Bitcoin rutscht ab: US-Senat stoppt Clarity Act

Pascal Grunow Pascal Grunow
Pascal Grunow Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

 | 
aufrufe Aufrufe: 2526
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Bitcoin-Münze vor dem US-Kapitol
Dall-E
Bitcoin fällt, nachdem die Clarity-Act-Abstimmung im US-Senat scheitert. Das Krypto-Gesetz dürfte damit für 2026 vom Tisch sein.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Bitcoin notiert am Mittwochvormittag 1,95 Prozent tiefer bei 75.747 US-Dollar. Der US-Senat konnte am Dienstag nicht die erforderlichen 60 Stimmen für den Clarity Act zusammenbringen. Die Abstimmung endete mit 50 zu 49 Stimmen für das Voranschreiten. Vier republikanische Senatoren stimmten sogar mit den Demokraten gegen den Verfahrensschritt.

Es handelte es sich zwar nicht um eine endgültige Abstimmung über den Clarity Act, doch das Scheitern an dieser Verfahrenshürde dürfte eine Verabschiedung noch im Jahr 2026 vom Tisch nehmen.

Streit über Stablecoins und Ethikregeln

Die Verhandlungen hatten sich über Monate hingezogen. Zu den Streitpunkten gehörten unter anderem Stablecoin-Erträge, der rechtliche Schutz von Softwareentwicklern sowie Regeln zu möglichen Interessenkonflikten von Amtsträgern.

Werte aus dem Artikel:
BTC/EUR 77.152,000 +1,02%
Bitcoin 86.701,990 +1,01%

Besonders umstritten waren die Krypto-Interessen von US-Präsident Donald Trump. Demokratische Senatoren forderten strengere Regeln, während die republikanische Verhandlungsführerin Cynthia Lummis erklärte, ihre Seite habe bereits zahlreiche Forderungen der Demokraten in den Gesetzentwurf aufgenommen. Den Demokraten gingen die vorgesehenen Ethikregeln weiterhin nicht weit genug.

Eine Wiederaufnahme des Gesetzgebungsverfahrens ist formal nicht ausgeschlossen. Senator Thom Tillis änderte seine Stimme aus Verfahrensgründen, wodurch eine erneute Behandlung möglich bleibt. Angesichts der näher rückenden Zwischenwahlen dürfte das Zeitfenster für eine Einigung jedoch enger werden.

Regulatorische Unsicherheit bleibt

Für die Kryptobranche bedeutet das Ergebnis zunächst, dass die erhoffte gesetzliche Klarheit über die Zuständigkeiten und Regeln für digitale Vermögenswerte weiter auf sich warten lässt. Ohne ein Gesetz dürften SEC und CFTC eine wichtigere Rolle bei der weiteren Ausgestaltung der US-Kryptoregulierung spielen.


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren