Kaufen wenn die Kanonen donnern?
Eine alte Börsenweisheit besagt: „Man muß kaufen, wenn die Kanonen donnern.“ Damit ist gemeint: Wann immer es auf der Welt große Unsicherheiten gibt, (z.B. im Umfeld eines anstehenden Krieges) und die Kurse rauschen in den Keller, dann ist die richtige Zeit gekommen, um Aktien zu kaufen. Die „Weisheit“ hat sich in den vergangenen Jahren häufig als richtig erwiesen. Ich glaube allerdings, dass diesmal alles etwas anders kommt und es von daher richtigerweise heißen sollte: „Verkaufen wenn die Kanonen donnern.“
Was ist diesmal anders als bei den Kursrückschlägen vor dem Jahr 2000? Die Börse befindet sich aktuell in einer Situation, in der nicht nur ein Infektionsherd Unsicherheit für die Kurse verströmt, sondern mehrere Schauplätze ihre Gefahren für die Aktiennotierungen in sich bergen. Dazu zählt natürlich vordergründig zunächst einmal die Situation im Irak, bei der nach meiner Auffassung nur die Frage: „Wann kommt der Krieg?“ und nicht so sehr die Frage: „Kommt tatsächlich ein Krieg?“ zu beantworten ist. Nachdem die US-Truppen bereits aufmarschiert sind, ist an eine friedliche Lösung nach meiner Einschätzung nicht mehr zu denken. Darüber hinaus belastet die konjunkturelle Situation die Aktien, und als wäre das nicht alles schon genug, so hat jetzt auch Europa einen handfesten Bilanzskandal (Ahold).
Aber das sind ja gleich drei Dinge auf einmal? Genau, diesem Werbeslogan für eine süße Nascherei folgend, glaube ich auch nicht, dass ein Kriegsbeginn im Irak die Lösung aller Probleme für die Börsen mit sich bringt. Es könnte viel eher so eine Art „Erholungsrallye“ geben. Ich vermag allerdings überhaupt nicht abzusehen, wie weit sie uns führen wird. Allerdings glaube ich, dass diese Erholung nur von kurzer Dauer sein wird.
Deshalb heißt es diesmal: „Verkaufen wenn die Kanonen donnern.“ Erst wenn die anderen Unsicherheiten Lösungsansätze zeigen kommt wieder die Zeit der Dividendentitel.
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Eine alte Börsenweisheit besagt: „Man muß kaufen, wenn die Kanonen donnern.“ Damit ist gemeint: Wann immer es auf der Welt große Unsicherheiten gibt, (z.B. im Umfeld eines anstehenden Krieges) und die Kurse rauschen in den Keller, dann ist die richtige Zeit gekommen, um Aktien zu kaufen. Die „Weisheit“ hat sich in den vergangenen Jahren häufig als richtig erwiesen. Ich glaube allerdings, dass diesmal alles etwas anders kommt und es von daher richtigerweise heißen sollte: „Verkaufen wenn die Kanonen donnern.“
Was ist diesmal anders als bei den Kursrückschlägen vor dem Jahr 2000? Die Börse befindet sich aktuell in einer Situation, in der nicht nur ein Infektionsherd Unsicherheit für die Kurse verströmt, sondern mehrere Schauplätze ihre Gefahren für die Aktiennotierungen in sich bergen. Dazu zählt natürlich vordergründig zunächst einmal die Situation im Irak, bei der nach meiner Auffassung nur die Frage: „Wann kommt der Krieg?“ und nicht so sehr die Frage: „Kommt tatsächlich ein Krieg?“ zu beantworten ist. Nachdem die US-Truppen bereits aufmarschiert sind, ist an eine friedliche Lösung nach meiner Einschätzung nicht mehr zu denken. Darüber hinaus belastet die konjunkturelle Situation die Aktien, und als wäre das nicht alles schon genug, so hat jetzt auch Europa einen handfesten Bilanzskandal (Ahold).
Aber das sind ja gleich drei Dinge auf einmal? Genau, diesem Werbeslogan für eine süße Nascherei folgend, glaube ich auch nicht, dass ein Kriegsbeginn im Irak die Lösung aller Probleme für die Börsen mit sich bringt. Es könnte viel eher so eine Art „Erholungsrallye“ geben. Ich vermag allerdings überhaupt nicht abzusehen, wie weit sie uns führen wird. Allerdings glaube ich, dass diese Erholung nur von kurzer Dauer sein wird.
Deshalb heißt es diesmal: „Verkaufen wenn die Kanonen donnern.“ Erst wenn die anderen Unsicherheiten Lösungsansätze zeigen kommt wieder die Zeit der Dividendentitel.