Aus dem WO board :
von Stock Rave 03.01.01 19:30:17 3812450664 MET(A)BOX AG
Artikel aus "Die Welt" vom 03.01.2001
Fernseher ist beliebter als Computer
100 Prozent Marktabdeckung erreicht - Internet-Zugang per TV
Hannover - Wenn es je einen Wettbewerb zwischen Fernsehgerät und Computer gegeben hat, sieht ihn Rainer Hecker von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) entschieden. "Der Kampf zwischen TV-Gerät und PC ist ad acta gelegt. Der Fernseher wird immer das beliebtere Produkt bleiben", meint Hecker, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Herstellers Loewe in Kronach ist. "Wir Hersteller müssen den Markt nicht mehr erobern, wir haben 100 Prozent Abdeckung. Wir müssen nur dafür sorgen, dass unsere Geräte auch für die neue Multimediawelt attraktiv bleiben."
Ein Weg dorthin ist aus der Sicht des Verbandes die tatsächliche Verschmelzung von Internet und Fernseher, und dies möglichst in einem Gerät.
"Viele Kunden werden sich in Zukunft keinen Computer mehr nur für den Zugang zum Internet kaufen. Die warten auf den internetfähigen Fernseher." Hecker sieht sich mit seinen Verbandsmitgliedern einig, dass "das Internet ständig an Bedeutung gewinnen wird. Was heute der Videotext ist, wird morgen das Internet sein." Schon jetzt sei zum Beispiel Loewe dabei, mit dem ZDF den Zugang zum weltweiten Internet zu realisieren und auf diese Weise zu ermöglichen, dass der Zuschauer auf die im Programm eingeblendete Internet-Adresse zugreifen kann.
Ein Beispiel: Wird beim Gesundheitsmagazin Praxis eine Internet- Adresse etwa zu einer bestimmten Krankheit eingeblendet, wird der Fernsehzuschauer per Tastendruck auf der Fernbedienung zum "Web-Surfer", ohne dass er den Rest der Sendung verpasst. Auf dem geteilten Bildschirm wird sowohl das Programm als auch das Internetangebot zu sehen sein - die Verbindung wird über die Telefonleitung hergestellt.
Die Fernbedienung wird dann zum Navigator im Fernsehsessel. Hecker: "In Form und Größe wird sie in etwa so bleiben wie bisher." Hinzukommen werden ein kleines Display und Tasten zur Steuerung des Coursers. "Wenn der Zuschauer eine andere www-Adresse eingeben oder eine E-Mail verschicken will, kann er das über ein virtuelle Tastatur, die auf dem Bildschirm erscheint. Per Fernbedienung führt er den Courser auf die Buchstaben. Einfacher geht das über eine schnurlose Tastatur", meint Hecker. "Diese Technik wird ganz neue Anwendungen ermöglichen, etwa im Bereich des elektronischen Handels. Künftig wird es für den Verkauf über das Fernsehen zwei Wege geben. Den herkömmlichen über Telefon und Programm, und dann den zweiten über das Internet."
Dass dies mehr sind als pure Visionen zeigen erste Produkte in den Katalogen - und Marktzahlen. Die gfu vermutet, dass diese Geräte in den nächsten fünf Jahren einen Anteil von zehn Prozent des Marktes erobert haben. Alle zehn Jahre kommt beim Durchschnittsdeutschen ein neues Fernsehgerät ins Haus, auch wenn die Geräte selbst länger halten, sagt Wiesinger. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 5,6 Millionen TV- Geräte gekauft, bis zu 80 Prozent davon dienen der Ersatzbeschaffung. dpa
So, diese nur für die, die mit dem Argument "Wer will denn Internet über`n Fernseher haben. Wir haben doch alle `n Computer!" ständig versuchen MBX schlecht zu reden.
Ja und ich habe auch den letzten Absatz gelesen. Dennoch glaube ich daß recht wohl MBX einen hervorragenden Platz neben z.B. Loewe finden wird. Denn es stellt sich immer noch die Frage: Über 2000 DM für einen High-Tech Fernseher ausgeben, oder `ne Set-Top-Box im Abo Gratis zu bekommen oder sie meinetwegen für 1000 DM zu kaufen.
mfg