Kriminelle Bängster gehören nach Sing-Sing


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Libuda:

Kriminelle Bängster gehören nach Sing-Sing

 
22.01.08 22:00
(man ist ja Mensch und es muss ja nicht immer Guantanomo sein).

Gefährlicher und schlimmer als Al Kaida sind Investmentbanken, die sich auf einer Seite positioniert haben und dann durch mediale Einflussnahme und auch Marktoperationen Spiralen nach unten zu initiieren gedenken. Am besten sucht man sich dafür Tage aus, wo die US-Märkte geschlossen hat. Ich glaube schon, dass die SEC, die FED und die zuständigen US-Staatsanwälts sich einmal den Yen-Handel der letzten beiden Tage unter die Lupe nehmen sollte. Mit einer relativ kleinen Geldsumme, mit der man den Yen gezielt nach oben zieht, konnte man die Auflösung von vielen Carry-Trades erreichen. Und da die große Liquidität der US-Märkte nicht zur Verfügung stand, mussten auf dem falschen Fuß erwischte Hedge Funds auf Teufel komm raus verkaufen. Ich würde mir also einmal den Handel in Yen von Investmentbanken wie Goldman Sachs, die an einem Plumps nach unten brennend interessiert sind, um von ihren hohen ABX-Positionen (Shorten gegen Subprimes) herunterzukommen, ansehen. Ob das Initiieren von Spiralen nach unten kriminell ist, weiß ich auch nicht genau - eine Marktmanipulation scheint es mir aber zu sein, und das ist meines Wissens nach ein Straftatbestand.    
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Dinatio:

hmm

 
22.01.08 22:06
was war denn nun mit Gerücht heute Chapter 11 über die Citi... Scheint der passende Sräd zu sein...
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Enna:

Krasse Lügen wie: Citi filed for chapter 11

 
22.01.08 22:07
verbreitet über TV-Sender gehören m.E. ebenfalls in den Bereich unerlaubter Marktmanipulationen.
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Libuda:

Das Problem ist, dass man die Urheber

 
24.01.08 13:09
derartiger Gerüchte schlecht orten kann, denn das geht leider nicht so einfach wie damals in Sachen Kirch mit dem Breuer.

Ich halte allerdings auch eine Journallie für schlimm, die das auf der ersten Seite intensiv streut - und da liegt in der letzten Zeit das sich nach außen hin seriös geben Handelsblatt noch weit vor der Bild-Zeitung, die ist gegenüber dem Handelsblatt in dieser Hinsicht richtig solide.
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Katjuschov:

Bezahlte Artikel

 
24.01.08 13:23
80% aller Artikel in deutschen Zeitungen sind Auftragsarbeiten. Das heißt die Zeitungen lancieren die Artikel gegen Geld. Es gibt keine neutrale Berichterstattung, momentan veröffentlichen die Medien die Artikel die einen geordneten Rückzug erlauben. Eins noch: wenn Goldman Sachs und Konsorten short sind und wollen daß es runter geht, dann geht es auch runter ( ein schönes beispiel dazu war der Kursverlauf der vergangenen Wochen bei LDK ). Die Frage ist nämlich nicht ob der Abstieg gerechtfertigt ist, sondern wer ihn will.
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Anti Lemming:

Enna

 
24.01.08 13:27
Das gleiche gilt dann aber auch für Lügen wie "Bank of America übernimmt US Bancorp", wie es Bullen zuweilen verbreiten.

In die gleiche Kategorie fällt: "Warren Buffett will jetzt xyz übernehmen"

(wobei xyz zuletzt "Countrywide" war)
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Libuda:

Ganz so krass mit der Machbarkeit sehe ich das

 
24.01.08 13:31
nicht - das ist nur bei günstigen Konstellationen möglich. Deshalb haben sich Goldman Sach und Konsorten für ihre Werke auch den letzten Montag ausgesucht. Da haben sie den Yen hochgezogen, wodurch die Carry-Trader Schiss bekamen (was ich vom Prinzip her begrüße). Aber das hat man genau an diesem Montag gemacht, weil man sich da in den USA kein Cash beschaffen konnte. Auf den anderen Märkten geht es viel enger zu - man musste dort Cash beschaffen, mit viel dramtischen Folgen als wenn die US-Börsen geöffnet hätten.

Ein anderes Beispiel ist der ABX-Index. Der hat eigentlich relativ wenig mit einer vernünftigen Schätzung des Forderungsausfalls von Subprimes in den USA zu tun. Nichtsdestotrotz wurde und wird er zur Forderungsbewertung herangezogen und produziert Abschreibungen, die um ein Mehrfaches höher sind als die tatsächlichen Ausfälle sein werden. Nun braucht man nur den relativ engen ABX-Markt zu manipulieren und schon hat man das gewünschte Ergebnis. Genau das war die Strategie von Goldman Sachs.
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obgicou:

@Libuda

 
24.01.08 14:06
der ABX-Index hat sehr wohl etwas mit einer vernünftigen Schätzung des Forderungsausfalls zu tun; hst Du Dich überhaupt mal mit der Zusammensetzung auseinandergesetzt?

Also Du hast zum einen die Infos über die Index-Stände und die Zahlungsausfälle in den Papieren, die den einzelnen Rating-Klassen-Sub-Indizes zugrunde liegen auf der Seite
www.markit.com/information/products/abx.html.
Besonders empfehle ich Dir mal www.markit.com/information/products/abx/..._Dec2707_Notice.pdf mit den News zu den tatsächlichen Zahlungsausfällen (nur für Dezember; ältere News gibts auch auf der gleichen Seite)
Über diese aktuellen Zahlungsausfälle hinaus gibt es natürlich vernünftige Schätzungen auf Basis des Verlaufs älterer subprime "Jahrgänge" (vintages); die kommen nicht, wie Du immer so schön formulierst von irgendwelchen Hedgefonds-Jogis oder Short-Schmierern, sondern z.B. von S&P:
www2.standardandpoors.com/portal/site/sp/...1148442756110.html
Darüber hinaus wird natürlich in einer Situation, in der jeder CEO den Scheiß raushaben will aus der Bilanz, nochmal Abschläge beim Verkauf einzelner den Indizes zugrundeliegenden Wertpapiere skontiert. Diese Panikabschläge können vielleicht in 1-2 Jahren wenn sich die Lage am Subprime-Markt beruhigt hat wieder reingeholt werden, es sei denn, die Panik war gerechtfertigt.
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obgicou:

und solange S&P

 
24.01.08 16:10

seine Loss(!) Estimates für den 2006er subprime Jahrgang in dem Tempo anpaßt, notieren die ABX-Indizes zu recht im Keller:

Mar-2007 7,75%
Jul-2007 14%
Jan-2008 19%

Das sind keine delinquency rates, wo man durch Einlösung der Kreditschuld noch was rausbekommt, sondern LOSSES.
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