Was haben der Berliner Wahlerfolg und der anschließende demoskopische Höhenflug der Piratenpartei mit den Protesten gegen das (Finanz-)Establishment in Griechenland und in den USA zu tun? Zumindest das: Die jugendliche Facebook- und Twitter-Generation ist es leid, politisch von oben manipuliert zu werden und den Milliarden-Spielen der Banker zusehen zu müssen, während ihre eigenen Ideale auf der Strecke zu bleiben drohen…
Die Protestwahlen in Deutschland werden sich fortsetzen, die Straßenproteste anderswo auch. Das zeigt sich allein schon daran, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht – womit wir nicht nur beim generellen Thema Verteilungskampf sind, sondern auch beim speziellen Thema Euro. Denn es gibt nun mal reiche und arme Euro-Länder. Da sich die Lage in dieser Hinsicht von Tag zu Tag zuspitzt, wird es höchste Zeit, im Folgenden die Fakten zu analysieren und die Konsequenzen aufzuzeigen.
Zunächst fällt auf, dass Politiker, hohe Beamte, Notenbanker, Vertreter von Aufsichtsbehörden und internationalen Organisationen immer hektischer von einer Verhandlungsrunde in die nächste stolpern. Dabei wird ihre jeweilige Agenda von den Ereignissen bestimmt, das heißt, sie sind zu Getriebenen geworden, statt von sich aus Reformen voran zu treiben. Die Verhandler vermitteln den Eindruck von Rat- und Kopflosigkeit; zeitweise verlieren sie sogar total den Überblick, was ja ihre vielen widersprüchlichen Aussagen zur Höhe des Rettungsschirms EFSF und zu den Modalitäten der Euro-Rettung belegen.
Der Rettungsschirm, so viel steht bereits heute fest, wird gigantische Ausmaße annehmen, die alle aktuellen Schätzungen weit übertreffen. Das liegt in erster Linie daran, dass die hoch verschuldeten Euro-Länder und die sogenannten systemrelevanten Banken ein ganz dickes, wirres Knäuel bilden: Blüht einem Land die Pleite, droht es gleich viele Banken mitzuziehen; und weil es sich dabei auch um Banken aus anderen Ländern handelt, wird daraus ein Politikum. Die neuesten Tricks von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy sprechen in dieser Hinsicht Bände: Er möchte den Rettungsschirm offenbar am liebsten gleich vornehmlich für französische Banken aufspannen.
http://www.rottmeyer.de/handlungszwang-und-herdentrieb/
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Abseits der ganzen politischen Wirren, sollte man sich mal für ein paar Tage (oder Wochen) zurückziehen und für sich und seine Lieben eine gute Strategie ausarbeiten,für den Fall, dass eines Tages die selben Unruhezustände vorherrschen wie jetzt in Griechenland oder in einigen arabischen Ländern...
Mit jedem Tag, der vergeht, und dieses von Anfang an falsche und kranke Finanzsystem unseren Alltag begleitet, mit jedem Tag, wo Menschen sich belügen und den Verstand durch bildungsfremde Medien vernebeln lassen, mit jedem Tag, an den wir unsere Hoffnung und unser Vertrauen den Politikern schenken, - haben wir ein starkes Argument für unsere Edelmetalle. Auf dass uns noch viele friedliche Tage bleiben!
Schönes Wochenende wünscht euch
Euer Ray12