Schüler in Bayern liegen bei Pisa-Studie vorn
Sozialdemokratisch regierte Länder bei Leistungsvergleich an deutschen Schulen abgeschlagen
Berlin - ws. Beim Pisa-Schulleistungsvergleich haben Unions-geführte Länder deutlich besser abgeschnitten als SPD-geführte Länder.
Gestern wurde aus mehreren Quellen berichtet, dass Bayern und Baden-Württemberg auf den beiden ersten Plätzen liegen. Weit abgeschlagen sind SPD-regierte Länder wie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch das Saarland. Schlusslichter sollen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sein. Es handelt sich um den zweiten Teil des Leistungstests, bei dem Deutschland im internationalen Vergleich enttäuschend abgeschnitten hatte. Die Ergebnisse werden am 27. Juni offiziell bekannt gegeben.
Bayerns Ministerin für Unterricht und Kultus, Monika Hohlmeier (CSU), stellte fest: "Die Länder-Ergebnisse der Pisa-Studie ziehen eine eindeutige Bilanz der Bildungspolitik zwischen Unions- und SPD-Ländern. Wenn Bayern einen Spitzenplatz einnimmt, liegt das auch daran, dass wir trotz jahrzehntelanger harter Angriffe von Seiten der SPD unbeirrt am Qualitäts- und Leistungsgedanken festgehalten haben. Wir haben aus Verantwortung gegenüber Eltern und Kindern gefordert und gefördert. Bildung ist soziale Standortpolitik."
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sieht vor allem die nationale Dimension des Ergebnisses. "Pisa hat uns gezeigt, wie schlecht und ungerecht unser Bildungssystem im internationalen Vergleich ist. Da kommt es nicht darauf an, wem nun das Wasser fünf oder zehn Zentimeter bis zum Hals steht." Deutschland bräuchte eine nationale Anstrengung, um die Krise gemeinsam zu lösen. "Wer jetzt anfängt, mit dem Finger auf andere zu zeigen, hat nicht begriffen, wie ernst die Lage insgesamt ist", erklärte die Ministerin gegenüber der WELT am SONNTAG.
"Die Bundesregierung hat deshalb den Ländern ein Angebot für bessere Bildung unterbreitet: Vier Milliarden Euro für Ganztagsschulen und mehr Geld für besseren Unterricht und die Förderung von benachteiligten Kindern. Wir brauchen endlich nationale Bildungsstandards und gleiche Chancen für alle Kinder in Deutschland."
CDU-Chefin Angela Merkel überrascht das Ergebnis nicht: "Es zeigt, dass die SPD-Bildungspolitik auf der ganzen Linie versagt hat." Kanzlerkandidat Edmund Stoiber ist zufrieden: "Wir brauchen eine ideologiefreie Schule. Hier wird sich die SPD-Bildungspolitik noch gewaltig bewegen müssen."
Als Abschlussbilanz einer miserablen sozialdemokratischen Bildungspolitik wertet der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) das schlechte Abschneiden seines Bundeslandes. Die Erhebung habe unmittelbar nach dem Regierungswechsel in seinem Bundesland stattgefunden. "Die 15 Jahre SPD-Bildungspolitik waren geprägt von Leistungsfeindlichkeit und Sparbeschlüssen. Insgesamt wurden unter der SPD 1000 Lehrstellen gestrichen. Da verwundert dieses Ergebnis nicht." Dennoch sieht Müller Bildung nicht als zentrales Thema im Bundestagswahlkampf. "Bildung ist und bleibt Ländersache."
Der Macher der Pisa-Studie, Andreas Schleicher von der OECD, mahnte indes zur Zurückhaltung in der Interpretation der Ergebnisse. Es müssen die Nettoergebnisse abgewartet werden. Diese würden die sozialen und ökonomischen Hintergründe der Länder miteinbeziehen, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse herzustellen.
Sozialdemokratisch regierte Länder bei Leistungsvergleich an deutschen Schulen abgeschlagen
Berlin - ws. Beim Pisa-Schulleistungsvergleich haben Unions-geführte Länder deutlich besser abgeschnitten als SPD-geführte Länder.
Gestern wurde aus mehreren Quellen berichtet, dass Bayern und Baden-Württemberg auf den beiden ersten Plätzen liegen. Weit abgeschlagen sind SPD-regierte Länder wie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch das Saarland. Schlusslichter sollen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sein. Es handelt sich um den zweiten Teil des Leistungstests, bei dem Deutschland im internationalen Vergleich enttäuschend abgeschnitten hatte. Die Ergebnisse werden am 27. Juni offiziell bekannt gegeben.
Bayerns Ministerin für Unterricht und Kultus, Monika Hohlmeier (CSU), stellte fest: "Die Länder-Ergebnisse der Pisa-Studie ziehen eine eindeutige Bilanz der Bildungspolitik zwischen Unions- und SPD-Ländern. Wenn Bayern einen Spitzenplatz einnimmt, liegt das auch daran, dass wir trotz jahrzehntelanger harter Angriffe von Seiten der SPD unbeirrt am Qualitäts- und Leistungsgedanken festgehalten haben. Wir haben aus Verantwortung gegenüber Eltern und Kindern gefordert und gefördert. Bildung ist soziale Standortpolitik."
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sieht vor allem die nationale Dimension des Ergebnisses. "Pisa hat uns gezeigt, wie schlecht und ungerecht unser Bildungssystem im internationalen Vergleich ist. Da kommt es nicht darauf an, wem nun das Wasser fünf oder zehn Zentimeter bis zum Hals steht." Deutschland bräuchte eine nationale Anstrengung, um die Krise gemeinsam zu lösen. "Wer jetzt anfängt, mit dem Finger auf andere zu zeigen, hat nicht begriffen, wie ernst die Lage insgesamt ist", erklärte die Ministerin gegenüber der WELT am SONNTAG.
"Die Bundesregierung hat deshalb den Ländern ein Angebot für bessere Bildung unterbreitet: Vier Milliarden Euro für Ganztagsschulen und mehr Geld für besseren Unterricht und die Förderung von benachteiligten Kindern. Wir brauchen endlich nationale Bildungsstandards und gleiche Chancen für alle Kinder in Deutschland."
CDU-Chefin Angela Merkel überrascht das Ergebnis nicht: "Es zeigt, dass die SPD-Bildungspolitik auf der ganzen Linie versagt hat." Kanzlerkandidat Edmund Stoiber ist zufrieden: "Wir brauchen eine ideologiefreie Schule. Hier wird sich die SPD-Bildungspolitik noch gewaltig bewegen müssen."
Als Abschlussbilanz einer miserablen sozialdemokratischen Bildungspolitik wertet der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) das schlechte Abschneiden seines Bundeslandes. Die Erhebung habe unmittelbar nach dem Regierungswechsel in seinem Bundesland stattgefunden. "Die 15 Jahre SPD-Bildungspolitik waren geprägt von Leistungsfeindlichkeit und Sparbeschlüssen. Insgesamt wurden unter der SPD 1000 Lehrstellen gestrichen. Da verwundert dieses Ergebnis nicht." Dennoch sieht Müller Bildung nicht als zentrales Thema im Bundestagswahlkampf. "Bildung ist und bleibt Ländersache."
Der Macher der Pisa-Studie, Andreas Schleicher von der OECD, mahnte indes zur Zurückhaltung in der Interpretation der Ergebnisse. Es müssen die Nettoergebnisse abgewartet werden. Diese würden die sozialen und ökonomischen Hintergründe der Länder miteinbeziehen, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse herzustellen.