Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei


Thema
abonnieren
Beiträge: 63
Zugriffe: 1.997 / Heute: 3
mod:

Als ehemaliger "Insider" sage ich mal

 
17.06.02 11:03
"Eine gutgemeinte Politik ist keine gute Politik!"


Das gilt schon seit langem für
SPD, Grüne und PDS.
Antworten
Happy End:

@MaMoe

 
17.06.02 11:08
Die BILD-Zeitung (bzw. in diesem Falle die aus dem gleichen Hause stammende WELT) war schon immer ein Hort der Bildung in Deutschland

...und das trotz erzkonservativer Ausrichtung *lol*
Antworten
mod:

@Happy End

 
17.06.02 11:12
sorry, aber auch Du polemisierst nur
und antwortest nicht einmal auf sachliche Fragen.

Kinderstube?

Wie üblich, Werteverfall?

Viele Grüsse
m.
Antworten
Happy End:

@mod

 
17.06.02 11:23
also, wenn Deine Posting Nr.15 und 26 nicht polemisch waren, dann weiß ich es auch nicht. Wenn Du mich schon fragst, als fortschrittlich würde ich eine Schule charakterisieren, die eine gesunde Mischung zwischen Deinen beiden "Werteblöcken" bildet.

Im übrigen: was sind denn die konservativen Werte, die Du in Nr.15 zusätzlich noch angeführt hast?

Gruß
Happy End
Antworten
Grinch:

Meine Fresse ich bin ja eine einzige Bildungs-

 
17.06.02 11:27
lücke!!! Was heisst polemisch???
Antworten
mod:

@Happy End

 
17.06.02 11:27
Sehr gute Antwort,
so sehe ich das auch.

Aber wo wird das praktiziert?
Kann das überhaupt funktionieren (bei der Begrenzung der Anzahl der
Unterrichtsstunden)?

Viele Grüsse
m.
Antworten
Reila:

Oh Grinch,

 
17.06.02 11:33
das heißt aggressiv und unsachlich. Der Selbsteinschätzung möchte ich nicht wiedersprechen. Na gut, das war polemisch.

R.
Antworten
Happy End:

@mod

 
17.06.02 11:34
Mmmmmmh, gute Frage - daher wäre es wirklich wichtig (aber wahrscheinlich utopisch), wenn hier eine parteiübergreifende Lösung erarbeitet werden könnte....aber wie Du ja gesagt hast - wie könnte man das in die Praxis umsetzen?

Mmmmmmmmh, knifflig.....

Gruß
Happy End  
Antworten
Grinch:

Danke Reila... seht ihr ich bin ein OPFER der

 
17.06.02 11:34
bildungspolitik, hier in Bayern!!! ;-)) Nee hab ich jetzt echt nicht gewusst!!!
Antworten
Reila:

PS Grinch: aggressiv = scharf *g* o.T.

 
17.06.02 11:35
Antworten
Grinch:

Scharf=Senf!!! jetzt hab ichs kapiert!!! Dank dir!

 
17.06.02 11:36
;-))
Antworten
Reila:

Es ist wieder alles im (Senf-)Eimer! :-)) o.T.

 
17.06.02 11:37
Antworten
Grinch:

Uppps jetzt haben wir das Niveau dieses

 
17.06.02 11:38
Threads wieder mit füssen getreten!!! Und das ist gut so!!!
Antworten
Reila:

Dann heben wir es mal wieder ...

 
17.06.02 12:07
Interview
13.06.2002
Erziehungswissenschaftler Peter Struck zu PISA und den Folgen
 
Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler bei der PISA-Studie will die Politik nun gegensteuern. Die Ministerpräsidenten treffen sich heute mit dem Bundeskanzler, um Maßnahmen zu beraten. Schröder wird außerdem im Bundestag eine Regierungserklärung zum Thema Bildung abgeben. Das Thema hat, nicht zu letzt auch nach Erfurt, zweifelsohne Konjunktur. Quer durch die Parteien entdeckt man nun die Familien und Bildungspolitik. Professor Dr. Peter Struck ist Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg.

NDR Info: Herr Struck, alles redet durcheinander in Sachen Bildungspolitik. Welche der vielen Vorschläge, die nun in Reaktion auf Pisa gemacht werden, halten Sie für sinnvoll, bezogen auf die Schulform, in der ja alles beginnt, auf die Grundschule?

Struck: Also, man muss wahrscheinlich früher mit der Grundschule beginnen. Also die Einschulung, das ist auch europäische Tendenz, muss sich wohl etwas früher ereignen. Wir müssen also vom sechsten Lebensjahr wohl auf das fünfte herunter. Auch weil Kinder, je jünger sie sind, um so besser lernen. Der zweite richtige Vorschlag ist, dass man für nicht gut deutsch sprechende, kleine Kinder im Vorschul- und Kindergartenbereich Deutsch-Kurse anbietet bzw. sie sprachlich heranführt an einem Standard, mit dem sie dann auch in der ersten Klasse bestehen können. Ein dritter, richtiger Vorschlag, der allerdings ziemlich selten gemacht wird, ist die Grundschule zu verlängern, denn Deutschland hat von all diesen vermessenen OECD-Ländern die kürzeste Grundschulzeit, nur vier Jahre. Alle Länder die oben stehen haben neun-, zehn- oder zwölfjährige Schulen. Deshalb hat Brandenburg, die Brandenburger SPD ja auch die Einführung der neunjährigen Grundschule beschlossen, dazu wird es natürlich nicht kommen, weil die in einer großen Koalition sind.

NDR Info: Sind auch Pläne in der Diskussion, die Sie für weniger geeignet halten?

Struck: Na ja, im Moment ist es eigentlich bundesweit so, dass die Hälfte der Kultusminister sagt, wir müssen zurück in die 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Deshalb sagt Frau Schavan, Baden Württembergische Kultusministerin, wir müssen die Leistungskultur an den Schulen erhöhen. Dann kämen wir etwa dahin, wo Singapur, Südkorea und Japan stehen. Die also autoritäre Paukschulen haben und damit auch die höchsten Schülersuizidraten der Welt. Also wir müssten dann die Angst beim Lernen erhöhen, dann kriegen wir tatsächlich bessere Ergebnisse. Oder, wir machen es anders. Wir gehen 20 Jahre in die Zukunft, dann kriegen wir die skandinavischen Länder und Kanada, die ebenfalls bei PISA oben stehen. Die haben aber längst die Belehrungsanstalt Schule zu einer Lernwerkstatt umgebaut. Also keine Noten bis zur Klasse 7 und vor allem, dass die Schule sich auf jeden einzelnen Schüler einstellt und nicht mehr wir bei uns versucht, schwierige oder schlechte Schüler loszuwerden. Also in die Richtung zu gehen, Schule braucht eine andere Lernkultur, statt einer anderen Leistungskultur.

NDR Info: Der Kanzler gibt nun heute eine Regierungserklärung zu diesem Thema ab. Welchen Sinn macht das so kurz vor Ende der Legislaturperiode?

Struck: Ja, das ist nun mal etwas positives. Erstmal ist ja ohnehin positiv, dass Deutschland bei PISA so schlecht abgeschnitten hat, weil damit die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Schule gelenkt wird und weil damit vielleicht verhindert wird, dass die Finanzminister noch mehr im Bereich Schule sparen. Insofern können wir also glücklich sein, dass wir so schlecht abgeschnitten haben. Ansonsten ist es gut, wenn Bildung, wie auch Familie zu einem Thema für den Bundestagswahlkampf wird. Das finde ich schon gut. Zumal vor dem Hintergrund, dass es überhaupt immer weniger Kinder in unserem Lande gibt und damit die Gefahr bestand, dass Bildung und Erziehung ganz herausfallen aus der allgemeinen Politik.


NDR Info
Antworten
Reila:

Versorgungsstaat statt Bildungsstaat

 
17.06.02 12:33
Im pleitigen Berlin werden gerade mal wieder die Mittel für Bildung und Jugendarbeit gekürzt.

Andererseits sind unsere Regierenden stolz, daß sie das Kindergeld erhöht haben. Die CDU/CSU möchte es gleich noch weiter erhöhen. Warum hat man das Geld nicht in die Bildung gesteckt? Der Staat verhält sich wie eine arme Familie, die sich für ihre hart erarbeiteten Überschüsse neue schicke Sachen kauft, statt dem Sohn das Studium zu finanzieren. Es wird konsumiert statt investiert. Bildung ist extrem langfristig angelegt und paßt damit nicht in den Wahlzyklus unserer Abgeordneten, die greifbare Geschenke gern vor Wahlen verteilen. Man sollte deren Mitspracherecht einschränken und Bildung durch ausgewiesene Fachleute planen lassen. Und warum ein Land, welches 1871 stolz war, endlich eine einheitliche Nation zu werden, die Bildungshoheit den Kleinstaaten überträgt, hätte Bismarck wohl nicht verstanden. Ich verstehe es auch nicht, aber ich schätze, die Länderkultusminister verstehen das schon. Aber ob die, die über Jahre nicht mal eine vernünftige Rechtschreibreform zustande gebracht haben, in der Lage sind, ein modernes Bildungssystem zu schaffen, darf bezweifelt werden.

R.
Antworten
hjw2:

reila, scheint du gehörst zu den wenigen

 
17.06.02 13:10

die in der lage sind ein problem ohne parteibrille zu diskutieren..:-))

gruss
hjw
Antworten
mob1:

@mamoe,

 
17.06.02 13:33
P23 : Das heißt doch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"
und nicht "die Kinder vom Bahnhofszoo", ja spinnt
den "die Welt" oder hab' ich was verpaßt ?

Gruesse
MOB
Antworten
mod:

Reila,

 
17.06.02 14:40
mehr Geld löst nicht das Hauptproblem.
Du kennst anscheinend nicht die 68er-Lehrergeneration.

Die Kulturhoheit der Länder wurde in unserem föderalen System bewusst
vom Herrenchiemseer Verfassungskonvent (10. bis 24. August 1948)
gewählt (Erfahrungen mit Reichspropagandaminister, Föderalismus: "Wir wollen Deutsche sein und Bayern bleiben", "Föderalismus heißt Wettbewerb" usw.)

Nirgendwo wurde in Deutschland nach 1948 so viel experimentiert und laufend geändert - zu Lasten der armen Kinder.
Wer kennt denn z.B. noch die "Errungenschaften und den Fortschritt" der Mengenlehre?
Oder die revolutionäre Umsetzung der "antiautoritären Erziehung"?
Wild experimentiert wurde vor allem in den "fortschrittlichen" Ländern.
Pädagogik ist nun einmal eine Erfahrungswissenschaft fast ohne  jede gesicherte Erkenntnis.

In den Kultusministerien sitzen bereits viele - sehr gut bezahlte - Planer und
Fachleute (parteipolitisch ausgerichtet).
Der Ausführungsspielraum der Schulen dagegen ist relativ gering.

Viele Grüsse
m.
Antworten
Reila:

Mod,

 
17.06.02 15:15
Dank TV sowie Verwandtschaft in München, Bottrop und Hamburg (Studienrat) ist mir die Entwicklung der bundesdeutschen Bildungslandschaft nicht ganz fremd.
Von antiautoritärer Erziehung halte ich so wenig wie von Erziehung zur bedingungslosen Unterordnung. Beides ist wohl auch kein wirkliches Thema mehr. Rückblickend finde ich übrigens das DDR-Bildungswesen gar nicht mal schlecht. Bereits in den Kindergärten wurde vorbereitend Wissen vermittelt - nicht nur durch Malen von sowjetischen Panzern. Wir hatten eine zehnklassige allgemeinbildende Oberschule (welche Ahnungslose bereits nach der achten Klasse verlassen konnten). Das Abitur erreichte man entweder in Kombination mit einer Berufsausbildung (Gysi und unser letzter CDU-Innenminister sind Melker) oder an einer erweiterten Oberschule (Klassen 9 bis 12). Erweiterte Oberschulen gab es auch mit verschiedenen Spezialisierungen, z.B. Chemie, Sprachen, Musik, etc. Lehrpläne und Lehrbücher wurden grundsätzlich von Fachleuten der entsprechenden Richtungen ausgearbeitet, selbstverständlich unter politischer Einflußnahme. Dummerweise wurden aus rein politischen Erwägungen in den letzten jahren der DDR die Vorbereitungsklassen für das Abitur von 4 auf 2 Jahren verkürzt (Klasse 11 und 12). Das führte zu einem niedrigeren Bildungsniveau der Abiturienten und kurz vor Toresschluß noch zu der Erkenntnis, daß man bei allem Hang zur Gleichbehandlung bzw. Gleichmacherei die Förderung der Eliten nicht vernachlässigen darf. Ein DDR-Bildungssystem ohne Parteieinfluß und Honeckers Frau (unser damaliger entsetzlicher Bildungsminister) würde mir auch heute noch ganz gut gefallen. Das anschließende Studium war allerdings ziemlich verschult. Heute hängt alles mehr von der Eigeninitiative der Studenten ab, was wohl nicht schlecht sein kann.

R.
Antworten
klecks1:

Schulwechsel

 
17.06.02 15:49
Wechselt ein Bayer nach NRW lacht sich der Bayer kaputt
Wechselt ein Westfale nach Bayern lacht sich der Lehrer kaputt

Die grösste Bildung in NRW ist die Einbildung, dank Bildungssystem der SPD, seit einigen Jahren gestärkt durch die gebildeten Grünen

Traurig aber wahr

ein EN ER Wehler
Antworten
Sieger's Papa:

@ all

 
17.06.02 15:53
Hallo zusammen,
klasse Diskussion so weit, auch dank der Auflockerung durch den Grinch (bist Du wirklich aus Bayern?).
Ich denke bei der aktuellen Bildungsdiskussion in Deutschland und auch hier wird eines vergessen: Der grossteil der Bildung und die Fähigkeit, diese zu erwerben, wird durch das Elternhaus vermittelt. Die Schule hat da nur sehr wenig Einfluss. Wenn ich im Freundeskreis sehe, wie viel Zeit die Kids vor dem Fernseher oder mit Computerspielen verbringen und wie wenig sie lesen, verzweifle ich meistens. Ich denke anstatt nur den Lehrern, Schulen und Politikern Vorwürfe zu machen sollten sich die Deutschen Eltern mal an die Nase greifen und fragen, was sie selbst zur Verbesserung tun können.
(Ok, bei meinem (virtuellen) Sohnemann ist auch einiges schiefgegangen, dass ist aber seine Freundin schuld, nicht ich ;-))
Gruss
Sieger's Papa
Antworten
Grinch:

@Herr Sieger: Ich bin eigentlich aus Franken,

 
17.06.02 15:57
um genau zu sein Unterfranken, noch genauer Würzburg und weil es noch genauer geht Stadtteil Lengfeld!!! ;-))
Antworten
Elend:

@Grinch: Hab getz Feierabend ... bitte

 
17.06.02 15:58
die Coordinaten noch im GPS-Format hier ablegen, ich mach mich gleich auf den Weg ;-)))

Schönen Feierabend
Antworten
mod:

Reila, voll einverstanden! o.T.

 
17.06.02 16:01
Antworten
Reila:

Shit, zu Würzburg fällt mir keine Gehässigkeit ein

 
17.06.02 16:02
 
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht Alle 1 2 3 ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--