Grunsätzlich kann ich Dir zustimmen. KS kann sein Schicksal letztlich nur ansatzweise selbst bestimmen. Wohl und Wehe hängen am Kalipreis. Und als kleinerer player kann man die Preispolitik genaugenommen überhaupt nicht beeinflussen. Kommt noch hinzu, dass man angesichts der massiven Verschuldung bei deutlich niedrigeren Preisen existentiell gefährdet ist. Genau das ist ja die Aussage des " Ramschratings".
Nun ,aktuell gibt es ja bei den Kalipreisen eine kontinuierliche langsame Erholung, das ist schon mal beruhigend.
Dass das Standbein Salz letztlich doch weniger wichtig ist und mindestens genauso von externen Faktoren beeinflusst ist, haben wir auch zuletzt gesehen. Ich bin nach wie vor der Meinung, bei besseren Salzergebnissen Minderheitsbeteilung an die Börse, Verschuldung reduzieren, dadurch bedingt niedrigere Finanzierungskosten, Mehrwert für Aktionäre und gleichwohl erst mal Kontrolle über Salz behalten.
Aber mit dem kläglichen Salz-Ergebnis 2018 bei harten Winter kann man das ohnehin vergessen.
Wo Torsten und auch ttmichael auf jeden Fall recht haben, ist dass die immer grösser werdenden politischen Probleme auf die Börse drücken, und bei einer Baisse letzlich fast alle Were betroffen sind, und wenn es wirklich crasht, dann spielen fundamentals gar keine Rolle mehr, dann wird vekauft auf Teufel komm raus.
Bisher ist ja alles noch recht harmlos, was da so an Kurskorrekturen zu sehen war.
So,damit sind wir dann aber bei dem Thema, dass ks die extrem schwache Entwicklung der Börsenkurse in der letzten Zeit zu verantworten hat.
Fakt ist doch, dass andere peers in just dieser Zeit super gelaufen sind, nahe Jahreshoch stehen.
Es ist also kein Branchenproblem, kein Kalipreisproblem, es ist ein Problem bei ks.
genaugenommen ist das ja auch schon alles zigfach erwähnt, aber - auch das ist ja gerade gestern noch mal durchgekaut worden, die Aktionäre haben ks zu Jahresbeginn bei den Kursen sehr viel Vorschuss gezollt, da war nach Jahren der Enttäuschung die Erwartung, dass nun endlich mit besseren Kalipreisen auch deutlich bessere Kurse kämen, dass Kanada die grosse Wende bringen würde, und nun -beginnend mit den schwachen 2018 -Zahlen belegt jede neue Nachricht- und es sind dann ja auch immer eher negative news- dass der Optimismus einmal mehr enttäuscht wird.
Dass es- wenn überhaupt lange dauern wird, bis Aktionäre auch nur annähernd Kurse sehen, die dem entsprechen, was vom Vorstand - mE wider besseres Wissen- zum besten gegeben wird.
man muss mE nicht verzweifeln, so schrecklich waren denn die letzten news auch nicht, aber man muss die Erwartungen deutlich zurücknehmen. Dass das Management selbst offensichtlich zunehmend verunsichert ist, sieht man schon an den nebulösen Aussagen zum Gesamtjahr. Das machen andere peers deutlich besser, weil die offensichtich das Geschäft auch deutlich besser einschätzen können.
Und dann sind dann die angesprochenen Qualitätsmängel. Whatever that means- bin da nicht der experte, aber das sind dann ja wohl kaum extrerne faktoren, die die Qualitätsdefizite ausmachen, sondern hausgemachte Probleme.
Meine Meinung- und das scheint denn auch die Börse zu glauben- in Kanada läuft es überhaupt nicht rund. Und das wird sich vermutlich nicht von heute auf morgen verändern. Kein neues Problem, der Start in Kanada hat sich gegenüber den ursprünglichen Planungen auch deutlich verzügert, und das war denn wohl auch internen Fehlern oder Fehleinschätzungen zuzurechnen.
Ich sehe aktuellt den Wert irgendwo zwischen 21 und 24 E realistisch bewertet, also bei heutigen Kursen von 22 eher mit Chancen auf eine Erholung.
Wenns richtig crasht, kriegt man die Aktie allerdings mit grosser Sicherheit noch deutlich niedriger. Nicht vergessen, die Gesellschaft der Lieferer und Leister hat ja letztes Jahr nicht mal 80 Cent verdient und wahnsinnig mehr werden es dann wohl in 2018 auch nicht werden. Also wer nur auf das KGV schaut, der rennt bei dem Wert ohnehin schreiend davon.