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MEDIOS - Eine Perle unter den Pharma-AGs


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Medios AG 12,52 € +0,32% Perf. seit Threadbeginn:   +29,74%
 
Boersenhund.:

MEDIOS - Eine Perle unter den Pharma-AGs

4
11.08.17 14:02
Medios startete im November 2016 an der Börse. Dazu wurde der Mantel von Igel Media benutzt. Sie legte bei 7,50 Euro los. Bis heute wurde sie kaum entdeckt.

Aber allein die gestrige Ad-hoc überzeugt. Denn die Prognose für 2017 wurde nach oben korrigiert.

http://www.ariva.de/news/...nose-fuer-das-geschaeftsjahr-2017-6399376

Hier steht alles auf grün. 100 % dürften möglich sein.
Es wird ein Umsatz von 220 Millionen Euro erwartet. Bei ca 12 Mio. Aktien haben wir ein KUV von 1 erst bei 20 Euro erreicht. Selbst dann ist sie nicht zu hoch bewertet.
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TradingMax:

Zitat #1307 „Das Geschäftsmodell von Medios ist se

 
10.06.26 20:03
Zitat #1307 „Das Geschäftsmodell von Medios ist seit Jahren das Gleiche.“

Stimmt. Und McDonald’s verkauft seit Jahrzehnten Burger, Microsoft Software und Linde Industriegase. Offenbar ist Beständigkeit bei Geschäftsmodellen nur dann ein Problem, wenn man sie nicht verstanden hat.

Mir wäre jedenfalls nicht geholfen, wenn Medios morgen plötzlich gelbe Quietscheentchen mit grünen Punkten vertreibt, nur damit sich das Geschäftsmodell „endlich mal ändert“.
Antworten
TradersParadi.:

@Katjuscha

 
11.06.26 08:45
Danke für das Einspringen - bei mir hat der mobile Browser die Nachricht jedes Mal abgeschnitten, bin erst jetzt wieder am Desktop.
Ich wollte auf den Punkt "Selektive M&A-Aktivitäten" hinaus. Mir scheint, dass der Vorstand hier seinen Schwerpunkt setzt und nicht auf Aktienrückkäufe. Man hat das zuletzt ja immer einmal wieder hervorgehoben und Möglichkeiten wird es bei der Wirtschaftslage in der Eurozone einige geben, um relativ günstig an kleinere Konkurrenten zu kommen. Schade, dass sich das Zinsumfeld aktuell wieder verschlechtert, sonst wären die Effekte durch eine Übernahme vermutlich noch größer. Meine Kauforder für die erste Tranche steht jetzt in jedem Fall knapp unter der 12 - ich denke, da laufen wir diese Woche noch hin.
Antworten
TradersParadi.:

Krass,

 
11.06.26 14:34
wie schnell das jetzt weiter runterging, bin mit einer ersten Tranche drin. Ich denke nicht, dass man hier mittel- bis langfristig bei den Kursen großartig etwas falsch macht, auch wenn es sicher ein wenig Geduld brauchen wird.
Antworten
Katjuscha:

Ich glaube man wird beides tun, abhängig

 
11.06.26 15:28
natürlich von Aktienkurs fürs ARP, operativer Entwicklung und Konditionen bei anorganischen Zukäufen.

Falls man intern eher mit schwierigen Monaten rechnet, dann wird man sich das ARP eher noch für die Wochen nach dem schlechten News aufheben. Ist man zuversichtlich, erwarte ich das ARP spätestens im September, falls bei Kursen um die 12 € bleibt. Dann könnte man wie letztes Jahr wieder 12,5 € bieten oder ein ARP über die Börse starten. Wie schon gegenüber halbgott geschrieben, kann man sich 15 Mio locker leisten. Das behindert keinerlei Expansionswünsche über anorganische Zukäufe. Man hat ja beim Webcast zu den Q1 Zahlen durchblicken lassen, dass man da wohl bald was als Aktionär hören wird. Ich gehe auch davon aus dass der neue Vorstand diesbezüglich vorankommen will, und die Verlängerung kürzlich mit einem Altvorstand, der genau diesen Bereich verantwortet, zeigt das auch. Es wäre jedenfalls leicht zu finanzieren, um die 300 Mio Umsatz bei 5% Marge zuzukaufen. Würde aber vorerst mit kleineren Addons rechnen.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
TradersParadi.:

Diese Kursbewegungen

 
15.06.26 09:14
sind nicht normal. Vorbörslich mit starkem Gesamtmarkt im Rücken dunkelgrün, dann dieser Absturz. Hier steigen weitere Investoren aus, würde ich sagen. So einen Abwärtsdruck habe ich selten gesehen, über Monate und null Gegenbewegung. Wird interessant sein, wer noch alles aussteigt und vor allem aus welchen Gründen.
Bleibt auf jeden Fall ein Fall, für den man Geduld braucht. Wenn sie in dem Marktumfeld nicht steigt, wann dann ;-)
Antworten
Katjuscha:

Weder gab es vorbörslich einen dunkelgrünen

 
15.06.26 15:42
Anstieg, noch danach einen Absturz, schon gar nicht mit Volumen.
the harder we fight the higher the wall
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TradersParadi.:

Bei der ING

 
16.06.26 10:59
wurde mir vorbörslich ein Sprung auf 12,92 Euro und dann sofort ein Fallen des Kurses auf 12,00 Euro angezeigt. Hier wird dann immer der Geldkurs angezeigt und nicht der Mittelwert aus Brief- und Geldkurs wie bei vielen anderen Brokern. Vielleicht war der Spread ungewöhnlich hoch. Ich habe bei Medios aber schon sehr oft diese Spitzen gesehen - größere Pakete werden gekauft und kurz danach wieder verkauft. Wie groß das Volumen war, habe ich nicht geprüft. Ist letztlich auch egal - tägliche Schwankungen sind ja in der längerfristigen Anlage nicht so wichtig. Ich fand die Kursbewegungen bei der Aktie aber schon des Öfteren auffällig und in einem anderen Forum hatte ein Teilnehmer einmal berichtet, die BaFin auf die auffälligen Bewegungen hingewiesen zu haben. Hier Manipulation zu unterstellen, so weit würde ich allerdings nicht gehen und herausgekommen ist da offenkundig auch nichts. Es bleibt zäh und man braucht viel Geduld.
Antworten
Katjuscha:

Guck einfach immer auf den Mittelkurs bei LUS !

 
16.06.26 17:13
Da gab es gestern eigentlich nur eine sehr kleine Schwang zwischen 12,3 und 12,6 €, auch vorbörslich.

Was die von einem anderen User angesprochenen Kursbewegungen angeht, ging es da darum, dass es in der Vergangenheit schon zwei mal über Wochen abwärts ging, bevor dann schwächere Zahlen kamen. Allerdings sehe ich das nicht als Manipulation, sondern da war der Markt einfach frühzeitig skeptisch aufgrund der im ja vorhandenen Infos zu neuer Preisfestlegung.
Auch aktuell haben wir ja wieder die Situation, dass einerseits die Q1-Zahlen beim Ebitda schwach waren, und parallel die ganze Diskussion zur Krankenkassenreform stattfindet. Und deshalb ist der Kurs ja in den letzten Wochen unter Druck gewesen. Man nimmt hier halt schlechte News vorweg. Für meinen Geschmack völlig übertrieben, aber die Börse spielt halt immer Trends. Ich Versuch hingegen frühzeitig investiert zu sein, bevor der Trend dreht. Und ich bin mir sicher, dass Medios in den Jahren 2027 bis 2029 die Nettogewinne und FreeCashflows sehr deutlich steigern wird.
the harder we fight the higher the wall
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TradersParadi.:

Effizienzprogramm

 
30.06.26 15:41
Medios optimiert sein Herstellnetzwerk und schließt den Standort Aschaffenburg

Berlin, 29. Juni 2026 – Die Medios AG schließt den Standort der 100-prozentigen Tochtergesellschaft Medios Solutions Aschaffenburg GmbH und konsolidiert die patientenindividuelle Herstellung an den übrigen Standorten ihres deutschlandweiten Netzwerks. Die Produktion wurde bereits verlagert, die Versorgung von Apotheken und Kliniken ist gewährleistet. Auf Aschaffenburg entfielen zuletzt rund 10 % des Herstellvolumens der deutschen Herstellbetriebe der Medios-Gruppe. Von der Maßnahme sind 32 Mitarbeitende betroffen, mit denen Medios einen fairen Ausgleich anstrebt.

Das Geschäft mit patientenindividuellen Zubereitungen steht unter anhaltendem Margendruck – insbesondere durch preisregulatorische Anpassungen, dem das Unternehmen jetzt mit Maßnahmen zu Effizienzsteigerungen entgegentritt. Medios betreibt in Deutschland für diesen Markt ein Netzwerk aus bislang sechs GMP-Herstellbetrieben für patientenindividuelle Therapien (GMP steht für „Good Manufacturing Practice“ mit verbindlichen Produktionsstandards und validiertem Qualitätsmanagement). Der Standort Aschaffenburg operierte bei einer rückläufigen Auslastung zuletzt mit einer unterdurchschnittlichen Rentabilität. Vor diesem Hintergrund war ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb nicht länger gegeben. Aktuell am Standort notwendige bauliche Sanierungsmaßnahmen haben sich beschleunigend auf die Umsetzung des Beschlusses ausgewirkt. Die Standortschließung steht im Kontext des Operational-Excellence-Programms des Unternehmens mit dem Ziel einer nachhaltigen Stärkung der Profitabilität.

Thomas Meier, Vorstandsvorsitzender der Medios AG: „Mit Blick auf die Versorgungssicherheit unserer Kunden sowie die Auslastung aller Standorte optimieren wir jetzt das erfolgreiche Konzept der regionalen Präsenz und entwickeln es konsequent weiter. Mit Mannheim und Stuttgart stehen zwei leistungsfähige Medios-Standorte in Süddeutschland zur Verfügung, sodass die Versorgungssicherheit aufrechterhalten wird.“
 
Antworten
Katjuscha:

wie findest du die News?

 
30.06.26 16:45
the harder we fight the higher the wall
Antworten
TradingMax:

für mich nachvollziehbar

 
30.06.26 17:52
Die Entscheidung der Medios AG, den Herstellbetrieb Medios Solutions Aschaffenburg GmbH zu schließen, erscheint aus betriebswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Wenn innerhalb des Unternehmensverbunds ausreichend freie Kapazitäten an anderen GMP-Standorten vorhanden sind und die Versorgung der Kunden weiterhin sichergestellt werden kann, ist eine Konsolidierung grundsätzlich sinnvoll. Ziel muss es sein, Auslastung, Effizienz und Profitabilität des gesamten Herstellnetzwerks zu optimieren, anstatt dauerhaft einen unrentablen Standort zu subventionieren.

Eine ähnliche strategische Denkweise hat Medios bereits 2023 beim Blistergeschäft gezeigt. Nach der Übernahme zusätzlicher Kapazitäten wurde das Geschäft auf einen Standort konzentriert und die Kölsche Blister GmbH veräußert, um Synergien zu nutzen und die Effizienz zu steigern. Diese Entscheidung zeigt, dass Medios bereits in der Vergangenheit bereit war, Strukturen konsequent an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. ([medios.ag][1])

Nach Angaben des Unternehmens waren für den Standort Aschaffenburg zuletzt eine rückläufige Auslastung, eine unterdurchschnittliche Rentabilität sowie notwendige bauliche Sanierungsmaßnahmen ausschlaggebend für die Entscheidung. Die Sanierungsmaßnahmen hätten den Beschluss zur Schließung zusätzlich beschleunigt. ([EQS News][2])

Meine persönliche Vermutung ist, dass die anstehenden Sanierungsmaßnahmen möglicherweise nicht nur kostenintensiv, sondern hinsichtlich Umfang, Dauer und Folgekosten nur schwer kalkulierbar waren. In einer solchen Situation kann es aus Sicht des Managements wirtschaftlich sinnvoller sein, die Produktion dauerhaft auf bestehende, leistungsfähige Standorte zu verlagern, anstatt erhebliche Investitionen in einen Standort mit bereits geringer Auslastung zu tätigen. Ob dies tatsächlich ein wesentlicher Entscheidungsfaktor war, wurde von Medios jedoch nicht bestätigt und bleibt daher Spekulation.

Aus Aktionärssicht begrüße ich grundsätzlich Entscheidungen, die auf eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität abzielen. Solange die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt und freie Kapazitäten im bestehenden Netzwerk vorhanden sind, halte ich eine Konzentration der Produktion auf wirtschaftlich stärkere Standorte für den richtigen Weg. Auch wenn eine Standortschließung für die betroffenen Beschäftigten bedauerlich ist, gehört eine konsequente Optimierung der Unternehmensstruktur zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

[1]: medios.ag/newsdetailview/...8be503&utm_source=chatgpt.com "Medios AG konzentriert Blistergeschäft auf einen Standort ..."
[2]: www.eqs-news.com/news/corporate-news/...tm_source=chatgpt.com "Medios optimiert sein Herstellnetzwerk und schließt den ..."
Antworten
Katjuscha:

Der Markt hat gestern kurz nach der News mit

 
30.06.26 22:10
2% Minus reagiert, und ich denke ich weiß warum.

Ich glaub, wir sind uns eh alle einig, dass Effizienzmassnahmen positiv sind, also rein grundsätzlich. Und in dem Fall ist es auch logisch, wenn der Standort nicht profitabel wirtschaften kann. Normalerweise hab ich auch aus sozialen Gründen ein Problem mit Schließungen, aber 13 Mitarbeiter sind noch zu vertreten, auch wenn es für sie erstmal tragisch sein mag.

Gestern hat sich der Markt aber wohl auf den Satz konzentriert ... "Das Geschäft mit patientenindividuellen Zubereitungen steht unter anhaltendem Margendruck – insbesondere durch preisregulatorische Anpassungen, dem das Unternehmen jetzt mit Maßnahmen zu Effizienzsteigerungen entgegentritt."

Das ist mal wieder unglücklich kommuniziert, weil man diesen Grund seit Jahren immer mal wieder erwähnt, was ständige Unruhe bei den Anlegern verursacht. Da man aber nicht konkrete Auswirkungen erwähnt, vermutet nun der Markt natürlich eine kommende Gewinnwarnung. Hat er sicherlich schon nach den Q1 Zahlen vermutet, und nun fragt man sich, ob nach den Q1 Zahlen jetzt diese Effizienzmaßnahme zwingend nötig wurde.
Eine viel sinnvollere Kommunikation wäre, niedrige, schlagbare Prognosen zu veröffentlichen und diese an bestimmte Annahmen für die Segmente ganz konkret zu knüpfen, und diese dann ins Verhältnis zu den gesamten Konzergewinnen/Cashflows zu setzen. Es ist halt ärgerlich, weil selbst be Geiwnnstagnation in diesem Jahr (was einer Gewinnwarnung gleichkäme) die Aktie massiv unterbewertet ist. Wenn man die Jahresprognose trotzdem erreicht, müsste sich der Aktienkurs ja in wenigen Wochen verdoppeln, aber aktuell ist der Markt wie das Kaninchen vor der Schlange. Man wartet förmlich auf die Gewinnwarnung.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
TradingMax:

sehr grobe Rechnung der Kosteneinsparung

2
01.07.26 00:30
@ Katjuscha: es sind nicht nur 13 Mitarbeiter von der Schließung betroffen, sondern 32

Die konkrete Personalstruktur der betroffenen Mitarbeitenden am Standort ist nicht bekannt. Daher kann die mögliche Kosteneinsparung nur überschlägig und auf Basis von Annahmen berechnet werden.
Für einen pharmazeutischen Herstell- bzw. Reinraumstandort setze ich grob folgende Jahresbruttogehälter an:
Produktionsmitarbeiter: ca. 33.000–40.000 €
Reinraumtechniker/Facharbeiter: ca. 40.000–57.000 €
GMP-Experten / Qualitätsmanager: ca. 46.000–60.000+ €

Hinzu kommen Arbeitgeber-Lohnnebenkosten. Überschlägig setze ich hierfür ca. 22 % an, insbesondere für Arbeitgeberanteile zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Je nach konkreter Situation können weitere Kosten, zum Beispiel Unfallversicherung oder Umlagen, hinzukommen.
Eine mögliche Beispielrechnung für 32 betroffene Mitarbeitende mit gemischter Personalstruktur sieht wie folgt aus:
16 Produktionsmitarbeiter
10 Reinraumtechniker/Facharbeiter
6 GMP-/Qualitätsfunktionen
Daraus ergibt sich:
Produktionsmitarbeiter:
16 × 33.000–40.000 € = 528.000–640.000 €
Reinraumtechniker/Facharbeiter:
10 × 40.000–57.000 € = 400.000–570.000 €
GMP / Qualität:
6 × 46.000–60.000+ € = 276.000–360.000+ €
Das reine Jahresbrutto liegt in diesem Mischszenario damit bei:
528.000–640.000 €
         •§400.000–570.000 €
         •§276.000–360.000+ €
= ca. 1,204–1,570+ Mio. € p. a.
Darauf gerechnet ca. 22 % Arbeitgeber-Lohnnebenkosten:
1,204 Mio. € × 22 % = ca. 0,265 Mio. €
1,570 Mio. € × 22 % = ca. 0,345 Mio. €+

Damit ergibt sich für den Personalblock eine grobe Arbeitgeberkosten-Spanne von:
ca. 1,47 bis 1,92+ Mio. € p. a.

Die laufenden Kosten für den Betrieb der Reinräume lassen sich deutlich schwerer schätzen oder aus öffentlich verfügbaren Zahlen ableiten. Dazu zählen unter anderem Energie, Reinigung, Wartung, Validierung, Qualitätssicherung, Gebäudetechnik, lokale IT und sonstige Infrastruktur. Für diesen Block setze ich vorsichtig eine mögliche Kosteneinsparung von ca. 0,8 bis 1,8 Mio. € p. a. an.
Aus Personalblock und Reinraum-/Standortkosten ergibt sich damit überschlägig:

Personalblock: ca. 1,47 bis 1,92+ Mio. € p. a.
Reinraum-/Standortkosten: ca. 0,8 bis 1,8 Mio. € p. a.

In Summe ergibt sich daraus ein mögliches Brutto-Einsparpotenzial von etwa:
ca. 2,3 bis 3,7 Mio. € p. a.

Allerdings dürften durch die Schließung kurzfristig zusätzliche Kosten entstehen, zum Beispiel Abfindungen, Abwicklungskosten oder Aufwendungen für die Verlagerung der Produktion.
Dauerhaft könnten aus meiner Sicht jedoch Kosten in einer Größenordnung von rund 2,3 bis 3,7 Mio. € pro Jahr entfallen.

Antworten
Endstation:

#Tradingmax

 
04.07.26 18:35
danke für Deine Rechnung , ist für mich  nachvollziehbar.
Ich habe mal die KI befragt - die schätzt den Kosten auf 3-4 Mio / Jahr
Zusammenfassung der jährlichen Betriebskosten
KostenpositionUntere Grenze (z.B. ISO 8, ländlich)
Obere Grenze (z.B. ISO 7, Ballungsraum)
Personal (32 MA)2.560.000 bis  €3.360.000 €
Reinraum-Energie & Wartung150.000 bis €300.000 €
Verbrauchsmaterial (Schutzkleidung , Overall, Hauben, Handschuhe use )  70.000 bis €110.000 €
Miete & Nebenkosten 150.000 bis €300.000 €
Allg. Verwaltung & IT 120.000 bis €180.000 €
PRO JAHR GESAMT3.050.000 bis €4.250.000 €
Antworten
TradersParadi.:

Regulatorik

2
14.07.26 10:31
Danke für eure Rechnungen. Ich lege hier nicht weiter nach, auch wenn der Kurs noch so verlockend aussieht. Ich denke, dass Medios durchaus ehrlich kommuniziert hat und die Regulatorik ihnen zunehmend die Luft zum Atmen nimmt. Für mich ist dieser Small Cap ein Musterbeispiel dafür, wie der Standort Deutschland mehr und mehr an Attraktivität verliert. Man muss einen Standort schließen, um effizienter zu werden, Arbeitsplätze gehen verloren und das ist genau die Abwärtsspirale, welche seit Jahren in unserem Land in Gang ist. Medios verdient durch die Maßnahmen nicht mehr, sondern kompensiert lediglich den Preisdruck, der durch die Maßnahmen der Regierung entsteht. Ich sehe kaum, wie sich das bei der Lage der öffentlichen Kassen künftig bessern soll, Medios wird weiter unter enormem Kostendruck stehen, um die Marge, so klein sie ohnehin schon ist, halten zu können.
Einzig eine weitere M&A Aktivität im Ausland könnte hier helfen, Ceban hat ja richtig was bewirkt. Aber ist es nicht armselig, dass man in Deutschland als Mittelständler kaum noch vernünftig wirtschaften kann? Ich sehe auch mittelfristig kaum Möglichkeiten, wie Medios deutlich profitabler werden kann, nicht mit der Wirtschaftslage in unserem Land. Sollte eine Übernahme verkündet werden, schaue ich mir das nochmal an und setze ggf. eine zweite Tranche - derzeit macht das nach meiner Betrachtung keinen Sinn, da kann die operative Stärke noch so überzeugend sein.
Antworten
Katjuscha:

Hat alles immer zwei Seiten

 
14.07.26 16:43
Hier einseitig die Unternehmen zu sehen, ist halt die Perspektive von Unternehmen und ihren Aktionären.

Aus Sicht der Verbraucher, Krankenkassen, Mieter, Umweltbewusstsein Bürgerb etc. Machen viele der Maßnahmen Sinn. In manchen Bereichen bräuchten wir weniger in manchen mehr staatliche Regulierung.

Abgesehen davon glaub ich trotzdem nicht dass sich hier die Marge halbiert. Das müsste sie ja, wenn das hier bei 12 € eine halbwegs normale Bewertung sein soll. Die letzten Monate wurde ja weitaus mehr eingepreist als das was du beschreibst. Die Angst vor Regulierung belastet den Kurs ja seit längerem. Die Frage ist, ob diese Regulierung Medios überhaupt treffen wird, also noch stärker als man das vermuten darf.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Endstation:

Gesundheitsreform 2026

 
15.07.26 13:25
KI generierte Antwort - nicht von mir  verifiziert :-)
Die Chancen (Strukturelle Vorteile)Rückenwind durch die Krankenhausreform 2026:
Die Reform zwingt Kliniken zur Bündelung von Leistungen (Einführung von Leistungsgruppen) und zur extremen Kosteneffizienz. Da der Betrieb eigener, teurer Krankenhaus-Reinraumlabore unter den neuen Budgetdeckeln wirtschaftlich kaum noch tragbar ist, lagern Kliniken die patientenindividuelle GMP-Herstellung (z.B. Zytostatika) verstärkt aus. Medios positioniert sich hier bereits aktiv mit flexiblen „Fallback-Konzepten“ als externer Partner.
Verdrängung kleinerer Vor-Ort-Apotheken: Das im Mai 2026 beschlossene Apothekenreformgesetz (ApoVWG) bringt keine nennenswerten Honorarerhöhungen für Apotheken. Kleinere, spezialisierte Apotheken geben ihre eigene Defektur/Herstellung aufgrund der unrentablen Kosten auf. Diese Marktanteile wandern direkt zu den großen, industriellen Skalensiegern (wie Medios oder ZytoService)
Fazit: Die Gesundheitsreformen verschärfen zwar kurzfristig den Preis- und Margendruck, festigen jedoch die Marktposition großer GMP-Labore, da die Konkurrenz durch kleinere Eigenlabore (in Kliniken und Apotheken) wegstirbt. Medios gilt in diesem Umfeld als struktureller Kostenführer.
Tja - wenn man dann wenigstens noch eine brauchbare  Marge erzielen könnte ...
Chat GPT weiß aber auch nicht alles,  hat gestern ein 2:1 für Spanien voraus gesagt ( immerhin ) .
" Ich erwarte ein sehr enges Spiel mit einem späten Tor "
Auch nur die allgemeine Meinung nachgelabert .  
Spanien war als Team klar besser , Frankreich hätte  auch in 90 weiteren Minuten wohl nichts gerissen .
Ich bemerke das nur , weil die KI die Welt überall , auch im Gesundheitswesen  , auf den  Kopf stellen wird.
Wir stehen noch ganz am Anfang , wie im letzten Jahrhundert in den 1980/90  er Jahren die PC mit 286,  386 oder 486 Intel Prozessoren .

.
 

 
Antworten
Katjuscha:

Wobei die KI keine Medikamente selbst

 
15.07.26 14:48
herstellen und liefern kann. Dafür sind dann schon noch Labore, Fahrzeuge (vielleicht irgendwann Drohnen) und Menschen nötig.
Sie kann aber Verwaltungsstrukturen optimieren und Kosten einsparen.


ps:
Letztlich hat Medios ja seit vielen Jahren mit Regilierung zu tun, und es gab immer mal Rückschläge in einzelnen Bereichen. Aber es bleib ja dennoch eine Erfolgsstory. Man hat gegenüber 2018 den Umsatz von 328 Mio € auf über 2 Mrd gesteigert, das AEbitda von 9 Mio € auf 90 Mio €, und den bereinigten Nettogewinn von 4 Mio auf über 40 Mio. Dazu trugen auch 10 Mio mehr Aktien und 100 Mio mehr Schulden bei, aber es ist trotzdem sehr beeindruckend.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Endstation:

Kursverlauf

 
16.07.26 18:28
verhält sich aber leider diametral zu Umsatz und Gewinn .
Der Markt scheint jedenfalls nicht beeindruckt zu sein und der macht nun mal den Kurs. .
Bin gespannt ob es in 2026 noch zu einem weiteren Rück- oder Zukauf kommt , es wird Zeit das sich irgendwas tut, die Zahlen allein locken keinen Investor hinter dem Ofen hervor.  
Meine Erwartungen an  Medios sind nach den Erfahrungen der letzten Jahre sehr  gedämpft .
Wäre diese Aktie im Depot grün  und nicht rot ,wäre ich definitiv schon raus.
4 Jahre bergab bzw seitwärts  sind einfach viel zu lang in der derzeitigen Situation an der Börse.
Ohne neue Impulse , die von Medios kommen müßten , wird der Kurs sich nach meiner Meinung
kaum erholen .
Ein Übernahmeangebot wäre allerdings auch nicht zu verachten , wunschdenken ?
2 MRD Umsatz sind doch nicht zu verachten .    
Zum Glück nur ein kleiner Posten in meinem Portfolio , darum belibe ich entspannt und hoffe
mal auf bessere Zeiten .
 


Antworten
Katjuscha:

Die Zahlen sind nicht das Problem

 
16.07.26 19:04
Man muss nur als Vorstand und IR darauf hinweisen, auf welche Zahlen man schauen sollte. Wer aufs EPS guckt, ist enttäuscht von den letzten Zahlen, obwohl die durchaus gut waren, insbesondere im Vergleich zur MarketCap.
Und der Vorstand hat meines Erachtens einen Fehler bei der Prognose gemacht. Viel zu offensiv/optimistisch. Dadurch zweifelt jetzt der Markt nach den schwachen Q1 Zahlen daran, dass die Jahresprognose erreicht wird. Und das war so unnötig, weil wie gesagt bei dieser sehr geringen Bewertung es auch gereicht hätte, wenn man 5-10% weniger EBITDA angesagt hätte.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
TradingMax:

KI Zusammenfassung von diesem Thread

 
25.07.26 05:13

Wie eine KI den bisherigen Chatverlauf sieht: 

Gesamturteil

Der Thread umfasst inzwischen 1.341 Beiträge seit August 2017; der zuletzt sichtbare Beitrag stammt vom 16. Juli 2026. Ich habe den Threadbeginn, die aktuellen Seiten 51–54 und insbesondere die ausführlichen Auseinandersetzungen nach den Jahreszahlen 2025, den Q1-Zahlen 2026, der Hauptversammlung und der Standortschließung in Aschaffenburg ausgewertet. Eine vollständige Einzelprüfung aller 1.341 Beiträge wäre eine erheblich größere Langzeitanalyse; die derzeit maßgeblichen Nutzer und Argumentationslinien werden aber gut abgedeckt. (Ariva)

Mein Gesamteindruck: Der Thread hat einen durchaus hohen Informationswert, weil sich zwei gegensätzliche, grundsätzlich nachvollziehbare Sichtweisen gegenüberstehen:

  • Die optimistische Seite betrachtet vor allem Free Cashflow, bereinigte Ergebnisse, künftig wegfallende Sonderkosten und die niedrige Unternehmensbewertung.

  • Die skeptische Seite betrachtet vor allem tatsächlich ausgewiesenes EPS, Margendruck, Prognoserisiken, Managementvertrauen und die langjährige Kursentwicklung.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich zwischen beiden Lagern.

Der belastbare Ausgangspunkt

Medios meldete für 2025 einen Umsatzanstieg um 10,4 % auf 2,079 Mrd. €, ein um 17,8 % höheres bereinigtes EBITDA von 93,1 Mio. € und ein EPS von 0,61 €. Das Unternehmen bezeichnete Umsatz und EBITDA als weitgehend prognosekonform. (Medios Investors)

Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz zwar um 8,9 %, das bereinigte EBITDA sank jedoch um 7,9 %, das unbereinigte EPS fiel von 0,25 € auf 0,20 € und das bereinigte EPS von 0,46 € auf 0,44 €. Gleichzeitig stieg der operative Cashflow von 3,6 Mio. € auf 12,5 Mio. €. Medios bestätigte trotzdem die Jahresprognose von 94 bis 102 Mio. € bereinigtem EBITDA. (Medios Investors)

Damit haben beide Hauptlager reale Argumente:

  • Die Skeptiker haben recht, dass Ergebnis und Marge im Q1 zurückgingen.

  • Die Optimisten haben recht, dass Cashflow und bereinigtes Ergebnis deutlich besser aussehen als das unbereinigte EPS vermuten lässt.


Bewertung der einzelnen Nutzer

1. Katjuscha

Grundhaltung: Fundamental deutlich positiv, aber nicht völlig kritiklos.

Katjuscha liefert die mit Abstand detailliertesten Rechenmodelle. Er trennt zwischen unbereinigtem Ergebnis, nicht zahlungswirksamen Effekten, PPA-Abschreibungen, ERP-Kosten, Steuerquote, Zinsbelastung und operativem Cashflow. Außerdem versucht er, konkrete Szenarien für 2027 bis 2029 zu entwickeln. Er argumentiert beispielsweise, dass niedrigere Zinskosten, eine normalisierte Steuerquote, wegfallende ERP- und Vorstandswechselkosten sowie sinkende PPA-Abschreibungen den Gewinn auch ohne starkes Umsatzwachstum deutlich erhöhen könnten. (Ariva)

Stärken

  • Verwendet konkrete Zahlen statt bloßer Kursziele.

  • Erkennt den Unterschied zwischen Gewinn, bereinigtem Gewinn und Cashflow.

  • Stellt zurecht infrage, ob ein einzelnes ausgewiesenes EPS von 0,61 € die wirtschaftliche Lage vollständig beschreibt.

  • Räumt inzwischen ein, dass die 2026er-Prognose wahrscheinlich nicht konservativ, sondern anspruchsvoll ist.

  • Bezieht Regulierung und schwache Q1-Margen ausdrücklich in die Betrachtung ein.

  • Seine Argumentation zum Aktienrückkauf ist grundsätzlich nachvollziehbar: Ein begrenztes Rückkaufprogramm muss eine kleinere Übernahme nicht zwingend verhindern. (Ariva)

Schwächen

Seine Prognosen für 2027 bis 2029 sind Szenarien und keine Unternehmensprognosen. Er unterstellt teilweise, dass wegfallende Kosten nicht durch neue Kosten ersetzt werden. Genau das ist bei einem akquisitionsgetriebenen Unternehmen unsicher.

Die Annahme eines EPS von beispielsweise 1,8 bis 1,9 € im Jahr 2029 kann plausibel sein, ist aber stark abhängig von:

  • stabilen EBITDA-Margen,

  • erfolgreicher Integration weiterer Übernahmen,

  • Steuerquote,

  • Finanzierungskosten,

  • regulatorischen Eingriffen,

  • ausbleibenden neuen Sonderbelastungen.

Problematisch ist außerdem sein teilweise scharfer persönlicher Ton. Aussagen, andere Nutzer würden bewusst manipulieren, sind nicht belegt und schwächen seine ansonsten sachlich starke Argumentation. Im Thread wurden mehrere Beiträge wegen Beschäftigung mit anderen Nutzern moderiert. (Ariva)

Urteil

Argumentationsqualität: 8 von 10

Inhaltlich der stärkste fundamentale Analyst des Threads. Seine Modelle sollte man als optimistisches, aber nachvollziehbar gerechnetes Szenario behandeln, nicht als sichere Entwicklung.


2. halbgottt

Grundhaltung: Deutlich skeptisch und stark auf Marktreaktion sowie tatsächlich ausgewiesene Ergebnisse konzentriert.

halbgottt hält dagegen, dass Medios 2025 nur 0,61 € EPS verdient habe und im Q1 2026 erneut unter dem Vorjahreswert geblieben sei. Er warnt davor, jedes schwache Ergebnis mit Einmal- oder Sondereffekten wegzuerklären. Außerdem weist er auf institutionelle Verkäufe, Opportunitätskosten, fehlende Kurskatalysatoren und die Gefahr kostspieliger Übernahmen hin. (Ariva)

Stärken

  • Liefert ein wichtiges Gegengewicht zur überwiegend positiven Grundhaltung.

  • Weist zurecht darauf hin, dass Anleger nicht nur theoretische zukünftige Gewinne kaufen.

  • Seine Kritik am KUV ist berechtigt: Bei einem Unternehmen mit niedriger Marge ist ein sehr niedriges KUV allein kein ausreichender Kaufgrund.

  • Die Warnung vor Opportunitätskosten ist relevant: Eine günstige Aktie kann jahrelang günstig bleiben.

  • M&A birgt Integrations-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken.

  • Er weist zu Recht darauf hin, dass sich ein Aktienkurs nicht allein deshalb verdoppelt, weil ein Forum Unterbewertung erkennt.

Schwächen

Er betrachtet das unbereinigte EPS teilweise zu isoliert. Dass Medios im Q1 2026 nur 0,20 € EPS auswies, ist richtig. Gleichzeitig betrug das bereinigte EPS 0,44 € und der operative Cashflow verbesserte sich erheblich. Diese Informationen sind für eine Unternehmensbewertung ebenfalls relevant. (Medios Investors)

Seine pauschale Aussage, Medios könne organisch praktisch nicht wachsen, ist zu absolut. Medios selbst meldete für 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 7,0 % und ein organisches Wachstum des bereinigten EBITDA von 2,7 %. Allerdings war das organische Gewinnwachstum tatsächlich schwächer als das Umsatzwachstum. (Medios Investors)

Auch Vergleiche mit HelloFresh oder TeamViewer sind eher Warnbeispiele als echte Belege für die zukünftige Entwicklung von Medios. Unterschiedliche Unternehmen, Geschäftsmodelle und Transaktionen lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen.

Urteil

Argumentationsqualität: 7 von 10

Der wichtigste Skeptiker im Thread. Er identifiziert reale Risiken, überzieht aber gelegentlich, indem er bereinigte Zahlen und Cashfloweffekte fast vollständig verwirft.


3. TradersParadise

Grundhaltung: Grundsätzlich positiv, aber abwartend und deutlich vorsichtiger als Katjuscha.

TradersParadise formuliert die wahrscheinlich ausgewogenste Gesamtposition: Katjuscha habe fundamental gute Argumente, halbgottt beschreibe aber zutreffend das verlorene Marktvertrauen und die bisherigen Enttäuschungen. Er bezeichnet Medios gleichzeitig als fundamental attraktiv und als bisherigen Underperformer beziehungsweise „totes Geld“. (Ariva)

Stärken

  • Trennt zwischen Unternehmenswert und Zeitpunkt eines Einstiegs.

  • Erkennt die Bedeutung des Vertrauens in Vorstand und Prognosen.

  • Berücksichtigt regulatorische Risiken und mögliche Fehlentscheidungen bei Übernahmen.

  • Sieht niedrige Bewertung nicht automatisch als kurzfristigen Kurskatalysator.

  • Hat seine ursprüngliche Einschätzung angepasst, nachdem das Q1 schwächer ausgefallen war.

  • Seine Aussage, dass der neue Vorstand zunächst liefern müsse, trifft einen wichtigen Punkt.

Schwächen

Seine Argumentation verwendet zeitweise ebenfalls das sehr niedrige KUV, ohne ausreichend zu berücksichtigen, dass niedrige Umsatzmultiplikatoren bei Handels- und Distributionsgeschäften normal sein können.

Einige Interpretationen kurzfristiger Kursbewegungen sind schwach. Einzelne vorbörsliche Geldkurse, große Spreads oder kleine Umsätze beweisen weder institutionellen Ausstieg noch Kursmanipulation. Später relativiert er diese Beobachtungen selbst. (Ariva)

Seine Annahme, eine positive Nachricht könne schnell eine Kursverdopplung auslösen, ist möglich, aber spekulativ.

Urteil

Argumentationsqualität: 8 von 10

Für mich der ausgewogenste Nutzer. Weniger tief gerechnet als Katjuscha, dafür stärker bei Marktpsychologie, Managementvertrauen und Risikobetrachtung.


4. TradingMax

Grundhaltung: Langfristig positiv, zunehmend zahlen- und betriebswirtschaftlich orientiert.

TradingMax hat sich gegenüber den sehr optimistischen Beiträgen aus den Anfangsjahren deutlich weiterentwickelt. Seine Analyse zur Schließung des Standorts Aschaffenburg nennt ausdrücklich die verwendeten Annahmen und unterscheidet zwischen Personal-, Reinraum- und sonstigen Standortkosten. Er kommt auf ein geschätztes Bruttoeinsparpotenzial von etwa 2,3 bis 3,7 Mio. € jährlich. (Ariva)

Stärken

  • Kennzeichnet Annahmen und Spekulation ausdrücklich.

  • Korrigiert die Zahl der betroffenen Mitarbeiter zutreffend von 13 auf 32.

  • Versucht, aus einer Unternehmensmeldung einen finanziellen Effekt abzuleiten.

  • Berücksichtigt kurzfristige Abfindungs-, Abwicklungs- und Verlagerungskosten.

  • Die grundlegende Aussage, dass die Schließung eines unterausgelasteten und sanierungsbedürftigen Standorts betriebswirtschaftlich sinnvoll sein kann, entspricht der Begründung des Unternehmens. Medios nannte unterdurchschnittliche Rentabilität, sinkende Auslastung und notwendigen Sanierungsaufwand. (Medios Investors)

Schwächen

Die Berechnung kann keine Nettoeinsparung bestimmen:

  • Die Produktion wurde an andere Standorte verlagert.

  • Ein Teil der Arbeitsleistung, Energie, Qualitätssicherung und Logistik fällt deshalb weiterhin an.

  • Nicht bekannt ist, wie viele Mitarbeiter übernommen oder ersetzt werden.

  • Mieten, Sanierungsverpflichtungen, Rückstellungen und Vertragslaufzeiten sind unbekannt.

Die errechneten 2,3 bis 3,7 Mio. € sind daher eher eine theoretische Bruttokostenspanne als eine belastbare Ergebnisverbesserung.

Sein Beitrag zum „seit Jahren gleichen Geschäftsmodell“ ist rhetorisch unterhaltsam, beantwortet aber den eigentlichen Einwand nicht: Entscheidend ist nicht, ob das Geschäftsmodell gleich bleibt, sondern ob es dauerhaft ausreichende Renditen auf das eingesetzte Kapital erzielt. (Ariva)

Urteil

Argumentationsqualität: 6,5 von 10

Solider Mehrwert, wenn Annahmen klar gekennzeichnet werden. Die Rechnungen sollten jedoch nicht als Unternehmensprognosen interpretiert werden.


5. Dronach1983

Grundhaltung: Positiv, stark auf Analystenschätzungen, Bewertungsportale und KI-Zusammenfassungen gestützt.

Dronach1983 bringt KGV-Tabellen verschiedener Finanzportale, Analystenkursziele und Bewertungsvergleiche in die Diskussion ein. Das ist als Materialsammlung nützlich. (Ariva)

Stärken

  • Liefert externe Schätzungen statt nur eigene Kursziele.

  • Fragt nach, wenn ihm die operative Gewinnthese nicht klar ist.

  • Weist darauf hin, dass Konsensschätzungen für 2027 und 2028 deutlich höhere Gewinne erwarten.

  • Erkennt, dass eine fehlende Dividende bei einem akquisitionsorientierten Unternehmen nicht automatisch negativ sein muss.

Schwächen

Die KI-Ausgaben werden teilweise zu unkritisch übernommen. Ein besonders deutlicher Fehler ist die Verwendung einer angeblichen Nettomarge von 4,8 %. Medios prognostiziert ungefähr 4,8 % bereinigte EBITDA-Marge, nicht Nettomarge. Das ist ein erheblicher Unterschied. (Ariva)

Auch die Schuldenanalyse vermischt offenbar unterschiedliche Größen wie langfristige Schulden, sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten, HGB-Einzelabschluss und Konzernzahlen. Daraus lässt sich keine saubere Nettoverschuldung ableiten.

Analystenkonsens ist zudem kein Beweis für Unterbewertung. Gerade nach schwachen Quartalszahlen können ältere Schätzungen veraltet sein – dieser Einwand von halbgottt ist grundsätzlich richtig.

Urteil

Argumentationsqualität: 5 von 10

Als Lieferant von Zahlen und Links nützlich. Eigene Validierung und begriffliche Genauigkeit fehlen jedoch teilweise.


6. Endstation

Grundhaltung: Enttäuschter, aber noch investierter Aktionär.

Endstation beschreibt vor allem die Diskrepanz zwischen steigenden Umsätzen beziehungsweise Gewinnen und der schwachen Kursentwicklung. Er erwartet neue Impulse wie Übernahmen, Aktienrückkäufe oder ein mögliches Übernahmeangebot und sagt offen, dass er bei einem grünen Depotbestand wahrscheinlich bereits ausgestiegen wäre. (Ariva)

Stärken

  • Ehrliche Darstellung der eigenen Position und möglicher emotionaler Verzerrung.

  • Richtiger Hinweis, dass gute Zahlen allein nicht zwingend zu steigenden Kursen führen.

  • Erkennt die Notwendigkeit konkreter Katalysatoren.

Schwächen

Mehrere umfangreiche Beiträge bestehen aus ausdrücklich nicht verifizierten KI-Antworten. Das wird zwar transparent angegeben, der analytische Mehrwert bleibt dadurch aber begrenzt.

Die KI-Aussage, Reformen würden zwangsläufig kleinere Labore verdrängen und Medios zum strukturellen Kostenführer machen, ist eine interessante These, wurde aber nicht belegt. Gleiches gilt für die KI-Schätzung der Standortkosten.

Urteil

Argumentationsqualität: 4,5 von 10

Nützlich als Stimmungsbild eines langjährigen Aktionärs, aber nur begrenzt als Fundamentalanalyse.


7. BoersenhundRE

Grundhaltung: Sehr stark werbend und optimistisch; Gründer des Threads.

Die ersten Beiträge enthalten wiederholt Aussagen wie „100 % dürften möglich sein“, „wenig Risiko“, „Tenbagger“ und „drastisch unterbewertet“. Als Begründung dienen hauptsächlich Umsatzwachstum, KUV-Vergleiche, geringer Freefloat, Medienempfehlungen und steigender Bekanntheitsgrad. (Ariva)

Stärken

  • Hat Medios früh entdeckt und relevante Meldungen gesammelt.

  • Hat den Diskussionsthread überhaupt etabliert.

  • Der grundsätzliche Hinweis auf das damalige Wachstum war nicht falsch.

Schwächen

  • Nahezu keine echte Risikoanalyse.

  • Umsatz und KUV werden zu stark gewichtet.

  • Kursziele werden ohne belastbare Gewinn-, Cashflow- oder Szenariorechnung genannt.

  • Ein geringer Freefloat ist kein fundamentaler Unternehmenswert.

  • „Kaum Risiko“ ist für einen jungen, margenschwachen Nebenwert eine sachlich nicht haltbare Aussage.

  • Viele Beiträge dienen eher der Aktivierung anderer Anleger als der Analyse.

Urteil

Argumentationsqualität: 2 von 10

Als früher Hinweisgeber relevant, analytisch jedoch überwiegend werblich.


8. Lalapo und GoldenStock

Lalapo unterstützt meist andere Nutzer, kommentiert persönliche Konflikte oder wiederholt einzelne positive Aussagen. Eigene überprüfbare Analysen sind selten. GoldenStock nennt in den ersten Beiträgen Kursziele von 25 bis 30 €, ohne diese substanziell herzuleiten. (Ariva)

Argumentationsqualität:

  • Lalapo: 2,5 von 10

  • GoldenStock: 1,5 von 10

Der Mehrwert liegt eher in Diskussion und Stimmung als in Unternehmensanalyse.


Bewertung der wichtigsten Streitfragen

Ist Medios massiv unterbewertet?

Möglich, aber nicht allein wegen des niedrigen KUV.

Das KUV ist bei Medios wegen des hohen Handelsvolumens und der niedrigen Margen nur begrenzt aussagekräftig. Aussagekräftiger sind:

  • Enterprise Value zu bereinigtem EBITDA,

  • Free-Cashflow-Rendite,

  • Nettoverschuldung,

  • Kapitalrendite nach Übernahmen,

  • nachhaltige EBITDA- und Nettomarge.

Hier ist Katjuschas Betrachtung grundsätzlich stärker als die reine KUV-These von BoersenhundRE oder TradersParadise. halbgottt hat aber recht, dass eine niedrige Bewertung ohne steigende tatsächliche Gewinne lange bestehen bleiben kann.

War Q1 2026 eine Katastrophe?

Nein, aber es war eindeutig schwach.

Der Umsatz wuchs und der operative Cashflow verbesserte sich deutlich. Gleichzeitig gingen EBITDA, Marge und EPS zurück. Medios selbst bezeichnete die Zahlen als im Rahmen der Analystenerwartungen, bestätigte aber damit indirekt den bestehenden Margendruck. (Medios Investors)

Katjuschas Darstellung „operativ grundsätzlich intakt“ ist daher vertretbar. halbgottts Darstellung „erneute Ergebnisenttäuschung“ ist ebenfalls vertretbar. „Katastrophe“ wäre überzogen.

Ist der regulatorische Druck real?

Ja.

Medios nennt ausdrücklich Preisrückgänge, regulatorische Preisanpassungen und noch nicht vollständig kompensierte Belastungen. Bei der Schließung Aschaffenburg sprach das Unternehmen von anhaltendem Margendruck bei patientenindividuellen Zubereitungen. (Medios Investors)

TradersParadise und halbgottt treffen hier einen realen Risikopunkt. Katjuscha hat aber ebenfalls recht, dass regulatorischer Druck nicht automatisch eine Halbierung der gesamten Konzernmarge bedeutet.

Aktienrückkauf oder Übernahmen?

Beide Seiten argumentieren zu absolut.

  • Ein Rückkauf ist bei starker Unterbewertung sinnvoll und erhöht den Anteil der verbleibenden Aktionäre.

  • Eine attraktive Übernahme kann langfristig mehr Wert schaffen.

  • Eine schlechte oder zu teuer finanzierte Übernahme kann deutlich mehr Wert zerstören als ein unterlassener Aktienrückkauf.

Katjuschas Aussage, ein Rückkauf von ungefähr 15 Mio. € müsse Übernahmen nicht verhindern, ist plausibel. Seine konkreten Verschuldungsszenarien sind aber Annahmen. halbgottts Aussage, das Geld fehle dann zwingend für Wachstum, ist zu pauschal.

Sind die auffälligen Kursbewegungen verdächtig?

Dafür gibt es im Thread keine belastbaren Belege.

Vorbörsliche Geldkurse, geringe Umsätze und große Spreads können bei einem relativ illiquiden Nebenwert ungewöhnlich aussehen. Daraus lassen sich weder Marktmanipulation noch Insiderverkäufe ableiten. TradersParadise hat diese Beobachtung später selbst relativiert. (Ariva)


Mein abschließendes Ranking
RangNutzerMehrwert
1KatjuschaBeste fundamentale Detailanalyse, aber optimistische Modellannahmen
2TradersParadiseAusgewogenste Gesamtbetrachtung und gute Einschätzung der Marktpsychologie
3halbgotttWichtigstes kritisches Gegengewicht, teilweise zu einseitig auf EPS und Kurs fixiert
4TradingMaxGute eigene Überlegungen und transparente Annahmen, aber Schätzungen nicht belastbar genug
5Dronach1983Nützliche Materialsammlung, zu viel Vertrauen in KI und Konsensdaten
6EndstationBrauchbares Anlegerstimmungsbild, wenig eigenständige verifizierte Analyse
7LalapoÜberwiegend Diskussionsbegleitung
8BoersenhundRESehr werblich, kaum Risikobetrachtung
9GoldenStockKursziele praktisch ohne Herleitung

Das sachlich stärkste Fazit des Threads

Medios ist keine offensichtliche wertlose Value-Falle, aber auch keine risikolose „Perle“. Die Aktie ist günstig, weil der Markt derzeit nicht davon überzeugt ist, dass Medios seine Marge zuverlässig steigern und die zahlreichen bereinigten Effekte irgendwann auch in deutlich höheren unbereinigten Gewinnen sichtbar machen kann.

Die zentrale offene Frage lautet daher nicht, ob Medios viel Umsatz erzielt, sondern:

Kann Medios die für 2026 angestrebte bereinigte EBITDA-Marge von ungefähr 4,8 % erreichen und anschließend trotz Regulierung, M&A-Kosten und Preisdruck weiter steigern?

Genau daran werden sich die optimistischen Modelle von Katjuscha und die skeptische These von halbgottt entscheiden. Der nächste wichtige Prüfpunkt ist der Halbjahresbericht am 12. August 2026. (Medios Investors)

Antworten
TradingMax:

Wie eine KI den bisherigen Chatverlauf sieht:

 
25.07.26 05:27

Wie eine KI den bisherigen Chatverlauf sieht:


Gesamturteil

Der Thread umfasst inzwischen 1.341 Beiträge seit August 2017; der zuletzt sichtbare Beitrag stammt vom 16. Juli 2026. Ich habe den Threadbeginn, die aktuellen Seiten 51–54 und insbesondere die ausführlichen Auseinandersetzungen nach den Jahreszahlen 2025, den Q1-Zahlen 2026, der Hauptversammlung und der Standortschließung in Aschaffenburg ausgewertet. Eine vollständige Einzelprüfung aller 1.341 Beiträge wäre eine erheblich größere Langzeitanalyse; die derzeit maßgeblichen Nutzer und Argumentationslinien werden aber gut abgedeckt. (Ariva)

Mein Gesamteindruck: Der Thread hat einen durchaus hohen Informationswert, weil sich zwei gegensätzliche, grundsätzlich nachvollziehbare Sichtweisen gegenüberstehen:

Die optimistische Seite betrachtet vor allem Free Cashflow, bereinigte Ergebnisse, künftig wegfallende Sonderkosten und die niedrige Unternehmensbewertung.

Die skeptische Seite betrachtet vor allem tatsächlich ausgewiesenes EPS, Margendruck, Prognoserisiken, Managementvertrauen und die langjährige Kursentwicklung.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich zwischen beiden Lagern.


Der belastbare Ausgangspunkt

Medios meldete für 2025 einen Umsatzanstieg um 10,4 % auf 2,079 Mrd. €, ein um 17,8 % höheres bereinigtes EBITDA von 93,1 Mio. € und ein EPS von 0,61 €. Das Unternehmen bezeichnete Umsatz und EBITDA als weitgehend prognosekonform. (Medios Investors)

Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz zwar um 8,9 %, das bereinigte EBITDA sank jedoch um 7,9 %, das unbereinigte EPS fiel von 0,25 € auf 0,20 € und das bereinigte EPS von 0,46 € auf 0,44 €. Gleichzeitig stieg der operative Cashflow von 3,6 Mio. € auf 12,5 Mio. €. Medios bestätigte trotzdem die Jahresprognose von 94 bis 102 Mio. € bereinigtem EBITDA. (Medios Investors)

Damit haben beide Hauptlager reale Argumente:

  • Die Skeptiker haben recht, dass Ergebnis und Marge im Q1 zurückgingen.
  • Die Optimisten haben recht, dass Cashflow und bereinigtes Ergebnis deutlich besser aussehen als das unbereinigte EPS vermuten lässt.

Bewertung der einzelnen Nutzer

1. Katjuscha

Grundhaltung: Fundamental deutlich positiv, aber nicht völlig kritiklos.

Katjuscha liefert die mit Abstand detailliertesten Rechenmodelle. Er trennt zwischen unbereinigtem Ergebnis, nicht zahlungswirksamen Effekten, PPA-Abschreibungen, ERP-Kosten, Steuerquote, Zinsbelastung und operativem Cashflow. Außerdem versucht er, konkrete Szenarien für 2027 bis 2029 zu entwickeln. Er argumentiert beispielsweise, dass niedrigere Zinskosten, eine normalisierte Steuerquote, wegfallende ERP- und Vorstandswechselkosten sowie sinkende PPA-Abschreibungen den Gewinn auch ohne starkes Umsatzwachstum deutlich erhöhen könnten. (Ariva)

Stärken

Verwendet konkrete Zahlen statt bloßer Kursziele.

Erkennt den Unterschied zwischen Gewinn, bereinigtem Gewinn und Cashflow.

Stellt zurecht infrage, ob ein einzelnes ausgewiesenes EPS von 0,61 € die wirtschaftliche Lage vollständig beschreibt.

Räumt inzwischen ein, dass die 2026er-Prognose wahrscheinlich nicht konservativ, sondern anspruchsvoll ist.

Bezieht Regulierung und schwache Q1-Margen ausdrücklich in die Betrachtung ein.

Seine Argumentation zum Aktienrückkauf ist grundsätzlich nachvollziehbar: Ein begrenztes Rückkaufprogramm muss eine kleinere Übernahme nicht zwingend verhindern. (Ariva)

Schwächen

Seine Prognosen für 2027 bis 2029 sind Szenarien und keine Unternehmensprognosen. Er unterstellt teilweise, dass wegfallende Kosten nicht durch neue Kosten ersetzt werden. Genau das ist bei einem akquisitionsgetriebenen Unternehmen unsicher.

Die Annahme eines EPS von beispielsweise 1,8 bis 1,9 € im Jahr 2029 kann plausibel sein, ist aber stark abhängig von:

  • stabilen EBITDA-Margen,
  • erfolgreicher Integration weiterer Übernahmen,
  • Steuerquote,
  • Finanzierungskosten,
  • regulatorischen Eingriffen,
  • ausbleibenden neuen Sonderbelastungen.

Problematisch ist außerdem sein teilweise scharfer persönlicher Ton. Aussagen, andere Nutzer würden bewusst manipulieren, sind nicht belegt und schwächen seine ansonsten sachlich starke Argumentation. Im Thread wurden mehrere Beiträge wegen Beschäftigung mit anderen Nutzern moderiert. (Ariva)

Urteil

Argumentationsqualität: 8 von 10

Inhaltlich der stärkste fundamentale Analyst des Threads. Seine Modelle sollte man als optimistisches, aber nachvollziehbar gerechnetes Szenario behandeln, nicht als sichere Entwicklung.

2. halbgottt

Grundhaltung: Deutlich skeptisch und stark auf Marktreaktion sowie tatsächlich ausgewiesene Ergebnisse konzentriert.

halbgottt hält dagegen, dass Medios 2025 nur 0,61 € EPS verdient habe und im Q1 2026 erneut unter dem Vorjahreswert geblieben sei. Er warnt davor, jedes schwache Ergebnis mit Einmal- oder Sondereffekten wegzuerklären. Außerdem weist er auf institutionelle Verkäufe, Opportunitätskosten, fehlende Kurskatalysatoren und die Gefahr kostspieliger Übernahmen hin. (Ariva)

Stärken

Liefert ein wichtiges Gegengewicht zur überwiegend positiven Grundhaltung.

Weist zurecht darauf hin, dass Anleger nicht nur theoretische zukünftige Gewinne kaufen.

Seine Kritik am KUV ist berechtigt: Bei einem Unternehmen mit niedriger Marge ist ein sehr niedriges KUV allein kein ausreichender Kaufgrund.

Die Warnung vor Opportunitätskosten ist relevant: Eine günstige Aktie kann jahrelang günstig bleiben.

M&A birgt Integrations-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken.

Er weist zu Recht darauf hin, dass sich ein Aktienkurs nicht allein deshalb verdoppelt, weil ein Forum Unterbewertung erkennt.

Schwächen

Er betrachtet das unbereinigte EPS teilweise zu isoliert. Dass Medios im Q1 2026 nur 0,20 € EPS auswies, ist richtig. Gleichzeitig betrug das bereinigte EPS 0,44 € und der operative Cashflow verbesserte sich erheblich. Diese Informationen sind für eine Unternehmensbewertung ebenfalls relevant. (Medios Investors)

Seine pauschale Aussage, Medios könne organisch praktisch nicht wachsen, ist zu absolut. Medios selbst meldete für 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 7,0 % und ein organisches Wachstum des bereinigten EBITDA von 2,7 %. Allerdings war das organische Gewinnwachstum tatsächlich schwächer als das Umsatzwachstum. (Medios Investors)

Auch Vergleiche mit HelloFresh oder TeamViewer sind eher Warnbeispiele als echte Belege für die zukünftige Entwicklung von Medios. Unterschiedliche Unternehmen, Geschäftsmodelle und Transaktionen lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen.

Urteil

Argumentationsqualität: 7 von 10

Der wichtigste Skeptiker im Thread. Er identifiziert reale Risiken, überzieht aber gelegentlich, indem er bereinigte Zahlen und Cashfloweffekte fast vollständig verwirft.

3. TradersParadise

Grundhaltung: Grundsätzlich positiv, aber abwartend und deutlich vorsichtiger als Katjuscha.

TradersParadise formuliert die wahrscheinlich ausgewogenste Gesamtposition: Katjuscha habe fundamental gute Argumente, halbgottt beschreibe aber zutreffend das verlorene Marktvertrauen und die bisherigen Enttäuschungen. Er bezeichnet Medios gleichzeitig als fundamental attraktiv und als bisherigen Underperformer beziehungsweise „totes Geld“. (Ariva)

Stärken

Trennt zwischen Unternehmenswert und Zeitpunkt eines Einstiegs.

Erkennt die Bedeutung des Vertrauens in Vorstand und Prognosen.

Berücksichtigt regulatorische Risiken und mögliche Fehlentscheidungen bei Übernahmen.

Sieht niedrige Bewertung nicht automatisch als kurzfristigen Kurskatalysator.

Hat seine ursprüngliche Einschätzung angepasst, nachdem das Q1 schwächer ausgefallen war.

Seine Aussage, dass der neue Vorstand zunächst liefern müsse, trifft einen wichtigen Punkt.

Schwächen

Seine Argumentation verwendet zeitweise ebenfalls das sehr niedrige KUV, ohne ausreichend zu berücksichtigen, dass niedrige Umsatzmultiplikatoren bei Handels- und Distributionsgeschäften normal sein können.

Einige Interpretationen kurzfristiger Kursbewegungen sind schwach. Einzelne vorbörsliche Geldkurse, große Spreads oder kleine Umsätze beweisen weder institutionellen Ausstieg noch Kursmanipulation. Später relativiert er diese Beobachtungen selbst. (Ariva)

Seine Annahme, eine positive Nachricht könne schnell eine Kursverdopplung auslösen, ist möglich, aber spekulativ.

Urteil

Argumentationsqualität: 8 von 10

Für mich der ausgewogenste Nutzer. Weniger tief gerechnet als Katjuscha, dafür stärker bei Marktpsychologie, Managementvertrauen und Risikobetrachtung.

4. TradingMax

Grundhaltung: Langfristig positiv, zunehmend zahlen- und betriebswirtschaftlich orientiert.

TradingMax hat sich gegenüber den sehr optimistischen Beiträgen aus den Anfangsjahren deutlich weiterentwickelt. Seine Analyse zur Schließung des Standorts Aschaffenburg nennt ausdrücklich die verwendeten Annahmen und unterscheidet zwischen Personal-, Reinraum- und sonstigen Standortkosten. Er kommt auf ein geschätztes Bruttoeinsparpotenzial von etwa 2,3 bis 3,7 Mio. € jährlich. (Ariva)

Stärken

Kennzeichnet Annahmen und Spekulation ausdrücklich.

Korrigiert die Zahl der betroffenen Mitarbeiter zutreffend von 13 auf 32.

Versucht, aus einer Unternehmensmeldung einen finanziellen Effekt abzuleiten.

Berücksichtigt kurzfristige Abfindungs-, Abwicklungs- und Verlagerungskosten.

Die grundlegende Aussage, dass die Schließung eines unterausgelasteten und sanierungsbedürftigen Standorts betriebswirtschaftlich sinnvoll sein kann, entspricht der Begründung des Unternehmens. Medios nannte unterdurchschnittliche Rentabilität, sinkende Auslastung und notwendigen Sanierungsaufwand. (Medios Investors)

Schwächen

Die Berechnung kann keine Nettoeinsparung bestimmen:

  • Die Produktion wurde an andere Standorte verlagert.
  • Ein Teil der Arbeitsleistung, Energie, Qualitätssicherung und Logistik fällt deshalb weiterhin an.
  • Nicht bekannt ist, wie viele Mitarbeiter übernommen oder ersetzt werden.
  • Mieten, Sanierungsverpflichtungen, Rückstellungen und Vertragslaufzeiten sind unbekannt.

Die errechneten 2,3 bis 3,7 Mio. € sind daher eher eine theoretische Bruttokostenspanne als eine belastbare Ergebnisverbesserung.

Sein Beitrag zum „seit Jahren gleichen Geschäftsmodell“ ist rhetorisch unterhaltsam, beantwortet aber den eigentlichen Einwand nicht: Entscheidend ist nicht, ob das Geschäftsmodell gleich bleibt, sondern ob es dauerhaft ausreichende Renditen auf das eingesetzte Kapital erzielt. (Ariva)

Urteil

Argumentationsqualität: 6,5 von 10

Solider Mehrwert, wenn Annahmen klar gekennzeichnet werden. Die Rechnungen sollten jedoch nicht als Unternehmensprognosen interpretiert werden.

5. Dronach1983

Grundhaltung: Positiv, stark auf Analystenschätzungen, Bewertungsportale und KI-Zusammenfassungen gestützt.

Dronach1983 bringt KGV-Tabellen verschiedener Finanzportale, Analystenkursziele und Bewertungsvergleiche in die Diskussion ein. Das ist als Materialsammlung nützlich. (Ariva)

Stärken

Liefert externe Schätzungen statt nur eigene Kursziele.

Fragt nach, wenn ihm die operative Gewinnthese nicht klar ist.

Weist darauf hin, dass Konsensschätzungen für 2027 und 2028 deutlich höhere Gewinne erwarten.

Erkennt, dass eine fehlende Dividende bei einem akquisitionsorientierten Unternehmen nicht automatisch negativ sein muss.

Schwächen

Die KI-Ausgaben werden teilweise zu unkritisch übernommen. Ein besonders deutlicher Fehler ist die Verwendung einer angeblichen Nettomarge von 4,8 %. Medios prognostiziert ungefähr 4,8 % bereinigte EBITDA-Marge, nicht Nettomarge. Das ist ein erheblicher Unterschied. (Ariva)

Auch die Schuldenanalyse vermischt offenbar unterschiedliche Größen wie langfristige Schulden, sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten, HGB-Einzelabschluss und Konzernzahlen. Daraus lässt sich keine saubere Nettoverschuldung ableiten.

Analystenkonsens ist zudem kein Beweis für Unterbewertung. Gerade nach schwachen Quartalszahlen können ältere Schätzungen veraltet sein – dieser Einwand von halbgottt ist grundsätzlich richtig.

Urteil

Argumentationsqualität: 5 von 10

Als Lieferant von Zahlen und Links nützlich. Eigene Validierung und begriffliche Genauigkeit fehlen jedoch teilweise.

6. Endstation

Grundhaltung: Enttäuschter, aber noch investierter Aktionär.

Endstation beschreibt vor allem die Diskrepanz zwischen steigenden Umsätzen beziehungsweise Gewinnen und der schwachen Kursentwicklung. Er erwartet neue Impulse wie Übernahmen, Aktienrückkäufe oder ein mögliches Übernahmeangebot und sagt offen, dass er bei einem grünen Depotbestand wahrscheinlich bereits ausgestiegen wäre. (Ariva)

Stärken

Ehrliche Darstellung der eigenen Position und möglicher emotionaler Verzerrung.

Richtiger Hinweis, dass gute Zahlen allein nicht zwingend zu steigenden Kursen führen.

Erkennt die Notwendigkeit konkreter Katalysatoren.

Schwächen

Mehrere umfangreiche Beiträge bestehen aus ausdrücklich nicht verifizierten KI-Antworten. Das wird zwar transparent angegeben, der analytische Mehrwert bleibt dadurch aber begrenzt.

Die KI-Aussage, Reformen würden zwangsläufig kleinere Labore verdrängen und Medios zum strukturellen Kostenführer machen, ist eine interessante These, wurde aber nicht belegt. Gleiches gilt für die KI-Schätzung der Standortkosten.

Urteil

Argumentationsqualität: 4,5 von 10

Nützlich als Stimmungsbild eines langjährigen Aktionärs, aber nur begrenzt als Fundamentalanalyse.

7. BoersenhundRE

Grundhaltung: Sehr stark werbend und optimistisch; Gründer des Threads.

Die ersten Beiträge enthalten wiederholt Aussagen wie „100 % dürften möglich sein“, „wenig Risiko“, „Tenbagger“ und „drastisch unterbewertet“. Als Begründung dienen hauptsächlich Umsatzwachstum, KUV-Vergleiche, geringer Freefloat, Medienempfehlungen und steigender Bekanntheitsgrad. (Ariva)

Stärken

Hat Medios früh entdeckt und relevante Meldungen gesammelt.

Hat den Diskussionsthread überhaupt etabliert.

Der grundsätzliche Hinweis auf das damalige Wachstum war nicht falsch.

Schwächen

Nahezu keine echte Risikoanalyse.

Umsatz und KUV werden zu stark gewichtet.

Kursziele werden ohne belastbare Gewinn-, Cashflow- oder Szenariorechnung genannt.

Ein geringer Freefloat ist kein fundamentaler Unternehmenswert.

„Kaum Risiko“ ist für einen jungen, margenschwachen Nebenwert eine sachlich nicht haltbare Aussage.

Viele Beiträge dienen eher der Aktivierung anderer Anleger als der Analyse.

Urteil

Argumentationsqualität: 2 von 10

Als früher Hinweisgeber relevant, analytisch jedoch überwiegend werblich.

8. Lalapo und GoldenStock

Lalapo unterstützt meist andere Nutzer, kommentiert persönliche Konflikte oder wiederholt einzelne positive Aussagen. Eigene überprüfbare Analysen sind selten. GoldenStock nennt in den ersten Beiträgen Kursziele von 25 bis 30 €, ohne diese substanziell herzuleiten. (Ariva)

Argumentationsqualität:

Lalapo: 2,5 von 10

GoldenStock: 1,5 von 10

Der Mehrwert liegt eher in Diskussion und Stimmung als in Unternehmensanalyse.


Bewertung der wichtigsten Streitfragen

Ist Medios massiv unterbewertet?

Möglich, aber nicht allein wegen des niedrigen KUV.

Das KUV ist bei Medios wegen des hohen Handelsvolumens und der niedrigen Margen nur begrenzt aussagekräftig. Aussagekräftiger sind:

  • Enterprise Value zu bereinigtem EBITDA,
  • Free-Cashflow-Rendite,
  • Nettoverschuldung,
  • Kapitalrendite nach Übernahmen,
  • nachhaltige EBITDA- und Nettomarge.

Hier ist Katjuschas Betrachtung grundsätzlich stärker als die reine KUV-These von BoersenhundRE oder TradersParadise. halbgottt hat aber recht, dass eine niedrige Bewertung ohne steigende tatsächliche Gewinne lange bestehen bleiben kann.

War Q1 2026 eine Katastrophe?

Nein, aber es war eindeutig schwach.

Der Umsatz wuchs und der operative Cashflow verbesserte sich deutlich. Gleichzeitig gingen EBITDA, Marge und EPS zurück. Medios selbst bezeichnete die Zahlen als im Rahmen der Analystenerwartungen, bestätigte aber damit indirekt den bestehenden Margendruck. (Medios Investors)

Katjuschas Darstellung „operativ grundsätzlich intakt“ ist daher vertretbar. halbgottts Darstellung „erneute Ergebnisenttäuschung“ ist ebenfalls vertretbar. „Katastrophe“ wäre überzogen.

Ist der regulatorische Druck real?

Ja.

Medios nennt ausdrücklich Preisrückgänge, regulatorische Preisanpassungen und noch nicht vollständig kompensierte Belastungen. Bei der Schließung Aschaffenburg sprach das Unternehmen von anhaltendem Margendruck bei patientenindividuellen Zubereitungen. (Medios Investors)

TradersParadise und halbgottt treffen hier einen realen Risikopunkt. Katjuscha hat aber ebenfalls recht, dass regulatorischer Druck nicht automatisch eine Halbierung der gesamten Konzernmarge bedeutet.

Aktienrückkauf oder Übernahmen?

Beide Seiten argumentieren zu absolut.

  • Ein Rückkauf ist bei starker Unterbewertung sinnvoll und erhöht den Anteil der verbleibenden Aktionäre.
  • Eine attraktive Übernahme kann langfristig mehr Wert schaffen.
  • Eine schlechte oder zu teuer finanzierte Übernahme kann deutlich mehr Wert zerstören als ein unterlassener Aktienrückkauf.

Katjuschas Aussage, ein Rückkauf von ungefähr 15 Mio. € müsse Übernahmen nicht verhindern, ist plausibel. Seine konkreten Verschuldungsszenarien sind aber Annahmen. halbgottts Aussage, das Geld fehle dann zwingend für Wachstum, ist zu pauschal.

Sind die auffälligen Kursbewegungen verdächtig?

Dafür gibt es im Thread keine belastbaren Belege.

Vorbörsliche Geldkurse, geringe Umsätze und große Spreads können bei einem relativ illiquiden Nebenwert ungewöhnlich aussehen. Daraus lassen sich weder Marktmanipulation noch Insiderverkäufe ableiten. TradersParadise hat diese Beobachtung später selbst relativiert. (Ariva)


Mein abschließendes Ranking

RangNutzerMehrwert
1KatjuschaBeste fundamentale Detailanalyse, aber optimistische Modellannahmen
2TradersParadiseAusgewogenste Gesamtbetrachtung und gute Einschätzung der Marktpsychologie
3halbgotttWichtigstes kritisches Gegengewicht, teilweise zu einseitig auf EPS und Kurs fixiert
4TradingMaxGute eigene Überlegungen und transparente Annahmen, aber Schätzungen nicht belastbar genug
5Dronach1983Nützliche Materialsammlung, zu viel Vertrauen in KI und Konsensdaten
6EndstationBrauchbares Anlegerstimmungsbild, wenig eigenständige verifizierte Analyse
7LalapoÜberwiegend Diskussionsbegleitung
8BoersenhundRESehr werblich, kaum Risikobetrachtung
9GoldenStockKursziele praktisch ohne Herleitung

Das sachlich stärkste Fazit des Threads

Medios ist keine offensichtliche wertlose Value-Falle, aber auch keine risikolose „Perle“. Die Aktie ist günstig, weil der Markt derzeit nicht davon überzeugt ist, dass Medios seine Marge zuverlässig steigern und die zahlreichen bereinigten Effekte irgendwann auch in deutlich höheren unbereinigten Gewinnen sichtbar machen kann.

Die zentrale offene Frage lautet daher nicht, ob Medios viel Umsatz erzielt, sondern:

Kann Medios die für 2026 angestrebte bereinigte EBITDA-Marge von ungefähr 4,8 % erreichen und anschließend trotz Regulierung, M&A-Kosten und Preisdruck weiter steigern?

Genau daran werden sich die optimistischen Modelle von Katjuscha und die skeptische These von halbgottt entscheiden. Der nächste wichtige Prüfpunkt ist der Halbjahresbericht am 12. August 2026. (Medios Investors)


Quellen

Antworten
aramed:

OMG

 
25.07.26 12:30
Halbgott auf Platz drei. Das könnte ihn umbringen.
Die KI muss hier irren!
Antworten
Katjuscha:

Finde diese KI Betrachtung an sich interessant,

 
25.07.26 14:07
Aber möchte mal auf 1-2 dort genannter Schwächen meinerseits eingehen.

Nur kurz zu dem Vorwurf, ich hätte einen harschen Ton. Also das mag manchmal so rüberkommen, aber eigentlich versuche ich da alle User mitzunehmen. Dass ich hier bei Medios mal jemandem Kursmanipulation unterstellt haben sollte, kann ich mir schwer vorstellen, außer vielleicht gegenüber halbgott. Die historischen Gründe für diesen Streit aus vielen anderen Threads dürften bekannt sein. Das würde ich mal als Sonderfall einstufen, den die KI da vielleicht überbewertet.

Wichtiger ist dann eher meine Schwäche in Sachen Prognose, die ich für die Jahre 2027 bis 2029 vornehme. Wenn ich da Annahmen zu wegfallenden Kosten mache, nehme ich entgegen der KI Behauptung diese nicht aus eigenen Erwartungen vor, sondern anhand von Vorstandsaussagen, die ich aus Calls nach Quartalszahlen, aus Finanzberichten oder aus persönlichen IR Kontakt habe. In diesem Fall bezieht sich die KI auf meine Aussagen zu wegfallenden Kostenfaktoren zu Steuern, ppa Abschreibungen. Dieser Wegfall ist klar durch den Vorstand über die nächsten Jahre hinweg bestätigt, also nicht auf meinen Mist gewachsen. Aber ja, es stimmt, falls es weitere Übernahmen gibt, kann es natürlich später neuerliche ppa Abschreibungen geben. Aber es erhöht sich dann ja trotzdem das AEbitda und der FreeCashflow. Es müsste also eigentlich um die Frage des Kaufpreises im Vergleich zum generierten Cashflow aus Übernahmen gehen.
the harder we fight the higher the wall
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Noobstyler:

Er ist halt nur

 
25.07.26 14:07
ein halber Gott. Als ganzer Gott wäre er natürlich #1
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