viel interessantere Investmensts als Thyssen...
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dann voestalpine,
ist breiter aufgestellt.
zählt zum profitabelsten Stahlunternehmen in Europa.
Vergebliche Suche nach Käufern für zwei Stahlwerke
Dem Industriekonzern ThyssenKrupp drohen weitere Milliardenverluste durch seine beiden zum Verkauf stehenden Stahlwerke in Brasilien und den USA. Denn trotz einer schon Monate andauernden intensiven Suche findet sich offenbar kein Käufer, der bereit ist, auf die Preisvorstellungen einzugehen. Das Management des Dax-Konzerns spielt daher intern die Auswirkungen von kräftigen Preisnachlässen durch. Das hätte enorme Auswirkungen auf die Konzernbilanz.
Bislang hatte Vorstandschef Heinrich Hiesinger einen Verkaufserlös in Höhe von sieben Milliarden Euro angestrebt. Denn mit diesem Wert stehen die beiden Werke derzeit noch in den Büchern. Mittlerweile aber rechnet selbst ThyssenKrupp nur noch mit einem Bruchteil dieses Betrages. Das jedenfalls berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Im schlimmsten Fall könne der Kaufpreis sogar bei nur einer Milliarde Euro liegen. Damit würden sich die Verluste des Amerika-Abenteuers von Deutschlands größtem Stahlhersteller auf stattliche elf Milliarden Euro summieren. Die Aktie ging angesichts dieser Spekulationen erneut auf Talfahrt und stürzte am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten.
Intern läuft nun die Suche nach den Schuldigen. Dazu wurden dem Aufsichtsrat mehrere Berichte mit teils schweren Vorwürfen gegen den alten Vorstand um den früheren Konzernchef Ekkehard Schulz vorgelegt. Der heute 71-Jährige gilt als wesentlicher Treiber für den Aufbau der beiden Stahlwerke. Immerhin setzte er sich in der Planungsphase gegen starke interne Bedenken durch – auch weil er die Kosten stets für überschaubar erklärt hatte. Für das Werk in Brasilien etwa wurden im ersten Entwurf von 2005 Projektkosten in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro veranschlagt. Mittlerweile aber betragen die Ausgaben ein Vielfaches. Zwar wird Schulz in einem Gutachten aus dem Frühjahr 2012 entlastet, die Kanzlei Hengeler Müller schaut sich die Akten aber noch einmal genauer an.
Nachfolger Hiesinger hält sich mit Schuldzuweisungen zurück. "Hier hat niemand gelogen, sondern es wurden einfach nur falsche Annahmen über Dinge in der Zukunft getroffen", hatte er erst kürzlich gegenüber der "Welt" gesagt. Bedingungen hätten sich verändert, etwa die Löhne oder das Währungsverhältnis zwischen dem Euro und dem brasilianischen Real. Angesichts der drohenden Zusatzverluste sucht Hiesinger nun nach Einsparmöglichkeiten. Einem Strategiepapier zufolge sollen die Kosten in den nächsten drei Jahren um rund zwei Milliarden Euro gesenkt werden, etwa durch einen effizienteren Einkauf oder eine bessere EDV. Ein Jobabbau scheint dagegen vorerst kein Thema.
http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/...iasko-in-Amerika.html
Da wird einfach mal etwas herausposaunt: Das hätte enorme Auswirkungen auf die Konzernbilanz.
Und dann verlässt man den wichtigsten Kriegsschauplatz und beschäftigt sich mit Nebensächlichkeiten.
Wenn man 9 Mrd. EK hat, operativ tiefrot unterwegs ist und 6 Mrd. EUR abschreiben muss, wieviel EK bleibt dann noch übrig?
Gehen wir mal großzügig von 3 Mrd. aus und lassen die Bilanzsumme von 44 auf 38 Mrd. EUR schrumpfen, dann ergibt sich eine Quote von 7,9 %. Das kennt man sonst nur von kurz vor der Insolvenz stehenden Baufirmen und kleineren imbissbuden...
Ja, wenn es zu einer Abschreibung von 6 Mrd. kommen sollte, wobei ich eher mit 3-4 Mrd. rechne, bleiben nur noch 3 Mrd. bilanzielles EK übrig.
Das TK aber über wesentlich mehr "Substanz" verfügt, als die Summe der ausgewiesenen Buchwerte, sollte aber auch klar sein.
Allein im Stahlgeschäft dürften einige Reserven liegen. Das Geschäft ist ja bekanntlich sehr kapitalintensiv und da die vorhandenen Anlagen (außer Steel Americas) durchweg älteren Baujahrs sind, dürften sie in den Büchern recht niedrig bewrtet sein.
Die operativen Verluste des Konzerns resultieren (fast) ausschlißelich aus dem dicken Minus, dass Steel Americas beisteuert. Wenn ich mich recht entsinne waren bis zuletzt alle anderen Sparten im Plus, einige davon auch recht deutlich.
Somit sollte, wenn das Horrorszenario eintritt, TK in der Lage sein sehr sehr hohe EK-Renditen zu erwirtschaften. Ein mittlerer dreistelliger Millionengewinn entspräche dann ja schon einer EK-Rendite von 15%! Dass dies für einen Industriekonzern wie TK in eher miesen Zeiten mehr als ungewöhnlich ist sollte einen auch daran zweifeln lassen ob das bilanzielle EK in diesem Fall so aussagekräftig ist.
Die hohe mögliche EK-Rendite soll kein Trost sein, aber macht doch klar, dass da mehr "Substanz" ist als das bilanzielle EK!
In den Büchern sind viele Vermögenswerte abgeschrieben die aber sicherlich nicht mit "Null" anzusetzen sind.
Zuschreibungen auf Sachwerte sind nach IFRS ja unter gewissen Bedingungen möglich, somit gäbe es sicherlich auch Möglichkeiten das EK in der Bilanz ein wenig zu heben. Ich bin allerdings nicht sonderlich bewandert auf diesem Gebiet und weiß nicht genau welche Folgen dies hätte (Ergebniswirksamkeit).
Es soll aber auch Unternehmen geben, die mit negativem Eigenkapital weiter gewirtschaftet haben!
@aktienmensch
Dass die europäische Stahlparte auf absehbare Zeit defizitär ist, ist nicht gesagt. Bisher war sie es (so gerade) nicht. Und wenn, dann wäre das ein Problem aller europäischen Stahlhersteller. Für TK wäre das natürlich auch kein Trost.
Verfolge die Diskussion hier seit Tagen mit Interesse...
Frage an @Aktienmensch: Wo siehst du einen Einstiegskurs? Erst wieder bei den Jahrestiefstständen aus dem vergangenen Sommer?
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