noch Scheinwerfer Platz hatten, müssten die Fotos gefälscht sein.
Natürlich wissen die Verschwörungstheoretiker auch, wo die Nasa die Mondlandung vorgetäuscht haben soll: in der legendären Area 51 in Nevada. Das streng abgeschirmte Militärgelände ist bisher vor allem bei Ufo-Begeisterten eine feste Größe. Denn hier sollen angeblich die Reste jener Außerirdischen aufbewahrt werden, die 1947 in den USA gelandet sein sollen.
Der Film, den Spiegel TV im Rahmen eines Themenabends über «Nachrichten aus dem All» sendet, ist hervorragend gemacht und entfaltet große suggestive Wirkung. Wahr sind die Behauptungen deshalb aber nicht. Tatsächlich beherrscht die Produktionsfirma Nash Entertainment vor allem die Kunst des Weglassens - nämlich von Argumenten für die Realität der Mondlandung. Denn mit den Detailergebnissen der sechs Apollo-Missionen arbeiten seit drei Jahrzehnten viele Tausend Wissenschaftler in aller Welt, nicht nur aus den USA. Sie alle müssten die Nasa dauerhaft einbinden in ihren riesigen Schwindel.
Auch hätten 340 Kilogramm «Mondgestein», das sich deutlich von irdischem Material unterscheidet, irgendwie hergestellt werden müssen. Dass einige Astronauten des Apollo-Projektes gestorben sind, ist bekannt. Doch viel mehr leben noch und berichten von ihren Mondspaziergängen. Kaum vorstellbar, dass keiner von ihnen die Lüge aufgedeckt hätte. Ganz zu schweigen von den tausenden Mitwissern, die den Schwindel inszeniert haben müssen. So ist der Film zwar anregend und gute Unterhaltung, aber keine Offenbarung der Wahrheit. BM
Alles Betrug? Die Mondlandung bleibt umstritten.
Hat das größte Abenteuer der Weltgeschichte nie stattgefunden? Die Landung von Apollo 11 und fünf weiteren Missionen auf dem Mond - nur erstunken und erlogen? Ein Mediencoup im Kalten Krieg, an dem die Nasa seit 32 Jahren festhält? Das jedenfalls behauptet eine Dokumentation, die morgen Abend um 22 Uhr bei Spiegel TV auf Vox gezeigt wird.
Verschwörungstheorien rund um die Mondlandung sind nicht neu. Tatsächlich war das problemlose Gelingen der Landung auf dem Erdtrabanten, rein technisch gesehen, höchst unwahrscheinlich. Im Internet kursieren Rechnungen, laut denen die Chance auf ein erfolgreiches Mondprogramm gerade einmal 0,0017 Prozent betragen haben soll. Wichtigstes Indiz für alle Zweifel an der Mondlandung sind Fotovergleiche. So wundern sich die Filmemacher und ihr Kronzeuge, ein ehemaliger US-Raketeningenieur, dass auf den Mondfotos von Apollo 11 unter dem Triebwerk des Landevehikels keine Verbrennungen auf der Mondoberfläche zu sehen sind. Immer wieder angeführt werden Fotos und 16-Millimeter-Filme, auf denen die US-Flagge scheinbar im Wind flattert. Beliebt sind ebenfalls Vergleiche von Aufnahmen verschiedener Apollo-Landungen, die angeblich alle vor denselben Kulissen aufgenommen wurden. Schließlich sollen Schatten beweisen, dass die Fotos der Astronauten mit mehr als einer Lichtquelle, nämlich der Sonne, entstanden. Weil an Bord der Apollo-Fähren aber nachweislich weder Blitzlichter noch Scheinwerfer Platz hatten, müssten die Fotos gefälscht sein.
Natürlich wissen die Verschwörungstheoretiker auch, wo die Nasa die Mondlandung vorgetäuscht haben soll: in der legendären Area 51 in Nevada. Das streng abgeschirmte Militärgelände ist bisher vor allem bei Ufo-Begeisterten eine feste Größe. Denn hier sollen angeblich die Reste jener Außerirdischen aufbewahrt werden, die 1947 in den USA gelandet sein sollen.
Der Film, den Spiegel TV im Rahmen eines Themenabends über «Nachrichten aus dem All» sendet, ist hervorragend gemacht und entfaltet große suggestive Wirkung. Wahr sind die Behauptungen deshalb aber nicht. Tatsächlich beherrscht die Produktionsfirma Nash Entertainment vor allem die Kunst des Weglassens - nämlich von Argumenten für die Realität der Mondlandung. Denn mit den Detailergebnissen der sechs Apollo-Missionen arbeiten seit drei Jahrzehnten viele Tausend Wissenschaftler in aller Welt, nicht nur aus den USA. Sie alle müssten die Nasa dauerhaft einbinden in ihren riesigen Schwindel.
Auch hätten 340 Kilogramm «Mondgestein», das sich deutlich von irdischem Material unterscheidet, irgendwie hergestellt werden müssen. Dass einige Astronauten des Apollo-Projektes gestorben sind, ist bekannt. Doch viel mehr leben noch und berichten von ihren Mondspaziergängen. Kaum vorstellbar, dass keiner von ihnen die Lüge aufgedeckt hätte. Ganz zu schweigen von den tausenden Mitwissern, die den Schwindel inszeniert haben müssen. So ist der Film zwar anregend und gute Unterhaltung, aber keine Offenbarung der Wahrheit. BM