Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei


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Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei

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16.06.02 22:31
Schüler in Bayern liegen bei Pisa-Studie vorn  

Sozialdemokratisch regierte Länder bei Leistungsvergleich an deutschen Schulen abgeschlagen
 

Berlin - ws. Beim Pisa-Schulleistungsvergleich haben Unions-geführte Länder deutlich besser abgeschnitten als SPD-geführte Länder.

Gestern wurde aus mehreren Quellen berichtet, dass Bayern und Baden-Württemberg auf den beiden ersten Plätzen liegen. Weit abgeschlagen sind SPD-regierte Länder wie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch das Saarland. Schlusslichter sollen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sein. Es handelt sich um den zweiten Teil des Leistungstests, bei dem Deutschland im internationalen Vergleich enttäuschend abgeschnitten hatte. Die Ergebnisse werden am 27. Juni offiziell bekannt gegeben.

Bayerns Ministerin für Unterricht und Kultus, Monika Hohlmeier (CSU), stellte fest: "Die Länder-Ergebnisse der Pisa-Studie ziehen eine eindeutige Bilanz der Bildungspolitik zwischen Unions- und SPD-Ländern. Wenn Bayern einen Spitzenplatz einnimmt, liegt das auch daran, dass wir trotz jahrzehntelanger harter Angriffe von Seiten der SPD unbeirrt am Qualitäts- und Leistungsgedanken festgehalten haben. Wir haben aus Verantwortung gegenüber Eltern und Kindern gefordert und gefördert. Bildung ist soziale Standortpolitik."

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sieht vor allem die nationale Dimension des Ergebnisses. "Pisa hat uns gezeigt, wie schlecht und ungerecht unser Bildungssystem im internationalen Vergleich ist. Da kommt es nicht darauf an, wem nun das Wasser fünf oder zehn Zentimeter bis zum Hals steht." Deutschland bräuchte eine nationale Anstrengung, um die Krise gemeinsam zu lösen. "Wer jetzt anfängt, mit dem Finger auf andere zu zeigen, hat nicht begriffen, wie ernst die Lage insgesamt ist", erklärte die Ministerin gegenüber der WELT am SONNTAG.

"Die Bundesregierung hat deshalb den Ländern ein Angebot für bessere Bildung unterbreitet: Vier Milliarden Euro für Ganztagsschulen und mehr Geld für besseren Unterricht und die Förderung von benachteiligten Kindern. Wir brauchen endlich nationale Bildungsstandards und gleiche Chancen für alle Kinder in Deutschland."

CDU-Chefin Angela Merkel überrascht das Ergebnis nicht: "Es zeigt, dass die SPD-Bildungspolitik auf der ganzen Linie versagt hat." Kanzlerkandidat Edmund Stoiber ist zufrieden: "Wir brauchen eine ideologiefreie Schule. Hier wird sich die SPD-Bildungspolitik noch gewaltig bewegen müssen."

Als Abschlussbilanz einer miserablen sozialdemokratischen Bildungspolitik wertet der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) das schlechte Abschneiden seines Bundeslandes. Die Erhebung habe unmittelbar nach dem Regierungswechsel in seinem Bundesland stattgefunden. "Die 15 Jahre SPD-Bildungspolitik waren geprägt von Leistungsfeindlichkeit und Sparbeschlüssen. Insgesamt wurden unter der SPD 1000 Lehrstellen gestrichen. Da verwundert dieses Ergebnis nicht." Dennoch sieht Müller Bildung nicht als zentrales Thema im Bundestagswahlkampf. "Bildung ist und bleibt Ländersache."

Der Macher der Pisa-Studie, Andreas Schleicher von der OECD, mahnte indes zur Zurückhaltung in der Interpretation der Ergebnisse. Es müssen die Nettoergebnisse abgewartet werden. Diese würden die sozialen und ökonomischen Hintergründe der Länder miteinbeziehen, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse herzustellen.

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mod:

Das Land der "Absteiger", ruhrpottzocker

 
16.06.02 22:36

Neue Untersuchungen zur Bildung belegen viele Schwächen

des mutmaßlichen "Pisa"-Tabellenletzten NRW.


Elf Mal werden wir noch wach bis zum nächsten "Pisa"-Tag. Nie zuvor war die Nervosität der Bildungspolitiker in NRW greifbarer als heute. Denn: Wenn der zweite Teil der Bildungsstudie "Pisa" am 27. Juni veröffentlicht wird, droht dem Bundesland mit den meisten deutschen Gesamtschulen die Position des Tabellenletzten in Sachen Lesen, Rechnen und Naturwissenschaften.

Seit "Pisa I" vor wenigen Monaten einen gravierenden Bildungsrückstand Deutschlands gegenüber vielen europäischen Nachbarn offenbart hatte, sind alle alarmiert. Wenn nun die nächste "Pisa"-Folge innerdeutsche Ländervergleiche wagt, droht die Fachdebatte zur wütenden Volksbewegung anzuschwellen - und die möchten Nordrhein-Westfalens Regierende vorweg eindämmen.

Der Bericht vom 27. Juni werde "nur eine begrenzte analytische Fundierung enthalten", sagte deshalb Bildungsministerin Gabriele Behler, SPD, diese Woche in einem Hintergrundgespräch. Und: "Wesentliche für das Handeln innerhalb der Länder bedeutsame Daten werden erst zum 30. November vorliegen." Mit anderen Worten: Erst nach der Bundestagswahl vom 22. September sollen die grundlegenden Konsequenzen aus "Pisa" gezogen werden.

Parallel zu diesen Bemühungen um Schadensbegrenzung lief eine Serie weiterer Veröffentlichungen:

Der Essener Bildungsforscher Prof. Klaus Klemm legte eine breite Sammlung von Vergleichstabellen vor, die bestimmte Aspekte der Schulpolitik im Ländervergleich beleuchten: Danach liegt NRW beispielsweise deutlich hinter Bayern zurück bei der Zahl der Schulstunden, die ein Schüler bis Klasse neun laut Lehrplan erhalten soll. Der Abstand beträgt rund 1000 Stunden oder ein ganzes Schuljahr. NRW gibt auch unterdurchschnittlich wenig Geld pro Schüler aus - 4100 Euro pro Jahr, gegen 4500 Euro im Beispiel Bayern. NRW hat geringfügig dichtere Klassenfrequenzen in einzelnen Schulformen.

In NRW wächst seit Jahrzehnten kontinuierlich die Zahl der Schüler, die aus einer weiterführenden in die nächstniedrigere Schulform "absteigen". Im letzten Schuljahr wechselten insgesamt 19.605 Schüler "nach unten", dagegen stiegen gerade 1066 in der Schulform auf. "Das heißt, dass nach der Grundschule überdurchschnittlich viele Kinder auf die für sie falsche weiterführende Schule geschickt werden", folgert der Lehrer und CDU-Generalsekretär Herbert Reul daraus.

Zugleich bietet NRW als einziges Land zehn Regelschuljahre für alle, also ein Pflichtjahr mehr an Bildung. NRW hat mehr Ausländerkinder in den Schulen, darunter die höchste Zahl an Abbrechern, aber auch die höchste Quote mit qualifizierten Abschlüssen.

Und von dem überproportional hohen "Ausstoß" an Abiturienten und Hochschulabsolventen in NRW "bedient" sich ein Land mit viel Zukunftsforschung und Zukunftsindustrie wie Bayern besonders gern.

Während Professor Klemm derart relativierendes Material zum befürchteten "Pisa"-Ergebnis lieferte, ließ die Gewerkschaft GEW durch eine repräsentative Umfrage des Dortmunder Professors Hans-Günter Rolff noch Öl ins Feuer gießen: Danach wollen 90 Prozent der Eltern landesweit einheitliche Abschlussprüfungen an Realschulen und Gymnasien. 71 Prozent sind für bundesweit vergleichbare Abschlüsse. 70 Prozent fordern Allgemeinbildung, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen als verbindliche Unterrichtsziele - Forderungen, die von SPD-Schulpolitikern bisher abgelehnt worden sind. Nur 40 Prozent der Eltern sind noch dafür, mehr Gesamtschulen zu eröffnen. Die bisherige Politik steht also komplett in Frage.

Zwar hatte Zeitzeuge Wolfgang Clement als NRW-Wirtschaftsminister 1997 nach einer Reise durch Ausbildungsbetriebe geschrieben: Schule müsse der "Demotivation und Destruktion" entgegenwirken. Beispiele für mangelhafte Schreib- und Rechenkenntnisse seien "schlicht schockierend", dies verlange "eine pädagogische Kurskorrektur".

Zwar hatten etwa zur gleichen Zeit auch die Wirtschaftsverbände und -kammern des Landes gemeinsam Alarm geschlagen und Leitlinien für eine neue Bildungspolitik publiziert.

Und zwar hat diese Woche Schulministerin Behler versucht, ihre Schritte zu neuem Leistungsdenken darzustellen.

Doch blieben die Ergebnisse mager. Daher das neuerliche "Plädoyer für einen Aufbruch in der Bildungspolitik", das von der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW verfasst worden ist. Der bislang unveröffentlichte Text liegt WELT am SONNTAG vor. Er fordert:

* Sprach- und Naturwissenschaftsübungen bereits in Kindergarten und Vorschule.

* Senkung des Einschulungsalters um ein Jahr. In NRW sind Schulanfänger derzeit durchschnittlich 6,8 Jahre alt.

* Sprachkompetenz soll als Voraussetzung zum Schuleintritt verlangt und geprüft werden.

* Spätestens in der vierten Grundschulklasse sollen Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten diagnostiziert und notfalls gezielt gefördert werden.

* Naturwissenschaften seien in weiterführenden Schulen "als Hauptfächer zu behandeln".

Ziel aller Maßnahmen soll es sein, "eine neue Lern- und Leistungskultur" zu begründen, fordern die Arbeitgeber. Und das schon seit zehn Jahren.

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mod:

Bayerns Schüler: 1000 Stunden mehr Unterricht als

 
16.06.02 22:40
Bayerns Schüler: 1000 Stunden mehr Unterricht als in NRW

Dies entspricht dem Volumen eines ganzen Schuljahres und schlägt sich vor allem in einem stärkeren Deutsch- und Mathematik- Angebot nieder.

Berlin - Das Schulsystem in Deutschland driftet von Bundesland zu Bundesland immer weiter auseinander. So erhalten Schüler in Bayern von der ersten bis zur neunten Klasse laut Stundenplan mehr als 1000 Unterrichtsstunden mehr als in Nordrhein- Westfalen. Dies entspricht dem Volumen eines ganzen Schuljahres und schlägt sich vor allem in einem stärkeren Deutsch- und Mathematik- Angebot nieder. Dies ergibt eine Studie des Schulforschers Klaus Klemm im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Aber auch bei der Finanzierung der Schulen, bei Klassengrößen, Lehreralter, Sitzenbleiber- und Schulabbrecherquoten und vor allem auch bei der Zahl der erfolgreichen Schulabschlüsse werden die Unterschiede zwischen den Ländern immer größer. Bayern gibt pro Schüler 4800 Euro im Jahr aus, Nordrhein-Westfalen dagegen nur 4300 und Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein 4600 Euro. Im Westen liegt der Bundesschnitt in den allgemein bildenden Schulen bei 4500 Euro, im Osten 4100 Euro wegen der geringeren Lehrergehälter.

Traditionell lassen sich die Stadtstaaten Hamburg (6200), Bremen (5700) und Berlin (4900) ihr Schulsystem am meisten kosten. Neben NRW bilden Hessen und das Saarland mit jeweils 4300 Euro im Westen die unteren Plätze. Im Osten geben Thüringen (4600) und Sachsen- Anhalt (4400) viel für ihre Schulen aus, am wenigsten dagegen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (beide 3900).

Für bedeutsam halten die Forscher die Entwicklung bei der Zahl der Pflichtstunden. Dafür wurden alle aktuellen Lehrpläne miteinander verglichen. Von der ersten bis zur neunten Klasse soll danach einem Schüler in Deutschland durchschnittlich 9082 Stunden Unterricht erteilt werden. Bayern (9829), Thüringen (9747), Sachsen 9690 und Baden-Württemberg (9183) kommen deutlich über diesen Wert während NRW (8778), Hamburg (8816), Brandenburg (8803) und Hessen 8892 deutlich darunter liegen. Die Differenz zwischen dem niedrigsten und höchstem Wert liegt bei mehr als zehn Prozent.

Die Untersuchung bestätigt das große Gefälle zwischen den Ländern bei der Bildungsbeteiligung. Während im Bundesdurchschnitt 27,2 Prozent eines Jahrganges das Abitur erwerben, sind dies in Bayern nur 19,7 Prozent.

Dabei liegt bei der Abiturquote Baden-Württemberg mit 29,3 Prozent noch knapp vor Nordrhein-Westfalen (28,8). Auffällig niedrig sind die Quoten im Saarland (22,0), Rheinland- Pfalz (24,3 Prozent) und Schleswig-Holstein (25,0).

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagte dazu, die Studie belege, dass Deutschland dringend einen regelmäßigen nationalen Bildungsbericht benötige, "um für Eltern und Schüler bundesweit vergleichbare Standards in den Schulen zu sichern".

Antworten
Levke:

interessant, leider ist Hamburg nicht dabei...

 
16.06.02 22:45
Sehe gerade bei christiansen die aktuelle Diskussion....
Antworten
zombi17:

@ mod : NRW Letzter

 
16.06.02 22:52
Das sollte niemanden verwundern , bei teilweise 80%tiger Belegung mit Kindern , die kaum deutsch sprechen, wo soll da ein besseres Ergebnis herkommen.
Gruß Zombi
Antworten
Schnorrer:

iss doch klar, mod: in Bayern, als dem derzeit

 
16.06.02 22:58
attraktivsten Wirtschaftsstandort, leben auch die meisten Ausländer: Türken, Italiener, Araber, Hamburger, Hessen ... und sonstige Zugereiste mit überproportionalem genetischem Potential.
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mod:

schnorrer´s Erklärung überzeugt mich o.T.

 
16.06.02 23:31
Antworten
maxperforma.:

@rz

 
17.06.02 08:28
wieder mal die Tabelle verkehrt rum gehalten?

"17. Bayern ist auch heute noch Schlusslicht bei der Pisa-Studie.
ruhrpottzocker 27.05.02 23:21      

NRW ist deutlich schlechter geworden. Politische Aufklärung wird heute weitaus kleiner geschrieben "
Antworten
Happy End:

Wusste gar nicht

 
17.06.02 08:33
dass das Saarland von der SPD und dass Rheinland-Pfalz von der CDU regiert werden *g*
Antworten
ruhrpottzocker:

Ich glaube, diese Hitliste hat

 
17.06.02 09:42
den Seriösitätsgehalt einer Analystenempfehlung ! Wir sollten uns mit den Problemen beschäftigen. Das setzt Sachlichkeit voraus.

Gruß RZ

Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei 694658
Antworten
SchwarzerLor.:

Stimmt rpz.

 
17.06.02 10:01
Die Vorraussetzungen, Regelungen und Schwerpunkte sind durch die Bildungshoheit der Länder so unterschiedlich, daß ich mich nur sehr schwer mit dieser Liste ebenso wie mit der PISA-Studie insgesamt anfreunden kann. Die Ursachen sind viel tiefschichtiger als bloß durch ein paar Tests ergründbar. Alle Beteiligten sind gefordert, vor allem muß es aber mehr Geld für Bildung geben. Wenn man den Buhlman-Etat gegen andere setzt, dann stehen einem ja die Haare zu Berge.
Antworten
n1608:

Bulmahn+Happy End haben nichts begriffen

 
17.06.02 10:20
@happy: kurze zwischenfrage, wie lange reagiert die union im saarland? wer war vorher für das allg. bildungsdesaster zuständig? wir sollten schon bei den fakten bleiben.

@bulmahn:"Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sieht vor allem die nationale Dimension des Ergebnisses. "Pisa hat uns gezeigt, wie schlecht und ungerecht unser Bildungssystem im internationalen Vergleich ist. Da kommt es nicht darauf an, wem nun das Wasser fünf oder zehn Zentimeter bis zum Hals steht." Deutschland bräuchte eine nationale Anstrengung, um die Krise gemeinsam zu lösen. "Wer jetzt anfängt, mit dem Finger auf andere zu zeigen, hat nicht begriffen, wie ernst die Lage insgesamt ist", erklärte die Ministerin gegenüber der WELT am SONNTAG."

liebe frau bulmahn, hier wird nicht unberechtigt mit dem zeigefinger auf menschen gezeigt, die bildungspolitisch ihr bestes gegeben haben, sondern hier wird zum wiederholten male auf die bildungsmisere vor allem in den spd/pds regierten bundesländern hingewiesen. ihre fehlleistungen müssen sie sich schon selber anrechnen. bildungspoltik ist ländersache und da kann man leider nicht auf die obligatorischen 16 jahre kohl verweisen. wie schade aber auch!!!
Antworten
Happy End:

@n1608

 
17.06.02 10:27
Auf die Erwiderung habe ich gewartet ;-))

Wie lange regiert denn die SPD in Niedersachsen? Wir sollten schon bei den Fakten bleiben ;-)
Antworten
brudini:

@n1608

 
17.06.02 10:37
und wenn wir schon dabei sind: Bis 1998 hat in Meckl.-Vorpommern die CDU regiert. Wenn wir schon auf das Diskussionsniveau absteigen, sollten wir alles genau betrachten!
Antworten
mod:

Seht ihr das auch so?

 
17.06.02 10:39
In "fortschrittlichen" Kreisen ist es "in"

- viel zu diskutieren,
- alles kritisch zu hinterfragen,
- frühzeitige Spezialisierung auf Lieblingsfächer,
- Disziplin und Selbstüberwindung sind verdächtig,
- klassische Bildung ist nicht gefragt,
- Faktenlernen (auswendig) ist verpöhnt.


In "konservaten" Kreisen legt man Wert auf

- auswendiglernen von Basiswissen und Fakten,
- breites Basiswissen ohne Wahlmöglichkeiten,
- Disziplin, Selbstüberwindung,
- klassische Bildung,
- naturwissenschaftliche Fächer,
- Sport (in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist),
- Vermittlung von konservativen Werten.

Ich habe diese "konservative" Schule als junger Mensch gehasst; heute sehe ich es anders.

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Wie seht Ihr das?

 
Antworten
Grinch:

... und bis 1945 hat überall die NSDAP regiert...

 
17.06.02 10:39
Was sagt uns das???
Antworten
brudini:

@Grinch

 
17.06.02 10:43
Die haben für den Stoff im Geschichtsunterricht gesorgt!
Antworten
Happy End:

@mod

 
17.06.02 10:44
Sind das Deine gesammelten Vorurteile? *g*
Antworten
n1608:

Euer Argumentationsniveau ist wirklich unter der

 
17.06.02 10:50
Gürtellinie.

Aber wenn es Grinch so braucht!

Mein Großvater beherrschte Rechtschreibung, Gramatik, Leseverständnis, Rechnen... auf Volksschulniveau besser, als heute ein gymnasialer Überflieger!

Damit ist für mich die Diskussion mit Euch, vor allem mit dem Faschismus-Keule-Schwinger erledigt. Die Performance Eures Depots muß wirklich gegen null tendieren, wenn auf kaum zu beschönigende Fakten derartig reagiert wird.  
Antworten
Grinch:

n1608: gaaaaaaaaaanz ruhig!!! ;-))

 
17.06.02 10:51
So war des zwar nicht gemeint... wollte auch keinerlei Vergleiche ziehen...
Antworten
Grinch:

Nachtrag: Ich schwinge hier überhaupt keine

 
17.06.02 10:52
keulen!!! hab aber eben diese schon einigemale zu spüren gekriegt!!!
Antworten
Happy End:

@n1608

 
17.06.02 10:53
...und was ist mit den kaum zu beschönigenden Fakten von brudini und mir (Posting 13 und 14)?

;-)
Antworten
MaMoe:

Heute in "Die WELT" der Kommentar der Ersten Seite

 
17.06.02 10:56
Auszüge:

"Sie kamen in lila Latzhosen und sie lasen "Die Kinder vom Bahnhofszoo". Sie rückten die Tische in Klassenzimmern zur Gruppenarbeit zusammen, führten das Duzen ein und verabschiedeten die Leistung. Plötzlich problematisierte man lieber statt zu lernen (...) Erdkunde mutierte zum Dritte-Welt-Laden, Religion verkümmerte zu alltagsethischen Betrachtungen. Am Ende formulierte eine rasch wachsende Bildungsbürokratie den klassischen bildungskanon systematisch in "Rahmenrichtlinien" des sozialen Experiments um. In den siebziger Jahren begann eine Lehrergeneration ihren Marsch durch die Institutionen - und sie tat es leider gründlich. Nirgends sonst in der Gesellschaft haben die 68´er derart folgenreich ein Milieu umgepflügt wie an unseren Schulen. Während diese Generation von Fischer bis Schily anderorts reifte, sich falsifizierte und konstruktiv dem Wettbewerb der Ideen stellte, schimmelte an den Schulen die Politpädagogik weiter, wie in einem Einmachglas der Besserwisser (...) Das Ergebis ist vernichtend (...) "

Tja, DANKE; LIEBE 68`ER GENERATION; DANKE FÜR FREIE LIEBE UND ALLES ... DEUTSCHLAND WIRD ES EUCH EWIG DANKEN ... ICH VERSPRECHE: "ICH GIESSE EURE GRABBLUMEN MIT ALLEM ÜBERSCHÜSSIGEN, WELCHES MEIN BESCHEIDENER KÖRPER HERGIBT" ...GANZ IM SINNE DER GEMEINSCHAFTS- UND SOZIALPÄDAGOGIK ...

ein grinsender
MaMoe ...
Antworten
mod:

Happy End, wie charakterisierst Du das denn? o.T.

 
17.06.02 10:57
Antworten
n1608:

@happy

 
17.06.02 11:00
bzgl. niedersachsen muß ich schon bis in die zeit von albrecht in die späten 80er zurückgehen, bis ich auf eine unionsgeführte landesregierung komme. vor gabriel hat übrigens unser heutiger bildungsvorreiter schröder den einizigen lehrstuhl für infotech in niedersachsen zugemacht - nur so viel zu niedersachsen.

in mac-pomm war die zugegebenermaßen die cdu vor 98 am ruder. aber wenn mich nicht alles täuscht in einer großen koalition. wenn nicht lieber happy, dann hat burundi auch mal ein körnchen gefunden.

an der grundaussage ändert sich aber leider troztdem nichts.

an weiteren ausführlichen diskussionen kann ich jetzt leider nicht mehr weiter teilnehmen, da ich zum gros hier am board noch arbeiten muß. kann ja nicht jeder ein Sieger sein!

in dem sinne nen schönen tag!

Antworten
mod:

Als ehemaliger "Insider" sage ich mal

 
17.06.02 11:03
"Eine gutgemeinte Politik ist keine gute Politik!"


Das gilt schon seit langem für
SPD, Grüne und PDS.
Antworten
Happy End:

@MaMoe

 
17.06.02 11:08
Die BILD-Zeitung (bzw. in diesem Falle die aus dem gleichen Hause stammende WELT) war schon immer ein Hort der Bildung in Deutschland

...und das trotz erzkonservativer Ausrichtung *lol*
Antworten
mod:

@Happy End

 
17.06.02 11:12
sorry, aber auch Du polemisierst nur
und antwortest nicht einmal auf sachliche Fragen.

Kinderstube?

Wie üblich, Werteverfall?

Viele Grüsse
m.
Antworten
Happy End:

@mod

 
17.06.02 11:23
also, wenn Deine Posting Nr.15 und 26 nicht polemisch waren, dann weiß ich es auch nicht. Wenn Du mich schon fragst, als fortschrittlich würde ich eine Schule charakterisieren, die eine gesunde Mischung zwischen Deinen beiden "Werteblöcken" bildet.

Im übrigen: was sind denn die konservativen Werte, die Du in Nr.15 zusätzlich noch angeführt hast?

Gruß
Happy End
Antworten
Grinch:

Meine Fresse ich bin ja eine einzige Bildungs-

 
17.06.02 11:27
lücke!!! Was heisst polemisch???
Antworten
mod:

@Happy End

 
17.06.02 11:27
Sehr gute Antwort,
so sehe ich das auch.

Aber wo wird das praktiziert?
Kann das überhaupt funktionieren (bei der Begrenzung der Anzahl der
Unterrichtsstunden)?

Viele Grüsse
m.
Antworten
Reila:

Oh Grinch,

 
17.06.02 11:33
das heißt aggressiv und unsachlich. Der Selbsteinschätzung möchte ich nicht wiedersprechen. Na gut, das war polemisch.

R.
Antworten
Happy End:

@mod

 
17.06.02 11:34
Mmmmmmh, gute Frage - daher wäre es wirklich wichtig (aber wahrscheinlich utopisch), wenn hier eine parteiübergreifende Lösung erarbeitet werden könnte....aber wie Du ja gesagt hast - wie könnte man das in die Praxis umsetzen?

Mmmmmmmmh, knifflig.....

Gruß
Happy End  
Antworten
Grinch:

Danke Reila... seht ihr ich bin ein OPFER der

 
17.06.02 11:34
bildungspolitik, hier in Bayern!!! ;-)) Nee hab ich jetzt echt nicht gewusst!!!
Antworten
Reila:

PS Grinch: aggressiv = scharf *g* o.T.

 
17.06.02 11:35
Antworten
Grinch:

Scharf=Senf!!! jetzt hab ichs kapiert!!! Dank dir!

 
17.06.02 11:36
;-))
Antworten
Reila:

Es ist wieder alles im (Senf-)Eimer! :-)) o.T.

 
17.06.02 11:37
Antworten
Grinch:

Uppps jetzt haben wir das Niveau dieses

 
17.06.02 11:38
Threads wieder mit füssen getreten!!! Und das ist gut so!!!
Antworten
Reila:

Dann heben wir es mal wieder ...

 
17.06.02 12:07
Interview
13.06.2002
Erziehungswissenschaftler Peter Struck zu PISA und den Folgen
 
Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler bei der PISA-Studie will die Politik nun gegensteuern. Die Ministerpräsidenten treffen sich heute mit dem Bundeskanzler, um Maßnahmen zu beraten. Schröder wird außerdem im Bundestag eine Regierungserklärung zum Thema Bildung abgeben. Das Thema hat, nicht zu letzt auch nach Erfurt, zweifelsohne Konjunktur. Quer durch die Parteien entdeckt man nun die Familien und Bildungspolitik. Professor Dr. Peter Struck ist Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg.

NDR Info: Herr Struck, alles redet durcheinander in Sachen Bildungspolitik. Welche der vielen Vorschläge, die nun in Reaktion auf Pisa gemacht werden, halten Sie für sinnvoll, bezogen auf die Schulform, in der ja alles beginnt, auf die Grundschule?

Struck: Also, man muss wahrscheinlich früher mit der Grundschule beginnen. Also die Einschulung, das ist auch europäische Tendenz, muss sich wohl etwas früher ereignen. Wir müssen also vom sechsten Lebensjahr wohl auf das fünfte herunter. Auch weil Kinder, je jünger sie sind, um so besser lernen. Der zweite richtige Vorschlag ist, dass man für nicht gut deutsch sprechende, kleine Kinder im Vorschul- und Kindergartenbereich Deutsch-Kurse anbietet bzw. sie sprachlich heranführt an einem Standard, mit dem sie dann auch in der ersten Klasse bestehen können. Ein dritter, richtiger Vorschlag, der allerdings ziemlich selten gemacht wird, ist die Grundschule zu verlängern, denn Deutschland hat von all diesen vermessenen OECD-Ländern die kürzeste Grundschulzeit, nur vier Jahre. Alle Länder die oben stehen haben neun-, zehn- oder zwölfjährige Schulen. Deshalb hat Brandenburg, die Brandenburger SPD ja auch die Einführung der neunjährigen Grundschule beschlossen, dazu wird es natürlich nicht kommen, weil die in einer großen Koalition sind.

NDR Info: Sind auch Pläne in der Diskussion, die Sie für weniger geeignet halten?

Struck: Na ja, im Moment ist es eigentlich bundesweit so, dass die Hälfte der Kultusminister sagt, wir müssen zurück in die 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Deshalb sagt Frau Schavan, Baden Württembergische Kultusministerin, wir müssen die Leistungskultur an den Schulen erhöhen. Dann kämen wir etwa dahin, wo Singapur, Südkorea und Japan stehen. Die also autoritäre Paukschulen haben und damit auch die höchsten Schülersuizidraten der Welt. Also wir müssten dann die Angst beim Lernen erhöhen, dann kriegen wir tatsächlich bessere Ergebnisse. Oder, wir machen es anders. Wir gehen 20 Jahre in die Zukunft, dann kriegen wir die skandinavischen Länder und Kanada, die ebenfalls bei PISA oben stehen. Die haben aber längst die Belehrungsanstalt Schule zu einer Lernwerkstatt umgebaut. Also keine Noten bis zur Klasse 7 und vor allem, dass die Schule sich auf jeden einzelnen Schüler einstellt und nicht mehr wir bei uns versucht, schwierige oder schlechte Schüler loszuwerden. Also in die Richtung zu gehen, Schule braucht eine andere Lernkultur, statt einer anderen Leistungskultur.

NDR Info: Der Kanzler gibt nun heute eine Regierungserklärung zu diesem Thema ab. Welchen Sinn macht das so kurz vor Ende der Legislaturperiode?

Struck: Ja, das ist nun mal etwas positives. Erstmal ist ja ohnehin positiv, dass Deutschland bei PISA so schlecht abgeschnitten hat, weil damit die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Schule gelenkt wird und weil damit vielleicht verhindert wird, dass die Finanzminister noch mehr im Bereich Schule sparen. Insofern können wir also glücklich sein, dass wir so schlecht abgeschnitten haben. Ansonsten ist es gut, wenn Bildung, wie auch Familie zu einem Thema für den Bundestagswahlkampf wird. Das finde ich schon gut. Zumal vor dem Hintergrund, dass es überhaupt immer weniger Kinder in unserem Lande gibt und damit die Gefahr bestand, dass Bildung und Erziehung ganz herausfallen aus der allgemeinen Politik.


NDR Info
Antworten
Reila:

Versorgungsstaat statt Bildungsstaat

 
17.06.02 12:33
Im pleitigen Berlin werden gerade mal wieder die Mittel für Bildung und Jugendarbeit gekürzt.

Andererseits sind unsere Regierenden stolz, daß sie das Kindergeld erhöht haben. Die CDU/CSU möchte es gleich noch weiter erhöhen. Warum hat man das Geld nicht in die Bildung gesteckt? Der Staat verhält sich wie eine arme Familie, die sich für ihre hart erarbeiteten Überschüsse neue schicke Sachen kauft, statt dem Sohn das Studium zu finanzieren. Es wird konsumiert statt investiert. Bildung ist extrem langfristig angelegt und paßt damit nicht in den Wahlzyklus unserer Abgeordneten, die greifbare Geschenke gern vor Wahlen verteilen. Man sollte deren Mitspracherecht einschränken und Bildung durch ausgewiesene Fachleute planen lassen. Und warum ein Land, welches 1871 stolz war, endlich eine einheitliche Nation zu werden, die Bildungshoheit den Kleinstaaten überträgt, hätte Bismarck wohl nicht verstanden. Ich verstehe es auch nicht, aber ich schätze, die Länderkultusminister verstehen das schon. Aber ob die, die über Jahre nicht mal eine vernünftige Rechtschreibreform zustande gebracht haben, in der Lage sind, ein modernes Bildungssystem zu schaffen, darf bezweifelt werden.

R.
Antworten
hjw2:

reila, scheint du gehörst zu den wenigen

 
17.06.02 13:10

die in der lage sind ein problem ohne parteibrille zu diskutieren..:-))

gruss
hjw
Antworten
mob1:

@mamoe,

 
17.06.02 13:33
P23 : Das heißt doch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"
und nicht "die Kinder vom Bahnhofszoo", ja spinnt
den "die Welt" oder hab' ich was verpaßt ?

Gruesse
MOB
Antworten
mod:

Reila,

 
17.06.02 14:40
mehr Geld löst nicht das Hauptproblem.
Du kennst anscheinend nicht die 68er-Lehrergeneration.

Die Kulturhoheit der Länder wurde in unserem föderalen System bewusst
vom Herrenchiemseer Verfassungskonvent (10. bis 24. August 1948)
gewählt (Erfahrungen mit Reichspropagandaminister, Föderalismus: "Wir wollen Deutsche sein und Bayern bleiben", "Föderalismus heißt Wettbewerb" usw.)

Nirgendwo wurde in Deutschland nach 1948 so viel experimentiert und laufend geändert - zu Lasten der armen Kinder.
Wer kennt denn z.B. noch die "Errungenschaften und den Fortschritt" der Mengenlehre?
Oder die revolutionäre Umsetzung der "antiautoritären Erziehung"?
Wild experimentiert wurde vor allem in den "fortschrittlichen" Ländern.
Pädagogik ist nun einmal eine Erfahrungswissenschaft fast ohne  jede gesicherte Erkenntnis.

In den Kultusministerien sitzen bereits viele - sehr gut bezahlte - Planer und
Fachleute (parteipolitisch ausgerichtet).
Der Ausführungsspielraum der Schulen dagegen ist relativ gering.

Viele Grüsse
m.
Antworten
Reila:

Mod,

 
17.06.02 15:15
Dank TV sowie Verwandtschaft in München, Bottrop und Hamburg (Studienrat) ist mir die Entwicklung der bundesdeutschen Bildungslandschaft nicht ganz fremd.
Von antiautoritärer Erziehung halte ich so wenig wie von Erziehung zur bedingungslosen Unterordnung. Beides ist wohl auch kein wirkliches Thema mehr. Rückblickend finde ich übrigens das DDR-Bildungswesen gar nicht mal schlecht. Bereits in den Kindergärten wurde vorbereitend Wissen vermittelt - nicht nur durch Malen von sowjetischen Panzern. Wir hatten eine zehnklassige allgemeinbildende Oberschule (welche Ahnungslose bereits nach der achten Klasse verlassen konnten). Das Abitur erreichte man entweder in Kombination mit einer Berufsausbildung (Gysi und unser letzter CDU-Innenminister sind Melker) oder an einer erweiterten Oberschule (Klassen 9 bis 12). Erweiterte Oberschulen gab es auch mit verschiedenen Spezialisierungen, z.B. Chemie, Sprachen, Musik, etc. Lehrpläne und Lehrbücher wurden grundsätzlich von Fachleuten der entsprechenden Richtungen ausgearbeitet, selbstverständlich unter politischer Einflußnahme. Dummerweise wurden aus rein politischen Erwägungen in den letzten jahren der DDR die Vorbereitungsklassen für das Abitur von 4 auf 2 Jahren verkürzt (Klasse 11 und 12). Das führte zu einem niedrigeren Bildungsniveau der Abiturienten und kurz vor Toresschluß noch zu der Erkenntnis, daß man bei allem Hang zur Gleichbehandlung bzw. Gleichmacherei die Förderung der Eliten nicht vernachlässigen darf. Ein DDR-Bildungssystem ohne Parteieinfluß und Honeckers Frau (unser damaliger entsetzlicher Bildungsminister) würde mir auch heute noch ganz gut gefallen. Das anschließende Studium war allerdings ziemlich verschult. Heute hängt alles mehr von der Eigeninitiative der Studenten ab, was wohl nicht schlecht sein kann.

R.
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klecks1:

Schulwechsel

 
17.06.02 15:49
Wechselt ein Bayer nach NRW lacht sich der Bayer kaputt
Wechselt ein Westfale nach Bayern lacht sich der Lehrer kaputt

Die grösste Bildung in NRW ist die Einbildung, dank Bildungssystem der SPD, seit einigen Jahren gestärkt durch die gebildeten Grünen

Traurig aber wahr

ein EN ER Wehler
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Sieger's Papa:

@ all

 
17.06.02 15:53
Hallo zusammen,
klasse Diskussion so weit, auch dank der Auflockerung durch den Grinch (bist Du wirklich aus Bayern?).
Ich denke bei der aktuellen Bildungsdiskussion in Deutschland und auch hier wird eines vergessen: Der grossteil der Bildung und die Fähigkeit, diese zu erwerben, wird durch das Elternhaus vermittelt. Die Schule hat da nur sehr wenig Einfluss. Wenn ich im Freundeskreis sehe, wie viel Zeit die Kids vor dem Fernseher oder mit Computerspielen verbringen und wie wenig sie lesen, verzweifle ich meistens. Ich denke anstatt nur den Lehrern, Schulen und Politikern Vorwürfe zu machen sollten sich die Deutschen Eltern mal an die Nase greifen und fragen, was sie selbst zur Verbesserung tun können.
(Ok, bei meinem (virtuellen) Sohnemann ist auch einiges schiefgegangen, dass ist aber seine Freundin schuld, nicht ich ;-))
Gruss
Sieger's Papa
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Grinch:

@Herr Sieger: Ich bin eigentlich aus Franken,

 
17.06.02 15:57
um genau zu sein Unterfranken, noch genauer Würzburg und weil es noch genauer geht Stadtteil Lengfeld!!! ;-))
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Elend:

@Grinch: Hab getz Feierabend ... bitte

 
17.06.02 15:58
die Coordinaten noch im GPS-Format hier ablegen, ich mach mich gleich auf den Weg ;-)))

Schönen Feierabend
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mod:

Reila, voll einverstanden! o.T.

 
17.06.02 16:01
Antworten
Reila:

Shit, zu Würzburg fällt mir keine Gehässigkeit ein

 
17.06.02 16:02
 
Antworten
Grinch:

@Elend: Ich sag nur soviel: Lengfeld hat nur

 
17.06.02 16:02
10.000 Einwohner... KLINGELSTREICH!!! ;-) Und wenn jemand dann in nicht frängischem Akzent brüllt: "Ich reiss dir den A.... auf, ich hau dir die Kartoffel platt, ich hau dir in die Fresse das dir die Zähne zum A.... rausfliegen"! Dann ja genau dann. Hast du den Grinch gefunden... ;-))
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mod:

sieger's papa , warum hast Du Deinem Sohn kein

 
17.06.02 16:06
Mathe und keinen Anstand beigebracht? *g*

Absoluter Versager!
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Schnorrer:

Interessanter Thread bisher. Da möchte eine neue

 
17.06.02 16:11
Argumentation einwerfen:

Wieso reden eigentlich alle über eine Bildungsmisere? Wir werden immer dümmer, das sagt PISA. Und ich sage: na und?

Was ist denn eigentlich Bildung? Sehr abstrakt gesehen, ist das das Rüstzeug, das dem Individuum mitgegeben wird, damit es irgendwann mal gesellschaftliche Aufgaben im Gemeinschaftsinteresse übernehmen kann oder sonstwie das Gemeinwesen stärkt. Die alten Römer, die Wikinger und sonstige Barbarenstämme brauchten das auch nicht, früher war die körperliche Ertüchtigung die Voraussetzung für den Erfolg einer Gesellschaft.

Und, wenn man sich die arbeitsteilige Welt ansieht, und als Projektion für uns die Zustände in den USA heranzieht (McJobs mit beliebiger Ersetzbarkeit des Personals und ganz wenige, auserwählte Eliten  von Privatschulen), dann denke ich: wir brauchen keine Bildung. Das wäre sicherlich auch den Machthabern in Politik/Wirtschaft lästig, Horden von kritischen Bürgern zu züchten.
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Grinch:

@Schnorrer: Also eine geplante, schleichende

 
17.06.02 16:13
Verdummung??? Die Leute sind einfacher zu kontolieren wenn sie dümmer sind, einfach eine WM gewinnen und schon wählen sie den kanzler nochmal???
Antworten
Sieger's Papa:

@ mod

 
17.06.02 16:14
ich weiss! Könnt ihr mir verzeihen? Bitte!

Antworten
Reila:

schnorrer,

 
17.06.02 16:15
Dein Projekt ließe sich am besten umsetzen, wenn man gleichzeitig die Demokratie abschaffen würde - und am ehesten wenn wir trotzdem glauben, wir hätten sie noch. Vielleicht ist es ja schon geschehen...

R.

PS: Gebt mir Brot und Spiele!
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mod:

ach, schnorrer,

 
17.06.02 16:19
Deine Meinungen immer über eine 280-Mio-Nation!

Das bei der BILD-Auflage bei uns.
Du solltest Dich für einige Jahre einmal dahin versetzen lassen.
In Deinem Job, no problem.


Antworten
ruhrpottzocker:

Dein Argument hat was, Schnorrer !

 
17.06.02 16:25
Vielleicht sind wir sogar noch zu gebildet.

Bildung kann auch sehr belastend wirken. Man denkt zuviel nach und nimmt sich ein Stück Lebensfreude.

Wenn ich an einer Baustelle vorbeifahr, denk ich oft, warum nicht ich die Schaufel in der Hand habe. Den ganzen Tag lang schaufeln - den Kopf frei.

Deshalb auch meine Ideen in letzter Zeit. Kellnern, Wald roden. Wie wohl könnte man sich fühlen, wenn man immer gesagt bekommt, was man tun soll. Das macht man dann und irgendwann ist dann auch Feierabend und man hat sein Ruhe.

Am liebsten wäre ich Butler. Dann ist man noch nicht einmal schlechtem Wetter ausgesetzt. Ich würde auch gut behandelt; denn ich bin ja immer freundlich.

Ist in deinem Hause vielleicht noch eine Stelle frei ? Du kannst das ja nicht machen, weil DU viel zu gebildet bist. Bei dir ist leider Hopfen und Malz verloren. Du musst weiter unter deiner Klugheit leiden. Ich dagegen bin stark vergesslich. Ich bin meine bald los. Dann könntest du zwar mit deinem Butler nicht mehr Schach spielen; aber für eine Runde Mau-Mau würde es schon noch reichen.


Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei 695167
Antworten
Schnorrer:

,.. sollte nur als Denkanstoß dienen. PS: rpz,

 
17.06.02 16:29
ich überlege mir dereit ernsthaft, Straßenkehrer zu werden ... aus selbigen Argumenten + der Chance, weniger zu rauchen und mehr an der frischen Luft zu sein. Außderdem: irgendwie reizt der Gedanke eines krisensicheren Jobs ....
Antworten
ruhrpottzocker:

Wir sind im Viertelfinale !

 
17.06.02 16:30
Danke, Herr Bundeskanzler !

Ich wähl jetzt doch SPD.

Nicht mehr PDS - dann wär ich ja viel zu schlau.


Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei 695175
Antworten
ruhrpottzocker:

Das kannst du nicht, Schnorrer !

 
17.06.02 16:33
Du würdest zu lange darüber nachdenken, warum du das machst und, wenn es denn schon erforderlich ist, wie man es besser machen könnte.

Du wärest deshalb sicher ein schlechter Strassenkehrer und würdest sicher bald gefeuert.

Ich rate ab.

Merkwürdig, Schüler in Bayern liegen bei 695179
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Reila:

ruhrpottblocker,

 
17.06.02 16:39
tu mal was für die Boardkultur und arbeite an deinem Logo. Butler haben üblicherweise einen dezenteren Auftritt. Oder hat SIEGER dir das Logo gestaltet?

R.  
Antworten
MaMoe:

@Schnorrer: Querdenker ? ...

 
17.06.02 17:40
Auch auf in Salem gewesen, oder doch nur - wie ich - in St. Ottilien (im alten von früher, wohlgemerkt ;-)) ???? ...


Salem wäre für mich natürlich besser gewesen, dann wär auch was geworden aus mir, aber ich gönn´s jetzt meinen Kids ... die sollen nunmal besser starten als ich ...

Querdenker vor ... die Welt braucht Euch !!!
Weiterso Schnorri ...

@RPZ: für´s Schippen braucht man dicke Oberarme ... bei den meisten scheiterts schon allein daran ...
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