zu tun, sondern ist einfach eine Folge der Marktgegebenheiten.
Die Politik muss einsteigen, sonst wäre die LH pleite. Ist dir das lieber?
Dass der Staat zu einem niedrigen Kurs einsteigt, liegt in der Natur der Sache. Das ist bei Kapitalerhöhungen ohne staatliche Beteiligung ja nicht anders, wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten steckt. Dann geht es letztlich immer auf Kosten der Altaktionäre. Meist sind Anleihegläubiger bevorteilt, und die Aktionäre schauen in die Röhre.
Also wieso sollte der Staat anders handeln als clevere Privatinvestoren?
Als 2008 die Banken in den USA reihenweise in Schwierigkeiten waren, hat sich dort auch der Staat über Kapitalerhöhungen zu Niedrigstkursen beteiligt und damit die Banken gerettet. Später hat der Staat sich dann aus diesen Aktien wieder zurückgezogen. Dem deutschen Staat hat man übrigens später genau das vorgeworfen, nämlich dass er seine Banken eher reglementiert hat und Kredite gegeben hat statt selbst einzusteigen. Kommt glaub ich sogar in der Blackrock-Doku zur Sprache.
Man sollte einfach einsehen, dass Lufthansa am Boden liegt. Und das kann leider wesentlich länger dauern als im September 2001 oder März 2003. Damals durch die Anschläge und später dem Irakkrieg war die Luftfahrt nur wenige Tage und Wochen betroffen, jetzt wahrscheinlich über mehrere Quartale. Da kann man sich leicht ausrechnen, wo der Kurs noch hinfallen könnte und wo der Staat dann einsteigt. Dem Staat kann es nicht um die Rendite der Altaktionäre gehen. Er will die LH retten und gleichzeitig nicht zu teuer einsteigen. Wie hoch die Verwässerung durch seinen Einstieg sein wird, kann ihm zwar nicht egal sein, aber er hat andere Prioritäten.
Mal sehn, ob die 6,65 € halten. Ich hatte ja vor ein paar Wochen geschrieben, dass ich ein test dieser Allzeittiefs erwarte. Möglicherweise versucht man ja von allen Seiten (Vorstand, Staat, Aktionärsgruppen, Mitarbeiter) in dem Bereich einen Boden einzuziehen, auch mit KEs auf dem Niveau um die 7 € herum.
the harder we fight the higher the wall