daß ich gar nicht verstehe, warum ihr "aneinander" geratet.
my two cents :
"imperatordepot" hin oder her, merger und sieger sind in meinen augen doch nun wirklich zwei paar schuhe. falls nicht hat sich siegerle gewaltig weiterentwickelt, was ich ihm nur schwerlich zutraue.
warum seht ihr nicht (merger und shorty) ,daß ihr in diesem falle beide recht habt?
um erst mal stellung zu beziehen :
ich bin begeisterter kostolany-anhänger und liege voll auf seiner wellenlänge, was die sichtweise der börse angeht. auch wenn ich sicher nicht den tiefblick habe, den kosto hatte. aber ich habe ja noch zeit zum lernen.
wenn aber merger nun sagt, daß die sichtweise kostos nicht die seine ist, und er auf kostolany's büchern nur den unterhaltenden aspekt ( und den haben seine bücher zweifelsohne ) herauszieht, und die lehre lehre sein läßt, kann ich das auch verstehen.
wo wären wir den mit der börse, wenn wir alle das gleiche konzept anwenden wollten ?
und war es nicht immer kostolany, der dazu annimierte sich seinen eigenen weg zu suchen ? im zweifelsfall immer entgegem den zu handeln, was einem allerseits geraten wird ? also gegebenenfalls auch gegen seine ratschläge ?
genau wie du shorty, versuche ich eher den gesamtmarkt , das "publikum" , zu betrachten um meine entscheidungen zu treffen. diepsychologische verfassung der anleger halte ich für den wichtigsten einflussfaktor an der börse, gefolgt von weltwirtschaftlichen zusammenhängen, gefolgt von nationalen wirtschaftszusammenhängen ( so ich diese den immer begreife ;-)).
erst wenn ich mir diese faktoren angeschaut habe, betrachte ich einzelne werte und entscheide dann.
zu dieser vorgehensweise habe ich mich seinerzeit nach der lektüre von einiger der zahlreichen kostolany bücher entschieden ( von denen ich übrigends kein einziges auswendig kann ) , aber wenn ich irgendwann merken sollte ( sofern sich bis dahin tiefblick in ausreichendem masse bei mir entwickelt hat) , daß ein überwiegender teil der anleger dies ebenfalls tmacht, ist es höchste zeit, mir eine neue strategie zu suchen.
es ist doch nun mal ein elemtarer bestandteil der börse, daß sie nur solange funktioniert, solange es eine genügend große anzahl von teilnehmern gibt, die unterschiedliche konzepte verfolgen.
sonst haben wir irgendwann ein art "kaufhausszenario", da man (wenn jeder nach dem gleichen muster handlet ) für die aktien einen festen preis kalkulieren könnte und sie quasi mit einem preisschild versehen in die auslage packen könnte.
also : bleibt locker und gebt mir all euer geld :-))
nein, im ernst, der streit, welcher lehre nun der beste sei ( die eigene ansicht oder bereits niedergeschriebenes wissen ) ist doch rein philosophisch. ich persönlich bin halt der meinung, das mein gehirn nicht so schnell arbeitet, daß ich auf die erfahrungen meiner vorgänger verzichten kann, aber wer sich das zutraut, der soll es doch ruhig mal ausprobieren.
wenn klappt, schreibt derjenige dann ein paar bücher über seinen weg und die nächste generation streitet sich darüber, ob man diesen gehen sollte, oder ob die eigenen ideen die erfolgversprechenderen sind.
in diesem sinne