Markus Koch, Der Tag an der Wallstreet


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jack303:

Wall Street: US-Börsen fallen auf neue Tiefstände

 
05.03.03 08:24
+++ Der Tag an der Wallstreet +++ 04.03.2003 +++

 
 
Die US-Börsen sind nach einem schwachen Wochenauftakt weiter abgestürzt. Am Dienstag fiel der Dow auf den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober letzten Jahres. Der Standardindex schloss mit einem Minus von 133 Zählern oder 1,7 % auf 7704 Punkten. Die Nasdaq verlor 12 Zähler oder 1 % auf 1307 Punkte.

Das Umfeld um die Börse wird nach wie vor von geopolitischen Sorgen geprägt. Obwohl Saddam Hussein am Montag mit der Zerstörung von al-Samoud-Raketen begonnen haben soll, geht in Washington das Säbelrasseln weiter. Die USA haben 60 000 weitere Soldaten in den Golf geschickt, wo nun 250 000 Mann stationiert sind. Auf dem Parkett kursieren Gerüchte über einen Militärschlag der USA gegen den Irak noch binnen einer Woche, und die sorgen für Unruhe obwohl sie nicht bestätigt sind.

Aus dem konjunkturellen Umfeld kommt unterdessen eine schlechte Nachricht vom Arbeitsmarkt. Nach Angaben der Marktforscher von Challenger Gray & Christmas ist die Zahl der angekündigten Stellenstreichungen im Februar um 5 % gestiegen. Die Rede ist von 138 177 Jobs, die noch gestrichen werden, zu einem großen Teil im öffentlichen Dienst.

Zu allem belastete auch eine Analyse von Warren Buffet den Markt. Der Milliarden schwere Investmentguru der Berkshire Hathaway hat erklärt, dass das „völlig verrückte Spiel um die Bewertung der Aktien“ ihn vom Kaufen abhalte. Weiter sagt Buffet, dass seine Holding „zur Zeit nicht viel mit Aktien“ mache.

Andere Markt-Insider sind nicht unbedingt so zurückhaltend. So meint Barton Biggs, der Chef-Stratege von Morgan Stanley, dass der Markt es nicht leicht habe, dass er sich aber gut halte. Biggs ist im März weiter bullish und erwartet, dass „nur ein Hauch guter Nachrichten eine substantielle Rallye“ entfachen könnte.

Aus den Charts kann man eine solche nicht erkennen. Als schwächste Dow-Aktie schloss General Motors mit einem Minus von 5,7 %. GM und Konkurrent Ford wollen nach den schwachen Verkaufszahlen für Februar die Produktion im nächsten Quartal zurückfahren. Die Analysten der Deutsche Bank stuften unterdessen die Aktien beider Unternehmen, aber auch einiger Zulieferer, auf „Verkaufen“ ab. Sie rechnen für die Großen Drei, also auch für DaimlerChrysler, mit weiter rückläufigen Absatzzahlen, und mit nachlassenden Marktanteile.

Mit einem Minus von 4,3 % schloss die Aktie von Home Depot. Am Morgen hatte sich zuerst Fed-Chairman Alan Greenspan pessimistisch über den weiteren Gang im Bausektor ausgesprochen, am Mittag folgte dann der Branchenriese Lennar mit negativen Aussichten für die Häuslebauer. Die weltgrößte Baumarktkette dürfte entsprechende Umsatzeinbußen spüren.

Mit einem Minus von 3,9 % schloss Caterpillar. Der US-Baumaschinenhersteller warnt für 2003. Man rechnet mit einem Gewinn von etwa 5 % unterhalb der bisherigen Prognosen, was man im Hinblick auf globale Schwäche im Industriesektor sehe, die wiederum auf geopolitischen Sorgen und einer allgemein schwachen Konjunktur fuße.

Ebenfalls unter den schwächsten Dow-Performern war Walt Disney. Die Aktie verlor 3,7 %, nachdem sich die Analysten von Soundview pessimistisch zu dem Entertainmentriesen geäußert hatten. Sie rechnen mit einer Gewinnwarnung im Zusammenhang mit dem schwachen Geschäft in den Freizeitparks, die aufgrund anhaltende geopolitischer und Terror-Sorgen weniger Besucher hätten als erwartet. Das kalte Wetter belaste die Freizeitparks, und höhere Versicherungszahlungen belasten die Margen.

Während der Flugzeughersteller Boeing mit einem Plus von 1 % die einzige Dow-Aktie im Grünen war, schloss Altria Group nahezu unverändert. Anleger schätzen zum einen, dass sich das Unternehmen gerichtlich gegen Einzelhändler wehrt, die gefälschte Zigaretten unter den Marken des Konzerns vertrieben haben sollen. Zum anderen honoriert man Pläne, nach denen Philip Morris das Hauptquartier aus New York nach Virginia verlegen will. Durch diesen Schritt könne man Kosten sparen, heißt es, da viele Angestellte den Umzug aus der Metropole nicht mitmachen dürften.

Mit einem nur leichten Minus schloss Intel, obwohl es aus dem Chip-Umfeld wenig gute Nachrichten gab, und auch die Zahlen von Fairchild Semiconductor kaum Freude machten. Das Unternehmen sieht zwar den Umsatz im laufenden Quartal zur Zeit etwas über den ursprünglichen Prognosen, rechnet aber auch mit schwächeren Margen und einem Gewinn unter den bisherigen Zahlen.

Mit einem Minus von 4,7 % schloss Martha Stewart Omnimedia. Das Unternehmen der einstigen Sauberfrau der Nation, Martha Stewart, hatte mit einem Quartalsgewinn von 6 Cent pro Aktie die Erwartungen der Analysten deutlich geschlagen – allerdings erholt sich das Geschäft nicht vom Imageverlust der Chefin, die in Insiderhandel verwickelt sein soll. Für das laufende Quartal erwartet man weitere Umsatz- und Gewinneinbrüche und rechnet mit einem Verlust zwischen 6 und 8 Cent pro Aktie.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Wall Street: Drastische Verluste für Hightechs und

 
11.03.03 07:23
den Rest
 
Zum Geburtstag viel Glück... vor drei Jahren notierte die Nasdaq auf ihrem historischen Hoch, der Bärenmarkt hat Geburtstag. Die Wall Street feierte ihn mit weiteren Verlusten, und die großen Indizes schlossen auf Tagestiefständen. Der Dow gab 172 Zähler oder 2,2 % auf 7568 Punkte ab. Die Nasdaq verlor 27 Zähler oder 2 % auf 1278 Punkte.

Die letzten drei Jahre betrachtet war es ein Geburtstag wie aus dem Bilderbuch: Man feierte das Geburtstagkind mit allem wofür es steht, und das sind nun mal Verluste. Seit dem 10. März 2000 hat die Nasdaq – einst der Index der „Wachstumswerte“ – ganze 75 % an Wert verloren, der Dow hat 36 % abgegeben und dem marktbreiten S&P 500-Index sind in drei Jahren 47 % abhanden gekommen.

Am weiteren Kursverfall zum Wochenbeginn konnte Intel nichts ändern, obwohl das Unternehmen angekündigt hatte, seine Investitionen in vier Unternehmen im Bereich der mobilen Netzwerke zu erhöhen. Für Kaufstimmung sorgte das nicht, und der Chipriese schloss mit einem Minus von 0,1 %. Um ganze 2,3 % verlor Microsoft, obwohl das Unternehmen eine Testversion seiner neuen Office-Version enthüllte, die im Sommer auf den Markt kommen soll.

Andernorts – also außerhalb der Nasdaq – wurde der Markt nicht von Hightech-Veröffentlichungen bestimmt, sondern von den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. Die USA und Großbritannien marschieren in der Irakkrise weiter auf einen Krieg zu. Vor der Sicherheitsratssitzung am Dienstag ringt man bei kleineren Staaten weiter um Unterstützung. Unterdessen gingen am Wochenende die Raketentests in Nordkorea weiter, der Geheimdienst wähnt sich auf der Spur von Osama bin Laden, es gibt Briefe von Saddam Hussein an George W. Bush und von Vladimir Putin an Saddam Hussein, und laut einem Bericht im Nachrichtenmagazin Time soll eine Atomwaffenanlage im Iran in der Anreicherung von Uran wesentlich weiter sein als bisher erwartet.

Für konjunkturelle Bedenken sorgten derweil führende amerikanische Volkswirtschaftler, die ihre Wachstumsprognosen für das Bruttoinlandsprodukt zurückfahren. Sie senken ihre Schätzung für das Wirtschaftswachstum auf 2,6 % in 2003 – vor einem Monat hatte man noch mit 2,7 % und im Januar mit 2,8 % gerechnet. Mit Blick auf das schwache Umfeld preisen die Futures vor der Fed-Sitzung am Dienstag nächster Woche mehrheitlich eine Zinssenkung ein.

Der Präsident der St. Louis Fed, Bill Poole, erklärte am Mittag, er sehe „eine mögliche Krise“ auf die Kreditbanken Fannie Mae und Freddie Mac zukommen. Schwierigkeiten für nur eines dieser Unternehmen, die Kredite an Banken refinanzieren, könne der Konjunktur extremen Schaden zufügen. Beide Aktien verloren rund 65 %, obwohl seitens der Unternehmen Dementi gegeben wurden und Pooles Gedanken äußerst kontrovers diskutiert wurden.

Während die Finanzbranche also im Mittelpunkt des Interesses stand, gehörten die Dow-notierten Banken JP Morgan, American Express und Citigroup zu den größten Dow-Verlierern. Marktführer Citigroup hatte dabei noch unter den Nachfolgesorgen des scheidenden CEO Sandy Weill zu kämpfen. Ein Direktor hat aus Frust über den schwebenden Prozess der Nachfolgersuche seinen Abschied erklärt, während Noch-CEO Weill „kein Pferderennen starten“ will, um innerbetriebliche Rangeleien und Folgeschäden zu vermeiden, wie das beispielsweise bei General Electric gegen Ende der Ära Jack Welsh gewesen sei.

General Electric gehörte seinerseits zu den Verlierern. Die Analysten von JP Morgan zeigen sich am Montagmorgen enttäuscht über die jüngsten Erklärungen zu GE Capital, dem Finanzarm des Industrie-Multis. Man vermisse in den Ausführungen zu GE Capital eine klarere Auflistung der Geschäfte, vor allem eine Trennung der Umsätze nach Kernbereich und Akquisitionen, die dem Investor mehr über die Stabilität des GE-Ableger erkläre.

Ebenfalls zu den größten Verlieren gehörten die Telekomriesen SBC Communications und AT&T sowie Walt Disney und McDonalds.

Nur wenig besser und mit einem Minus von 1,5 % schlug sich Wal-Mart, nachdem der weltgrößte Einzelhändler mit Blick auf die jüngsten Verkaufszahlen seine Prognosen für März und April bestätigt hat. Für den laufenden Monat rechnet man weiterhin mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich, im April soll es etwas steiler aufwärts gehen.

Zu den größten Verlierern des Montags gehörte AMR, die Holding hinter American Airlines. Die einst weltgrößte Fluggesellschaft werde früher oder später Gläubigerschutz beantragen müssen, mahnt die Gewerkschaft der Flugbegleiter. Es gebe einige Gründe die darauf deuten, dass eine Pleite eher früher als später komme, so ein Sprecher. Die Aktie verlor 14 %.

Um ganze 4,5 %– das sind 2900 $ - verbesserte sich die Aktie von Berkshire Hathaway, nachdem das Unternehmen am Morgen starke Zahlen vorgelegt hatte. Die Holding von Investmentguru Warren Buffet weist für 2002 einen Rekordgewinn von 4,3 Mrd. $ oder 2795 $ pro Aktie aus. Im Vorjahr hatte man ein Anteilsplus von 521 $ bilanziert. Buffet sagte im Rahmen der Quartalskonferenz, er sei „unterm Strich zufrieden mit der Performance im Jahr 2002“.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Erleichterung weicht neuer Unsicherheit

 
12.03.03 07:13
Wall Street:
 
 
Die US-Börsen waren mit leichten Gewinnen gestartet, nachdem eine Irak-Abstimmung im Sicherheitsrat auf Donnerstag verschoben wurde. Doch brachen die Märkte auf ein Minus von 0,5 % ein, als man realisierte, dass aufgeschoben eben nicht aufgehoben ist. Der Dow verlor 44 Zähler auf 7524 Punkte, die Nasdaq gab 7 Zähler auf 271 Punkte ab.

Ein wenig gute Stimmung zog die Börse aus der Ankündigung der Vereinten Nationen, eine Abstimmung über das weitere Vorgehen in der Irakkrise auf Donnerstag zu vertagen. Doch hinter den Kulissen geht die Unsicherheit weiter. Die USA und Großbritannien suchen weiter nach Verbündeten, letzteres distanziert sich immer mehr vom Bush-Verbündeten Tony Blair.

Die OPEC signalisierte am Mittag von ihrem Treffen in Wien, dass man im Falle eines Krieges die Produktion hochfahren könnte. Das war schon mehr als Experten im Vorfeld erwarten konnten, denn die Gemeinschaft der Öl fördernden Länder wollte eigentlich vermeiden, ein Zeichen in Richtung Krieg zu setzen.

Irak hin, Öl her – als an den Finanzmärkten die Zinsen für langfristige Kredite auf den tiefsten Stand seit 45 Jahren fielen, wurde der Markt erneut daran erinnert, dass man nicht allein mit geopolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sondern vor allem auch mit einer schwachen Konjunktur.

Nicht schlimm, meint Barton Biggs, der seit Monaten bullishe Chefstratege von Morgan Stanley. Er ist weiter optimistisch und glaubt, dass die weltweiten Börsen zur Zeit einen wichtigen und stabilen Boden bilden. Dass alle Nachrichten so schlecht seien, sei ein zuverlässiger Konträr-Indikator, da ein Boden per definitionem dann erreicht sei, wenn die Stimmung am bearishsten sei. Zu einer Rallye bräuchte man denn auch „keine guten Nachrichten, sondern nur bessere Nachrichten als in den Markt eingepreist sind.“

Sein Berufs- und Firmenkollege Stephen Roach sieht das anders. Man sei in einer zwielichtigen Lage, bemängelt er, in der man auf die Lösung geopolitischer Probleme hofft und sich dabei doch vor ganz anderen Problemen danach fürchtet. „Der Markt ist in keiner bequemen Lage“, meint Roach.

Im Dow schlug sich das auch ganz deutlich nieder. Außer den Konsumwerten Coca-Cola, Altria Group und Procter & Gamble handelten nur der Pharmazeut Johnson & Johnson, der Öl-Riese ExxonMobil und Eastman Kodak im Plus.

Zu den größten Dow-Verlierern gehörten unterdessen die Papiere von AT&T, JP Morgan, United Technologies und General Motors. Die Aktien des Autoriesen verloren vor Befürchtungen, dass die „Großen Drei“ aus Detroit weiter Marktanteile in den USA verlieren könnten. GM verlor 2,2 %, Konkurrent Ford gab derweil 5,6 % ab. Auf dem Unternehmen lastet zu allem Übel eine interne Untersuchung gegen den COO Nick Scheele, der lange als einer von CEO Bill Fords besten Männern gefeiert worden war.

Im Mittelfeld des Dow reihten sich die Hightech-Werte auf. Der Chipriese Intel und der Softwareriese Microsoft verloren jeweils rund 0,5 %, was unter anderem in Folge von Marktdaten des Instituts Gartner kam. Denen zufolge kommen die IT-Ausgaben nicht in die Gänge – in Europa nicht und in den USA auch nicht. Auf einen üblichen „Budget Flush“ im 4. Quartal sei nicht zu hoffen, eine leichte Erholung stehe frühestens in 2004 an.

Überraschend stark hielten sich die Aktien von Nokia, die trotz einer Gewinnwarnung 1,8 % zulegten. Allerdings hatte das Unternehmen die bislang prognostizierte Gewinnspanne auch nicht verschoben, sondern nur auf ein Anteilsplus von 15 bis 17 Cent verengt – das ist die untere Spanne der bisher angekündigten 15 bis 19 Cent. Man rechne damit, dass sich die Handyumsätze am unteren Ende der Erwartungen einpendeln würden, heißt es, außerdem müsse die Netzwerksparte mit einem „substantiellen Verlust“ rechnen, da die Nachfrage nicht so hoch sei wie erwartet.

Schlechter erging es dem Pharmakonzern King Pharma, der 23 % an Aktienwert verlor. Das Unternehmen hat Post von der SEC bekommen. Die US-Börsenaufsicht hat eine Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet, deren Grund und Inhalt dem Management derzeit nicht bekannt seien. Die Beschlagnahmung diverser Dokumente deutet darauf, dass es um die Gewährleistung von Rabatten und Abrechnungen mit der staatlichen Krankenkasse gehen könnte.

Gute Nachrichten kamen von H.J. Heinz. Der größte US-Ketchuphersteller, hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinn vor außerordentlichen Posten von 54 Cent pro Aktie eingefahren und damit die durchschnittlichen Schätzungen um 2 Cent übertroffen. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 9 § auf 2,11 Mrd. $ ausgeweitet. Höhere Verkaufspreise, vorteilhafte Währungsschwankungen und Übernahmen zahlten sich für das Unternehmen aus. Die Aktie verbesserte sich um 0,7 %.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Zick-Zack-Handel ins Wochenende

 
17.03.03 08:01
+++ Der Tag an der Wallstreet +++ 14.03.2003 +++
Wall Street: Zick-Zack-Handel ins Wochenende
 
 
Die US-Börsen haben nach ihrer Super-Rallye vom Donnerstag Mühe gehabt, das hohe Niveau zu halten. Immer wieder brachen die großen Indizes in den roten Bereich. Am Schluss hatte der Dow 38 Zähler oder 0,5 % auf 7859 Punkte gewonnen, die Nasdaq hatte 0,5 Zähler auf 1340 Punkte abgegeben.

Während sich in der Irakfrage am Freitag nichts tat – außer, dass sich US-Präsident Bush mit den Verbündeten Blair und Aznar auf ein Sonntagstreffen auf den Azoren vertagte –, suchte man nach anderer Richtungsgebung. Man fand sie teilweise wieder in Washington, wo sich Bush zu einem Friedensplan für den Nahen Osten ausließ, den er gemeinsam mit EU, UN und Russland Israel und Palästina vorlegen will.

Ein großer Impuls ging von dieser überraschenden Aktion nicht aus, doch ließ sie für einen Moment die schwachen Konjunkturdaten vergessen. Konjunkturexperten gehen nach einer Umfrage des Wall Street Journal davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2003 um 2 % steigen wird. Damit gibt man sich weniger optimistisch als im Vormonat, als man noch auf eine Konsensschätzung von einem BIP-Wachstum um 2,5 % kam.

Auch das Verbrauchervertrauen ist nach dem Index der Uni Michigan gefallen, und zwar auf ein 10-Jahres-Tief von 75 Punkten.

Die Erzeugerpreise sind im Februar aufgrund gestiegener Energiekosten um 1 % geklettert. Analysten hatten mit einer Steigerung um 0,7 % gerechnet. Die Kernrate, die weder Energie noch Nahrungsmittel beinhaltet, ist um 0,5 % gesunken und damit etwa doppelt so stark wie erwartet.

Die Produktivität in den USA ist im Februar um 0,1 % gestiegen und zeigt sich damit minimal stärker als Experten erwartet hatten – die Konsensschätzung hatte bei einem Nullwachstum gelegen. Die Produktion in der breiten Industrie ist allerdings leicht zurück gegangen, auch die Autofirmen sind um 2,4 % eingebrochen. Die Kapazitätsauslastung notiert nahezu unverändert auf 75,5 % und damit deutlich unter den Vergleichszahlen der letzten drei Jahrzehnte.

Stärkste Aktie im Dow Jones war das Papier von Hewlett-Packard, das sich von den Verlusten des Vortages erholte, als man wegen einer Bilanz-Unstimmigkeit in den Keller ging. Ebenfalls an der Spitze der Standardwerte schlossen Honeywell, International Paper, United Technologies und McDonalds. Die Fastfood-Kette wird ihr Sortiment um frische Salate und organische Saucen erweitern, was Anlegern offenbar schmeckte.

Schwächste Aktien im Dow waren unterdessen die Papiere von AT&T, JP Morgan, Altria Group, Intel und General Motors. Der weltgrößte Autohersteller hatte zu Beginn der Woche seine Produktionsziele für das zweite Quartal gesenkt, und litt darunter, dass Ford am Freitag gleich zog. Dort fährt man Produktion um 17 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum herunter. Ford verlor 5,3 %.

Ein leichtes Plus verbuchte Coca-Cola, nachdem sich die Analysten von Goldman Sachs optimistisch zur Aktie geäußert hatten. Man hält an der Wertung „Outperformer“ fest und sagt, dass der bisherige Marktkonsens die Herausforderungen überschätze, denen sich das Unternehmen in 2003 stellen müsse. Coca-Cola könne durchaus wieder Wachstum generieren und auch im wichtigen Absatzmarkt Japan wieder Fuß fassen.

Zu den größten Gewinnern gehört zum Wochenschluss die Aktie von Adobe Systems. Der Software-Hersteller, zu dessen erfolgreichsten Produkten die Dokumentensoftware Acrobat und die Layout- und Bildbearbeitungsprogramme Pagemaker und Photoshop gehören, weist für das abgelaufene Quartal ein Umsatz- und ein Gewinnplus aus. Für die zurücklegenden drei Monate steht dem Unternehmen ein Gewinn von 54,2 Mio. $ oder 23 Cent pro Aktie zu Buche, das sind 3 Cent mehr als im Vorjahr und 1 Cent mehr als Analysten an der Wall Street erwartet hatten.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Vorkriegsrallye an den US-Börsen

 
18.03.03 07:21
+++ Der Tag an der Wallstreet +++ 17.03.2003 +++
Wall Street: Vorkriegsrallye an den US-Börsen
 
 
Kaufen, wenn die Kanonen donnern – was makaber klingt, ist ganz nüchtern das Motto der Wall Street. Nach einem schwachen Start am frühen Morgen rasten die großen US-Indizes vor dem drohenden Krieg um jeweils 3,6 % in die Höhe. Der Dow verbesserte sich um 281 Zähler auf 8141 Punkte, die Nasdaq legte um 58 Zähler auf 1391 Punkte zu.

Auf dem Parkett ist man weitgehend erleichtert, dass die Unsicherheit in der Irakkrise vorerst vorbei ist. US-Präsident George W. Bush hat nach dem Azorengipfel vom Sonntag klare Worte gegen den Irak gerichtet, und am Abend wird er zum amerikanischen Volk sprechen. In einer Fernsehansprache wird er voraussichtlich Saddam Hussein ein Ultimatum von 24 Stunden stellen, in denen dieser ins Exil gehen und einen Krieg abwenden könne.

Die UN hat begonnen, ihr Personal aus Bagdad abzuziehen. Gleiches haben verschiedene Staaten gemacht, die ihre Botschaften vorübergehend dicht machen. In Washington und an der Wall Street rechnen Experten mit einem Kriegsbeginn am Mittwoch oder Donnerstag.

Die Gewinne sind unterdessen nicht auf pure Kriegsbegeisterung zurück zu führen. Größtenteils sind sie nach wie vor eine technische Reaktion auf die jüngsten Abstürze an der Wall Street. Dass die Rallye nach den dramatischen Gewinnen in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche so stark durchhält, ist angesichts des hohen Volumen an Short-Eindeckungen lediglich ein Zeichen dafür, wie tief die Indizes gesunken waren. Seit dem Tiefstand vom vergangenen Mittwoch hat der Dow rund 800 Punkte oder 9 % gut gemacht.

Im Dow gab es zum Wochenstart nur eine Aktie, die es nicht ins Plus schaffte. Das Papier der Altria Group, die bis vor kurzem noch Philip Morris hieß, verlor 0,6 %, da sich für die Tabakbranche weitere teure Gerichtsurteile abzeichnen. Zudem nahmen die Analysten von Salomon Smith Barney sie Gewinnprognosen für die Branche zurück.

Nicht viel besser handelte die Aktie von McDonalds, die nach einem Downgrade von Salomon Smith Barney nur um 0,2 % zulegte. Die Analysten fahren ihre Prognosen für die weltgrößte Fast-Food-Kette und für den Konkurrenten Wendy’s zurück, und sie werten im Gegensatz einige normale Restaurantketten auf, deren längere Warteschlangen ein Zeichen dafür seien, dass dieses Segment gegenüber dem Schnellfraß beliebter wird.

Auf der Plus-Seite prägten unterdessen die Aktien von AT&T, Caterpillar, American Express und JP Morgan den Dow, die um jeweils mehr als 6 % zulegten. Gewinne von jeweils mehr als 5 % schafften Hewlett-Packard und Boeing. Letztere Aktie profitierte sicherlich von der Prognose auf einen Krieg, schließlich ist das Unternehmen nicht nur Flugzeughersteller für die zivile Luftfahrt, sondern auch einer der größten Rüstungsanbieter.

Um ganze 3,5 % verbesserte sich außerhalb des Dow der Rüstungsriese Lockheed Martin, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag vom US-Militär mit einem Volumen von 4 Mrd. $ erhalten hat. Wie bereits in der Vorwoche spekuliert worden war, wird Lockheed Martin die US Air Force und die Marines über die nächsten sechs Jahre mit 60 Flugzeugen vom Typ C-130J ausstatten.

Im Dow-Mittelfeld schloss mit einem Plus von 3 % die Aktie von General Motors, Konkurrent Ford verbesserte sich gar um 6,5 %. Damit ignorierten Anleger eine Analyse von JP Morgan, wo man zum Wochenauftakt die Prognosen für die Branche zurücknahm. So sollen die beiden großen Autohersteller sowie zahlreiche Zulieferer die durchschnittlichen Schätzungen des Marktes um eine weite Spanne verfehlt. Im März soll der Umsatz enttäuschen, heißt es, auch der drohende Krieg dürfte die Nachfrage bremsen.

Ebenfalls im Mittelfeld des Standardindex schlossen zahlreiche Hightech-Aktien. Schlagzeilen kamen vorab vor allem aus dem Chip-Bereich, zunächst von Texas Instruments. Das Unternehmen wird in Kürze eine neue Chiptechnologie für Organizer vorstellen, die entsprechende Geräte multifunktionell in Netzwerke bringen soll. So will Texas Instruments seine Marktführerschaft im Kommunikationsbereich gegenüber dem zuletzt ebenfalls innovativen Konkurrenten Intel verteidigen.

Mit einem Plus von 2,3 % handelt Micron Technology. Auch hier ist es Salomon Smith Barney, wo man die Ertragsschätzungen reduziert. Die Nachfrage im Markt für DRAM-Speicherchips dürfte generell ziemlich schwach bleiben, glauben die Experten. Entsprechend sollen auch die durchschnittlichen Verkaufspreise unter Druck bleiben und weiter sinken.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Richtungssuche zwischen Krieg und ahnungsloser Fed

 
19.03.03 07:34
+++ Der Tag an der Wallstreet +++ 18.03.2003 +++
Wall Street: Richtungssuche zwischen Krieg und ahnungsloser Fed
 
 
Die US-Börsen wussten am Dienstag nicht wohin – allerdings hatten sie auch eine Menge abzuwägen. Der Ankündigung eines Krieges durch Präsident George W. Bush folgte die völlige Hilflosigkeit der Fed. Letztlich schloss der Dow mit einem Plus von 52 Zählern oder 0,6 % auf 8194 Punkten, die Nasdaq verlor 8 Zähler oder 0,6 % auf 1400 Punkte.

Erneut stand der Handel an der Wall Street im Zeichen des angekündigten Krieges. Saddam Hussein hatte das Angebot seines amerikanischen Counterparts Bush abgelehnt, binnen 48 Stunden mit seiner Familie ins Exil zu gehen. Aus Washington verlautete unterdessen, dass US-Truppen ohnehin in den Irak einmarschieren würden – egal ob Hussein das Land verlassen würde oder nicht.

Die näheren Umstände und vor allem die mittel- und langfristigen Folgen eines Krieges machten dem Markt ebenso zu schaffen, wie die Tatsache, dass die Kriegsrallye nach dem traditionellen Börsenmotto „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ bereits eine Woche zu früh eingesetzt hat. Anlegern fehlt nun der Wille, nach einer Rallye um etwa 10 % in weniger als drei Handelstagen Anschlusskäufe zu tätigen – zumal der Krieg neben zahlreichen konjunkturellen Problemen nur ein Thema ist, das den Markt belastet.

Welche Probleme das noch sind, und wie schwer sie wiegen, dass vermag zur Zeit auch die Fed nicht zu sagen. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat den Leitzins nicht angetastet – und mit seiner Randbemerkung enttäuscht. Die Einschätzung der Risiken für die weltgrößte Volkswirtschaft sieht man weder „Neutral“ noch „Negativ“ wie mehrheitlich vermutet war. Vielmehr enthält man sich eines Kommentars, da „die ungewöhnlich großen geopolitischen Unwägbarkeiten“ eine Einschätzung der aktuellen Situation nicht möglich machen. Damit gesteht die Fed ein, wie alle anderen auch im Trüben zu fischen.

Weitere schlechte Nachrichten aus dem konjunkturellen Umfeld hatte es am Morgen gegeben. Die Zahl der Baubeginne ist im Februar um 11 % gegenüber dem Vormonat gefallen, was allerdings zu einem großen Teil mit dem schlechten Wetter zusammen hängt. Allerdings rechnen Experten schon seit geraumer Zeit mit einem Rückgang für die zuletzt boomende Branche.

Schwächste Aktie im Dow war Altria Group, die bis vor kurzem noch Philip Morris hieß. Das Papier verlor 6,3 %, nachdem dem Unternehmen und der Branche erneut eine riesige Schadenersatzzahlung drohen. Das US-Justizministerium verlangt 289 Mrd. $, die man mit „betrügerischen und gefährlichen Marketing-Methoden“ im Zusammenhang mit „Light“-Produkten erschwindelt habe. Diese Zahl, die die Branche an den Rand des Ruins treiben könnte, wird in einem Gerichtsverfahren im nächsten Jahr verhandelt.

Ebenfalls zu den großen Dow-Verlierern gehörten die Aktien von Walt Disney, wo sich Anleger im Krieg um die Gewinne vor allem der Freizeitparks sorgen, die Telekom-Unternehmen SBC Communications und AT&T sowie Caterpillar, aller mit Verlusten von mehr als 1 %.

An der Dow-Spitze schlossen unterdessen die Papiere von McDonalds und Boeing. Der Flugzeug- und Rüstungsriese ist eines der Unternehmen, die zumindest kurzfristig von dem Golfkrieg profitieren dürften.

Überraschend stark handelten außerhalb des Dow auch die Fluggesellschaften, die im Branchendurchschnitt um 2 % zulegten. Die Aktie von American Airlines verbesserte sich sogar um 6 %, nachdem der Konkursverwalter von US Airways erklärt hatte, die Unternehmen dürften eine Irakkrise überstehen. Allein United Airlines gab 2,5 % ab, nachdem das Unternehmen einen erneuten Umsatzeinbruch bekannt gegeben und von einer möglichen totalen Liquidierung gesprochen hatte.

Mit einem Plus von 0,6 % handelte die Aktie von Procter & Gamble. Der Konsumriese hat für 6,5 Mrd. $ den deutschen Shampoo-Riesen Wella AG übernommen, außerdem kündigt man ein starkes Quartal an. Das Management erklärt, das Ertragswachstum im dritten Quartal werde die bisherigen Prognosen überflügeln.

Ebenfalls im Mittelfeld des Dow schlossen die Hightech-Aktien. Mit einem leichten Minus gingen die Papiere von Intel und Microsoft aus dem Handel, der Hardware-Riese IBM schloss mit einem kleinen Plus. Der PC-Hersteller Gateway gab unterdessen 1,25 % ab, nachdem das Unternehmen eine Warnung ausgesprochen hatte. Danach wird man die Erwartungen der Analysten im laufenden Quartal deutlich verfehlen. Um langfristig wieder in Schuss zu kommen, wird das Unternehmen noch einmal 1900 Mitarbeiter entlassen, was 17 % der Belegschaft entspricht.

Eine weitere Gewinnwarnung kommt von Tech-Data. Der zweitgrößte PC-Großhändler weist nach Abschreibungen im vierten Quartal einen deutlichen Anstieg des Verlustes aus. Darüber hinaus blickt man in eine düstere Zukunft, was der Aktie am Dienstagmorgen indes nicht schadet. Das Papier legte dennoch um 4,5 % zu.

Weitere Entlassungen kündigt auch der weltgrößte Chip-Maschinenbauer, Applied Materials, an. Dem stärksten Nachfragerückgang der Unternehmensgeschichte will man entgegentreten, indem man noch einmal 2000 Mitarbeiter oder 14 % der Belegschaft vor die Tür setzt. Restrukturierungskosten von 425 Mio. $ stehen nach Informationen des Managements Einsparungen von 160 Mio. $ in den nächsten beiden Quartalen gegenüber. Die Aktie verbesserte sich um 2,7 %.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Unsteter Handel vor Ablauf des Ultimatums

 
20.03.03 07:26
Wall Street:
 
 
Die US-Börsen hatten am Mittwoch erneut Mühe, eine Richtung zu finden – allerdings setzte zumindest der Dow seine Rallye am sechsten Tag in Folge fort, während amerikanische Soldaten an der Grenze zum Irak in Stellung gingen. Der Standardindex verbesserte sich um 71 Zähler oder 0,8 % auf 8265 Punkte. Die Nasdaq gab 3,5 Zähler auf 1397 Punkte ab.

Trotz zahlreicher Meldungen von Seiten der Unternehmen und am Tag nach einer so überraschenden wie umstrittenen Fed-Entscheidung gab es auf dem Parkett nur ein Thema: den Irakkrieg, der vier Stunden nach Börsenschluss mit dem Ablauf des Ultimatums an Saddam Hussein beginnen könnte. Bereits im Vorfeld sollen nach Berichten von US-Medien 17 irakische Soldaten kapituliert haben.

Der Markt rechnet mit einem schnellen und problemlosen Sieg der USA, während sich die Analysten von Goldman Sachs einmal mit den Kosten des Krieges befassten. Dauert dieser höchstens vier Wochen, so die Experten, würde „Uncle Sam“ bis zu 57 Mrd. $ ausgeben müssen. Die Kosten könnten allerdings auf bis zu 65 Mrd. $ steigen, wenn der Krieg länger geht. Die Konjunktur wird unter diesen Ausgaben massiv leiden, da man – anders als im ersten Golfkrieg – nicht 90 % der Kosten auf die Alliierten abwälzen können wird.

Im Dow Jones schloss die Aktie von Altria Group (Philip Morris) als bester Wert, nachdem sich die Analysten von Morgan Stanley positiv über die Branche geäußert hatten. Der Markt preise zu hohe Strafzahlungen für die von Prozessen gebeutelten Unternehmen ein, so die Experten. Am Vortag hatte Altria Group dramatisch verloren, am Mittwoch verbesserte sich die Aktie um 3,3 %.

Ebenfalls unter den Gewinner-Aktien notierten Merck, Home Depot, Citigroup und Eastman Kodak mit Gewinnen von jeweils mehr als 2 %. Mit einem kleineren Plus schloss die Aktie von Walt Disney, nachdem der Finanzchef des Medien- und Entertainmentkonzerns auf einem Analystentreffen erklärt hatte, man rechne mit einem Gewinn von 25 bis 35 % über den bisherigen Prognosen. Ein unsicherer Faktor für die Bilanz blieben indes die Freizeitparks, die während eines Kriegs massiv an Besuchern verlieren und entsprechend weniger Gewinn machen dürften.

Zu den größten Dow-Verlierern gehörten neben der Aktie von AT&T die Papiere von DuPont, General Motors und 3 M sowie die Hightech-Papiere von IBM und Intel. Dem Chipriesen half es offenbar nicht, dass die „Book-to-Bill-Ratio“ besser als erwartet ausgefallen ist. Der Index, der das Verhältnis von Bestellungen zu Auslieferung bei den Chip-Ausrüstern erklärt, ist im Februar von 0,92 auf 0,99 geklettert, was immer noch schwach ist, aber deutlich näher an der „magischen 1“, die einen Aufschwung für die Branche markiert.

Ausgerechnet Microsoft konnte sich unterdessen im Plus halten, obwohl Softwarewerte ansonsten schwach waren. Der Branchenriese Oracle hatte mit seinen Quartalszahlen teilweise enttäuscht. Der Business-Software-Hersteller hat im abgelaufenen Geschäftsquartal mit einem Anteilsplus von 12 Cent zwar die Gewinnerwartungen der Wall Street geschlagen. Zur Enttäuschung mehrerer Beobachter ging aber der Verkauf der Software-Lizenzen um 4 % zurück. Oracle verlor 7,4 %, und auch Siebel Systems und Peoplesoft gaben mehr als 5 % ab.

Mit einem Plus von 0,1 % schloss die Aktie des Netzwerkgiganten Cisco. Nachdem das Unternehmen seit Jahresbeginn bereits Papiere für 4,4 Mrd. $ zurück genommen hat, hat das Management Rückkäufe für weitere 5 Mrd. $ genehmigt. „Trotz des Aktienrückkaufs haben wir ausreichend Cash“, meint Finanzchef Larry Carter, „und das ist im besten Interesse unserer Aktionäre.“

Außerhalb des Techbereichs achtete man auf Brokeraktien. Papiere von Bear Stearns verbesserten sich um 2,2 %, nachdem das Unternehmen als erstes der Branche in dieser Woche Quartalszahlen vorgelegt hat. Man weist für das abgelaufene Vierteljahr einen Gewinn von 274,3 Mio. $ oder 2 $ pro Aktie aus. Das entspricht einem Plus von mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahresquartal und ist auch deutlich mehr als die Analysten an der Wall Street im Vorfeld erwartet hatten. Das Geschäft mit „fixed income“ hat nach Informationen des Managements einen Rekordprofit abgeworfen, während das Geschäft mit Aktien in einem „extrem schwierigen Umfeld“ stabil geblieben sei.

Mit einem Plus von 6,7 % schloss die Aktie von FedEx, obwohl der Paket- und Postdienst im abgelaufenen Quartal die Analystenprognosen verfehlt hat. Das Unternehmen macht das schlechte Wetter verantwortlich dafür, dass man mit einem Gewinn von 147 Mio. $ oder 49 Cent pro Aktie leicht unter den Erwartungen blieb. Abgesehen vom Wetter und den Gewinnen kann man indes zufrieden sein. Der Umsatz von FedEx ist um 10 % auf 5,55 Mrd. $ gestiegen, was über den Erwartungen liegt.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Der Krieg, die Börse und historische Parallelen

 
21.03.03 07:46

 
 
Binnen nur einer Woche – mit der abgelaufenen Deadline für den Irakkrieg – schwingt die Stimmung an der Wall Street von tiefer Depression auf glühende Hoffnung um. Wie ein Stein sinkt der Ölpreis erstmals seit Dezember unter die 30 Dollar-Marke, der Dow Jones verzeichnet die längste Gewinnstrecke seit August 2000 und auch der Dollar entwickelt sich zum Euro gen Parität. Trotz großer Verlockung, sollte man die Angst der letzten Wochen nicht einfach nur als bösen Traum abhaken.

Ist die Zeit gekommen, auf eine Nachkriegserholung zu setzen? Eine Frage, die mit einem klaren „Nein“ zu beantworten ist. Investoren sollten nicht zu voreilig die konjunkturellen Schwierigkeiten und die mit dem Krieg verbundenen Risiken verdrängen.

Womöglich droht der Aktienmarkt den Optimisten an der Wall Street bald eine schmerzhafte Lehre zu erteilen. Dass die Supermacht USA im Kampf gegen den Irak einen „perfekten Sieg“ – wie auch immer Sieg definiert wird – feiern wird, ist eine mehr als naive Annahme. In diesem Krieg gibt es nur Verlierer, die USA mit einbegriffen. Selbst bei einer raschen Beilegung des militärischen Konflikts, ist ein „automatisches“ Durchfiltern auf die Konjunktur und den Aktienmarkt bei weitem nicht garantiert.

Gerade in diesen nervösen Zeiten kommt es darauf an, einen kühlen Kopf zu behalten und die Realität nicht aus den Augen zu verlieren. Fundamentales zählt, nicht Emotionen. Die seit Wochen stark zunehmende Volatilität deutet jedoch darauf, dass aktuell Emotionen das Lenkrad der Wall Street übernommen haben.

Wie gefährlich es werden kann, wenn nicht der Kopf, sondern der Bauch waltet, zeigt der Rücktritt von Richard Nixon am 8. August 1974. Der 37. Präsident der Vereinigten Staaten musste im Zuge des Watergate-Skandals sein Amt „freiwillig“ räumen. Ihm wurde Amtsmissbrauch und Spionage vorgeworfen. Wo liegen die Parallelen zum aktuellen Umfeld? So wie die Wall Street unter den geopolitischen Spannungen im Vorfeld des Irakkriegs litt, wirkte sich die Unsicherheit in Verbindung mit Watergate belastend aus. Heute wie damals hoffen Investoren, dass mit der Beilegung dieses Unsicherheitsfaktors wieder Friede, Freude, Eierkuchen einkehrt. Nixon ging, die Kurse boomten – einige Tage. Dann fiel der Dow Jones in der Folgezeit um 30 Prozent. So wie Nixons Abgang an der boomenden Inflation nichts änderte, wird das Ende der Irakkrise weder die Defizite, noch die hohe Verschuldung der Privathaushalte und Unternehmen wegzaubern können.

Mit einem Ölpreis, der noch vor dem Einschlag der ersten Rakete über 20 Prozent unter den jüngsten Höchstständen notierte, werden zweifelsohne Erinnerungen an den ersten Golfkrieg wachgerufen. Der Preis des schwarzen Goldes rutschte nach Kriegsbeginn sukzessive auf um die 15 Dollar pro Barrel ab.

Möglich ist alles, nur ist der Irakkrieg in 2003, mit dem in 1991 in vielen Punkten nicht vergleichbar. Weder die Lagerbestände waren damals derart niedrig, noch hatte Venezuela streikbedingte Lieferschwierigkeiten. Bei einem Ölpreis von aktuell rund 30 Dollar liegt der Preis noch immer fast 50 Prozent über dem Niveau vom Januar vergangenen Jahres. In anderen Worten: Konjunkturell haben sich die Daumenschrauben noch nicht wirklich gelockert.

Bei einer Konjunktur im Blindflug den Helden zu spielen zahlt sich oft nicht aus. Vor allem dann nicht, wenn selbst „Mr. G“ nicht weiß wo’s lang geht. Alan Greenspan hat bei der zurückliegenden Notenbanksitzung eines klar zum Ausdruck gebracht: Wir alle wissen, dass wir nichts wissen! Ungewöhnlich große Unsicherheitsfaktoren würden die geopolitische Lage kurzfristig überschatten und konjunkturelle Entscheidungen beeinflussen. Die Notenbank ist nicht im Stande dazu, die Risikoverhältnisse zwischen Konjunktur und Inflation sinnvoll abzuschätzen. Erst müssen sich die Unsicherheitsfaktoren legen.

Bis dahin, so schätzt Richard Bernstein von Merrill Lynch, liegt die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Rezession bei 50 Prozent. Investoren seien gut beraten die jüngste Kursstärke zu nutzen, um Aktienpositionen abzubauen, zieht der Investment Stratege Bilanz.

Obgleich ich 1962 noch nicht zugegen war, erinnerte mich neulich ein erfahrener Händler an den Beginn der Kubakrise. In seiner Rede zur Nation mahnte Präsident John F. Kennedy vor der Gefahr, dass die Früchte des Sieges schnell in Rauch aufgehen können. Worte, in denen mehr als 40 Jahre später noch viel Wahrheit liegt.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Sensationelle Rallye während Bagdad brennt

 
24.03.03 07:31
Wall Street:
 
 
Die US-Börsen haben die Woche mit einer sensationellen Rallye beendet und stehen in historisch guter Stimmung – während auf dem Parkett kaum einer über die wahre Dramatik des Golfkrieges nachdenkt. Der Dow verbesserte sich um 235 Zähler oder 2,9 % auf 8521 Punkte, die Nasdaq legte 18 Zähler oder 1,3 % auf 1421 Punkte zu.

Damit ist die aktuelle Kletterpartie der drei großen US-Indizes in allen Bereichen historisch. Dass der Dow acht Tage in Folge gewinnt, gab es vor mehr als vier Jahren zum letzten Mal. Dass der Dow in einer Woche um mehr als 8 % zulegt, gab es seit fast 10 Jahren nicht mehr. Sowohl der Dow als auch Nasdaq und S&P 500 haben mittlerweile ihre Verluste seit Jahresbeginn komplett wettgemacht und sind in grünes Terrain vorgedrungen.

Großen Anteil an der aktuellen Rallye haben die Medien. Deren Propaganda-Feldzug stellt den Krieg gegen den Irak als einen solchen Triumph dar, dass humanitäre Folgen und geopolitische Zusammenhänge als Störfaktoren aus den Gedanken der Investoren und Händler verdrängt werden. Fernsehsender blasen Gerüchte in die Welt, Militärexperten äußern sich zur Taktik der Armee, Moderatoren berichten über die Angriffe wie über ein Fußballspiel, sparen nicht mit Lob und Bewunderung.

In diesem Umfeld vergisst mancher, dass die Konjunktur nach wie vor Probleme hat. Nach einem erneut enttäuschenden Blick auf den Arbeitsmarkt gab es zum Wochenschluss einen Blick auf die Konsumentenpreise. Die sind um 0,6 % gestiegen und damit so stark wie in zwei Jahren nicht mehr. Das liegt vor allem an den Energiepreisen.

Die Energiepreise dürften weiter hoch bleiben, glaubt man beim Wall Street Journal, und dass, obwohl der Ölpreis seit Tagen fällt. Der Grund: Die Lagerbestände in den USA seien nach wie vor gering, der Export von Öl aus Nigeria ist wegen Unruhen vor den Wahlen gefährdet, und die Nachfrage ist vor allem seitens Japan gestiegen. Auch die Preise für Erdgas dürften hoch bleiben, ebenfalls aufgrund der dünnen Vorräte.

Im Dow schloss mit SBC Communications nur eine einzige Aktie im Minus, zweitschwächster Wert war der Konkurrent AT&T. An der Dow-Spitze schloss Walt Disney mit einem Plus von 7,6 %, das die Aktie wohl noch aus den optimistischen Kommentaren des Managements vom Vortag zog. Das hatte von einem Gewinn von 25 bis 30 % über den bisherigen Erwartungen gesprochen.

Ebenfalls stark schloss die Aktie des Chemiekonzerns DuPont, der die Gewinnaussichten für das laufende erste Quartal bestätigt hat. Das Management hat am Freitagmorgen erklärt, dass eine starke Performance im Bereich Agrarprodukte und Pharma die negativen Effekte höherer Energie- und Materialkosten mehr als wett machen würde. DuPont verbesserte sich um 5 %.

Um 1,9 % verbesserte sich das Papier von Johnson & Johnson. Der Dow-notierte Pharmazeut und der Partnerkonzern Schering-Plough haben nach einer zweiten Testphase gute Ergebnisse für das Schuppenflechte-Medikament Remicade vorgelegt. Die beiden Unternehmen teilen sich die Vermarktung von Remicade: Centocor, eine 100%-ige Tochter der Dow-notierten Johnson & Johnson, wird den US-Markt übernehmen, Schering-Plough beliefert alle anderen Länder.

Im Hightechsektor schloss der Organizer-Hersteller Palm mit einem Minus von 5 %. Der Marktführer für handgehaltene Computer hat eine saftige Warnung ausgesprochen. Sowohl in der Hardware-, wie auch in der Software-Sparte wird es im laufenden Quartal zu operativen Verlusten kommen. Der Umsatz soll in einer Spanne von 185 bis 200 Mio. $ liegen und damit 15 bis 20 % unter dem Vorjahresniveau. Damit sei der Absturz des Unternehmens allerdings noch nicht unbedingt abgeschlossen.

Mit einem satten Plus von mehr als 12 % schloss unterdessen der Chiphersteller Micron Technologies. Das Unternehmen legt zwar einen größeren Verlust als erwartet vor, schlägt aber im Umsatz die Erwartungen um fast 20 %. Die Analysten von Goldman Sachs heben nun die Umsatzziele für das Fiskaljahr 2002 an. Da Micron allerdings mehr Bargeld aufbraucht, bleiben die Analysten bei der Aktie skeptisch.
Ihr Markus Koch

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jack303:

Wall Street: Widerstand im Irak Börse im freien

 
25.03.03 07:45
 
 
Die US-Börsen haben die neue Woche mit dramatischen Verlusten begonnen. Nach einer historischen Kletterpartie in den vergangenen Tagen kosteten schlechte Nachrichten aus dem Irak die Wall Street mehr als 3,6 %. Der Dow verlor 307 Zähler auf 8214 Punkte, die Nasdaq verlor 52 Zähler auf 1369 Punkte.

Über das Wochenende ist die anfängliche Begeisterung der Börsen über einen Krieg gewichen. Zum einen scheinen Anleger erkannt zu haben, dass der Krieg gegen den Irak kein Allheilmittel für die darbende US-Konjunktur ist. Zum anderen sind es erste Rückschläge für die amerikanischen und britischen Truppen, die auf die Stimmung drücken. Bilder von toten und gefangenen US-Soldaten schaden Moral und Börse ebenso wie die Meldungen von Hubschraubern in Händen der Iraker und erbitternden Gefechten am Boden.

Unklar ist – abseits militärischer und moralischer Überlegungen – wie teuer der Krieg letztlich sein wird. In Washington wird ein Nachtragshaushalt verhandelt, der auch in Zusammenhang mit Präsident Bushs Milliarden schwerem Steuerpaket diskutiert wird, das nach wie vor umstritten ist.

Was den Markt zudem belastet ist der Ölpreis, der nach tagelanger Talfahrt am Montag wieder stieg. Dies dürfte aber weniger mit den brennenden Ölquellen zusammen hängen – sieben Feuer in der irakischen Wüste sind weniger als zu befürchten war –, als mit einer technischen Reaktion auf die jüngsten Einbußen.

Größter Dow-Verlierer war die Aktie von Walt Disney mit einem Minus von 7,2 %. Experten rechnen nach wie vor und trotz optimistischer Aussagen seitens des Managements damit, dass die Bilanz des Medien- und Entertainmentriesen massiv unter dem Krieg leiden wird, zumal vor allem den Freizeitparks die Touristen und damit die Einnahmen fehlen werden.


Mit Abschlägen von jeweils mehr als 5 % schlossen auch die Dow-notierten Aktien von Honeywell und Home Depot sowie der Hightech-Unternehmen Hewlett-Packard, Intel und Microsoft.

Mit einem Minus von 4 % schloss die Altria Group, die Muttergesellschaft des Tabakriesen Philip Morris. Letzterer soll nach der Entscheidung eines Bezirkrichters in Illinois 10 Mrd. $ Schadenersatz an Raucher zahlen, die „Light“-Zigaretten konsumiert hatten in der Annahme, diese seien aufgrund ihres niedrigeren Teer-Gehalts gesünder als andere Produkte.

Im Dow-Mittelfeld ging die Aktie von Boeing mit einem Minus von 3,6 % aus dem Handel. Das Unternehmen leidet trotz der Stabilität im Rüstungsgeschäft unter anhaltender Schwäche im Geschäft mit den kommerziellen Fluggesellschaften. Diese gehörten unterdessen zu den Tagesverlieren, während man sich in Washington noch nicht einig ist, ob und in wie weit man die Branche angesichts weiterer kriegsbedingter Milliardenverluste noch unterstützt. Delta Airlines und Continental Airlines sowie die erneut Stellen streichende Northwest Airlines verloren jeweils rund 15 %, United Airlines, wo man ebenfalls Entlassungen angekündigt hat, verliert nur 2,4 %.

Keine kriegsbedingten Einbußen erwartet das Management von Wal-Mart. Der weltgrößte Einzelhändler hält an den Umsatz- und Gewinnprognosen für März fest. Man sieht stabiles Wachstum, das auch noch bis in den April anhalte, heißt es seitens des Managements. Die Verluste durch den „CNN Effekt“, nach dem Kunden das Wochenende vor den Fernsehern verbracht hätten, anstatt einkaufen zu gehen, halten sich in Grenzen. Die Aktie verlor 3,6 %.

Kriegsbedingte Gewinne erhofft man sich bei Halliburton und einigen anderen Baufirmen, die nach Informationen der New York Times schon bald erste Aufträge zum Wiederaufbau des Irak bekommen könnten. Doch das anstehende Geschäft aus Washington, das dem ehemaligen Arbeitgeber von Vizepräsident Dick Cheney sowie den Bau-Unternehmen Fluor Group und Washington Group Milliarden zuspielen könnte, beeindruckt Anleger nicht. Die Aktien schlossen im Minus.

Schwach handelten auch die Finanzaktien. JP Morgan verlor rund 4 %, ebenso wie Konkurrent Citigroup, der allerdings abseits des Aktienhandels im Gespräch war. CEO Sandy Weill hat am Montag seine Kandidatur für den Aufsichtsrat der New York Stock Exchange zurück gezogen, nachdem es Proteste unter anderem von Oberstaatsanwalt Eliot Spitzer gegeben hatte. Ausgerechnet der Chef der Bank, die am tiefsten in den Anlegerbetrug beim Energieriesen Enron verwickelt war, sollte im Rat die Kleinanleger vertreten.

Die Aktie von AOL Time Warner verlor 5,3 %, da man außer dem Krieg ganz andere Probleme hat. Der planmäßige Verkauf der Kabelsparte, mit dem das Management Schulden decken wollte, läuft nicht, und nun denkt man über Alternativen nach. AOL hofft, in den kommenden Monaten durch Anlagenverkäufe zwischen 2 und 4 Mrd. $ einzuspielen, die durch den Verkauf der firmeneigenen Basketball- und Baseballteams, der DVD- und CD-Produktion oder einem hälftigen Anteil an den Sendern Comedy Central und Court TV kommen könnten.

Mit einem satten Plus von 8,5 % schloss zum Wochenstart die Aktie von Airborne, einem Luftkurierdienst aus Seattle im Bundesstatt Washington. Die DHL Worldwide Express, eine Tochter der Deutsche Post, soll das Unternehmen für 1 Mrd. $ oder 20 $ pro Aktie übernehmen, was Anlegern eine Prämie von 25 % geben würde.
Ihr Markus Koch

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