Hysterie an der Rohöl-Börse


Thema
abonnieren
Beiträge: 12
Zugriffe: 716 / Heute: 1
Sahne:

Hysterie an der Rohöl-Börse

 
28.02.03 08:08
Der Preis für Rohöl ist außer Kontrolle geraten, an der New Yorker Warenbörse stieg er an nur einem Tag um fast sechs Prozent. Die Erdöl-Organisation Opec würde den Auftrieb gerne bremsen, muss ihm aber machtlos zusehen.
Hysterie an der Rohöl-Börse 955829 
Hysterie an der Rohöl-Börse 955829
AP
GroßbildansichtHändler an der Nymex: Die Opec hat nur noch einen allerletzten Trumpf

New York - Nachdem der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl schon am Vortag um über vier Prozent gestiegen ist, hat er am Donnerstagabend noch einmal zugelegt und die Marke von 40 Dollar gestreift. Als kritisch für die Konjunktur gelten Preise ab 30 Dollar. Rohöl zur April-Auslieferung war an der New Yorker Warenterminbörse Nymex gestern für 39,98 Dollar zu haben - ein neues Zwölf-Jahres-Hoch. Damit nähert sich der Preis seinem Rekord vom 10. Oktober 1990, nach dem Überfall des Iraks auf Kuweit. Damals notierte das Faß Öl bei 41,15 Dollar.

spiegel.de

Antworten
Slater:

kurz nach Erklimmen des Hochs

 
28.02.03 08:11
ist der Ölpreis aber wieder auf 37 zurückgefallen. Sehr nervöse Märkte eben
Antworten
Kicky:

der Preis wird noch weiter steigen

 
28.02.03 21:57
Ausschlaggebend für den erneuten Preisanstieg war die Meldung, wonach die US-Erdölvorräte auf dem niedrigsten Niveau seit 1975 liegen. Grund dafür ist der strenge Winter in den USA. Auch in anderen Industriestaaten sind die Ölreserven auf Tiefstände gesunken. Darüber hinaus befürchten Öl-Händler, dass ein Irak-Krieg den Nachschub aus dem Mittleren Osten reduzieren könnte. Zu geringe Öllieferungen aus Venezuela nach dem Generalstreik im Land verknappen das Angebot weiter.
An der New Yorker Terminbörse verteuerte sich der April-Kontrakt um fast fünf Prozent auf fast 38 Dollar. Das ist der höchste Stand seit zwölf Jahren. In den vergangenen zwei Tagen war der Ölpreis um gut sieben Prozent in die Höhe geschossen. In den letzten zwölf Monaten waren es 81 Prozent.
Die Ölreserven der USA fielen den jüngsten Daten zufolge auf 271,9 Mio. Barrel (ein Barrel = 159 Liter). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind dies 14 Prozent weniger. Damit sind die Lagerbestände nahe dem Minimum, das erforderlich ist um die Raffinerien der weltgrößten Volkswirtschaft in Betrieb zu halten. Die USA, in denen weniger als drei Prozent der Weltbevölkerung leben, verbrauchen ein Viertel der jährlichen Fördermenge. In den Industriestaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), liegen die Ölreserven nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur 125 Mio. Barrel unter dem „Normalstand“. Während des Golfkriegs 1991 hatten sie um die gleiche Menge darüber gelegen.
Der Anstieg der Ölpreise sei in erster Linie politisch getrieben, sagte der Rohstoffexperte der Dresdner Bank, Wolfgang Wilke. „Die Märkte sind zurzeit paralysiert.“ Es seien weitere Höchststände denkbar. Zugleich zeigten die Terminmärkte, dass die Marktteilnehmer auf Sicht von einem Jahr mit einem Zusammenbrechen des Ölpreises rechnen. Direkt nach Beginn des letzten Irak-Kriegs 1991 war der Ölpreis binnen Minuten um 20 Dollar gefallen.
Opec-Generalsekretär Alvaro Silva-Calderon sagte in Wien, das Kartell könne bei Bedarf bis zu vier Mio. Barrel täglich zusätzlich auf den Markt bringen.
Antworten
volvic:

komisch

 
28.02.03 23:11
die öl-zocker können scheinbar nicht rechnen. wenn "nur" 125 mio barrel fehlen bedeutet das für mich: bei 4 mio möglicher zusatzliegerung pro tag ist das binnen 30 tagen erledigt!
also bloss keine panik ... man kann ja auch mal ein bischen öl sparen. ich fahr sowieso weniger mit dem wagen - bei den treibstoffpreisen normal, oder?

volvic
Antworten
Idefix1:

Und der Ölpreis wird auch wieder sinken

 
28.02.03 23:25
... ein hoher Ölpreis paßt so in die konjunkturelle Landschaft wie ein Priester ins Puff... (was evtl. ab und zu vorkommen kann)

... weil der strenge Winter kurz vor seinem Ende steht...

... weil russische und bald auch irakische Quellen noch oder wieder stärker sprudeln als bisher (u.a. auch)

... und .... und...

Diese Panik bricht wie alle anderen Paniken auch wieder in sich zusammen.  
Antworten
volvic:

also wenn der ölpreis

 
28.02.03 23:28
um 20 dollar fallen würde ... das wäre schon echt super. nicht das ich dann glaube der benzinpreis fällt hier in deutschland. nein nein, ein liter benzin wird dann wohl auch noch über 1 euro kosten. aber der weltwirtschaft dürfte es nutzen. und damit den aktien :-)))

volvic

p.s.: angenommen ein liter benzin würde bei einem rohölpreis von 20 dollar in deutschland in ein paar wochen 99 cent kosten, was tippt ihr kostet der liter wenn das rohöl später mal wieder bei 30 dollar steht? also ich sag einfach mal locker 1,60 euro - spd/gründe, die machen das schon! *lol*
Antworten
Luki2:

Hohe Ölpreise bedrohen Wachstum in Eurozone

 
01.03.03 18:57

Hysterie an der Rohöl-Börse 957300 
Bombay (Reuters) - Hohe Ölpreise und geopolitische Unsicherheiten bedrohen nach den Worten von Bundesbank-Chef Ernst Welteke das Wirtschaftswachstum in der Eurozone.

"Neben den steigenden Ölpreisen belastet die Unsicherheit auf Grund der geopolitischen Spannungen die Wachstumsaussichten", sagte Welteke am Samstag in Bombay zu Journalisten. Welteke gehört auch dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Die Inflation in der Eurozone dürfte in diesem Jahr unter zwei Prozent fallen, was Raum für niedrigere Zinsen lasse, fügte er hinzu. "Unsere Pflicht ist es, die Preisstabilität zu erhalten. Und da keine Risiken einer anziehenden Inflation bestehen, könnte es Raum für niedrigere Zinsen geben", sagte er weiter. Der Ölpreis war im Wochenverlauf mit rund 40 Dollar je Barrel (159 Liter) am US-Markt auf den höchsten Stand seit dem Golfkrieg 1991 geklettert.

EZB-Chef Wim Duisenberg hatte am Wochenende nach mehrheitlicher Ansicht von Analysten bereits ein Signal für eine Zinssenkung gegeben. Die EZB hatte wegen der Aussicht auf einen Rückgang der Inflation den Leitzins in der Eurozone im Dezember um 50 Basispunkte auf 2,75 Prozent gesenkt. Spekulationen über eine mögliche Senkung der Leitzinsen Anfang März lehnte Welteke ab. Am 6. März kommt der EZB-Rat zu seiner Zinssitzung zusammen. "Ich will aber nicht spekulieren, ob wir die Zinsen bei der nächsten Sitzung senken werden", sagte der Bundesbank-Präsident.

Bereits am Freitag hatte Welteke gesagt, dass die Inflation in der Eurozone in diesem Jahr unter zwei Prozent bleiben und damit Spielraum für geldpolitische Maßnahmen schaffen dürfte. Er rechne zudem in der Eurozone in diesem Jahr mit einem niedrigen Wachstum von knapp über einem Prozent, hatte er am Vortag in Bombay nach einer Veranstaltung der deutsch-indischen Handelskammer zu Journalisten gesagt.

WELTEKE - FESTER EURO SCHADET EXPORTEN NICHT

Die Festigkeit des Euro zum Dollar hat nach Weltekes Worten die Auswirkungen der steigenden Ölpreise etwas abgefedert und den Exporten aus der Eurozone bislang nicht geschadet. "Sollte der Euro allerdings weiter zulegen, dann könnte er für die Exporte ein Problem werden", sagte er. Seit Jahresbeginn hat die europäische Gemeinschaftswährung 3,5 Prozent an Wert gewonnen, nachdem sie bereits 2002 rund 15 Prozent zum Dollar gestiegen war. Insgesamt dürfte der Preisauftrieb in den kommenden Monaten wahrscheinlich moderat ausfallen und die von der EZB anvisierte Grenze von maximal zwei Prozent nicht überschreiten, sagte Welteke.

IFO-PRÄSIDENT SINN - ZINSSENKUNG DER EZB "ÜBERFÄLLIG"

Der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hat sich für eine Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Eine Zinssenkung der EZB sei "überfällig und hätte schon viel früher vorgenommen werden sollen", sagte Sinn laut einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview der "Welt am Sonntag". Deutschland habe "deutlich zu hohe Zinsen".

Ein Konjunkturaufschwung sei aber auch nach einer Zinssenkung nicht in Sicht. "Wir haben das dritte Jahr der Flaute und werden wohl abermals gerade an einer Rezession vorbeischlittern," sagte Sinn dem Blatt. Die deutsche Wirtschaft hatte sich in den letzten drei Monaten 2002 überraschend auf dem Niveau des Vorjahres gehalten.

Sinn erwartet dem Bericht zufolge für die Zentralbanksitzung am kommenden Donnerstag eine Senkung des Geldzinses: Sie berücksichtige "bei ihrer Zinsentscheidung auch die Bankenkrise in Deutschland. Anziehende Konjunktur, stabilere Aktienkurse und weniger Unternehmenspleiten würden den deutschen Banken helfen." Zudem habe "der Kursverfall an den Aktienmärkten in den vergangenen drei Jahren der Konjunktur stark geschadet." Die EZB will Sinn zufolge durch eine Senkung des Geldzinssatzes die Aktienkurse stabilisieren.

 

Q: http://www.reuters.de/...jhtml?type=economicsnews&StoryID=2309804#

 

 

Antworten
SchwarzerLor.:

Wir haben gar kein Wachstum in D!

 
02.03.03 09:37
Also warum das Klagen? Rot-Grün hat uns schon längst in die Sackgasse geführt. Und erhöhen die Produzenten nicht die Preise, dann dreht die Regierung kräftig dran. Ist doch egal, wer uns abkassiert, oder?
Antworten
DarkKnight:

@SL: doch, wir haben noch eine Boombranche, da

 
02.03.03 11:03
brummt es richtig:

schon mal in letzter Zeit auf dem Arbeitsamt gewesen? Die rennen denen die Tür ein.

Weiß zwar nicht, was die produzieren, aber scheinbar gibts endlos Nachfrage.
Antworten
der Tolle:

@darkknight

 
02.03.03 11:33
hast recht das Arbeitsamt ist ein echtes zukunftsunternehmen. ich bin am 1.4. mit meinem abi fertig, und habe mich entschlossen dann auch in diesen megamarkt einzusteigen :-)
Antworten
dishwasher:

Wirtschaft angeblich im Arsch und

 
02.03.03 11:46
Öl marschiert Richtung 40 US$. Na ja, wenns jetzt richtig den Bach runter geht weiß weinigstens jeder warum. Die Entwicklung der Ölwerte und Goldminen ist völlig konträr zur Situation. (weiß anscheinend keiner was er tut)
Antworten
dardanus:

Balsam für den Finanzminister

 
02.03.03 11:55
Die Steuern werden auf den Rohpreis aufgesetzt, daher ist jede Preissteigerung eine Steuererhöhung.
Die Abgaben werden trotz Gemurre brav gezahlt. Hat doch jeder xxx KW im Auto installiert.
Und wer Mercedes und BMW in der Garage hat ist doch kein armer Kerl.

Zudem können die europäischen Oelproduzenten nur bei hohen Preisen Geld verdienen.

So lange dieses Niveau zu halten ist (Privatkonsum) wird sich am Oelmarkt nichts gravierendes ändern.
Ein kleiner Konflikt wird sich schon finden, oder?

dd
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--