Dell spielt nicht mehr in der 1. Liga. Ob sich das durch die AMD-Chips ändert, steht in den Sternen. Insofern wäre nicht allzu viel verloren. Außerdem hat das letzte Wort ja der Kunde. Wenn sich rumspricht, dass die neuen Intel CPUs schneller und stromsparender sind (man werfe mal einen Blick auf die Kundenkommentare bei dt. Versendern), werden sie ganz einfach Intel-Computer bestellen.
[Doktore: Ich kaufe mir jetzt ein Intel-Mainboard ("Lemont", 965P, nur 108 Euro) - als Plattform für einen C2D E6400. Das Board ist für den Preis super.]
AMD schoss gestern 6,3 % höher, während Intel nachbörslich nach den Entlassungsankündigungen (10.500 Entlassungen) leicht auf 19,73 USD fiel. Ich glaube, AMD wird die Kursgewinne nicht halten können.
Intels Entlassungen und die Kostensenkungen um 3 Mrd. Dollar dürften dem Intel-Kurs mittelfristig auf die Sprünge helfen. Bei
Pfizer (siehe mein Thread dazu) wirkte sich der Entschluss, 4 Mrd. pro Jahr durch Entlassungen einzusparen, ebenfalls positiv auf den Kurs aus: Bei der Verkündung stand Pfizer bei 21 bis 23 Dollar, heute, ein Jahr später, bei 27 bis 28. Das liegt teils aber auch an der Rotation in defensive Pharma-Werte als "Fluchtburg" vor der Rezession.
Zu meinen
bärischen Statements in anderen Threads: Die kommende US-Rezession wird nicht ewig dauern. (Die Fed glaubt sogar, sie durch eine "sanfte Landung" ohne große Kurseinbrüche über die Bühne zu bringen - ich glaube nicht so recht daran.) Nichtsdestotrotz: Für Langfristhalter, die sich durch einen temporären Kursrutsch nicht aus der Ruhe bringen lassen, ist das kein Problem. Langfristig geht Intel wieder auf mindestens 25 USD.
Intel streicht 10.500 Stellen - zehn Prozent der Belegschaft
6.09.2006 07:15
AP
Santa Clara - Der weltgrößte Chiphersteller Intel will im kommenden Jahr 10.500 Stellen abbauen - das sind zehn Prozent der bisherigen Belegschaft. Wie das in Santa Clara in Kalifornien ansässige Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll dies durch Entlassungen, natürliche Fluktuation und den Verkauf von Firmenteilen erreicht werden. Dies sei Teil einer Umstrukturierung des Unternehmens, um den sinkenden Gewinnen entgegenzutreten und wieder Marktanteile zurückzugewinnen, hieß es.
Wie Intel weiter mitteilte, soll es in diesem Jahr die meisten Entlassungen in den Bereichen Management, Marketing und Informationstechnik geben, im kommenden Jahr soll dies auf Herstellung, Design und andere Bereiche ausgedehnt werden. Damit sollten drei Milliarden Dollar pro Jahr bis 2008 eingespart werden.
Intel hatte in jüngster Zeit Marktanteil an den Konkurrenten AMD verloren und versucht jetzt, wieder Boden gut zu machen. Intel müsse agiler und effizienter werden, nicht nur in diesem, sondern auch in den nächsten Jahren, erklärte Intel-Chef Paul Otellini. Zuletzt war der Druck auf Intel gewachsen, verlustbringende Teile abzustoßen. Analysten hatten Intel als zu schwerfällig bezeichnet.
(AP)