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Kiew: Russen schüchtern ungarische Minderheit ein

KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben eine Einschüchterungskampagne russischer Dienste gegen die ungarische Minderheit in der Ukraine aufgedeckt. Damit solle das gespannte Verhältnis zwischen Ungarn und der Ukraine weiter belastet werden, teilte der SBU in Kiew mit.

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Das Kiewer Höhlenkloster, ein Wahrzeichen der ukrainischen Hauptstadt.
Quelle: - pixabay.com:

Demnach erhielten Angehörige der Minderheit im Gebiet Transkarpatien in der Westukraine anonyme Anrufe. Die Unbekannten gaben sich als ukrainische Polizisten oder nationale Aktivisten aus, wie es weiter hieß. Sie drohten den Ungarn und forderten sie auf, die Ukraine zu verlassen. Die Herkunft der Anrufe werde technisch verschleiert, sie stammten aber aus Russland. Unabhängige Berichte zu dem Vorgang gab es nicht. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verbreitete die Nachricht auf dem Portal X.

Ungarn tritt traditionell als Schutzmacht der ungarischen Minderheiten in seinen Nachbarländern auf. In der Ukraine leben mehrere Zehntausend ethnische Ungarn. Der rechtspopulistische Ministerpräsident Viktor Orban kämpft derzeit gegen eine mögliche Niederlage bei der nächsten Parlamentswahl. Als enger Verbündeter Russlands hat er die Ukraine als Feindbild auserkoren.

Er wirft ihr im Wahlkampf vor, russische Öllieferungen zu blockieren und Ungarn in den Krieg verwickeln zu wollen. Budapest sperrt sich auch gegen einen EU-Kredit über 90 Milliarden Euro an Kiew und will ein Veto gegen einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine einlegen./fko/DP/zb


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