Netanjahu: Weitere Länder müssen sich Iran-Krieg anschließen
TEL AVIV/TEHERAN (dpa-AFX) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat weitere Länder dazu gedrängt, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. "Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert", sagte Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
"Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Der Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus versuche Teheran zudem, "die gesamte Welt zu erpressen".
Aufruf Netanjahus an andere Länder
Netanjahu fragte: "Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?" Es sei an der Zeit, "dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschließen", sagte Netanjahu, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Einige bewegten sich bereits in diese Richtung, "aber es ist mehr nötig". Es gehe um die "Sicherheit der ganzen Welt", sagte der Regierungschef.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor knapp einer Woche eine deutsche militärische Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Straße von Hormus abgelehnt und den Kurs von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Die Nato sei ein Verteidigungs- und kein Interventionsbündnis, sagte Merz in Berlin. Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit massiven Raketenangriffen auf Israel und andere Länder in der Region./le/DP/nas
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.